einer Reise nach Corsica. zoz
men aller Leute auf der Insel, ihren Charakter undihre Verbindungen weiß. Sein Gedächtniß, inAbsicht auf die Gelehrsamkeit, ist nicht weniger außer-ordentlich. Er weiß die besten Stellen aus den clas-sischen Schriftstellern auswendig, und er hat dieglückliche Gabe, dieselben am rechten Orte wiederanzubringen, welches man selten findet. Diese Ga-be ist nicht allezeit vor Pedanterey zu halten. DixFalle, in welchen sie Paoli, wie wir gesehen haben,zeiget, sind ein Beweiß des Gegentheils.
Ich habe es selbst gehöret, daß Paoli die Haupt-veränderungen eines alten Staates, mit einem sol-chen Nachdruck und Geschwindigkeit wiederholet hat,welche deutlich zeigetcn, daß er die Sachen wußte,und mit dem Ursprünge und Bewegungsgrunde derverschiedenen Begebenheiten vollkommen bekannt sey.Ja ich habe gehöret, daß er von den berühmtestenMännern des Alterthums ein gründliches Urtheilgefallet, oder was die Franzosen une car-iloZue rai-lonnee nennen, geliefert hat. Die Charaktere,welche er von ihnen machte, waren kurz, bündigund richtig. Ich bedaure es ieHt, daß das Feuer,womit er bey solchen Gelegenheiten zu reden pflegte,mich damals so sehr betäubte, daß ich mich seinerReden nicht mehr erinnern konnte, um sie aufzu-schreiben, als ich mich von seiner Gegenwart ent-fernte.
Er lebt recht in den Zeiten des Alterthums.Er sagte zu mir: „ein junger Mensch, der sein Ge-„müth nach Ruhm bilden will, muß keine neuem
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