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Tagebuch
waren immer noch, ohne unanständig lustig zu seyn,so Mich, als ich es nur verlangen konnte.
Ich hatte zween Wundärzte zu Corte, die michcurirten, eimn Corsen und einen Picnwnteser; undman gab mir die Fiebcrrinde aus der Apotheke imCapucinerkloster. Doch vermuthete ich nicht völligwieder hergestellt zu werden, bis ich nach Bastiakommen würde. Ich fand, daß es vollkommensicher für mich war, dahin zu gehen. Man hatteeine Art von Waffenstillstand zwischen den Corscnund Franzosen errichtet. Paoli hatte zwo freund-schaftliche Unterredungen mit dem Herrn von Mar-boeuf, ihrem General, gehabt; und war ein so gu-ter Freund von ihm, daß er mir ein Empfehlungs-schreiben an ihn mitgab.
Eines Tages, da mich dasFieber am wenigstenbeunruhigte, gteng ich mit Fleiß zu Fuße aus demKloster nach Corte, um einen Brief au den -HerrnSamuel Johnson zu schreiben. Ich erzählte meinemFreunde, daß ich aus einer Art von Aberglauben,die ihm gewissermaßen so wohl als mir, angenehmwäre, auf meinen Reisen von solchen Orten aus, diek.ocg lolenm'a, oder geheiligte genennet würden,'an ihn geschrieben hätte. Und wie ich ihm ehe-mals auf dem Grabe des Melanchthons, welchesder Gelehrsamkeit und Frömmigkeit geweiht wäre,geschrieben hatte, so schriebe ich icht in dem Pallaschdes Pascal Paoli, welcher der Weisheit und Freyheitgewidmet sey; indem ich wohl wüßte, daß er alle-zeit, man möchte feine politischen Grundsätze vor-stellen