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c«,on verdammt worden. 4) Carolus von Unruh, KöniglichPohiuischer Cämmerer. Lieblest cunost
Uilftrut / ist ein fischreicher stuß in Thüringen . Er entsprmgetauf dem Elchsfelde, laufft bey Müblhauftn, TbomSbruck, Ton«na, Vargala, Herbslcden, Dennstädt, Sachsenburg, Wendel,«ein, Memleben , Wzeburg, Neben, Schechingen und Laucha hin, und säur bey Freyburg in die Saale » Es ist ionsten ein ge«fährlich wasser, weiches stch zum öffiern ermesset. -nun.
6eem.
Unterwalden / ^ubstivan» . ein Eydgenoßischer Canton,und zwar der sechste in der ordnnng, welcher durchgehends der Ca«tbolischen religion zugethan ist. Das land gräutzet gegen osten anUry; gegen norde» und Westen an den Lucerncr. see und gcbicch,m,d wird gegen lüden durch die berge Brumckh und Engstlcn vondem Bernerischen abgeschieden. Daß die cinmohner dieses landes,wie einige dafür hallen, ihren Ursprung von Römische» flüchliin.gen, die sich aus Jcalicn in diese gegcnd gezogen , herführen, batkeinen gewissen gründ, und ist vielmehr wahrscheinlich, daß diesemit denen von Ury und Schweitz ein gleiches herkommen haben.Das gantze land machte vor alten zeiten eine Grafsciiaffc aus, an-fangs, wie einige melden, Surigau, und »achhero Stantz ge«nannt, und wäre damals die gesamte Landesregierung zu StantzNid oder Unter dem Wald; dahin auch die thallenie od dem Kern«wald gehen musten, daher dann dem Milzen land der name Unter«walden gegeben worden. Jedoch da die ob dem Wald zu besetzungdes Land-Raths zu Stantz ib wohl als denen Landes-stenreu undUnkosten r dntlhcil, die Nid dem Wald aber mir emen driltheilbeytragen musten, und jene endlich ausdirserursach sich waigerlenferner nach Stantz zu Rath und Gericht zu kommen, so wurde an.nso der vergleich dahin getroffen, daß jedes theil sürohin seinebesondere regierung baden solle. Kraffl dieses lheil-vergleichS er«hielten auch die Ob dem Wald 2 dritlheil der LandrS-ciiikünssleii,zusamt dem gemeinen LanbeS-insigel und Panner zur Verwahrung.Solisten haben die Unterwaldncr in vorigen zeiten mit denen vonUry und Schweitz in vielen stücken gleiches schicksal gehabt, alsmit welchen sie auch von Kaystrn und Päbsten wegen erwiesenertreu und tapferkeil gleiche besreyuiig erhallen. Unter die viele ade«Üche geschlechler, so sich m diejen, lande befunden, werben die vonWolffenschieß, von BI»me»eckh, von Rnventz, von Alpnach ,vo» Walterfperg, von Lenburg , von Leiburg, von Hunwcil rc.gezehlet. Der Land-vogt, so von Kaystr Alberto diesem bczirckvorgesetzt worden, wäre Bilgen (Ueregrinu;) von Landenderg,und dessen Unlervogt einer von Wolffeuschieß, ie»er zu Sarnen ,dieser aber zu Rotzberg säßhasst. Beyde thaten gegen das armeland-volck , wozu sie durch ihre gelüste angetrieben wurden, so gar,baß sich der letztere einsten erkühnte eine verehlichle weibs-persouin dem bad ungebührlich anzulasten. Darüber er aber von derenehcmami Conrad von Bannigarien ergriffen und lobt geschlagenwarb. Ein anderer, Heinrich von Melchtbal genannt, wurdebey dem Land-vogt unschuldiger weise eines Verbrechens angeklagt,auch deßwegen alsobald lmgehörl in eine schwere gelt- busse verfallet.Als aber die execuloren, die ldme darum, als er eben daS feld bau»te, die ochse» von dem pflüg ivegzniichmen gekommen waren, vondessen söhn Arnold mit stock-schlagen ziemlich hart empfangen wor«den, mustc sich der gute alte nicht nur aller seiner gutem, sondernauch seiner äuge» berauben lasse» , dessen itztgedachrcr söhn aberfalvirte sich mir der flucht, und verbände sich hernach an. ,,07 111,5Wallher Fürst und Wernhcr Stauffacher, w,e unter Ury mitmehren» angeführet; worauf auch den erster rag des folgendeni;o8 jahrs die schlöffer Rotzberg und Sarne» mit tlst eingenommenund qeschlciffel, der Landvogt aber samt weid und kuibern zumland hinaus gesührct worden, und endlich nach der so glücklich ab.gelauffcnen schlacht am Morganen an. 1;,; lrate auchUnrcrwal»den mit übrigen zmenen Ländern in den ewigen bund. Der lau«dcs-bezrrck Ob dem Wald genannt bestehet »1 einem that, wel»ches in 6 kirch.sviele oder sogeiianiile kilchgänge abgetheilet, undder haiipt-flecken des londes ist Sarnen . Das Haupt ist der Land«Amman, welcher alijährlich^adgewechsclt wird. Auf diesen sol»gen die Landesrämter, alsSiadthallcr, Panucrberr für Ob undNid dem Wald, Seckelmeister, Baiuneister, Alt-Landvögte,Tbal-Vöqte, Lands Hauptman« rc. Die höchste gewalt stehetbey der Lands-grmeinde / bcy welcher alle inanns.pcrsonen, sodas i4le >ahr überschritten < den zutritt haben , und wird selbigevrdenilich deS jahres einmahl, nemlich den letzte» sonnlag im avrilzu Sarnen gehalten. I» dieser Versammlung geschiehet die bcstel«lung des Land-AmmauS, so wohl als übriger vorermeldter Lands«ämteren; so werben auch allda gesiitze und Lands-ordnungen er.richtet, Gesandte» ernennet, und sonst alle wichtige angelegen.Veite» des landes, als die da krieg, frieden und bündniffe detref«fen, verhandelt. Ausser dieser orveiillichrii werden je nach erhebscheildcr notbvnrfft auchaufferorveiiiliche Lands-gemeinden äuge.stellt. Der Land-Rath bestehet aus denen oberivehnten Lands,ämtern und zssRathShecren , deren uns jeden der beyden gröstenKilchgänge» Samen und Kerns is, und aus jedem der übrige»vieren 7 hergenommen, und zwar von einen, jeden Kilchgang selbsterwehlct werden. Die Versammlungen dieses collessii' geschehenwöchentlich auf den sonnabend, und wird da über die nemltche sa.che» wie in dem Land.Rath zu Schweitz tractim. So ist a»ch dader Zwey und dreyfache Lanb-Rath üblich, eben wie in denenLandern Ury und Schweitz , jedoch mit dem unterscheid, daß dieBey-Ralhe allhier von den sämtlichen land-lenten eines jeden Kilch«gangs, dorten aber nur von einem Herren des Raths je nach be.lieben ernennet werden. Das malefitz gehöret für dett dreyfache»Lalw-Rath. Das jusiltz-wesen belangend , so hat da ein jeder
Mchgang fem eigenes.Gmcht, das Siebner-Gericht genannt,
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inmassm selbiges mit ? Richtern, nemlich MUsdmLM.NWe»nw Laus der geme'nd. , besetzet ist; vor welchem Gmchl demnachaste civilssachen abgethan werden, und tW von deme Mall«,
so sich höher als 6 gülden beiauffen, an das Funffzchmr-Ee.richt avveUirt werden. Dieses letztere Gma->. wird aus a«
nicht avvellirt werden. . ..
Äumaänaen des landes crwehlet, alü von Sarnen undK-rnsst.dem;, and von denen übrigen jedem r, zusammen 8 aus dem
Land.Rath,
und 6 aus der gemeinde, zu welchen der Land-Am.man als der t'rs-lcs kommt, und von diesem gehet keine weMappellativii.
Denen einwohnern des landes Nid dem Wald ist inregier theisting ein drittheil der landcs-clnknnssttn zugefallen crj,führen auch »1 ihren besondern geschafften ihr eigenespanner. Dieje landschastk, ,0 ebenfalls ein lhal ausmachet b?,ii theil ober sogenannte Urtheilen -> worunler der erste znsamid,mdarinnen getegenen Haupt-flecken des landes den „amen Clan!, Kret. Ferner ist da Beckhenriede wegen denen zusammenkiMender 4 Waldstabten bekannt. DaS Haupt ist da gleichfalls ein k«.Amman, der alljährlich abgeändert wird; w auch nach denn einStubthalter, Seckelmeister, Lands>Hauplmann für Ob.«Ihb dem Wald , Pannerherr und Baiiderr rc. Gleicher Massenstehet da d,c höchste gemalt bcy der Lands gemeinde / we a,sich ebenfalls des ,ahrs ordentlich crnmadi und zwar auch den lewaaprllls zu Wvl an der Aa, nahe bey Stantz in einer Wiesen ver.sammlet, allwv einem »eben , so nur iz jähr alt, der zuaanq rer.stattet ist , und werben allhier eben wie ob dem Wald zuweilen Mausterordenlllche Lands - gemeinden angestellet. Den daß«Land-Rath sonmren mgleichcn die Landes-ämter samt z 8 Hemi,des RaihS anS den 11 Urtheilen, welch» auch eine jede Urlbi sMerwehler. Diese hallen ihre Versammlungen zu Stantz wog«,tich auf den montag. Nicht weuiaer ik da der rweymndchn.fache Land.Rath üblich , und dem Nstalefitz-gericht kan ein jederLantmann, der das 20 jadr zurück gelegl, ocysitzen. Mr tjöist daselbst angeordnet das SibncrGerichl/ in deine der L-md-weidet präsidircl. Davi» gehören alle cwil- Händel, und da«gehet die appellativ» m fachen, die sich höher als 10 st. belachn,für das xi oder Gesthwohren Gericht. In diesem GesLweh.ren Gericht präsiDiet der Land-Amma», und wird da übecalle chrund gut berührende fachen in erster und anderer instantz ahne ferne-re appellatron Mittheilet, vdwvhlen einer vartdey zu aM«neuer gründen inner jähr und tag die reviflon gestaltet wird.
Das land Unterwalde» hat keine eigene Vogte«, -Mchschassllich aber bevoglet Nid dem Wald allein M M mdSchweitz das Palcn-ertdal, Rivicra und Bclleiitz, und solcheszwar alle 2 sahr Wechsels-weise : so auch Ob und Nid dem Waldsammclhaffl, mit den 8 alten orte», das Tburgdw, Sargans ,Rbeynlhal und die Freyen-Aemrec, wie nickst weniger mit deu >rOrten die 4 Italiänische Vogieven ; da denn Ob dem Wald im-mcr 2 Vögle nach einander, N>d dem Wald aber erersl den drit-ten hergidel. Im krieg führen die Uistmvaldner gleich denen Ur-tier» ein Horn, und der gcpantzerte mann, deme seidiges MManvertrauet ist, wird wsgcmcm die Kub von Unterwaldeu Wn-nct. Jedes theil schicket seinen besondern Gewichten aus dieEud-gnoßische zusammenkunfften, cbwoblen sie zusammen nur amCanton anßmachen, und also aucssnicht inchr als eine stimmeha-ben. Die Landes-fard ist ein roch und tveisscc abwerls aclhMinanlel. Es sind in diesem land verschiedene sie» anzulreffen, alsder 4 Waldstäbten see, der Alpnachcr sie, so ein arm des mü»!ist , und sich von Slantzstaad gen Wonach ziehet; ferner der Lwgcrn-see bey Lungern; ber Rubrntzer-see dey Nnditz, und dEar-ner-see bcy Sarnen, neben etlichen geringer», so sich «Maiberge» befinde», als der Melch-fec, Trudli-see rc. Von M«den wassern sind da allein die Aa und die Welch zu mercken, sockstauch gering. Die arl des dvdens betreffend, so ist selbiger md,wild, und mit wäldern durchzogen,auch mit vielen hohen chea iickgraue» gedirgcn umgeben, woraus sich kenn von M ergM,baß ausser deine, was bäume und wiesen hervorbringen, an Willland nicht viel erträgliches scye, wir denn auch die einwohnst MNahrung hauptjächlich von der vieh-zucht baden; s>H, Miu«brodt aber von aussen herein ziehen müssen. Es bat dieses um ckferner klcibung und lcdens-art noch vicsis von der altenwememB- .In diesem land ist daS klostcr Engelberg , sonsicn aber ttnumi-maurler ork befindlich, KeE. diir-
Micr. *
Untersten / Inn-riaau;, eine kleine stadk an der ?lar, slebscheu dem Lhuncr. und Bricntzcr-lee gelegen, wie sie d»ihrem lager den name» hat. Es ist »°rMen der.Abte^zuständig gewesen, aber an. 1298 dem Kavlec MstttM»worden, der es dem baußOesterreich hinterlassen.haben beyde Hertzogen Heinrich nnd Leopold dlezeii orld>. ^vettern Graf Otto von Straßbcrg verletzet. A».
Bern dieics städttcin, mit vorbehält dcrr» ihrer HenichEU lgen rechten , in ihren schütz genommen. Hernach an. ^Hertzog Albrecht von Oesterreich dem clostcr Uer a«m ^Hansen von Hallweil das ssädtlein Untersten, ll p zBalm und Obcrhofen versitzet. In folgeincu zcilcii er! ßauch pfands-weiß Graf Hartmann non Kyburg- S .i;?o hat Hertzog Lüpold diese pfandichafft übergeben a r,fin Margarelha von Kvdurg seine mumm, wE ^geniahl Tbüriuq von Brandts zur ehe-steur sWdrachtv -ihrem abstechen käme sie laut ihres restaments M G Cs ^Zöllen, ihrer schwester sobn. Aber >m Scmvache ckneg»haben die Berner biests stadtler» cin-und m öulb>si""s siauch an. izy? der Gräfin von Zollernihre anlpa l ^^z
kaufft, und an. 1401 das eche mahl e»,en aus ihm