Band 
Vierdter Theil
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Teütschen, den die Päbsie canonisiret haben. Gleich wie er auch,so viel man weißt, der erste gewesen, der täglich em öffentlich gedat,an die H. Jungfrau Mariam gethan; er hat eine epistel an denRömischen Pabst geschrieben, darinn er wider das ehe verbott derPriestern protestirt, welches von einigen Päbstlichen scribenten, ausder LKror>olo§>Ä will widersprochen werden. Jhme schreibt manzu, daß im gantzen Bißlbum Aug,purg keine ratzen zu finden, undso bald sie dahin gebracht werden, sterben. Die stadt und das stifftAuqspurg verehren ihn als ihren Schutz. Patron, re? /m-xutto-Vinclei. csrsl. epikc. üelv. Lircken-xeicn.

Zelctileckeb, *

Hertzog zu Mecklenburg .

Ulricus/ mit dem zunamcn der Teutsche vlestor/ wegen sei«nes hohen alters und seiner klugheit, war ein söhn Alberli V>, desschönen Hertzogs zu Mecklenburg , von der BrandenburaischenPrintzeßin Anna, gebvhren den rr apr. an. i;r8. Anfangs warder an. i s;o Bischoff zu Schwerin , und fuhr fort, nicht allein in die»sem Stiffte die Lutherische religivn, die sein vetter und verfahrMagiius zuerst daselbst eingeführt, empor zu bringen, sondern warauch seinem ältern bruder, Johann Albrecht, in besten landen be»hülstich. Als seines valers bruder, Heinrich der friedfertige, an.

mit tode abgieng, und dessen söhn Philippus, blöden verstau»des war, stritte er um dessen vvrmundschaffk mit seinem bruder, undzwang denselben endlich gar zu einer gleichen thcilung, worauf er>eme residcntz zu Güstrow nahm. Er überlebte auch seinen bruder,und führte über dessen kinder Johannen, IV und SigismunbumAugustum,ja so gar über Johannis I V söhne, Adolph Friedrich undJohann Albrechten, die vormundschaffl, die er, weil er keme» löhnhatte, nebst seinem lande, seinem jünger« brudern Carole Bischoffzu Ratzedurg, hinterließ, als er an. i6o; mit tode abgieng. Erhalte 2 gemählinnen, Elisabeth,Königs Fridcrici I inDännemarcktochtcr, die an. i;8S gestorben, und Annam, eine tochter HertzogsPhilipp! I »> Pommern, die ihn überlebt. Von der ersten hinter»ließ-er eine eintzige locht», Sophiam, so an König Friedericum IIin Dcnncmarck vermählet worden, 9.718. dt.

k.l. 4c.;§.

Grafen und Hertzoge zu würtenberg.

Ulricus der vielgeliebte, Graf zu Würtenberg. fiepe wurtm»berg .

Ulricus I. Hertzog von Würtenberg. s würtenberg.

Ulster / lat. illeonis, ist die nördlichste von den vier Pcovintziendes Königreichs Jrrland, welche von den Inländern 6ui-6uilligenennet wirb. Sie stössel gegen Mitternacht an die offenbare fec,gegen abend an Connauahl und an die fee, gegen mittag an Lein»ster und gegen morgen an die Jrrlänvische fee. In der länge vonnorden gegen füde» zu erstreckt sie sich auf 100, in der breite vonSsten gegen westen zu, auf i;o, und im gantzen umfange auf4roweilen. Ob sie wohl sehr weit gegen mitteriiachl liegt, so findetman doch allda fehr gesunde lufft. Der erdboden ist fruchtbar ankörn und graß, und hat sehr viel bauholtz und fruchtdarr bäume- Esgiebt auch allhier viel seen und flüsse, welche mit stscheu und vögelnwohl versehen und liessgenug sind, daß kähne und schiffe darauf ge»he» könne». Desgleichen hat diese Provintz keinen Mangel an vor»treflichen Häfen,weder an berJrrländlschenmoch an der offenbare»see. Es liegt darinnen Dunghall oder Tyrconnel, Ober» Tvroen,Nieder-Tyroen, Fermanagh,Cavo », Mo»agba»,Colran,Anlrime,Dow», Armagh und Loulh. Die hauvlstadl ist Armagh . Dieandern merckwürbigen städte sind London.Dery,Dnnghal, Downelind Knockfergus. äelices ll'/InZielerre.^/i^xe

ttsr cle la grLnäe Lreragne.

NltztU/ eine zum Hertzvgthlim Lüneburg gehörige stadt, 5 mei«len von Lüneburg und ü von Zell, hieß lönsten Eauenwdcr»wciiwalv/ welches ihr Wappen noch anzeiget. Die einwvhncrichreiben die erdauung ihrer stadt den AngefiSachsen zu, die ausEngclland herüber gekommen, lind allhier gehandelt haben sollen.Sie zeigen aufdem grossen chor m derpfarr.kirche ein starck über»güldet schiff von meßing, so von den gedachte» Angel-Sachsen da»hin verehret worden seyn soll. Allein dieses ist eben so ungewiß, alsdaß, nach andrer vorgebe», Kayser Otto 1 die stadt erbauet habensoll. So viel aber weiß man, baß sie an. 1247 von Hertzog Ollendem kinde m>t stadt»rechr gleich Lünebunz, und an. 1270 von Her«tzog Johanne mit mehrern Privilegien versehen worden. Welchesletztere äiploma noch in der mitte des 17 seculi jährlich in semerM»Sächsischen orissmLisprache der büraerschaffl aufdem ralb>haufevorgelesen worden. An. i;y6 hat Hertzog Heinrich aus dem sogenannten HudeS oder Gudestbor ein schloß gemacht, solches abernachgehends der stadt gegen 2500 marck wieder abgetreten und ra»stre» lassen. In dein zosährigen kriege bat die stadt zwar unter»schieden« befchwerdcn ausgestanden, ist aber doch nicht so rliiniretworden,wie durch den an. 1646 aus nachläßigkeit eines einwohnsrsentstandenen brand, welcher den grossen theil der stadt verzehret;doch hat sich dieselbe» wegen der arbeitsamkeit der einwohner undguten gelegenheit zum ackerbau, aem. korn.und andern Handel baldwieder ziemlich erholet. Der fluß, so an der einen seite der stadtvorbey gehet, und auf der andern dieselbe gleichsam mit 2 armenumfasset, bekommt hier seinen «amen, und heist die ElmenauoderEIvenau/ (von den n strömen, damit er viel schöne aucnmachet) bis hinter Lüneburg , wo er die Au, ober O>v genennetwird. Die stadt hat r kirchen, die zu St. Marien oder die pfarr»kirche, und die zum H. Geist; üem , ein ander gebäude der kleineH. Geist genannt, oder das hauß St- Antonii, und Elisabeth, woetliche presthaffte frauens-personen unterhalten werken. ra-

poxrsxlüs 9. igü lff.

Ulii

eine von den Schottischen westlichen insM,

,..........ang, und sehr fruchtbar an körn und vichweyde cW!

einen sehr bequemen Hafen sur mittelmäßige fahrzeuge '^»«L. clelicvL cl°/Zn^!ereere.

Ulva/

; weilen lang,

Ulugh Beigh/ ein mächtiger und zugleich auch sehrTarlarncher Fürst des 1; scculi, ist gebohren an. Hex sLn. LKr. izy; m dem Castell Soldaniä. Sein vater war KultenSchachroch,welcher >» Eborasan, u. nach semes valersTimur, ^labr i» Iran und Turan d. i. in Persieu und Tartarien reaund ^n. cm. 1446 gestorben, dessen vater der beknndte Timoroder Tamerlan gewesen. Ulugh Beigh wurde eigentlichall Unem rechten »amen Mohammed Taragai geheissev; chuahRMaber war sei» deyname, und bedeutet einen grossen Herren od?rFürsten : Sonst ward er auch Mirsa, oder völliger Amirsate, ick-sei» vater, und Gurgha», wie sem groß.valerTamerlan,gen»/deren jener name einen von Füllten gedshrnen, dieser in Moavlrisscher sprach eine» tochter,mann (so.wurde T>mur geheissen, wul rvieler Königen ldchtcr geheyrathtt) bedeutet. Ulugh Bügh iwtdie regicrung um das iahr cnr. 1407 an,als er noch sehr mim warund sein vater bey leben: Zuerst rcgierie er btsseils deS fiuW G>bmoder Opus, in Eborasan und Mazenderan, hernach aber auch im,stils Gihun in Turkelian und Mawaralnadra.Als er wolle hochmt,nachen, legre da Timur , fein groß-valer, ei» muster seinergletchlichen Magnificentz ab; gestalten er solche mit so Ware,und prächtiger zurüstung nicht weil von Samercand halten ließ,daß dergleichen nichlö soll jemahl gesehen worden seyn. Wchwie er auch sonsten fein Regunent sehr löblich mil beobachtiiaghergercchtigkeit und gutthäligkeil gefüdrel, so hat er sich sonderlich we,gen seiner grossen gelehrsamkett, und liebe gegen gelehrlen eine»unsterblichen rühm erworben. Einen großen theil seiner zen wendeteer zu iesung der bücheren an, und weil er e»i unvergleichliches ae.dächlnlß halte, sammiete er sich einen grosse» schätz von wisse,,,schasslcn. Als einsten em gewisses buch, darinnen neben Mrndingen die »amen aller lhiere, welche er auf der jagt erlegt, samtder zeit und anderen umständen aufgezeichnet waren, verlvhrengegangen, und sich der kiblioekecsrius deswegen fürchtete, hieß er ihnohne sorg seyn; dann, sagte er, ich hab es gantz im gerächt,Gig,cttrete darauf einem Schreiber das werck vo» ansang bis zu end.Als nun ungefehr das vcrlohriie werck wieder gefunden,und nisttie»sem neuen verglichen wurde, fand sich, baß Ulugh Beigh lmche»hends,ausgenommen 4 örier,zugetroffen. Seme gröste begierbMgieng auf die malhemattschen und asttonormschcii studier, bamiimer es sehr hoch gebracht. Er richtete zu Samercanda ei»Ol>invz-ronum auf, machte feldsten obsarvaiiones Lttronomlczi.Mließesnicht bey den alten observattonen bleiben, sondern nnlcrsnchle allesvon neuem. Seine Tabuer richlele er ausde» Ln. üeg.841. Ln.Lkr. 14;7. Da er feine Oblervsr. anhebe» wolle, ließ er MNtzuscliANl von ungläublicher grösse verfertige», dessen KaÄchgroß als die höhe der kirche» Sl. Sophia zu Constaiiliiiopel sUgewesen seyn. Dazu bevtente er sich auch der hüiffder smnehm»sten Astronomen iciner zeit, als da gewesen Ghialoddln Schein»schld,Kadlzade Ruinäus, (welche beyde aber gestorben,ehe er s«DsbuiLr zu end gebracht,) und Alaodbin AlkiiShi, welcher ihm de.hülfflich gewesen, sie in den stand zu setzen, i» welchem sie hernachgesunden worden,und auch einen L-ommemsnum darüber iril ge»»chriebe» haben. Alle gelehrten feiner zelt nahmen zn ihnuhrezufluchl,welche er sehr wol aufgenommen. Er erdauie auch juSa«mercanv ein sehr grosses, prächtiges und hohes 67mnsliM.n1welchem »ach feinen zelten mehr bann ioo studcnte» erhall!,,«,den, welches auch unter die wunder der well gerechnet «d. -Kaum hatte er feine Tabulss Mikron, zu end gebracht, weichest.Lkr. 1449 geschehen, da « eine unangenehme zeitiilig von seinemälkesten söhn Abdallattf vernommen : Weil er nun nach all b»Morgenlänberen viel von derä6rolo§iajuäiciLrishielte, Meerdesselben 8cl,ema tloroicopi, dadurch er soll erfahren hahen,baßihm von seinem söhn ein grosses unglück vorstehe: HieranfeMeleseine liebe gegen denselben, und zog er ihm seinen zünMN MAddalaziz vor. welches kein andre würckung hatte,als daß MEsein bißher verborgenes böses vorhaben durch eine offenbare rebm»an tag brachte. Da kam es zum krieg zwischen valcc und söhn beydem fiuß Opus: als aber Ulugh Beigh vernommen, daß MM,einer seiner untergebenen Gudernatoren, einen aufstand geinOi,und Samercand belägeret, kehrte er wieder dabin, und triebMfind weg : mnste aber, nachdem er die regierung über Sammanoseinem jüngeren söhn übergeben, gleich wieder dem dahin a»E"'den Adballatif begegnen; da dann unfern Samercana r»blutiges gefecht entstanden, und der vater endlich von demmmdie flucht geschlagen worden. Vergeblich suchte er sich tn da ustell von Samercand zu retiriren , als von Seme er voneigenen Unterthanen ausgeschlossen wurde : muste reroivW Mflucht gegen Turkestan nehmen, als unterdessen AbdallaliM vcnSamercand und dem Königlichen thron Meister machte. U »Ungewißheit was zu thun, nahm zuletzt Ulugh Bckgd die reMiv ,sich »ach Samercand zu seinem söhn zu degebewin hvffnuvg Eziir barmhcrtzigkeit zu bewegen:, welches aber übel ausgeMs 'gestalten dieser gottlose rebell zwar anfangs den vater st» ^empfange»,bald darauf aber bestich ertheilet, denselden am » 6mercand bey dem fluß Susch erbärmlich zu ermorden. (M«che schandthat verüble er; tag hernach an seinem bruder MM >Aufsolche klägliche weiß bat dieser vortrefliche Fürst stm stM

lohren /in. Heg. g?; d. i. ä°. ckr. .449. Von stlmn M«welche er in Persischer sprach verfertiget, sind durch den »stecht getreten,erstlich ein ttactal ^Lxo-tnr eeouuw O^ ^