zzL Tagebuch
„edel/ tugendhaft und glücklich angewandt wäre;„ja! ich würde mir selbst vorstellen, daß ich viele„meiner vergeblich zugebrachten Tage, die nun ver-gangen sind, wiedererlangt hatte, wenn ich diese„traurigen Ueberbleibsel zu einigen Nutzen für ihre„tapfern Landsleute anwenden könnte, und wenn„ich durch ein nützliches Vorhaben zu den Aussichtey„Ihres würdigen Oberhauptes und den Ihrigen et-„was beytragen könnte. In so ferne können Sie„sich auf mich verlassen, Mein Leben und mein Herz„sind Ihnen gewidmet».
Dieses waren die ersten Aeußerungen des Rous-seau. Doch ehe er selbst diesen ersten Brief schloß,so fügte er demselben sehr viele Klagen über seine Un-glücks fälle und Verfolgungen bey, und machte ver-schiedene Schwierigkeiten in Absicht auf die vorge-schlagene Unternehmung.
Der Briefwechsel wurde einige Zeit unterhal-ten; allein die Hitze des paradoxen Philosophennahm bald ab, und das ganze Vorhaben kam nichtzu Stande,
Der Herr von Voltaire, wie ich bereits obenbemerket habe, fand für gut, seinen Scherz überdiesen Vorschlag zu treiben, um den ernsthaftenRousseau, den er niemals leiden konnte, zu kran-ken, Ich erinnere mich, daß er von ihm mit einemsatyrischen Lächeln zu reden pflegte, und ihn nennte;Ce Oarcon, Ich finde dieses unter meinen Auf-sätzen von den Unterredungen mit dem Herrn vonVoltaire, da ich bey ihm aus seinem Schlosse zn
Ferney