296 Tagebuch
selbe bey meinen Umständen natürlicher Weife wär»de gemacht haben. Er konnte wenigstens einenDritten sehen, der seiner Sache ganz ergeben war.Ich stellte die zukünftigen pvlitisclM Begebenheitenauf einer sehr schmeichelhaften Seite vor, ich schil-derte die Dritten und Corsen, wie sie im Handelund un Kriege auf das genaueste mit einander ver-bunden seyn würden, und beschrieb die ungeheuchel-te Giftigkeit mrd Bewunderung, womit das redli-che und edelinüthige Volk von England den tapfernCorsen begegnen wurde.
Ich überwand auch unvermerkt in diesem Stü-cke seine Empfindlichkeit. Meine fröhlichen Vor-stellungen erweichten seine Strenge, und heitertensein Gemüth aus. „Erinnern Sie sich, sagte er,„an das kleine Volk in Asien, welches in Gefahr war,„von dem großen Könige von Assyrien unterdrückt„zu werden, bis es sich an die Römer wandle.„Und die Römer, mit dem edeln Gerste einergroßen„und freyen Nation, traten auf, und wollten nicht„zugeben, daß der große König das kleine Volk ver-derben sollte, und machten deßwegen einen Bund„mit demselben,,.
Er machte keine Anmerkungen über dieses schö-ne Stück aus der Geschichte. Man konnte aber leichtsehen, baß er damit auf seine eigene und unsere Na-tion zieletc.
Da der General dieses Stück aus der Geschich-te anführete, so war ich nicht aufmerksam genug,ihn zu fragen, was er für ein kleines Volk meyncte.
Doch