Band 
Vierdter Theil
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vor

krofellor derselben, auf der Universität zu Levden. Mit ClaudiaSalmasio unterhieit er cme vertrauliche freunbschafft, und paren»tirte auch demselben nach seinem tode. Er selbst starb an. i6ü; mdeines jähre seines altcrs, und hinterließ nachfolgende schrifflcn:

csisIoZuw s>!ar»srum Koni scsclewics, <7UI acceckir inclex j)!aors-rum iniliZensrum, <juae prope I-uAclunum in Lsravis nascunrur ;llissiurarioneL varisL pli^lico - rnesticab ; orariones kunebres in exe-qnii; Lern Lun-ri, 8»!m2lH kc. Er hat auch ssollsnn» Osstopo-iübersttzung der aplioritmoeuin lii^percrarii revldilt. ck,r»ck^««F INomr. tunebri. rkearr. clar, viror.

Vorftius / (Conradus) war den iy julii an. 1569 zu Cöllngedohren. Sei» Vater, ein färber, welcher damals noch der Ca»lhoüschen religion zugethan war, ließ ihn auch von einem Catholi»scheu Priester Muffen; wenige zeit aber darauf bekannte er sichheimlich zu der Protestantischen religion, beredete auch leine staubarzu, mit welcher er rc> kinder halte, darunter dieser zum studierengehalten wurde. Er erlernte die ersten fniiilsinenra in dem stabt.gen Bedbcrdyck, worinnen er9 jähr zubrachte, von dar er an. i;8;nach Düsseldorfsqung, und sich allda bis an. 1586 aufhielt. I»Lein folgenden jähre kam er in das ktolleZmm St. Laurentli nachCölln, worinnen er sich fester letzte, dergestalt, daß er Lsccsl-wreuzund tUsxitteo werde» solle; allem, weil er aufdas TnventtiiifcheLcinciiiuin nicht schweren wolle, Mliste es nachdlciden. Indemaber fenie eitern wenig Mittel hatten, wollen sie ihn lasse» einenkauffmann werden, da er stch denn 2 gautze jähr auffolche dingelegte,die ihm m der haudluug dienen kunlen, nemlich aufbte rechen»kunst, auf das Frantzösische und Italiänische. Nach diesem begaber stch wieder zum studiren, und wurde an. 1989 nach Herborn ge»schickt, woselbst er Lsscarc-rem fleiss'g hörte, und einiger vornehmerleine kinder infvrmirte. An. 159; gieng er mit einigen als Hof»meistcr nach Heydelberq, wurde auch daselbst im iuliv an- 1994vodror rkeoloss,». Ein jähr darauf hellichte er die acadcmie zuBaiei, woselbst er zweymahi difputirte, und die zu Geneve. Erfi »g auch auf Theodor» Bczä Veranlassung an zu lehren, und thatsich dergestalt hervor, daß man ihm eine Profession antrug. Weiler aber zum Lrolell'ors rkeologi^ auf das Benlhcimstcheilum zu Steinfurt vociret war, »ahm er solches aml an. 19960»,und inachle sich dergestalt bekannt, daß er nach Saumur und Mar»purg beruffen wurde, kuute aber von dem Grafen von Bentheunseine diimsswii nicht erhalten. Er wurde von einigen verdächtiggemacht, als hielte er es mit Socino, weshalben der Graf von ihmverlangte, daß er sich solcher incuipation entledigen solle. Solchestbal er auch, reistte nach Heydelderg, und kam von dar mit einemgute» reNiinonio wegen feiner orthoborie wieder zurücke. An.iüo;wurde er auch zugleich Prediger zu Lleinsurt und Loniittoria!-^Ileilor. Von dar ward er an. i6ro an des Arminii stelle nachLenden beruffen. Er hatte zwar anfänglich keine iust varzu; jedochweil ihm dieArminiaucr zumal sehr anlagen , refolvirte er stch erstnach einem jähre, und bekam von dem Grasen, von dem ZzemnLllo,und Rathen zu Sleinsurt ein herrliches relbimomum.AUein die Gv»mar,steil setzten stch ihm bald anfangs entgegen, indem sie ihn ver»schicdcncr irrthümer beschuldigten, womit er sich i» seinem buchecke Deo bloß gegeben. Sie brachten deöhalben von fremden aca.demien verschiedene zeugnisse wider ihn auf, veranlaßten auch denKönig Iacodum von Groß-Britamneii, daß er seidiges buch ver.brenne» ließ, und den Holländern anlag, Vorstium wieder abzu»schaffen, welches er mit solcher hefftigkellthat, daß er auch selbstWider ihn schrieb,und aus dessen buch cle vec> verschiedene Irrthümerzog, worauf Vorstius zwar antwortete, aber von dem verdacht derEocimamschm irrthümer stch nicht lvß machen konte. Es kamendlich so weit, daß man ihn, ohngeachrel er sich äusserst deftnvirte,sufpcubicte und nöthigte aus Levden zu gehen, um sein urtheilanderSwo zu erwarten. Er verfügte stch hierauf an. 1612 nachTergoa unb hielt sich daselbst gantz stille, biS er durch den h-noäunr.von Dordcccht, als des ^rmim-miimi und 8ocini,milmi verdächtig,zu der vrojessivn gantz untüchtig erklärt, und aufcivig aus Holland verwiese,1 ivurde. Er muste sich hierauf 2 jähr verborgen aushalten,und weil man ihm nachstellte, zum öfflcrn stin quartier verändern.Allein als der Hertzog Friedich von Hollstem den ArminianernFriedrich,stadt zu erbauen anwieß, gieng er auch in jelbigeS land,und starb drn 29 scpt. an. >629 z» Tönningcn, und zwar unter de»zeuqung einer sehr grosse» devotion. Seine schrifftcn sind tFnopü;tocius verse rlieolvAi«; ele cautiz cleserenrii Kom.mi Laxaruz; Indexerrormn eccleti« tk.olNLN2e; ^nri-Lcliarininu; conruaeiur; reiliira-elecrs ^nti-lckiborl2N2; calaloAiiL errvrum 8Il)i2ncII, nebst ewigenstreit»schrifften. Sein vornehmstes buch ist cle veo, teu clifpuwkic,-n« decenr de natur2 L Lirriburiz Del, in welchen er deutliche splih»ren des Socinianischen giffls hat sehen lasse». Man sagt, daß ersein buch cle stliLkione von Wort zu Wort aus eines sncm)'mi 821ns-ssren.Ln, buche geschrieben. Er halle einen söhn, Wilhelm Hein.rich, der Prediger bey den Arminianern zu Wärmend in Hollanbgeivesen, und einige schriffteu hinterlassen. in orsnons

cle vica Le oklru Vorlkii; rliesrrrun, 67 ,e-

in lrlrclrea-und schulen Kasr.

Vortigernus/ ein Bnttischer König, in dem9 seculo war einhochmulbiger Herr, und weder i» knegs.fachen erfahren, nochverständig in rathgebc». Darneben war er geitzia, woüüstia,schwelgerisch, und, mit einem wort, zu allen lästern geneigt. Erbrachte den öffentlichen schätz liederlich mit banqueriren durch, undwurde deswegen von dem volck geliebt, weil sie es eben nicht bessermachten. Als ihnen aber ihre unruhige Nachbarn, die Schottenund Picken, mit einem einfnü dräueten, kamen sie von allen orten

'dM/ neffei, ,hn um hülffe an, und vermochten ihn endlich dabin,daß er deshalbcn einen allgemeine», Reichs, tag anstellte, aufwe!»

vor vos

chem beschlossen wurde, die Sachsen um hülffe zu ruffen. Daher»schickte Vorligernus in aller Brttannier namen Abgesandten an llemit grossen geschencken. Die Lachst», welche zu erst ihre aviium rath fragten, und znr,antwort bekamen, baß sie das land,wohinsie zögen, lange besitzen wurden, willigten in der Britanmnverla».gen. Nachdem nun auf beyden jenen em beliebiger cmract ae.schlössen,und den Sachsen die wsu! Thanet in Kenhum ihnen einendesto grösser» mulh zu machen, gegeben worden, lanktcn ke g,,4^0 auf der iuful an, und zwar unier dem cornwLnäo zweyer brn!der, Hengrst und Horst genannt, welche bald hernach mll den em,fallenden Pieren sich in ein treffen einliesscn, so dann bis an Elan,»ford in Lincolnsbire ruckten, und sie mehr als einmal in die ßMschlugen. Solcher gestalt nun wurden die Britamiier unier denKömge Völliger» durch der Sachsen hülffe der Picken lvß; alleinda diele nuumehro einen festen fuß harren > stetigen sie mit den Bri.tanniern streit an, welches in einen öffentlichen krieg ausbrach/dersich mit dem gäntzlichen ruin der nalion endigte. VmiaerMwurde endlich so verhärtet, daß er mit seiner eigenen lochler blut.schände trieb, und einen ,ohn mit ihr zeugte, FMuS genaim,welcher ein Gottseliger mann wurde. Um dieser dlmschande wil»len wurde er in einer veriammlung der geistlichen und lave» ae»strafft, verdammet lind abgesttzt. Hierauf begab er fich in WM.und erbauele daselbst aufMarlini, den man vor einen propbelcithielt, einralhen, ein festes ichlvß in Rabnorshire. Sem ich» Vor»Inner regierte an seine statt, welcher sich den Sachjen sehr wider,setzte. Ais aber Vieler noch vor seinem vater starb, kam Bockiger»nus wieder zur rcgiermig. Er halte zwey gcmahlmnen, eine wardes Hcngist rochter, welche ihn, nachdem er wieder zur crone ge.kommen, gar leicht zu einem neuen bündmß mit seinem schwiegenvaccr beredete. Hierzu wurde ein orr beweinet, allwv beyde pat.theyen ohne waffeu erscheinen sollen. Weil aber Hcngist einengefährlichen anschlug hatte, ließ er seine leute heimlich mil Waffenversehen, und gab ihnen eine gewisse iosung, aufweiche sie lbu>> so!«teil, was er ihnen befohlen halte. Nachdem nun mit fleiß emzanckangefangen worden, schrillen seine leute nach dem gegebenen j»,chcn zum werck, so,daß ein jeglicher, seinen nächsten mann erstach,daß also ;oo personell, und zwar die vornehmsten unter denen, mi»che entweder durch rath oder gemalt ihm wiedersieht» kMchdurch diese verrälhcrey ermordet wurden. Vorligernus wurdezwar noch beym leben erhalten; allein man band ihn, nnd m,wahrte ihn so lang in einem gefängmß, bis daß er zu seinerrauMHengisten diejenigen ProvlNtzle» abirat, welche »achgehM Wr,Lussep, und Middlesex genennct worden. Die PcvvintzMhÄ»te Hcngist schon bey Vermählung ieiner lochter bekommen,Endlich,nachdem sich Bockigern wieder auf sein schloß 1» Nord-Wicke de»geben halte, iourbe er daselbst durch feuer vom Himmel virtrannl.äe excill. Lrirann. Wl-

Vortimer/ ein Britannischer König, in dem; secuio,«Vortigertil lohn, und wurde anfänglich den Sachsen znm Mgegeben. Nachdem aber sein vater abgesttzt worden, kam er zurregiccung, und hielt m«l den Sachstn unrerichieblichcglücklicheschlachte», m daß er seibige dreymal bis m ihre eigene gränzn in»nerhald der i»sul Tauet trieb. Allem sei» lob veränderte gar dOalles miteinander. Denn sein vater, weicher »ach ihm wieder!»der crvne kam, gab dem Sächsischen Könige Hengist gelegeubul/nicht nur dasjenige, was er schon halte, zu behalten, sondern «nichseineHerrschaffien »och mehr zu erwecke,n. c,«,K'.-«-

Vos / eine alle Avllche familie in dem Hertzonthum MMn»bürg, so vorzeiten auch in Pommern stch ausgebreitet gehnbl, L>cheissct eigentlich Fuchs, glcichivie sie im Wappen einen FuchsffAi;es wird aber biejes wort nach der Pommcriichcn mund-nri Wausgesprochen. Gebhard Vos ist an. 1)70 aus Pommern i»Francken gezogen, und daselbst Stadlhallcr worden. JoachimsVos wird von Micrälio als cm verschlagener und stoltzer ho»»«beydem Hertzoge Barmmo I. angcsührcr. Er bat demieM'Proceß Hertzog Georgens in Pommern, der ihm scharst auf du st»,ger gesehen, nur den grüstcn ftcudcns'dczeugungen beygewohnt!,aber imtteii unter iolchem vergnüge», die traurige »achrichucha!.len, daß sein leidlicher längerer bruder von seinem vater WülM"rrstochcn worden. Er hat kurtz hernach von seinem Hertzoge dasamt Wollin erlanget, ist aber nach seinem auszuge m dt'reMnacht plötzlich todes verbliche». Christoph Vos der lungere tst oalddarauf vor Augspurg umgekommen, und Hanß Vos hat biEsein geschlechl in Pommern geenbigel, welches auf dem HM Mdenberg gewöhnet. Adam Christoph von Vos, Hertzvglicher M»Stallmeister zu Güstrow , hinterließ bey jciiiem an lügr criWMtobe Rernerum Ernst, Herhvglichen Sachstn»Zeltzische»H0ilMlmAn. 1717 war einer von Vos Königlicher Dänischer lssuM»'Rath. Lommoilsiici !,k>.; p.

xs§. 460.

Vos / (Martinus) eiu mabler, war aus der M Wwm

pen gebürtig, allwo er die ma>,Ier>kunsi von seinem vater ericriii-Nach diesem kam er zu dem Floris, und wurde in dem »l Mseines allers in die academie zu Antwerpen aufgenommen, n rdenn damals die schönen gemälstde in der kirchc imsrer licdinlrar tdie man noch allda siehet, verfertiget. Nach diesem oMM»Italien, vornemlich Venedig, Rom und Floren^,von vannen verschiedene abbildungen von ailcn gcfailen /die Römer bey grossen keliiiiL und bey ihren lcich'bestattnngm ibedienen pflege», mit, und verfertigte die besten werckc. «.rraendlich in solch ansehen, baß, als der Fürst von PmM i'E "ckster von der stadt Anlwerpen gemacht, er ihu besuchst, M