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M er sich auf seinem todt-bette bekehrt haben. Sein leben hatBartbolomäus Blanchim beschrieben, und ist dasselbe bey seinenschrlfften, die zu Paris an. 1515 zusammen gedruckt sind, und auseinigen oiskionibur und Versen bestehen, befindlich. /«le-
r. I p. 259 Aqx/«.
Vreden / Vreede/ wreede/ wreden/eine alte Adelichefamilie in Nlcoer«Sachsen , deren stamm-hauß Vreden im Nieder»Stifft des Cöllnischcn Ertz. Bißthums ; stunden von CöUn liegt,heut zu tage aber dem Fürsten von Walbeck gehöret, und zu demHertzogkhum Jülich gerechnet wird. Livvold von Vreden hat an.1^7 IN einem cl'pIornLlL Hertzogs zu Braunschweig einen
zeugen abgegeben. Johann von Vreden, der um das jähr 1520Cbur-Cöllni,cher Rath geweie», ward ein grossvater Philipp Eber.bards mssUhlenbnrg (im Mmdischen) Fürstlichen MindischcnOdrist.Lieuteuants und Gräflich«Lwvischen Drostens zu Fahren»hoitz. Stephan, Ch»r. Cöllnischer Ratb. Hofmeister und Drost,ßocirte an. rüro. Ferdinand, Chur . Cöllnischer Cammerherr,Rath und Drost zu Baluc und Johann Eckebrecht von Vrede,Cbur.Cöllnischer Cammerjuncker, waren um das jähr lüüo amleben. An. 1697 war einer von Wrede Königlicher SchwedischerOber. Cammerherr; und mag er vielleicht auch hieher gehören.
Lllet.Lurops p. 47 s.
Urfe / ( Annas von ) Marqui; von Bauge, Graf von Urse,Freyherr von Chateaumoram, Herr cie l» LalUe Lee. Lsilli undLoueerneur von Forez , lebte zu ausgang des l6 seculi. Er warein sob» Jacobi von Urse, Ritters Königlicher orden, von Renatavon Savoyen, von Bange. Er war zwar der älteste sei»
nes Hauses, doch nahm er den geistlichen stand an. wurde Lsnoni-cus zu Lyon , i'rior zu Monkverdur in Forez , und Oecanus des Ca»pituls St. Jean zu Montbrifon, und überließ die lande seinemandern brudcr Jacobs, welcher das geschlecht fortgesetzt. Er war einguter Poet und hat verschiedene poetische wercke hi»terla>fe,als seineDiane, Hierosolyme rc. Einer von seinen drüben, Honvratus vonUrst, war anfänglich ein Mallheser-Ritter, vermählte sich aber»ach diesem mit.Vlallemoliclle von Cdasteanmorant, welche erschon in ihrem ledigen stände geliebct, aber sie hernach, als er nachMaltha gegangen, bey seiner wiederknnffl mit seinem brudcr Annaszu seiner grösten bestürtzung vermählet gefunden hatte. Doch alssie im zehcnden jähr hernach von seinem bruder wegen dessen un»vermögenden geschieden worden, heyratbete sie dieser Honoratusdannoch, und findet sich sowohl diese geschichte als andere imrigucrvornehmer Personen seiner zeit, in dem von ibme verferttgken de»rühmten Roman der Asträa, auf eine verblümte art beschrieben,da Urft unter denen »amen von Celabon und Silvandre, seine lieb»ste aber unter denen von Astree und Diane vorgestellet wird- La
bibl. kranc. lea
tiommes illuttrer. *
Urgel/ von den einwohnern 1a Leu 6c Urghel genannt, ist einestavi in Calalonien an der L-egre, und hat ein unter Tarragona stehendes Bißthum. Die scribeutcn geben ihr verschiedene namen,als Orgelum, Orgis, Orgella und LlrZels. Sir liegt; Meilen süd»wärtS von den Frantzösischen gräntzen, »8 Meilen von Barcellonaund 9 von Pcrptgnan, und zwar zwischen lauter Weinbergen, ineiner sehr schönen fruchtbaren gegend. Sie hatte unter der zwey»ten linie der Königen von Aragonien sehr mächtige Grafen. Unterden Bischöffen ist vornemlich Felix Urgeüitanus bekannt, welcherzu Caroli kl. zelten einige irrige Meynungen auf die dann brachte.Die stadt wurde an. 1711 von den Anjomstischcn trouppen erobert.Die benachbarte landschaffl lr klsme 6' Urgel, lat. Llrgciiienl»kisnin« genannt, führet von ihr den »amen, und erstrecket sich vondem Pyrenäischen gedürge bis an die stadt Lerida. llelic«
-le l' Lkvaene r>. 626.
Urgel/ (Jacobus, Grafvon ) des Königs Ferdinandi von Ca»stille» conlpetcnt um die cron von Aragonien . Sein vater hießPetrus , und sein älter varer war Alphoiisus IV, König von Ära»gonien, gewesen. Als demnach dieses letztem enckel, der Aragoni»sche König Marcinus, sich seinem tobe näherte, und keine Ieibcs.er»den hatte, bemühete er sich sowol durch dessen schwester,Jsabellam,welche mit ihm vermählt war, als auch durch seine muktcr unddurch andre freunde, es dabin zu bringen, daß er noch bey derselbenleben zum Reichs nachfolge» erklärt werden möchte. Allein Mar»tlnus hatte keine tust darzu, und wiewol er durch sein ungestümesanhalten bewogen ward, ihn von Barcellona mit dem titul einesRe>chs.verwesers nach Saragossa zu senden, so schickte er doch anden Ery-Bischofs, wie auch an den Louverneur daselbst, geheimeorlli-e. ihn in solcher qualität nicht anzunehmen. Nachdem aberMartmus an. ign» den letzten may gestorben, setzte sich der Grafvon Urgel in eine» solche» stand, daß die meisten sich einbildete», erwürde die crone behaupten, zumal nachdem er einen seiner gefähr»liebsten feinde, von Garcia 6e Heredia, Ertz»Bischofs von Sara»gofsa, hinterlistiger weise hatte ermorden lassen. Dessen ungeachteterfolgte endlich, den letzten junii an. 1412 von neun darzu verordne»ten Richtern der ausspruch, daß Ferdinandus, Jnfant von Casti.lien, König von Aragonien seyn solle. Der Graf von Urgel, wel.cher, damit er zu dieser Hoheit gelangen möchte, nicht nur den vonseinem vater zusammen gescharrten grossen reichthum gäntzlichverthan, sondern auch noch über dieses sehr viel schulden gemachtHatte, sahe sich genöthigt, den neuen König zu erkennen, und ließdemselben den -8 oct. des letztgedachten jahrs durch; Deputirte inseinem namen zu Lerida huldigen. Die bevingungen, so er erhielt,waren sehr vorkheilbafftig, nemlich die bezahluiig aller seiner schul-den, ein geschenckvon Soooo ducaten, der rang zwischen den Kö»«Wehen kindern, die erlaubniß von dem Hofe nach seinem gefallenHinweg zu bleiben, und die Hoffnung, seine.tvchttr und erbiu mit
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dem Jnfanten Henrico einmal vermählt zu sehen. GIciclmwi»».sein Vorsatz keinesweges,diesem vergleich nachzukommen;vL,schloß er mit den Engellandern und mit andern geheimewider Ferdinand»»,, suchte Lerida zu überrumpeln, und ssan Lfeindseliges gemuth durch soviel andre thaten zuerkennen. d7s.7141, Ferdinandus in eigner per,01, wider ihn zu selbe neben 7»».'Er schloß sich in Balaguer ein, und wehrte sich darinnen c nräume zeit mit grosser Hartnäckigkeit. Den letzten oct m n, „sich ergeben, und alles, was seine gemablin vor ihn erhaltenwar die fnstung seines lebens; die confiscation aber feines «77(1Vermögens, wie auch die verunheilung zu einer ewigen aest2»schafft vermochte sie nicht von ihm abzuwenden. Diesem a, sl2zu folge muste er anfangs zu Lerida , hernach m Casti,ien. Waufdem schloß Urenna; theils in der stadt Mora, und znlem in2Königreich Valencia zu Tativa in beständigem verhaßt fein 2zubringen, blS er es an dem lctztgedachten ort beschloß.
Kitt. 6e Llpanna üb. 19, rv. l^iLi lib. 2 6eber6.SL«^com-wem 6e re!r. Hrsßon.
llrgulania/ eine Römische damc, wird vor des Mmci Miau,»weid gehalten, und war der verwitlidken Kaystri» Livia favorMDieses machte sie ungemein hochmülhig, dergestalt, daß alS ste emsten in den rath kommen solle, um ein zeugniß abzulegen, stesM-azu thun sich weigerte, daß demnach der kr«wr zu ihr kvnnwvund sie in »vrer wohnung befragen muste, welches doch dentischen jungsrauen sonsten nicht geschahe. Nichts destoweniaerverklagte sie L- P'so 76s wegen einer schuld. urgulaniawolle nicht erscheinen, sondern nahm ihre zufluchk zu dem LausteTiberio, welcher sich aber, ohngcachtet ihm feine Mutter Livia »den ohren lag, nicht darein mischen wolle, Laß also Livia an ihrerstatt dem Pisvni die schuld bezahlte. Sie lebte noch an. 777erdauung der stadt Rom , in welchem jähre ibr enckel derPlautius Sylvanus von seinem schwieqer.vater L-Aproisto anae.klagt wurde, daß er seine fran ermordet habe. Denn als es schien?,daß der beklagte das todes-urtheil nicht entfliehen dürffie, schMihm leine groß.mutter die Urgulama einen Lolch,aber er holte nichtHertz genug sich zu ermorden, und ließ sich d,c adern öffnen. 7«.
L»t«L simal. 2 Lv 4. rkreior 6er snriguitLs Komsivtt ll.
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UrgulaniUa/ der jetztgedachten Urgulaniä enckelin, wurde mitClaudw, ehe er noch Kayfer wurde, vermählet; er verstieß Headerau- einigem verdacht, und hatte von ihr einen söhn Drusum, derjung verstorben, und eine tochter Claudiam, welche z mmaldar«nach, als sich Claudius von ihr hatte scheiden lassen, gedohren ward.Anfänglich nahm ke Claudius vor seine tvchier an; allein wemgezelt darauf ließ er sie gantz nackend vor der Urgulanilla lhür legen,vorgebend, daß sein frcygclassener Boter der rechle vater sey. L--Llsullio. ep. 27 »6 K.upermm. üdeK, niitM.su
monäe.
Uri / lat. ksZru Ur,nien6r , ein Clinton und zwar der viekdikin der Cydgenoffcnschaffl, hak den rühm,daß er den ersten grundsteinzu der Cvdgenossuchen.freyheitgelegel, welches Glareaiius instl«Lenden Versen angezeiget:
noüri tonr imperu, prima l^raonor,Lorripcre ell auka Lc volltanke plentere terro.
Dieser Canlon ist durchgehenbs der Catholischen religion zugethan,und gehöret, der geistlichen jurir6>üion nach, unter das t»WmCostantz. Der Ursprung dieses vvlcks so wohl als des namens wirdgemeiniglich von dessen ehemaligen einwohnern denen TaMShergeführet; von deren weiterem herkommen aber weiß man nichtsgewisses : und auf gleichem fuß beruhet, was andere von denenBothen schreiben, als welche durch des Kaysers Juftiniani Feld«Herrn Narselem vertrieben, sich allhier sollen niedergelassen, nndvon dem ungewöhnlichen brüllen der urochscn/ so ste dafeldst ange«
troffen, den namen bekomiven haben. Es melden auch rinige, diehohen alpen hätten bey denen Lepontiern Taurn geheissen, und dan«ncnhero wäre diesen herum wohnenden völckern dcr namc Taurnecgegeben worden. Das land gräntzet gegen morgen an Bündle»und Glarus ; gegen abend an Unterwalden und Wallis ; gegenmntag icheidet es der Gollhardt von Italien , und gegen Mitternachtberühret es den Canton Schweitz und den 4 Waldstätten-see. Eswird eingetheilt in 10 geqenden, Genoßamen genannt, Mhauplflecken ist Allorff, welcher ort allein anverlhalbe Genoßamenaußmachet, ( stehe Altorff.) Aus denen übrigen sind rumereie«Bürgten, Sülcnen, Ertlseld, Wascn, Spllmgen, EttMii'scn, Seelisderg, jede mit ihren zugehörden. D>e einivvhnerWnach art der derg, völckern rauch und hart gewöhnet, anbryarM«sam und streitbar, hallen auch sehr veste an der bevibren««bern so beliebten und iö theuer erkaufflen Freyheit. Schon Mi»Ludvvicus l und Pabst Gregorius iV haben diesem »olck M Wmahlige freyheiten bestätigst, und solches zwar zu vergeltnng ver
treu und dapferkeit, so sie samt denen von Schweitz und Werwaden wider die in Italien eingefallene Saracenen erwiesen. Esnmlcn auch einige, das Wappen und panner, so ße amocv Mr ,seye ihnen schon an. 8»9 von dem Pabst , die harsch-hörnecovr,so sie im Krieg gebrauchen, von dem Kavstr gegeben worden, 0wohlen andere von diesen Ickstcrn für wahrscheinlicher hallen, 0»die Urnerische Alkvodern solche von denen bey ihnen ubmen a 0Hörnern hergenommen, und wegen ihre« entsetzlichen lhons ,Wsich selbst zum merckreichen,theils denen feinden iu>>Uchrmai, mnen kriegen eingeführet; wie denn auch sonsten die st geM iheer.hörner und das hörnen von uraltem gebrauch stnd. Mtts 0
führet in einem jeweiligen auszug ein gepantzerler und tn ianfärb gekleideter man», so der Stier von Ury genamiNE. .sten ist freylich nicht »hne -rzind, daß die Urner a»fa»sk 0^-^^