einer Reise nach Corsica. z i r
Charakter recht zu studieren, so verließ ich mich sosehr aus seine Gütigkcit gegen mich, daß ich mir dieFreyheit nahm, ihm in Absicht auf die kleinsten undgeheimsten Umstände seines Lebens wohl tausend Fra-gen vorzulegen. Eines Tages, da einige von seinemAdel zugegen waren, fragte ich ihn, ob ein so leb-haftes Gemüth, wie das seinige, im Schlafe selbstnicht geschäftig wäre, und ob er zu träumen pflegte.Der Herr Casa Bianca sagte mit einer Miene undTone, der etwas Wichtiges anzuzeigen schien: „Ja,„er träumet». Und als ich ihn bat, sich hierübernäher zu erklären, so erzählte er mir, daß der Ge-neral in seinen Träumen voraus gesehen-hätte, wassich hernach wirklich zugetragen habe. Paoli be-kräftigte dieses durch verschiedene Falle von dieserArt, und sagte dabey: „Ich kann Ihnen keine deut-liche Erklärung davon geben. Ich erzähle Ihnen„nur die Sache, wie sie geschehen ist. Zuweilen„habe ich mich geirret, überhaupt aber habe ich ge-„funden, daß meine Traume eingetroffen sind. Ich„kann nicht sagen, wie die Thätigkeit der unsichtba-„ren Geister beschaffen ist. Sie müssen aber noth-wendig mehr wissen, als wir; und es ist daher nicht„ungereimt, zu behaupten, daß Gott es ihnen zu-lassen könne, uns ihre Kenntnisse mitzutheilen».
Er gerieth hierbey in eine sehr artige und an-genehme Betrachtung eines Gegenstandes, welchender verstorbene scharfsinnige Herr Baxter in seinerUntersuchung über die Natur der menschlichen Seeleauf eine ganz philosophische Art abgehandelt hat;
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