Band 
Vierdter Theil
JPEG-Download
 

VIÜ

LllataiorUin, 5 ^ro- 6 lgecvrui», Arabum 8cc; welchen JohgNNGramlis an. ia;o mit einer Lateinischen Übersetzung heraus qege-den. Eben dreier Gravius hat auf gleiche weiß seine lalluiam 6eo-

x» 3 pkic?.m äe 6m quaruliäam kegionum, wie auch lonßiruclines

Le lamuchnr-cejimm ttellsrum, aus einem grösseren Merck UlughVe-gbii qenomeu,drucken lassen; Nächsten hat TH.Hydezu Oxstirtan. lüä^ das werck Dsbul. longir. Le isriö. 8l«-llsrnirr kxarum exObierv. UluAlideißKi,. aus ; Persischen mannscripten ans taqliechthervorgebracht, und mit einer vorred, darin» ein mebrers von die»sein Fürsten und seinem geschlecht zu finden, lateiner version, undLommem. versehen. Dsu/^La/,.

Uilk. l iiv, p. 292 . *

Ulucciali/ siehe üchialt.

Ulverston / eine marckstabt in der Engelländische« ProvintzLancashire, an einem ström , welcher nahe bey Beversand in einenarm von der sie fallet. Leerte//.

Vlüß/(der Rltter.orden vom güldenen) lat. orstoaurei vol-lem, Frantz. >' orclre <le la mlson «' or, einer von den berühmtestenRitter-orden, welchen Philipvus Konus, Hertzog von Bürgund undBradant, an. i4;c>, oder nach der Flandrischen jahrs rechnung an-1429, am tage seiner dritten Vermählung, die er zu Brügge inFlandern mit Jsabella, des Königs Johannis von Portugal! loch»ter gehalten, der H. Jungfrau Maria und dem Apostel Andreä zuehren gesiifftet, in dem absehen, den Christlichen glauben zu beför»dern, und die von den Türckcn eroberten länder wieder zu befreyen,Wider welchen er einen gewaltigen Heerzug vorhatte. Anfänglichwaren der Ordens - Ritter mit dem Hertzvge nicht mehr als 2; -nachmals aber hat der stiffcer selbst die anzahl dis auf; 1 vermehret,und der Kayser Carolus V hat sie bis auf9 1 erhöhet. Der.Groß»Meister des ordens ist vorjetzo der Kayser als König von Spanien und Hertzog von Burgund. Der ordens. Habit ist ;mal geändertworden, die kette aber bestehet aus lauter güldnen gliedern, sofeucrsteine und den stahl, womit man feuer anzuschlagen pflegt,vorstellen. Unten hänget ein güldenes lamm oder vlüß, mit derübecschrifft : pretium non vile laboris. Im ansang innstcn dieMter diese kette täglich tragen, aber der Kayser Carolus V ver-stattete, daß man dieselbe nur an solennen tagen anhängen, und anderen statt das güldene vlüß an einem rothen oder güldenen bändetragen möchte. Dieses ordens.kletnod ist nicht erblich, sondernmuß nach eines jeden lode wieder zurück gegeben werden, wiewolniemand für dessen unvcrmulheteten vertust baftst, wenn es etwaim kriege vver durch andre unvermeidliche fälle verlohren gehet.Carolus V hat diesen orden in das höchste aufnehmen gebracht, wiedenn von dessen zelten an nicht allein viel grosse Fürsten und Könige,sondern auch die Römijchen Kayser denselben getragen, und nie-mand damit beehret worden, der nicht von hoher cxtractwn undvon gantz ungememen meisten gegen das Oesterreich gehe hauß ge-wesen. A». i/ir den 6 jan. ernennte der Kayser Carolus Vt zuFranckfmlh am Mahn rr Ritter des güldenen vlüß, hielt am hei.hgen osterlage nach mstkag in der Kayserlichen bürg zu Wien daserste ordens-capstel, worauf, nachdem die ordens regeln ausgethei-let, neue ordens.habste verfertiget, und alles in eme richtige Ver-fassung gestellet worden, Jhro Majestät am oster.dienstage den i;mark. in der Kayferl. hof.kwche bey den Augustinern , 14 von denncu-mmmten Ritter», zu Rsttern schlüge, und ihnen die ordens.kette selbst umbienge. Es bestünde also damals der orden, aus demKayser, als Oberhaupt, 4; Rittern, i SreKer und i Schatzmei-ster. Den 29 nov. ermeldcen 1712 jahres, am H. Andreas-abend,hielt der Kayser mit denen m Wien anwesenden Ordens-Rittero,in ihrem völligen Habit, eine sehr prächtige cavalcaäs voiyderKay«firlichen bürg nach der dom.kwche bey Ol- Stephan zu der lollon-vesper. Dergleichen solenner ritt in undencklichen jähren nichtgeschehen. Folgenden taqcs, als am tilnlar-fest des ordens, wohn-ten die Ritter m ihrem ordcns-habit dem goltes-dienst in der Hof.Arche bey, und speisttcn hernach mit ihrem Oberhaupt dem Kayser.

O.

Vlüß/ ( gülden ) ^ureurn Velins. von demselben wird von denPoeleu wlgendeö gedichtet : als Athamus, König in Theben, aufLefehl des Oracuil seinen söhn Phrvxum, und seine tochter Hellenovffecn sollen, bade ihre verstorbene und in eine wolcke verwandelteMutter Nephele sie in schütz genommen, und ihnen einen Widder mitgüldener wolle gegeben, auf weichen sie über das meer nach Astenleistn sollen. Ob nun wohl die tochter Helle, herunter gefallen,und in der meer, enge ertruucken, die davon den »amen Heüejpontbekommen, so sey doch Phryxus auf feinem Widder über daS schwär,tze meer bis in oas land Colchis geritten,hätte den Widder geschlach-tet, und das güldene ftll oder vlüß in dem tempel daselbst aufgehan-gen,welches üachgehends alle vvlcker gerne haben wollen,weswegenes mit grossem fleiß wäre bewahret, und an allen thuren des tem.pels ein feuerfpeyender drache zur wache gefttzet worden » endlichaber ,ey es doch von dem Könichtchm Printzen aus Thessalien, na-mens Jason, durch list ero'- und nach Griechenland gebrachtworden. Plularchus mein l, es sey dieses güldne vlüß nichts an»dcrs gewesen, als reiche gold.adern in den ertzgrnden desiandesColchis , wohin Jafon von seinem, bruder Pelias, König in Thessa-lien gefchicket worven, seidige ausgraben zu lassenandre aber hal-tcn davor, daß das gedicht von dem güldenen vlusie daher seinenUrsprung genommen habe, weil die eimvodner des lanves Colchisaus einem gewissen flusse das gold mit schaf-Me» heraus gejchövf»fet, hernach gesiedet und gereiniget haben. s. Args / Argonau-ten/ Jason und phryxus.

Ulysses/ König von Jthaca,einer der vornehmsten GriechischenHelden. Er war des Laertis sobn, Sssyptst enckel der Penclope ehe.mann,und wurde genörhigek mit zu der belagerung der stadt Troja

irmb rmg ^85

W gehen, allwo er jähr lang blieb. Nach diesem fuhr er noch

andre jähre aufder see hin und her in der irre. Endlich, nach-dem er vielgefahr ausgestanden, kam er wieder nach dank, ovwser stch anfänglich nicht zu erkennen gab, um auf der Pmelope thu«,acht zu haben; er wurde aber bald darauferkanm, und von seinem»ohn Telemacho angenommen. Weil ihm das Oraculum zu bet.stehen gegeben, daß er von einem seiner eigenen Ander getödtet wer»den würde, entschloß er stch, an einen einsamen vrt zu gehen, umdieses Unglück zu vermelden. Ebe er aber noch abreisete, kam seinsöhn Telegonus , den er mil der Circe gezeuger hatte, zu Jthaca an»und weil man ihn nicht hinein lassen wolle, tödtete er Ulyssem unbe-kannter weile. VrrFr/E, 62,/,/E. //,,7/e.

Um«/ ist der Name eines flusses,ber an den Norwegischen gran»tzen entspringt, und durch einen theil der Schwedische» ProvintzNsrdland, welchen man daher Uma-Lavmarck nennet, seinen lauffmmt, endlich aber bey einer feinen, und zu der Handlung wohlge»iegenen stadt, gleichfalls UMa genannt, in den Bothmschen meer«vu,en fällt.

Umbriatico / lat. Umbri3ticurv, oder struüirca, eine kleiNKstadt in dem Königreiche Navoli, in dem disseits gelegenen Cala»brien. Sie hat ein Bißthum,welches unter SsNksSeverma gehört«

Umeguinaibe/ eine stadt in der Provintz Cuz, in dem König«retche Fez in Africa, zwischen den flössen Mulvia und Esacha. Dieemwohner dieses orls bilden sich ein, daß sie das sicher bekommen,woferne sie nicht tantzen und springen, wenn sie auf eine gewissenahe bey der stadt gelegene höhe gehen. Daher springen und hüpf-ten sie allezeit, wenn sie gelegenheit haben sich dahin zu begeben;gleichwie diejenigen in Italien thun, welche von den so genanntentarantnln gebissen sind. llb, 4 /lkr.

UmgMer von Deissenhausen/ eine ansehnliche Freyherrlichefamilie m Schwaben, welche man von Johann Umgelkern vonHcisteip, der an- »272 das Carmelirer-kioster zu Eßlmgen gestifftet,herleitet. Arnold Umgelcer von Deissenhausen war an. 1484 dekerste Leekor der academie z» Mayntz. Sein bruder Conrad wardein äller.valer JohanniS, dessen enckel Woiffgang Jacob war umdas jähr 1670 PfaltziNeuvurgischer Obrister »nd Landes-Hauvt-Mann, und ein großwater Johann Ludewigs Umgeiter, Freyherr»von Deissenbausen, welcher D»m«Probü zu Augspurg, desselbenStlffts geheimder Rakh, und an. 1709 gevollmächtigter Gesandteraufdem Reichstage zu Regenspurg gewesen, //«ce/-«. ttemmsc

?. 1. /y/eE/E.

Ummerstadt / einstädtlcin inFrancken gelegen, und zudemSachse»«Hilddurghausischen amt Heioburg gehörig. DeSvrtswird schon an. 1291 gedacht, da sich Edelleute davon geschrieben«

//o», LobusZ. ckron.x». zo. /p/«//s»r snnal. 8sx.

Umstadt/ eine kleine stadt und amc in dem Ottenwalde, 2 wei-len von Darmstadt , ist nebst der bürg Utzberg halb von dem Abtevon Fuiva an die Pfaltz verkaufst, halb aber von Hanau besessenworden, bis der LanvgrafWilhelm zu Hessen an. 1424 beyde theilevor seine executions. kosten wider Pfaltz. Graf Philippen bekam.An. 1521 aber verglichen sich Pfaltz und Hessen auf den gemein»schafftlichen besitz,nachdem Hanau anderweitig vergnüget worden!und stehen also zwey drttkheil dem Landgrafen von Hessen -Darm«stadt und ein drsttheil dem Churfürsten von Pfaltz zu. Man nen-net sie eigentlich Groß-Umstadt , zum unterscheid eines schlechten,nicht weit davon gelegenen orts, welcher Klmi-Umstadt helft.

Unce/ s. Bibienne.

ObDLCiwl vilki, waren zu Athen l I männer, aus jeden vonden lo rribubus einer, worzu der eilffte kam, nemlich ein schreibecober «ecrerariu!-. Ihre Verrichtungen waren gar vielerley. Siehatten die aufsicht über die gefangenen, und wo ihnen einer davonkam, musten sie sehe», wie sie ihn wieder herschafften. Die diebeund Nachtschwärmer wurden vor sie gebracht, und richteten sie sol-che in dem parsbMo. Sie giengcn Mit erecution in dererjenlge»bürger Häuser, weiche ihre gaben nicht zu gebührender zeit abgetra»gen hatten. cle rep. «eben. 4,

llnderschächen/ ein dorff im Glarner land, bey weichem einwohl bekanntes bad ist, dessen quelle vor altem solle warm gewesen,an. 1414 von einem Zaubermeister erfunden, aber an. 1450 voneben diesem aus teuflischer boßhett in eine kalte quelle verwandeltworden seyn, wie eine in dem badhauß an der wand befindlicheaufschrifft meidet. Es hat der besitzer an« ,704 denen alten quellenwicverumd nachgraben lassen. j p.;6. *

Uneslaus/ der achte Hertzog von Böhmen . Er succedirte sei-nem bruder Vogeno, und ob er wohl gantz allein hätte regierenkönnen, so zog er doch feinen bruder Uratislaum mit znr regie»rung. Zu seiner zeit bekriegte Carolus K 4 . die Böhmen , undmachte sie ihm zinsbar. Unter dieses Fürsten regierung erhub sichein erichrecklicher sturmwinv, welcher anwnate währte, gantzebäume mit den wurtzeln aus der erden riß, und die Häuser nieder»warff. Hierauf erfolgte eine hungers.nokh, in welcher diestt Herrseinen Unterthanen halff, so lange als fein vorrath währte. Eswurden zu seinerzeit einige golb-bergwerckeentdecket, und des ge»treydes ward so viel, baß man aantze wagen voll aus dem lande füretliche wenige gkofchen verkauffte.

Ungarn / ist ein altes Königreich von Europa , welches heute zutage den, Haufe Oesterreich gantz Und gar zustehet. Es führer nachvieler meynunq seinen namcn von denen Hunnen und Avaren, soin eine natlon zusammen geschmoltzeu, ober gar nur zwey unter»IV theil. Ggg gg »chiebms