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dienungen erhallen. Sie pflegen aber gemeiniglich einen beynamenvon ihren schlossern und Ritler.sitzen zu führe», und sind vor andernfolgende berühmt.
I. Vogt von Laste» und Wartenfels . Von denselben wird
von Buceimo Johannes zum stammvater gesetzt/ die zelt aber,wenn er eigentlich gelebet, nicht erwehnet. Er bat sich aus Jta»sten / allwo er ^clvocsm; cke 8cs>» genennet worden / wegdegrdenmüssen / worauf er in der Schweitz mit seiner gemahlin die Herr.schafft WarkenftlS bekommen, und sich davon genennet. Seinsöhn Johann Ulrich, Vogt von Hobeu.CasteU und Warlenfels, hatin der zu seiner zeit entstandenen unruhe von den dauern viel erlitten,und sein gcschlecht forlgepflantzet. ttemmsr. ?. 4 p. 2-9.
II. Vogt von Hunoldstein. Dieses gcschlecht im Rhein «
lande, so schon in dem > l wcuio florirel, führet den beynamenvo» dem in dem Ertz'Stiffte Trier, eine meile von Veldentz gele»genen schlösse Hunoldstein. Tiburlia Voglin von Hunoldsieinbeyratbete um das >ahr 1 ory Andream von Dalberg. JohannVogt von Hunoldstein hat um das jähr io8-> sein gcschlecht an deinRheme forlgepflantzet, welches vachgcbends m den Freyherren»Stand erhoben worden. An. r;8y lebten r brnder, Wilhelm undHang Schweickard. Der erstere, Herr ansZüsch und Dörkastel,bekleidete bey dem Hertzoqe von Lothringen die stelle eines Rathsund Amtmanns zu Schaumderg, und hatte zwey söhne, die wa>ren i) Hanß Wilhelm, Freyherr, anfänglich Domherr zu Trier ,nach diesem Kayserlicher und Cbur.Bayrlscher Kriegö.Ralh, Ge«neral.Fcld Zeugmeister, und an. >65; Commendank in Ober« undNieder-Schlesien , welcher unterschiedliche söhne nach sich gelassen,r) Johann Marzolf, ein vakcr Otto Wilhelm Ernsiens, Heryog«liche» Wünembergischen Ober-NathS, und ein großvater üiloLudwigs und LeopölbWilhelms. Hanß Schweickard / Herr aufMerrheim, hinterließ unter andern söhnen Philipp Wilhelme»,dessen urenckel, Johann Jörge, noch a». 1700 gelebet und feinenstamm mit; i öbnen, George Ernsten, Friedrichen und Philip«pen, forlgepflantzet hat. rab. 88,8y.
IN. Vogt von Rineck oder Reineck/ ist ein Fränckifches gc«schlecht, uno bat an. i r;; dem lurmer zu Würtzburg durch DanielVögten von Rnieck mit bevgewohnet. Philipp Valentin, starban. i67r als Bsschbffju Bamderg, und an. >699 war Carl Fried«rieh bey diesem Sliffle Domherr. krancowL seäiv.p. ;or.
IV. Vogt von Saltzdurg / eine Reichsfreye Fränckifche fa«miste, ist an. aiL; auf dem lhucaiere zu Zürch, gleichwie HanßVogt von Saltzburg an. ir;z auf dem thurnier zu Wnrtzburg er«schienen. Herrmaiin, Johann der lungere und Bertholt), Vogtevon Saltzdnrg, haben an. 1414 die strettigkeicen, welche Bcrlbold,Grasvon Henneberg, und einige von Adel mit einander gehabt,belffen beylegen. Melchior Otto , Vogt von Saltzbucg, hat dasBißlbum Bamberg ovn an. 1642 bis iü;; besessen, und demselbenlöblich vorgestanden. Valentin war an. 1719 Marqqräflicücc An«spachischer krcmier-lpliniNre, Landschaffls« Dii eÄor und gevoll«mächtigter Gesandter an dem Kayserlichen Hofe wegen der lehens«empfängniß. Er hat den Frcyhercstchen cstsrsüer erhalten, undmag dcrBaevn Friedrich Carl Vogt vonSaltzburg, der an. ,718Den ü man auf der acsclemie zu Leipzig , eine äüssur. cke emolumen-kir kerrieoriorum ex jure primozenikura: clekcenclenribus als Lr«5ezgehalten, einer von seinen söhnen seyn.
V. Vogt von Suminerow und Oraßbcrg. Dieses ge.
schlecht hat sich aus der Schweig, allwo >dr stamm«hanß Sum«merow hinter Cdur in dem ihal Schaufickcn gestanden, in Schwa«den begeben. Albertus von Praßbcrg, sonst Vogt von Summe»row genannt, hat um das jähr ir;o gelebet. Von dessen nach»kommen sind Sirlus WeeneruS und Johann Frantz Blschöffe zuCostiiltz gewesen, von denen jener an. iS,8, dieser aber an. 1689mit tode abgegangen. Es sollen in der Schwcitz die von Liedcnaulind die vo» Wolckensteiii von dieser familic abstammen, von wel«eben man aber weiter nichls aufgezeichnet findet, ck,«,„/>/'. 8cstv.rstron. l, 10 c. iF«cs/. Komm. I'. r. äcstv. K..
Hstcl. p.
VI. Vogt von wierant/ deren stamm.reibe sänget Bucell«uns mit Georgen aus der Scüweitz um das jähr 1 ;6o an, undführt selbige bis zu ansang deS vorigen ieculi aus. /chc-/-». üemm.r>.4 p. ;ol.
Vogteyen/ (gemeine) also werden in der Eydgenossenschafftdie lanbichaffken genennet, welche verschiedenen Cantouen zugehö»ren, und 2 jähre nach einander von den Canionen durch Land«Voigte verwaltet werden ; als da ist die Grafschaffl Bade», dieLandqrasschaffl Tbnrgow, die so genannte freye ämrcr, die Graf.schafft SarqauS, das Rheynlhal, Lamvis, Luggarn, Mcndriß,M-ynthal/Bellentz und andere,von welchen in ihren eignen articulnnachzusehen.
r>.,;
Vohburg / voburg / Vochburg/ ein altes schloß und marck«-ecken in Oder.Bayern, m dem renimmt München, an der Do«na», gelegen. Vorzeiten war es eineGraffchaffi, deren desttzer,so auch den Marggräfliche» litlil geführet, von den Hertzogen inBayern abgestammet, und an. 1204 oder 1220 mit Bertholts fol.ken abgestorben seyn , da denn deren guter an den Landesherr« ge«satten. Burchardus Graf von VohdNrg war von an. rs;s bis io;yBischofs zu Halberstadt , und lebte mit dem Abt zu Fulda wegen ei.Niger dem Stifft Herßfeld oder Hirfchfeld gehörigen zehcuden ingrosser sireitigkett, welches den Adt kurtz vor feinem rode vecanlaf«sece/ den Bistboff vor Gottes gericht zu cikiren; worauf denselben,da er einst in pwrve steigen wollen, ein schlagfluß berühret, daraner kurtz hernach in grossen schmutzen feinen geist aufgegeben. -
vor
annsl. üesvens p. r 1 ; 8.c. rLL. ^rlss.
Voidanaz / siehe Atrap.
VoigtlaNd / >at. VoißrisnckiL .I'errL sävocswmm V-mO'
eine lanvfchafft in dem Ober»Sächsischen crayse, welcb?Osten an Böhmen und den ertz gebürgjschcn crayß, aeaen M».5"an das Fürsteuthum Altenburg und dasOsterland, 222'sten an Thüringen uno Fraucken grantzet. Das land ist M r >Uder, tetche und fumpffe, jedoch ziemlich bebauet, daher.7,^Mangel an getreide baden. Die vornehmsten flüffe sind vn-?Saal und Elster. Vornehmlich aber ist der F.chtclberq hwegen feiner Waldungen / jaqden und berqwerckr, ingleicd,»»halber berühmt, baß die 4 flüsse, der Mayn, die Eger, hj- mund die Saale daraus entspringen: Vorzeiten war es ein tbendem alten Osterlande, nachdem aber die Herren von Wend«Vögte» des heil. Nöm. Reichs gemacht worden, auchdje/,^von Planen und Gera den titul eines Voiglä geführt, Hai mo»»,.ren land das Vvigtland zu nennen pflegen, worzu nach der leita ,^eines und das andere von der allen Vaciscorum gebieth ista-^nct worden. Es bat dieses land ehemals den Hertzogen von Raum,gehöret; von densetblgen ist es an die Marggrasen von Vobb«von diesen aber an die Marggrasen von Anbechs und HernoaeMeran gediehen. Anjetzo gehör! es theils dem Hause Sachse», mbectiitischec linie, theils den Marggrasen von Brandenburg , Mtheils den Grafen von Reuß. Insonderheit gehöret dem Cwsmsten von Sachsen Reichenbach, welches wegen seiner starcken HM.lung bekannt ist, Planen, Voigtsderg und Oelßnitz nebst den äm.kern Zieqenrück, Weyda und Arcnshaug. Den Grafen vo» AMGcra, Vchlaitz, Gratz, Lobenstein. orjAin«
ckron. lVliko. ir n. (ierm. ^s/^r»/eÄcIe VoirlsnL.
ong^. VairlLnckca-. Nemms Luches
cui». -ssoh. ckron. wurden, liisi. Varisc«,
Voiqtsberg/ einschloß, amt und ehemalige Hmschaffn»dem Voigtlande, wozu bie städte Oclßnitz, Adorff und Marck Nm.kirchen gehörig. Das schloß ist sehr ai! und mag seinen »amen undUrsprung von den Kavstr!. Voigico und ^clvocLw, die sie i» demVoigllande gehabt, habe». Wie denn Vvigisderg unser denVoigten von Planen b>s an. izrs gewesen, da solche HerrschaftFrivericus 8rrsnuuz und Wildelmus Cocles, MariWchn«Meisscn und Landgrafen von Thüringen , eingenommen, nach.dem der Kaysec Cacolus i v die von PIauen mit der Mvast»hülffe bekrieget, weil sie der cron Böhmen etliche fchWerMsMe,welche sie pfandweise inne gehabt, llnerachtct dcr rcsuimküugel«der, vorenthalten. Nachdem aber der Landgraf MdelmuS tzo«clcs an. 1427 verstorben, haben dessen bcüöecssöhneFrideciaisbei-licvsui, WilhelmuS chvc, und Fridericus ümxlex stch a». 1410 mdessen hinterlassene lande dergestalt getheilel, daß Fridericus iim-plex die Hcrcschaffk Voigtsderg mit Planen, Pmissa und ander»landen bekommen. Als sich an. 144z die söhne Fndencj bÄcost,Churfürst Fridericus plscicku; und Wilhelm us, Hertzoge von Fach,stn, nach bisheriger gcmeinschafftllchcr reglerung, einer erblichenlandes theilung zu Altcndurg verglichen, bekam der Cburstrst siri.dericus unter andern landen die an. 1440 durch den lodFridMlimplici; angefallene Herrschaft! Voigtsderg Mit ihren zugeböchenstädten Oclßmtz nnd Adorff; die Herrschaffk Piaven aber mr r--none der Hoheit, weil un übrigen dieselbe wieder an die Harm mPlane» gediehen war. Ferner ist dad amt nnd die HmschG!Voigtsderg auf des Churfürsten Friderici plsclcli erstemstum gekomlnen: denn solcher hat i» der theilung mit smem dw»der Alberto a>v 148z den sogenannten Thüringischen theil, n«mdie Hecrschaffl Voigtsderg geschlagen war, erhalten, da dir din«der Wilhelm den Meißnischen theil bekomme». Bey diesks M»fürsten Ernest » nachkommen ist diese Hercschafft gebliebrn bis mdes Churfürsten Jod. Friedrichs unglück, Da sie an He»mch,BM'grasen von Meisten und Herren zu Planen, Kaysecl. Wd MBöhmischm Odristen Caotzlar, gediehen; b« nach aber durch mChurfürsten Angustnm wieder an das Hanß Sachsen gebrach!nm«den. Von dem Churfürsten Augusto ist die HerrschM oder M!Voigtsderg an seine Descendenten, nnd durch deüCl'msürM N'bann Georgs I testamcnl äe L». iüzr an seinen vicrdten lohnMa?nnd also assdie jüngste Sachscu^Aldertinische Imie gefallen; ba-iman. ,7i8Hertzog Moritzens söhn, Moritz Wildelm^ohneleiMnden abgegangen, hat der Churfürst von Sackssen gleichwie«»,'stn übrigen landen, also auch in dem ainte Voigtsderg nnd V»ziibehörungen besitz genommen. -musl. i>sx. Ln. 141-
kkearr. 8sx. ?. r p- 42 Z'. Fe^/eetüemws üw >illuttr. p. 1 ii se^^. . » ^ -
Voisiti/ (Jvsephus <i-,) ein gelehrter und sonderlich in ^c,5 und KsbbiniciL trefflich geübter Frantzvß, flonrle
des 17 secuIi.Er war aus einer ansehnlichen familien vonM
gebürtig; wie dann sein Vater und Bruder amehnliche E ,,selbst bedienet. Er seldsten war zuerst Ralhsherr zuBomdcM' ^,er aber sahe, daß ihm diese würbe allzuviel zeit von lEn ang ^men stubien wegnähme, verließ er solche,und begab sichE > .,stand, da er dann Priester und Ooötor 1'tieoloZ. wie -liier und Prediger bey dem Printzcn von Cvnry worden, r. -das laieinische uno Griechische wohl: delcctitte M
derlich ,m Hebräische » und Radbinischen,und wendete M "
schafft mit ziemlichen eyscr zu Verfechtung der PadstuchE n ^Von ihm hat man unterschiedliche werck im truck: als einen
äe subilL-c), dabey sich auch Maymonlbis werckvonSchk'Mn»^
Jvfel mit einer lateinischen Übersetzung findet; ^
»rar»; und andere. Sonderlich aber hak ihm dervsn ^