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her seinen willen geschehen. Von Brügge sendete er seine gemMinm Engelländ, welche sich daselbst eine zeitlang unbekannterweiseaushielt, doch endlich beydem Könige zur midienz gelassen wurdenAls sie aber zu Dover wieder zu schiffe gehen wolte, wurde sie, aufansuchendes Dänischen Residenten, arrestiret, i» Dänenmrckabgefolget, und zu Copvenhagen zu ewiger gefänqniß verdammet.Als Ulefeld dieses erfahren, ächtete er sich zu Brügge nicht Mebrvor sicher, sondern zog mit seinen söhnen und einer lochter in disSchwel?, hielte sich theils in Basel , theils m dem BEchen miremc stund von der stadt gelegenen dvrff Riechen auf, Und nennttesich Johann Anglois, wurde auch, weil er viele juwele» mit sichführte, insgemein vor einen Jmvelierer angesehen. Man saheihn auch offtccs in einem schwäryen kleide - ohne deqen und man.tel allerhand vor sich erkauffle victualien tragen. Als aber ein Nie»berländer, welcher seinen söhn zu Rom gckenmt, an. .664 dahinkam, soll er durch selbigen zuerst bekannt gemacht worden seyn;ivleivohl, die sich in Basel des Manns und seiner lohnen noch garwohl erinneren, einmüthig versichern wollen, daß einer seinersöhnen, bey anlaß eines thme wider einen Haupimann von Zürich vorgefallenen streits , sich und die seinige zuerst habe zu erkennen ge»geben, wiewohl allem ansehen nach, ohne dabey bemlich zu mel«den, baß auch sein vater in Bastl bey ihnen wäre. Ob nun in«dessen da»,loch der vater sechsten sich dieser wegen zu Bascl nicht st»cher geachtet, oder aus einer imgcdult, gleichwie man bey kranckettvsst in acht nimmt, den ork habe verändern wollen, ist ungewiß.Einmahl harre er zuvor bey dem Rath zu Basel nie um schütz ringe»halten und ist aus den Raths.büchern dieser stadt klar, i) daß istdieser Versammlung von Ustfelden nicht eher als nach dessen ällbe«reit vorgegangenem rode gekedt worden ftye, da nemlich dessen söh»ue, um seine bey sich gehabte kostbarkeiten,welche die stadt Neuen«bürg in Verwahrung genommcn hatte, beziehe» zu können, Voltdem Stand Basct ein zengnus begehrten, wie sie des verstürbe»neu rechtmäßige erden wären, 2) daß migleicher Raths.versämm»limg, so den r mcr? 1SS4 gehalten worden, als eine zuvor nöchnichl gewiß, oder durchaus bekannt gewesene fach von dem Rc»gierenden Bürgermeister vorgebracht worden, wie der verstorbene«erst bey leinest, herannahenden ende gegen einen ihme zwar schonzuvor bekannten, und damcchl zu seinem geleit Mitgenommenenangesehenen burger von Baicl die erklärung geihan, er wäre derDänische Reichs.Cantzler Ullftid, z) daß die söhne, nach dem beykrstbesagter geiegenhelt den, Rath zu Basel vorgetragenen berichtsich zwar bey dem Lsökors KlaAmüco der Universität unter falschenNamen müssen eingeschrieben, aber jedoch solches hernach geän»deret, und ihre rechte nainen l.uckovicu;z ekrissnsnuT und k-'orni«Lciuz, Lomiresav k)IIte!c!c, ssstrsr, eingeschrieben haben, wie«wohl auch erst nach ihres Vaters tobe,lind da es um besten IN Neuen»bürg am Rhein liegende kostbarkeiten;»thltn war; dghero würck»sich in der Academischen Matricul zu Basel , worein der jeweiligeKeÄor die linker ihme eingeschriebene erst zu ende seines K.LÄorilkLverzeichnen lasset, deren varmahl angegebene »amen ausgelassensind; an stakt hingegen des damabl schön todten Vaters angenom»mener erdichteter name 1'errus ^Ußletiur» ^nsilu; - unterin datovom iy decciribec ,66; allezeit geblieben ist. Mas nun ferner besttobe dieses manns anlangt, so ist selbiger, wie i» seiner heraus»gegebenen Historie berichtet wirb, nachdeme er sich an einer brnst»kranckheit und stich, oder wie nian sich in Basrl zu entsinnen Meint,an einem sicher übel befand, auch mit einem gedingten schiffleMvon Basel weggegangen , als er bey nacht auf der Teutschenfeite m der gegend Nencnburg, so ein Oestekreichisches städtleistim Brcyßgan ist, anlanden wollen, und sich aber mitten in demguß eingingwasserschöpfen lassen, nach dessen austrinckung also»fort in dem schifflein im febr. an. 1664 verschieden, woraufseistleichnani in das nechste kloster gebracht, und daselbst begrabenwurde. Seine söhne aber holete» den leichnam wieder ab , undbegruben ihn im freyen ftlde unter einem bäum, nachdeme sie sol»chm, wie einige alte lenke in Bästl versichern , wiederum biß zstdem eine stunde von Basel gelegenen Baßlischen dorff Riechen ge«bracht hatten , doch so, daß den eigentlichen vrt ausser seinem ge»Weseneii »sirtb und wenigen baureu des borffs Riechen memand qe»wuß, weil die seinige immer besorgte», der Königin Däneinarckmöchte »och auf die auslieferung des lcichnamü öringen. ,A»chweißt man in Basel , daß, als er sich einst müsse eme aber offnenlassen, selbiger die Isncekre. welche der Llnru^u; gcbrauchenavvl»te, nicht ohne hefftigkeil wegzuthun, und allein eines schacss ge»spitzten eyftns sich zu bedienen befohlen; welches ebenfalls vermuth»Ilch aus foccht einer heimlichen Nachstellung iiuiß geschehen lehn.Seine Historie ist »nter dem tiiul ste Lomce ä'MelU zu Paris an-1S77 gedruckt. Wider ihn ist heraus kommen macmnanonumLorinsicii Dletelcku tuccinäa nsrrsvo. Hingegen hat er eine gabausführliche ehcewVerantwortung an. iö;r jn Dänischer sprachsheraus gegeben, welche noch dasselbe jähr in die Hoilanvische über»setzt worden. kitioire clu iiecle äs ter. torn. ^--/,/Lcö
relarion ckänAlererre. 67 ,^«.--, memoire;. meMoiies. 6>Fe-
cr«, ihn. Osn. äs i'^mvasiscleur. vitf, naü-
ckern. ifuropse. 77 .«///. 8c ^
Ulefeld/ (Leo, des heilige» Röm. Reichs Grasvon), Rittet vonSr. Jacob, Kaysirlichergedeimder Rakhrc- war der jüngste söhndesvorhergedachten Cornisicii, Grafen von Ulefeld , qebobren an.iszi den rr mertz. Bey erwachsenen jähren gieng er m Kamen,kriegs.dienste, und bekam an. 1682 unter dem Genera! Montecu»culi eine compagnie- Der Kaystr Leopoldns machte ihn zu seinemCammerberrn, und feine Verdienste brachen ihn bald fo weit, baßer ein cüraßir.regmient erhielt, und General < Major, ferner an.
' 7 ° 4 KavserlicherFeld.Marschall.L>euttnant,und an. ^oüwurck.
sicher General.Feld.MarschäU worden- Jmmiltelst halte er Zo-
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der Wacht öey,Luzrara beygewohnt, und ü. 170; miete et MitdeMKaufet Cgrvld VI a!S damals erklärte» Könige von Spanien , ausWien , begleitete ihn auf seiner gantzcn reise nach Spanien , und istallen seinen daselbst gemachten campngnrn, defendirle auch, am1706 m seinet gcgenwar! die stadt Barcellona,davor ihn der Königzum Genera! Capital» in Cätalvmen ernenncte. Bey stiver zu»rückknnfft nach Teuischland hat er den Kaystr CaroluM als Leid»garde.Hatschir.HauptManN bedienet, ist geheimer Rath worden,und den lt aptllan. »-isim c-s jähr seinesälterszu Wien gestvr»den. Seilte gtmahlin war Anna Maria, Rudvlpbi Gräfen vottSintzenkörffKayserl. ReichS.Hosraihs tochter, der Kaystrin Esto«nora vof damr, mit welcher er sich an. 1697 in der Kaystrlichen ssa-vorns zu Wien vermahlet, und sie als Wittwe hinterlassen. Die mikihr erzeugte kinder sind, Cornificius, so z» Cronstadr in Siebenbür«gen den l; ju». an. 1699, Franciscns Auisnius , sü zn Datccllonäden 7 jui. an. 171-, undCärvlMa Eilsäbetha, so zu Wien den 7 M«an. 171; gebohrem
Ulfssparre/ eine Adeliche familic in Schweden , welche sichbor aliers Ling von Broxwück geschrieben, und zu ansgangedes iü schult den erstgedachtcn uamen angenommen. Ericus warUm das jähr t;üo Schwedischer Hof.Marschall. Johannes be»kleidete an. r?y; die chatge eines Eeneral.Feld-ZeUgmeistcrs«Em andrer dieses ngMcns wär bey der mmderjäbngkeii des Kö»nigS Gustav! Avolphi M,r.Regent und ReichS-Rath. In demdreyßigiähtigen kriege thaten sich Johann Erichsvn und GeorgeüiS Schwedische Obersten hervor, von denen der erstere an. iSgrdie stelle eines Commendanrcu zu Wißiiiar verwaltete.chsLN-.nov.8rec. 8cdv. Lr. Mfck»
Warius/ siehe Oiearius.
Vlie über Vlieland / ist eine zu Nord.Hvllqiid gehörige insiik,zwischen dein Drei „no dem Schelsing, bey dem anfange der süber»see, getegcn- Sie ist bey; Teutsche Meilen lang, und eme mctlsbreit. Die darauf befindliche örkct hetsicn Oostenb, Westend unv,Vierboet. Die Holländische kauffarthcy«stokten vsiegeN sich ausder rheede, welche vor dieser iusiil ist, zu versammle». Die fahrtzwischen den insuln Wie-and und Schelling wird gleichfalls betVlie oder File genannt. Jn Nord. America, aus der küste vonNeu»Engelland, ist eine den Enaelländern Mörige instil, welchecbnermaßen den iiaMen Vlielattd führt.
Vlierbeck/ Flrerbach / eiiie BeilMctiUer.Äbtey ju BrabantUnweit Löven, in der dioces von Mechel», welche Gottfried, Her»tzog von Lothringen und Graf von Löven, an i - rz gestissret. Siewar anfava« eine Probstcy von Muigen, davon sie aber an. irztz,als eine Abtcy, abgesondert worden. Lsc.EE anria. itrsbanr.
üe Povan.
Vließ / siehe Vlüß.
Vlißingett/ siehe Flißingew.
U!m - eine vornehme frei-herrliche saMille in Schwaben , welchesich anfangs von einem in der Grasschaffc Helffensteiü gelegene»schloße von Erdishosen genennek. , Nachdem aber einer dieses ge«fchlcchts an. 1146001- dem Kayser zum RcichS-Voigr nach UlM gcsttzel worden, so haben dessen nachkommen von dieser stadl rettNamen angenommen. Heinrich von Uiw lebte um das jähr 1 s gZ.Von dessen nachkommen war Heinrich Gefürsteter Adl zu Kewp»ten, Hans Ludwig aber, des vorhergehenden brudtt , besaß nachansang des 17 secliu die «-arge eines ReichS.Vice'Cantzlcrs, undbrachte den Freyherrlichen chargcter auf sein geschlecht. OltSwarv i r8o von Kaystr Rod olpds von Habspurg zum Ritter geschla»gen , starb 1288- Am 1448 Heinrich und i;<-4 Conrad, warenBürger zu Zürich . Am 142° lebte HeMrich, ward i4l;BukgcrMcj»stcr zu Costantz, ,417 von Kaystr SigiSmuiido in dem Cöstäntzi»scheu Conciliozum Ritter geschlagen, ist aber 1^29 samt seine»söhnen lind vettern in einer aiifrubr von Sannen entwichen, inwelchem jähr die von Costantz dem Jacob von Ulm, sein SchloßMarpach eingenommen, und ihne stimmt seinem Sohn gefangen.An. ts i? hat Jacob, ein Urenckel Henrics, gewefciicn Costantzi«schen Bürgermeisters, von Bärdaka zmn Tbar, die HerrlichkeitenTenffen und Berg, tm Canto» Zürich erheyrathet; Heinrich, einqualificirtcr män», als er im »amen des Fürsten von Zweybrücken,Legaiivnö.weiß in Franckreich rcystte, warb in Lothringen beyRainauit, bvN24Schnaphanen angcreimt, und sammt z Die»nern jämerlich ermordet: Hanß hat 1 sö9 Hültlingen und Wellen»berg tm Thurgäw besessen, war auch Marggraf-Badischer Ober»vügt zu Schopfheim und Badenwehler, Rath und Landvogt decherrscdaffl Nöttelen- Sein Sohn Heinrich ward verheyratbet mikMargäretha von Ulm, Heinrichen von Ulm zu Gricßenberg tvch-ter, bey deren er erzeuget Friderich Ludwig,Herr zu Huttlinge», devstarb, 164; und hinterließ Hang Caspar, dem wegen kauffs vevhcrrschaffl Wellenberg, das Burgrccbt zu Zürich gescheuckekward, starb 1671 zli Schaffbausen, imd ligk daselbst im Münster be.graben. Sein Sobil Friderich Ludwig, kam 1716 in grosse»Rath, ward 1719 Obervogt ge» Hurtliligcn und Wellenberg«117, störe Hanß Conrad, hatte lange Zeit zu Orsurt, Paris unlrOrleans studiert, allwo er ^icemiam? suriz worden : er wurdeam MarggraftBadlschcu Hof, sehr wehrt gehalten, und zumLandvogt gen Röttelen qemachct, bat sich in seinem alter zu Bajdlgesetzt, alda er sich ebenfals sehr beliebt gemacht, und als er ,?yLseine gcschwisterre zu Wellenberg besucht, starb er allda. Am -ülLwäre Heinrich Abt zu Kemtcn, und eoclsm Carl Philipp, Frey-herr, Thun -. Herr zu Saltzburg und Tvum-Propst zu Costantz, starv1660. An. 1704 starb Marr, Äntoni-Gcrichtsherr zu Gricßenberg«17,4 lebt Joseph Anton Christoph, Freyherr, Fürstlicher Co-stanmscher Oderst.Jägermeißer und Odervogk zu Vßliugcn. Galt,Fffff z Fkeyhtttz