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Laystrl. Obrister und Hof-Marschall, der an. 1^84 ohne erben ge»starben; r) Christoph, Coinmendant zu Erla , der an. i;8? zu Ca»schau todeö verblichen, und nur eine tochrer nach sich gelassen;?) Simon, der sich an Hertzogs Johannis Wilhelmi zu SachsenHofe aufgehauen , und 4) Siegmunv, fo beyde ohne erben abge»gangen. Mir feiner andern gemahlin, einer Gräfin von Bardy,hatte er 2 fohm, welche beyderseits ohnvecehiicht das zeitliche ge«segnet. i. ;8 s>. 428. annsl. 8uev. U. ; 1. 12 c. 2
x. 162.
OU 6 UI.L, war eine gewisse art eiserner zangen , welche beyder matter der ersten Christen, so wohl alS aller anderen die manheffliq peinigen wolle, gebrauch! wurden. Sie waren sehr scharffund spitzig, damit man stücken stcisch herauszwacken und dcn gan»tzen rucken aiifreiffen tonte. Zu des Pabsts Paust I!l reiten ist einevon diesen ungulib unter andern reüguien auf dem Vaticauischenkicchhosgefunden, und in selbiger kirche aufgehoben worden, /kc-
libr. 2 c. 4 n. 16 p. 14Y. *
Unienow/ ein ort, welcher in der Groß.Polnischen Woywod»schasst Lenczicz, an dem stuß Warte, liegt. Er gehört dem Ertz»Bischofs von Gneftn, welcher daselbst ein berühmtes schloß hak«Kare ot kol. I?. 1 lere. ^.
UMObi, wurde dasjenige bündniß genennet, welches unter»schkdene Protestircnde Stande an. 1610 zu Heilbrunn aufrichteten,um den Augspurgischen religivnS.frieden in seiner trafst zu erhalten-Desselben vornehmste glieder waren Cbur.Pfaltz, das Chur . undFürstliche hauß.Brandenburg, Baaden, Wüttemverg, Anhalt,Oellingen, und unterschiedliche R-uchs.städcc. Zu diejcn setzen ei.nige Franckrcich und Holland < wiewoi dieselben nur einige südli-chen herzugeben, und das werck aufkeineriey weise zu hindern, ver-sprochen. Hierwider schlössen die Catholischeu Stände in eben demjähre em bündniß, welches die nZa genennet wird. Dmeldc»haupt.glieder iwwen die ; geistliche Churfürsten, die Bischöffe zuWorms , und Speyer , der Hertzvg Maximilian in Bayern u- a- m.Dieser letztere wurde zum General über das kriegs» volck bestellet, da.hingegen die union diese cbsi-gs dem Marggrasen zu Anspach, Joa»chimo Ernestv, auftrug und den Fürsten zu Anhalt, Cdristianum,zu ihrem General-Lieutenant ernennete. Nun kam cS zwar so gleichzu keinen öffentlichen feindseligkeiten, sie contribuirten aber nichtwenig zu dem dreyßigiahrigen kriege. Denn die union nahm sichan. iiüi8 der Böhmischen unruhe mit an, verschaffte den Prvle»stanken in Böhmen 200200 fl. zu fortsetzung des kneges, und ver»sprach dem neu-erwehtlen Könige Friderico aus der Pfaltz aus allenkräffien beyzusteben; die liZa hingegen frischte den Kayser zu demkriege je mehr und mehr an. Hieraus verglichen sich beyde par»tdeyen an. 1620 zu Ulm , baß sie sich in die Böhmischen Händelnicht mischen, und die union nur so viel volck auf den deinen behal«ten wolte, alS zu debeckung der Pfaltz nöthig wäre. Allein da dergedachte neueKönig die schlacht aufdem wciffeii berge bey Prägeverkehren, trennete sich die union bald, die liga aber that deinKayser in dem dreyßig.jährigen kriege ansehnliche dienste.u. ä. k. spec. conr. 2. /inb. bitt. k. ; I. ; c. i.
8cbv. Kriegs gescst.
MULttU. werden diejenigen genennet, welche unreine per»so» in der Gottheit glauben, siehe Arianer / Socinianer rc.
Universität/ ist ein ort, allwo allerhand freye künste und wis.stnithasslen floriren, und durch öffentstch barzu bestellte kroteüorezgelehret, zugleich auch Oottore; - OcenÜLren, tvlaZlttia unv Lsc-caläurei ereilet werden. Die ailen Griechen machten darzu denansang, wie bann zu Athen bey der beständigen anwesenhett einergrossen anzahl von gelehrten leuten, sonderlich aber von Welt-wei«sen und beredten männeren schon in denen ältesten zelten eine solcheart hoher schulen gleichsam von sich selbsten entstanden ist, odschondie Lebrere und UroLilore- eben nicht gleich öffentlich bestellt undbesoldet worden, als welches letztere erst unter den Römuchen Kay.stren seine» ansang genommen hat. Nach dieiem richteten auchdie Griechen dergleichen in ihrer colonie zu l^-vseille,n Franckrcich,zu Napoli und andern orten an. Unter den Römere» inachte derKayser Vespastanus den ersten ansang darzu, uibein er unter ge»wisset dejoldung kroiettor« zu Rom bestellete. ZubesKaviers> Justiniaii! zeiten waren in dem Römischen gebiete vorncmiich ;unwersiiäten, zu Rom , zu Constantinopel und zu Berylo, ausweichen sonderlich das Justimamsche recht getrieben, aber nochkeine academische ehren-stellen conftrirt wurden. Nach diesemMete Carolas iVl. an verschiedenen orten Universitäten. Jedochwurde damahls nur die Philosophie darauf gelehret, ( weiches denndie Ursache ist, baß der Uettor zu Paris allezeit aus der Philosoph!»sehen facultät genommen wird,) und die, iö ivlche lehreten, h>e>»sen Allein zu des Kaysers Lotharii zeiten sicng Jrnecius
zu Bononien an, das Justinianifche recht zu clocwen, und mit ge«wissen ceremomen Oottorss der rechte zu machen. Nach und nachwurden auch die theologische uuv medicinische facultäre» ctngefuh»rel, und ihre Oottores mit gleichen cercmonien ernennet. Nachder zeit hat sich ein jeder souveräner Herr augemaiset, dergleichenUniversitäten in seinen landen zu stifflen, und obgleich in Teutsch»land vormahls die Päbste die Universitäten mit prwiicgien begäbet,söhnt man doch von Lntheri rekormauon an, nach des Padstes con-lens wenig mehr gefragt. Es sind aber die vornehmsten universtta»ten in Europa folgende, jedoch mit einbegriff dmenigen, welchenur krottttöres in allerhand wiffenfchassien haben, obwohl ohnedie freyheit Academische Zrallus oder wurden auözutherlen. InPortugal sind Uillabon, Uvora und Loimblis. In Spanien ril-
c»>L, Lvila, Lsetä, Lompottell, Oransäs, üuetoa, lllerilla,Omisre, Oiiuns, Oviecio, kLiencis, ksrnpeions, 8aIsmLncs>8»rsgoüa, Leviliea» Liguenxa, '1'srragona, lolello, Valenci-,
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und VallLäolist. In Franckrcich, Lx, /inZstt. LourctöLux. Lour-Zes, Laen, Lakors, ia Bleche, lVtonrpellier, bisme;, Or-lesnz, kaii5, komers, tt.keim;, louloutt , lournon und Va-leries ; mgleichen in der jetzt dazu gehörigen Grafschafft Bur»gund, ttesarrcon und Dole. In der Grafschafft /tvibnon, diehaupt-stadl gleiches namens. In dem Fürstenthum Oranicn,war die haupt.stadt Orange, welche jedoch ihre hohe schul vor lau»gem verlohren. In Engelland sind allein LarntzrillZe und Oxtorä.In Schottland ^berlleen, 8. Hllllrervs, Edendurg und Olatto.I» Jrrland Oublln. In den Spanischen Niederlanden Lövcn;und in dem Frantzösischen Flandern Oouay. In den vereinigtenNiederlanden, und zwar in Holland , Levdeu; in der ProviutzFricßland Franecker; in Geldern Hardcrwick; in Gröningcn dieHaupt-stadt Gröningcn; in Utrecht die Haupt stadt Utrecht . InTcurschiand findet man fast in jeder Provmtz Universitäten. Inden Kayserlichen erblanben, und zwar in Oesterreich ist Wie»; inTyrol Jnsprnck; in Steymnarck Grätz, in Böhmen Prag ; inSchlesien Breßlau ; im Breyßgau Freyburg. In den Cbur»Mayntzlschen landen ist die haupt.stadt Mayntz, und in Thüringen Erffuri. In dem Trierischen und Cöllnischen die Haupt städteTrier und Cöln, weiche letztere aber von dem Magistrat daselbstciepencliret. In dem Chur » Pfältzischen ist H-ydeiderg. Chur »Sachsen bat Leipzig und Witteuberg, und die Hertzoge von Sach»,e», Ernestinischerlinie, Jena . Chur.Brandenburg hatFranck»fürt an der Oder, Hatte, mit, im Cievischen Duisburg. Bayern hat Jngoistadl. Hannover bat mit den übrigen Hcrtzogen vonBraimschweig»Luneburg Helmstädt gemein. In den geistlichenBißthnmern finden sich miiversttäten zu Saltzburg, Bamberg ,Würtzdurg, Paderborn , und zu Dringen. Unter den weltlichenFürsten hat zder Hertzoq von Würtemberg seine Universität zu Tü »dingen; der Lanbgrafvon Hessen-Casse! zu Marpurg und Rinteln ;der Landgraf von Hessen -Darmstabl zu Giessen. In Vor.Pom»mern hat der König von «schweben eine Universität zu Greyphs»Walde; der Hertzog von Mecklenburg zu Rostock woran auch derMagistrat bessewigen orts seinen antheil hat. D>e Holsteinischeuniverjjlät ist zu Kiel . Über dieses hat die stadt Nürnberg eine uni»versilät zu Morst, und die stadt Slraßvurg ihre eigne univcrsikät.In Lvihringen ist die Universität zu kam ä tVloüllon. In derL-chweitz findet man Bafel, Zürich , Bern , Lausanne , Geneve,wie auch Schaffhaufc» , wiewohl nur allein die erste eine wahreuniversiiäi ist, uiib fo wohl k-otet!o,m m allen wissenjchafften, alsdas rechl ösccLiAu, eor, lVl-lAittros und Ooittorez zu creiren be»sitzet. In Italien giebt es dergleichen im Päbstlichen gebiete zuRom , Bvnvmen, Verrsrii und kei-ugi-i. In dem HcrtzogthumMeylgnd zu Mevland und Pavia . In dem Hcrtzogthum Fwrentzzu Fiorentz, 8-ena und k,sz. kttanma und tvlollcns haben ebendergleichen. Der Hertzog »onSavoyen hat Turm. Jn bem Kö»nigreich Neapolis ist Kapoii. In Sicriien ist tvlettrnL und Lamnea.Auf der insul Sardinien die haupt.stadt (-'sZlimi. In Schwebengiebt es eine zu Uvml; zu Abo in Finiand; zu Lunden in Schonen;zu Pernau in Liestand. In Danemarck ist Coppcnbagen und So«ran. In Polen ist Cracau. In Preussen Königsberg . Sonstwird auch üo« Asien vor eine Universität gehalten, und in Ame»rica Ousrimala, 1-ima, tVlexico, s)iulo und 8?.n OowilHo»eieacbus scall. äe scallemsis.
smiguirsk. scscl. scsll. univertt orbis. aca-
tterniLrum rorius orbir (ikrittisni csralogri!. cle ozzrirno
scacierni-e ttacu Leo. Vuriarius illuttmrus, *
Unna / eine kleine stadt in der Grafschafft Marck i» Westvha»len, iv weilen vstwetts von Dortmund gelegen, und dem Königein Preussen gehörig. Se war vormals eine hansee-sladt, ist aberjetzo sehr eingegangen. Sie ist durch eine den 27 hornung 172; ent»slandene ftuersbrunst, fast zum Halden theil samt 2 stM-thoren av»gebrannt. ,oxoßr. *
Unna / ein stuß in Croatien, welcher die veste stadt Wihitz um»flieget und unter vubirxa in die Sau fällt.
Unruhe/ eine uralte ALliche familie in Schlesien , Laußmtz,Böhme» und Polen . Hans von Unruhe veckauffie an. 1401 dasgut Wirchwitz in dem Giogauischen an Conradum von Kceckwitz.Johannes war au. 1412 Probst zu sorau . George war an. i4»rCommenbant zu Golbberg, und relinrle sich bey dem anmarscheder Hußileu nach Liegmtz, da er unkerweges viel volck verlohr.Nicoiaus von Unruhe anfLawalbe, waran. i;iodes GiogauischenFürstenthumö Landesältester und Deputirter i» viel wichtige» com-mWone». Sigismliiib vertrat au. 1 die stelle eines Cantzlarsder Herrschafft Sorau . Christoph erkauffte an. i;?7 Birnbaumin Polen . Adrian von Unruh auf Wengstadt, Hauptmaun zuHavnau in dem Liegnitzlschen, war an. 1617 Chur -SächstichevGesandter bey Caroli l!, Hertzogs zu Wünsierberg.Oelß, wichen»concioÄe. Johannes von Uuruh auf Graben, wurde an. I6IHzum Hauptmaun des Giogauischen Weichbildes conttimirl. Phi»lipp auf Hertwigsdvrff und Gorb, war an. 1620 Verweser derLandeshauptmanschafft in dem Fürstenthum Sagan. Caspar aufJagatschütz und Labfchütz vertrat an. r6;y die stelle eines Landes»HauplmamiS in der freyen Standesherrschafft Drachenberg. Chri-stoph von tViieclx^cboci Unruh, Herr auf Birnbaum, Punitz,Tirschtigel, Unruhstadt, Wiwmischel, Kargow, Schamozin,Neuborff, Starosta zu Crohn und Gnicfen, Konigl. Poln, Oim»ster und Cämmerer, starb an. i68y zu Lissa in Groß.Polen . Sei»ne söhne waren 1) George von Unruh, Herr in 8xolr, vV-ro»mittkl Lec. Königlicher und der crvn Polen esxmsin. r) ttoZus-lMs von Unruh, auf Birnbaum unv Drfchkigel, Starosta zuObornick. ;) von Unruh aufPugnttz, Starosta zu
Gniefen und Odrister, welcher au. 1715 wegen der Protestantischemlehre aller feiner würden enkfetzet, und zu einer schmählichen exs.
Gagga r cuuo»