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aber absolviere ex in dem an. io-6 zu Tours gehaltenen Lonc-i-o.An. 1097 hielt er ein LoncRum zu Bari , um die Griechische kir»che mit der Lateinischen zu vereinigen, damit dernach die kreutz»züge desto besser möchten von statten gehen : allem diese verein«»gung schlug fehl. An. 1099 verdammte erausemem zu Rom ge»dalieneu 8vnc>cio den Gegen.Pabst Guibectum, und die cicricor»so concubinen hielten/ starb aber den 29 jul. selbigen >ahrs. Erhat noch andere s^noclor gehalten / die aber nicht von so grosserWichtigkeit waren.
brb>. Lomik. in mikcellan. LÄr,«-. *
Urbanus IH. hieß vorhero Lambertus Crivelli. Er war Ertz»Bischoff vou Meyland, und wurde nach Lucio III. den 26 nvv.an. 1.8s zum Pabst erwählet. Er hatte mit dem Kayser FrwerlcoI, wegen der Malbildischen erbschafft zu thun / welche der Kayserguten theils an sich gezogen hatte / wie auch wegen denen guteren,so die B-schöffe in des Kaysers Reichen hinter sich liessen , dieseraber sich pflegte zuzueignen/ neben noch einigen Puncten. Wienun der Kayser dem Pabst nicht gehorchen wolle / weigerte michdieser jenen zum Kayser, und dessen söhn Henricum zum Romi»scheu König zu krönen. Und als beydes daher durch andere B>«schösse zu Meyland verrichtet worden / wolle der Pabst dieselblgePrälaten kurtzum entsetzt wissen / gäbe auch zu erkennen, daß erden Kayser selbst in den dann zu thun vorhätte. Er durffte aberdoch zuletzt solches nicht wagen, um so mehr / als die TeutscheBischöffr damahl ihres Kaylers parthey eyfferig hielten / und ausihrer Versammlung zu Gelnhausen ein ernstliches ermahnungs»schreiben an ihne abgehen liessen. Er starb den 20 oct. an. 1187,und zwar / wie man davor hält, vor hertzeleid wegen der erhaltenenzeitung / daß Jerusalem unterdessen / da er den Ehesten im gelob»ten lande neue hülffe zugeschickt / von Salabin erobert worden./V,«///,/. 7 ^.//v>//////- </« vil, Lvra. /k-p.r,»c>nt,«r
Kitt. iVleäiolsn. 6rr>«. *
Urbanus IV, ein Frautzvse, von Trvyes in Champagne ge»bürlig / sonst Jacobus Panlaleon genannt. Er war eines ichud»Kickers söhn, brachte sich aber durch seine gelehrsamkeit und men»ten dermaßen in die höhe / daß er erstlich Lanonicus zu TroyeS -nachdiesem Xiclii Diaconus zu Loudun , Btschosszu Verdun / und desPabsts Alexandri IV Gesandter in Pommern/ Preussen/ Liess»land und Teutschland ward. Er wurde ferner Patriarch von Je»rusalem / und endlich den 29 aug- an. 1261 zu Vittrbo / wohin ervon Jerusalem gekommen war / zum Pabst erwählet. Er machtein zweyen mahlen 14 Cardinäle / und vermehrete also deren zahl,da zur zeit seiner wähl deren nicht mehr als acht gewesen waren.Er ließ das kreutz predigen wider Manfredum/ welcher sich desKönigreichs Sicilien mit gemalt anmaßte. Weil aber indessen >et»ne eigene Unterthanen gegen ihne rebeUirteii/ lind Mansredus mitetwas volck zu ihnen stieß, flöhe der Pabst nach Orvicio / von man»nen er zu Carolo / dem Grasen von Anjou und Provence, schickte/und ihn ersuchen ließ, in Jlalien zu kommen / um die cronen vonbeyde» Sicilien zu empfange». Er ordnete an. 1264 das ftonleich»namsssest an / und starb den 20 oct. desselbigen jahrs zu Perugia .Er hat eine relation von Palästina geschrieben / deren sich Adri»chomius bedienet hat / auch eine parspkraim über den ersten Psalm.
^»///-. 0/r///!ssx. 6,1-r-L. *
Urbanus V , ein Frantzose / aus der cüo-ccs Mende in Givau»da» gebürtig/ hieß vor seiner wohl Wilhelm von Grisac, und wardes Barons von Grisac söhn. Er wurde ein Beuedictiner/ Dcröksrinjurs Laaonico und in der rkeologie, und profitirle öffentlich zuMvntpelier und Avignon / hernach aber ward er zum Abt von 8.Germain zu Auxcrre / nach diesem aber von 8. Victor zu Marseille ,und zum Päbstlichen LeZaro in dem Königreich Ncapolis und Si»cilien ernennet. An. ,;ür wurde er zu Avigno»/ nach Jnnocen»tio VI, zum Pabst erwählet. Das erste waS er that/ war / daßer Barnabonem/ den Vicomce von Meyland / und einige andereItaliänische Herren, welche unerhörte grausamkeiten an dem volckausübten / verdammte / auch wider sie sehr glücklich war. An.r;S4 that erben König Petrum von Casiilicnui bann, und wolleihn der Königreiche Corsica und Sardinien beraubet wissen. A».i;67 kam er nach Rom / mid richlele daielbst alles nach seinemkopffe / empfienq auch an. >;L8 den Kayser Caroliim IV. welcher»hm / als er zu pserde stieg / den sicigbügel hallen musie. I» deinfolgenden jähre kam der Griechische Kayser Johannes I'akcoloZusnach Rom , aus Hoffnung einige hülffe wiber die Türcken zu crhal.ten , welcher ihm gleiche ehre beweisen / und über dieses gehorsameydlich versprechen muste. So dann gieng er wieder nach Avi»gno» zurück / und starb allda den 19 dec. an- > ,70. /'/.i,,».-.
cle Lapis T^vea. Di2,e.
Urbanus VI. zuvor Bartolomäo Prignani genannt/ war einNeapolitaner, und Ertz Bischoff von Bar«. Nach Gregorn XIlobe, befürchten sich die Römer, daß, wenn sie einen Frantzösischc»Pabst erwehlien, dcrselbige den stuhl wicberum nach Avignon ver»setzen möchte, davon er kurtz vorher wieder nach Rom verlegt wvr»den. Wie sich nun die Cardinäle wegen einer wähl versainmletcii/verlangten die Römer mit gemalt einen Italiänischen Pabst, derzugleich versprechen solle / m Rom zu «stimm, und droheten dienn»ler das Lonclave hanssenweise gelegte gebund rejßlg mit feuer an»zustecken / wofern nicht ihr Wille erfüllet würde. Die Cardinäleprolestirten wider solhane gewallthätiqkeit / und ecivehlcen den 8april an. i;?8 den Ery-Blschoff von Bari , ob er schon kein Cardi»nal war, weil sie davor hielten, daß er, als ein in dem geistlichenrecht wohl erfabrner mann, eine wider die gewöhnliche weise ge»schehme mahl nicht billigen würde. Er würbe an dem folgende»olier-tage ausde» stuffen der St. Peters.kirche gccrönel, und »mdmÄtwöhlllichec müssen possessiv». Es ist glaublich, daß er ruhig wür»
urb
de Pabst geblieben seyn, wettn nicht seine sireugigkeit üNd seinmulb d,e Cardinäle bewogen, die rechlmäß-qk-.is.LvÄ'zweiffel zu ziehen, und a» eine neue wähl zu drucken. In dieser ^ficht begaben sie,ich nach Magma, und von dar nach Fond 2sie emmulhig ich den Cardüiai Robertum von Genff erwedl 7welcher sich Clementem VIl nennele, und erst von Fr 2 mund Schottland , hernach von Casillien, Aragonien , und «2Tculschm Fürsten erkannt wurde, dahingegen Enqclland, dieL.d,leben Reiche, Jttiltm, Ungarn und der Kayser CmvIuslV es mUrbano hielten. Dieses veranlassete die grosse spallunq der kriä,welche nicht eher als Lurch das Cosinitzer LoWlissm h» L iwerden können. Clemens begab sich nach Avignon , nachdem §zu Napoli, nicht sicher gewesen, und Urbanus das Castell SiAvaezu Rom überstiegen, auch die armee Clemenlis geschlagen balWeil inzwischen Clemens von der König,n Johanna zu NeapMsehr wohl empfangen worden, mißfiel dieses Urbano dergestalt, d 7 öer diese Königin in den bann that, und König Ludwigen do» ll«gärn bat, baß er Carolnm von Duras senden möchte, um d«ö,»'lgreich Napoli einzunebinen,welches Johanna in ihrem lest«Hertzog Ludwigen von Aniou vermacht hatte, den auch ClemensVil deswegen an. i;8r zu Avignon crönte. Nachdem m» Ur»banus eben diese ehre Carolo dem kleinen zuwege gebracht, undsich zu deine persöhnlich verfüget hatte, begehrte er anfangs mdemselben, er mochte zur danckbarkeit seinen des Pabsts Neck»zum Fürsten in Campania machen, und als er solches nicht Welle,brache er in ungesiümme wvrke gegen den König aus zsochgMerUrbannm einige tage vermachen ließ. Allein dadurch warbnurausübel ärger gemacht.Dcc Pabst gieng unterm vorivand die alWeff.tige Napolilanilche sommer-hitz zu meyden nacherNvcera, clstiirCarolnm für sich dahin, name sieben Cardinäle gefangen, als die erbcichuldigte, daß sie des Königs zu Napoli, ja gar seines Wen«Pabsts Clementis parthey hielten. Und weil Ler König Maltmachte ihne zu Nvccra mit gewehrter Hand heimzusuchen, wachteer sich zu schiff weg, nacher Genua , ließ aber unterwegs fünffausden gefangenen sieden Cardinälcn in sacke gebunden über dochschmeissen, und erläuffen. Dieses zog alle diejenigen von ihm ab,welche sonst noch einige zimeiglwg vor ihn hallen. Bald hernachkam er wieder nach Rom , ordnete baS heimsuchungS.stst an, brach-te das rubel. Mhr von dem cc> auf das z; jähr, suchle denen lMilin.bigen söhnen Caroli des Königs von Neapel , vergeblich das Wirk-liche reich zu entreissen, machte daneben zu Rom auf estinui--Cardinäle, starb aber den 1; oct. an.«;89, nachdem er jährund 6 monat regieret hatte. Sein tod wurde sehr wenig beb«.Man hat von ihm einige kirchen-contllmriones. siehe ThelMe»fehl. 7 V-L?». kill. tcwkm. bipj, poolst. st»
tiiit. kcliism. cle Lapis Lver>. D-r-e, ^
Urbanus VII, em Römer, zuvor G-ovamiiBallista CastMagenannt, Cardinal von St. Marccllo. Er war wegen seiner ge-lehrsamkeil berühmt, und sonderlich in dem geist. und westliche»rechr wohl erfahren. Es wurden ihm von den Päbstcn PauIvlV,Pio lV, Pio V , Gregorio XIII und Eins V verschiedene wichstgegeschäffte u. bedienungen anvertrauel.Unler dtt regiermig des letzi,demeldlrn Pabsts, der »hn auch zum Cardinal gemacht, bemistenicht allein derseldige, sondern auch alle Fürsten und dasvolck die-sen Castagna zum Nachfolger in der Päbstlichen würde, so, bntzlknach Sw-i kode einmülhiglich erwehlel ward. Er vcrdienleben»amen Urbanus auch wegen seiner fteundllchev siklen. üs««;,
Urbanus VIII , Römischer Pabst, sonst Masses Barbarin, ge-nannt, war z» Florcntz ben 2ü marl. an. i;68 gebohren. S«eitern waren Amontlis Barbacini und Camiüa Bardadonna. sss»iemer jugend wurde er zu seinem vckter Barbarinn, welcher Pädst»Ilcher Lroronolarius war, und ihn über sein reiches vermöge» Merbe» eingesetzet, geschickt, und daselbst in dem Jesuilcr-coliWvon Horatio Tursellino und FranciscoBtncio m denen strstche»,!»pkiloioplpcis, auch in füre informirkt. Von dar gieng er auf diracadcmie zu Bononien, und weil er ein guter Poe! war, wmbe erauch daselbst in die acallLirua äelll Lelari aufgenommen. SiM »machte ihn zum R.escrcnc>ario iiHNLlur« fussiii« und ethbleviseois
maMks Lracüäenrire, Gregorilis XI V aber zugleich zum kkelerea-clsricr iignakarxe Lrari« , und zUM (louve^iieur der siadl Falls-Unter Elemente VIII wurde er Päbstlicher Lrocokiolsrim uiib Ll--licus camerae. An. lüvl wurde er l» Franckreich gcschickl, »18die gewenhclen windeln vor den neu-gebohrnr» Dauphin zu bn»gen. Nach seiner rückkunffk wurde er an. 1604 Ertz-BstM HNazarclblm Napoli,und zog abermal an desKönigSHemicilv M»n Franckreich,allwo er daS meiste contridliirtechaß bcrIeMwor-den wiederaufgenommen, und die zu ihrer schände zu Mir Egerichtete sänle abgethan wurde- Paulus V machle ihn a»- >°°>zum Lresbz rero Dsrclinale des kitnls >2t. Pettt in movw aureo,welchen er hernach in einen andern, ncmlich Ot.Onuphm, m-wandelte, ihm auch an. isoz das Ertz-Bißthum von SMlogO.Er wurde gleichfalls LroreÄor von Schoilland, und 'MilMLegat zu Bononien, woselbst er einige jähre blieb. Wb ««wlederkunssc nach Rom , ward er in miterichiedeneaufgenommen, auch zum Lra-Lüc» iitznacura.- luiim-r vcrordvehstgmrte hingegen an. 1617 das Ertz-Bißthmn zu Spoleiv. st!Liefem dalffer an. 1621 ben Pabst Gregormm XVwchlen. sttdessen rode wurde er bei« 27iulii an. i6r; selbst erwehlel- I- .ordnete hierauf seinen vetter, den Cardinal Francsscum M .zuni absonderlichen LroieÄvre des Ertz > StW LttEv, ",Domkirche gantz neu aufbauen, deschcnckle leIbige »»ch "WMund ließ auf dem marckt zu seinem gedachtmß em bev'"^msm aufrichten. Er verordnete das 4 ° ßu»d>se gebet brevl