Band 
Vierdter Theil
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steige davon zu der Haupt-kirche verbraucht worden. Von weltli«chen gebäuden ist das schloß und vestung das vornehmste/ so über derstadl aufelncin Hügel lieMwelchesder König Ecicuszu bauen an«gefangen, Johannes und Carolus aber continuiret haben. Dieacademie daselbst ist an. 12;-; unter der regierung Erici Balbi undunter dem Ertz-BsschoffJerlero gestiffcet, ein cotlegium anfgerich«tel und 4 t'eoteüorss darein gesetzt worden. Nach diesem hat siemehr s'rosellores. und von dem Pabst Sixto IV an. 1476 gleich derhchen schule zu Bononien privbeM bekommen. Nach der zeit istsie wieder in abnehmen gerathen/ bis der König Carolus IX diese!»be an. 159; restilulret, und mit neuen privileZü; versehen. DerKönig Gustav Adolph vermehrte ihre Privileg und einkommen umein grosses, womit die folgende Könige continuiret. So hat auchder Schwedische Reichs-Rath und Ritter / Johannes Skytte/so vieleinkommen dazu vermachet/ baß ein eigner ?/c>telIor eioguemi«und xolmces davon kan erhalten werden/ welcher daher auch Skyt«tianus gencnnet wird. Es ist auch bey selbiger academie eine sehrschone didliothec. Das Ertz>Blßlyum daselbst ist zu Caroli 86. zei»ten aufgekommen/ und Ansqarius wird vor den ersten Bsschoff ge»hallen. An. 1702 brannte über die helffce von der stadt ab / undwurde das collsAium nebst der bibliorhec kümmerlich gerettet- Ei«ne halbe weile von dieser stadt liegt vplsls Samsls oder alt Upsal/welches vor diesem der Könige restdentz gewesen. Allda soll nichtlange vor Christi geburt in gantz Norden ein sehr berühmter Heyd»nischer tempet von Othino seyn erbauet worden. Jetzund stehet daeine mittelmäßige kirche / vor welcher man 4 erhabene Hügel aufge«worffen stehet, Königshöhen genannt/ in welche man die uros8 mitder asche der verbrannten Heydnischcn Könige beygesetzt. ö'sre/--cleicr. L'aecire. irm. 8uec. (I^salis, besckreidunZ

Lckveäsn.

Upsu/ 5 Alashehir.

Ur/ eine stadt der Chaldäer / des Thara und seines sohns Abra«hams/ Vaterland. 1 ö. 11.

Uraba/wird eine gegend von dem südlichen America, an dengräntzen des gebiets von Carthagena / und von 1 -errs 6rms genen-»eh allwo die Spanier einige colonien angelegt. Das meer / nebstdem Xio äs 8sn ffusn oder dem 8.10 6/snäs äs Osrien, formirt da«seihst einen kleinen meer-buse», welcher daher den »amen desLosscrvon Uraba bekommen.

Urana/ Aurana- eine an einem see gleiches namens in Dal.malle» gelegene stadt/ deren fortification in vorigen zeiten den Un«garijchcn Königen viel zu thun gemacht. Es war ehemals alldaeine reiche Comlerey der Tempelherren und ein vornehmes Vene.dictiner-kloster, so an. 1076 Misstet worden. Die Türcken verlies«sen an. 1647 diesen ort/ ivoraufder Venettanilche General Foscolodenselben einäscherte; nachhero baueten ihn zwar die ungläubigenwiederum auf- müssen aber geschehen lasse»/ daß ihn die Morlackenan. 1684 unter Venckianische bolhmäßigkeit brachten.

Urania/ eine von den Musen, oder göttinnen der freyen künste.Der name helft so viel/ als himmlisch/ um anzuzeigen/ daß sie die ge»lehrten in den bimmel erhebe. Sie wird insgemein in einem him«mel.blauen kleide abgebildet/ mit sternen gecrönet / und eine grossehimmels'kligel in beyden Händen tragend / um anzudeuten, daß sieden weg zum Himmel lehre, m^rkolvgis.

Uranienburg / ein schloß/ welches Tycho cle Brahe mit einemoblervsrorio auf der insul Weeu an der meer-enge des sundes/ gegenende des is seculi crbauete- Er ließ auch eine grübe machen, t>rs»oLargo genannt / welche rings umher crystallene gläser hatte. All«hier pflegte er zu sitzen, und den lanffder sterne in allen jähr « zeitenzu beobachten. Jetziger zeit ist an dem ort / wo diese berühmtebürg gestanden/ nichts als ein flaches seid und einige stetnhauffen zusehen. s. IDeeN. Xer/c^< roxogr. Osnirc.

Uramenstern/ ein schloß nebst einer Herrschafft in der Graf«schafft Marck bey Limburg an der Löbne gelegen. Die wittweChrlstiani Eberharbi von Ost.Frteßland hak allda an. 1703 ihre re»sidentz genommen.

Uradislcrus I, der l; Hertzog von Böhmen , ein söhn des Her«tzogs Borworu und der heiligen Ludmillä- Sein vater gab nachseines ältesten sohncS Spittgnei tobe die regierung von Böhmen diesem seinem andern söhne / welcher wegen seiner lugenden billigunter die besten Fürsten zu rechnen ist. Er stunde erstlich den Un«gärn wider den Hertzog zu Sachsen Ottonem, Henri« ^ucupis va«!er bey/ hernach zerfiel er selbst mit ihnen,und halff sie aus Mähren , sie verheereten, verjagen. Seine gemahlt» war Drahomira/ ei«lies Heydnischcn Fürsten aus Böhmen tvchler, weiche eine Cbri«stin zu werden versprochen, aber nicht gehalten, s. Drahomira u.LudmiUa. Mir derselben zeugte Uratislaus 2 söhne, davon derälteste/ Weiiceslaiis/ bey der groß-mutter Luvmilla, der jüngste Bo«leslaus bey ihm erzogen wurde. Beyde waren minderjährig, alser an. 916 starb. Er halte verordnet, daß beyde das Reich theilen,und Wenceslaus Prag nebst dem strick zur lincken der Elbe, Bo«leslaus aber das übrige haben solle. /)«/>/-,/«//«-- öc/,E»-««,. Lobm. ckron. p. 100. MsÄ-'s- ressi. Lobem. c. 8 z>.

;. misceli. äec. 11. 7 seöi. 1 c. 1; p s;.

Uratislaus II, mit dem zunamen der gerechte / Hertzog, undhernach König in Böhmen , ein söhn Hertzvgs Brzelislat I undbcuder Lrpilignei II, dem er an. roü, in der regierung folgte.Vorhero war er der väterlichen ordnung gemäß / FurstzuOlmütz,ward aber von Spirigneo II nach Ungarn verjagt, nach dessen to«de aber durch einhellige wähl der Stände zum Hertzog gemacht.Die regierung führte er bey denen damaligen unruhigen zeiten i»

ura urb 799

Teutschland aus der Massen klüglich, und leistete anfangs demKayser Henrico IV, der ihm die stadt Meisten an. ios? gab, wie.der die Sachsen hülste. An. l oöZ insinmrte er sich bey dem PabstAlexandra II dergestalt wol, daß ihm solcher erlaubte, zum zeichenseines eyftrs vor die religion eine Bischöfliche mütze zu tragen; wieer denn darz» geholffen, daß Mahren unter eben diesem Pabst ei.nen Bischofs erlangte. Nach biestm stund er dem Kayser HenricoIV wie.ver Rudolphum von Schwaben tapffcr bey , und half dasmeiste zu dem siege wieder denselben an. 107; beytragen, davorihm ver Kayser an. 1086 eine güldene crone aufsetzte, ihm aufet. -nem Reichstag die Königliche würde nebst dem nächsten ränge nachihm , jedoch nur vor seine Person und nicht erblich, verliebe, undnoch uberdieß die vorzüge und rechte des alten Mährischen König,reichs, nebst Schlesien und Lausitz , unddemtribut, sodie Polen bis dahin an die Teutschen Kayser b-zahleten, zueignete, welchesMles er auch wurcklich in besitz bekam, gleichwie dann die stadtBreßlau von ihm ihren Ursprung und nainen erhalten. Mit sei»nem bruder Conrado hatte er anfangs viel verbruß; nachdem aberstin fohn Brzetislaus wegen einiger fchertzreden eines Ministers an.laß nahm, wieder ihn zu rebelt,reu, vmöbnte er sich mit dem bru.der, und setzte ihn mit ausschistssung feines sohnes zum erben undNachfolger ein, worauf er an. ic>->; mit tobe abgieng. Er liegtin der kirche zu Wissebrad, die er selbst Misstet,' begraben. Kir-

E. sn. 1068. 6V/.L-/I. I.; c. iz. /Mec. p. 2,6. c. 8

p.; zF^/ör». exir. I. ; c. 8 p. 202. miscell. äse. 11.7 IcÄ. 1 c. rrp. 86.

Urbanea / lat. lärbsnis, LsIIrum Oursnäir, l'isernurn l^7e.raurum, eine kleine stadt am fluß Metauro, in dem HertzvgthumUrbino im kirchen-staate, nebst einem Bsschoffihum, unter denEktz'Bifchoff von Urbino gehörig.

Urbaniften / werben in Franckreich gewisse Nonnen, von demvrden der heiligen Clara gencnnet, und zwar nach dem Padst Ur«bano V. von welchen sie ihre regn! empfangen. Sie habe» diefreyheit erhalten, liegende gründe in demselben Reich zu besitzen;dargegen aber dem Könige das recht vorbehalten ist, ihre Aebtt.ßinnen zu ernennen, pour 1« vrb-mittes äs l'^bbe

kslru.

Urbano/ (das fort) ist eine Päbstliche festunq in dem gebietvon Bologna , an den gräntzen des Hertzogthums Modena .' An.1708, als es zwischen dem Pabst Elemente Xl und dem KayserJosephs, wegen Commachio zu öffentlichen feindseligkeM gekom»nm> war, bloquirten die Kaystrliche dieses fort, und courinuirtendamit bis zu anfange des 1709-ahrs, da ein vergleich mildemPäbstlichen Hofe erfolgte.

Urbanus/ der erste Pabst dieses namens. Er wurde nach Ca«lixto I an. 22; erwehlet, und weil er den göltern nicht opffern wol«te, an. r;i unter des Kaystrs Alexandri Severi regierung ent«hauptet, nachbeme er sieden jähre und si> viele monate auf demPäbstlichen stuhl gestssen.Er bekehrte sehr viel menschen zum Christ«liehen glauben. Man schreibet ihme die Verordnung zu, daß diekirche die güter, die ihr vermacht würden, annehmen möchte,jedoch also, daß die cinkünffte, so man davon zöge, niemandeseigenthum seyn, sondern zum gemeinen besten , unter die gantzecleristy gclheilel werden sollen, es ist aber deren falfchhcit von dengelehrten längst erwiesen worden. Er führte auch silberne Müssezum gebrauch des altars ein. LML/r». />/«/,,-. *

Urbanus II > Odon oder Endes genannt, ein Frantzost, gebür«tig von Chalillo» , ander Marne , mdemErtz'BlßtbumRheimsgelegen. Er war anfänglich ein Münch von Cluni; der PadstGregorius vll aber machte ihn zum Cardinal und Bsschoff von O«stia, und schickle ihn an. 108; an den Kayser Henricum, alserinItalien war, welcher ihn aber gefangen nahm. An. 1084 brach-te er das dann> urtheil wider be» Kayser Henricum in Teutschland,imv wurde nach Victore Ulla». 1087 zum Pabst erwählet, zu derzeit, als die Römische kirche durch die fpaltung des Gegm.PabstSGmberti zertheilet war. Nachdem er Pabst worden, erkläret erden Ertz-Blschoffvvn Toledo zum krimske von Spanien , und überdie Narbonnifche Provintz, wiewohl nicht ohne grossen wieder,spruch derer Ertz-Bisthöffen von Tarragona und Narbonne , wel»che behaupteten der Pabst hätte sich durch einen jalfchen bericht ver«führen lassen, als ob ncmlich Toledo dergleichen würbe in altenzeiten vor dem einfall der Saracenen schon besessen hätte. Auchbrachte es dieser Pabst dabin, daß der gebrauch des alte» Gothi-schen oder Mosaradischen OKcü denen meisten Spanischen kir«chen unterlassen, und an dessen statt das Römische eingeführet wur»de; wozu eben der neuernennte Lrimss und ErssBsschvffzu Tole»do, Bernarbus das meiste beytrug. Er thäte ferner ven 12 mark.an. ic>88 den Kayser Henricum zu Terracina in bann, und sagtean. ro8s alle dessen Unterthanen ihrer Pflicht loß. An. ioyc, hielter ein Loncilium wider die clericoz, die Weiber hatten. An. icrylthat er auf einem zu Benevenl gehaltenen ccmcilio den Gegen«Pabst Guibertum in den baun. An. ic>y; that er den Kayser Hen«ricum von neuen in bann, und erregte dessen söhn Conradum wi»der ihn, dessen empörung Urbano wieder gelegenheit machte, nachRom zu kehren, von dannen er durch den auhang Henrici wärevertrieben worden : worfür der Pabst Conradum zum König derLongobarber kröncte. An. 1094 verdammte er auf einem zu Pia»cenza gehaltenen Loncilio des Guiberki anhängcr, ingleichen dieBereugerianer und die cierico;, welche sich entweder verheyrathe«ten, öder der simonie zugethan waren. In selbigem jähre hielt erdas berühmte Concilium zu Clermont in Franckreich, auf welchemer den König Philippum von Franckreich, weil er die Bertradamentführt hatte, in bann that, und den so genannten heiligen kriegwider die Saracenen im gelobten lande becreürte. Den König

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