r, hernach dir Fränckilche Könige, und endlich wie»itfche Könige und Kayser zu Obcrherren gehabt, auchLcmd.vögte empfangen, obwohlen dieses allein daSrführen, die Fiscal. gefalle einzuziehen, und die Reichs,nmlen. Zugleich waren auch viele im Land befind»re gemeinden und familien gewissen Herren uns Klö»eiqenfchaffk, dienst und frshnwerck verhafftec, bau»solche dienste in denen ersten Bündnissen jeweilen vor»wen; wie denn in dem Bund, welchen Uri undrr;imitZürichgetroffen, dieseaustrückliche werte>: -> Was ein jeglich Mann seinem Herrn zn leistendas solle er jhme fürbaS leiste», nach dem rechten rc.; „'dem an. r;t; errichteten ; Watd.stättembund diese)en: >. Doch solle ein jeglicher mensch seiner rechtenlimpffllcher und ziehmlicher diensten gehorsamen rc.rt ist diejenige vergavung deS Ländlerns Uri zu verste.von Kaysers Ludovici Lll söhn, König Ludwig! inan. 8;; an das von ihme in Zürich gestifftete FrauenHehen, nemlich dergestalten, daß dieses Königlichem König im Land zugehörige zinße, gefalle - steueLrthin beziehen solle. Hernach kamen diese rechte attZeltingen , von welchem fich die Lanv-Ieurhe endlich8468 gülden loß gekauffct. Um diese zeit mangelte esLande nicht an vornehmen adelichen geschlechtern, alSe Freyherren vo» Allinghausen, die von Schwein»ltzingen, die Edlen von Villinen, vo» Winterdcrg->n Seedorff, von Sviringen rc. Als Kayser Friedrich tlder die Welffcn und rebellische Lombarder krieg führtebelagerte, wurden ihme an. 1240 von Uri 200 mannndt, welchen dienst der Kayser mit destätigung undihrer freyheilen vergolten, als worunter auch diesese: daß sie niemand vom Reich entfrembden noch ver»e, welche freyheiten auch uachhero von Kayser Ru«1291, und ferner von Kayser Adolphs mehrer beve«Allein unter Nudvlphi sohu Alberto I, wandte sich)iefer mochte fich wohl vorgesetzt haben, die Landeitz und Unterwalden als erblich zu besitzen, und weilleuthe hierzu keines Wegs versieben, sondere», wieitteibar unter dem Reich und dessen jeweiligen Hänp«ölten, durch die von denen gesetzten Reichs- oder Land«e schärffe zu freywilliger uulerwerssung umer das haußblich zu zwingen; aüS welcher ursach er baun die»die destätigung ihrer Reichs-freyheiten, wie sie vonwen, nach ansang deren Regierung, pflegte erthei»
- immer verweigerte. Seine dahin gefetzte Land»uch an das volck mit harten bedrängnissen erbärmlichd damit ward der Zunder zu einer allgemeinen em»get. Sonderlich muste Uri von dem trotz und hoch«lnd-vogts Gryßler oder Gcißier genannt, viel aus»w hatte feinen sitz auf dem schloß Küßnacht in demtz; erbaute auch über das aufemer höhe ausserhalberes schloß, deine er den nanien Zwing-Uri gegeben,olck noch mehr zum Unwillen gekeitzet, auch endlich!basslesten bewogen wurden, zu behauptn»,, der noth««t, sich in geheime untecrcvmigel! ernzulässen, undryßler, entweder weilen er hiervon einige Nachrichtfonsten nach art der Tyrannen furchtsam und arg»
, um den gehorsam der dasigen Land-lenihen allfbie, aufdcm platz zu Morffeine stange, mit einem ovent, aufrichten liesse, so erfolgte die bekannte begeben»hützen, Wilhelm Tell genannt, von deren veeiaaffdas mehrere unter Tell (Wilhelm ) nachzuleben,ichmender Verbitterung ge chahe so dann die eyvnchevischen denen ; männeren, Walther Fsskst/ von»er Staufsircher von Schweiy, mib zLr,ty oderÜelchthal von Unterwaldcn, als welche zu dieiemicher weile zusammen gekommen, denen sich auchelm Tell solle zugesellet haben. Die eigentliche Ab»i wäre < des Landes bekränckle fceyveit zu retten, und-g zu schaffen. Dieses heimliche Verständniß wurde»den und nachbaren gar bald, obwohlen in alter stll»
!t, so daß endlich alle ; Länder einig worocn, antag i;o8 anseinmahl loßzuvcechen , stch der Land»ffer zu bemächtigen , und diese aus dem Land zuja»uch glücklich zu werck gerichtet worden; wobey den»nderlich daS schloß Zwing-Uri , an deine der baullids zu stand gebracht wäre, anfielen, und ,ewiges>erauferfolgte zwlichen diesen; Ländern ein schirm»ahr, icdoch mit vorbehält aller gegen dem Kayser,sonst überall ihnen abgelegenen pflichten. Der überren sehr entrüstete Kayser Albert hingegen, wolleäfft hingehen lassen, und Ware eben in voller bereit»i elnfall in diese lande begriffen, als er den i maydie mord-hand seines brnderssohnsund dessen üvri.>eken sterben muste. ( Siebe Albertus i Römischer)Alvecti Nachfolgern aber, Henrico dem vll, ci.Lüttelbiirg, fände die fach einen gantz andern ein»her nach eingenomener Nachricht von deren wahrernicht nur die,en Ländern ihre all-hergebrachre frey.als den getroffenen Hund bestätigte, sondern densel.wre zusamt einem neue» Relchs-vogt gäbe, da ste-nitKayser zoo mann wider die rebellirende Lombard!«allen zu Hülffe sandten. Damit wäre aber der ge.bev dem Hauß Oesterreich, noch nicht gehoben,tk i fohn, Lespolhus, seines Herrn Vaters anschlast
widerbiefe LällN dvrckäüS dewerckstelliget wissen; banneicherö diefeindseligkeiten schon an. r? i-> von Luccrn aus angiengen; der Ertze-Hertzsg selbst an. izr«; mit 26060 mann in das land einfiele, nutzvon Zug aus gegen Schweitz anzöge - woraus es auch bald an demfo gcnannkM Egery.see, bey Morgarten, zum treffen käme; allwöLeopoldus von denen nur, i» i?6c- mann starckcn Land'leuthen qe-schlagen, und mit grossem Verlust der seinen, sonderlich vieler ho-,den und niedern von Adel m die flucht getrieben wurde. Da denriendlich noch in dem nemlichen izi; jähr- die; Länder zur ferne»ren behauptung der biß dahin erfochtenen freyheit, in den ewigenbund zusammen traten, als deme nachbero Lucern, Zürich , Ber>4und übriae Evdgenoßische städke zu.verschiedenen zelten beygrtrellen»( siehe Gchweitzerland.) Die Regiments - Verfassung diesesLandes ist gleich den übrigen zweyen gaiitz bemocrattsch. Die stellseines Haupts umrittet der Land-amman, welchmjeweüen nacheiner 2 jährigen regierüng adgewechslek wird., Deme sind nachge-setzet die ss genannte Landes-ämtcr, als der Statthalter, Panner»Herr, Lanoes-Hauptmann, Seckekmeistec rc. Die höchste gemaltstehet bey der Lands-gemeindd oder Versammlung aller Land-män-nern , die das vierzehende iahr zurückgelegt. Solche wird alljähr-lich zu Botzllgen, eine halbe stund oberhalb dem Haupt-flecken AI»torss, und zwar unter dem des Lano.ammans gehalten»
Allda werden durch das Handmehr die Landes-ämler besetzet, Ge-sandte und Land-vögte mvcblet, fremden Gesandten andlentz er»theilet < Landes-gesätze gemacht und verbessert, auch alle andersi» friedens-und kriegS-zeitti! vorsallciide Landes-angelegenheiten abi-gehandelt. Über dieses werben auch je auf erheischenden fall gemei-ner Landes.nothdurfft ausserordentiiche Landes»gemeinden ange-stellet. Weiter ist allb'.er der Land-rath, aus denen Landes-aml-teuthen und so mann bestehend , welche eine jede genvssame selbstmerwehlek. Dssser Rath versammlet stch wöchentlich auf jeden sinn-stag zu Altorjf^ und werden darinnen allerhand fmfallcnde Landes-sachen voriäullig verhandelt und erkennet: ob darum eine aufferor-deiitlicheLandes-gemeinde nöthig seye oder nicht: In schleunigenUnd wichtigen fällen, die man bey gesamter Landes-gemcinde vorzu-tragen nicht gut achtet, oder auf erachkung der Landes-gememv«:selbst, da es nemlich seidiger die zeit nicht zulasset, eine'jache Müberlegt» und abzuhandeln , pflegt man den zwey. oder dren-fachmLand-rath zu versammlen: welches also geschiehet, daß ein jede«aus den Land-räthen noch eine» oder zwey raUqllche Männer ausseiner Genossamc mit sich in den Land-rath nimmet, Und so gehöretauch das malefiz-amcht für zwevfachen Land-rath. Ss dann hatUri das Sibner-gericht, dahin alle anforderungen- so sich nicht übestSo pfund delaussen, gebracht werden müssen, und endlich dasFünffzchuer.gericht, welches über höhere fordern«,!«!, auch schell»worre, erb. und eigen zusprechen hat. In diesem gericht wird auchder stab durch de» Land-amman stldst geführet, und diese deydöletztere sind keiner appellakion unterworffen.
Der Eancon Uri setzet einen vogl m das Liviner-thÄ z welchesstch vvm GoUharöi längst dem Tesi»-sluß himmter, biß gen Le»pina erstrecket- Der Land-vogt hak seinen sitz zu Falls, und stehetunter ihme ein Vlaackus und Richter, welche die Thal-leuthe selbsterwchle»; vor diesem werden alle justiz-fachen verhandelt; in pein-lichen Händeln aber, da es an leib und leben gehet, müssen zwenLand. räihe von Uri beywohnen- Dieses Thal wurde an. 14öS vvüHcrtzog Galeacio Maria Sfsrza, als selbiger mit denen 8 aleellOrten zu Lucern eine bünbuiß gemacht, mit aller Herrlichkeitdem Lanb Utt übergeben- Unter der oder-herrschasst des LandesUri stehet ferner das Ü! streu- oder Urselen-thai, davon der besondersart. nachzusehen. Die unnvechslende regiecung hat Miznil Schweitz und Unterivalden zu Bellentz, Riviera und im Pa»lenstr-thal; mit den ir ersten orten zu Lugano , Locarno , Meri»dristö, Vc>! Maggia ; mit den 8 alten orten im Thnrgöw, zuSarqans, »ü Rbcinthal und in den freyen ämtcrn oberhalb derneuen marchlmten. Das Wappen des Landes ist ein schwacher Ur»ochsen- oder Püffels-kopffimt einem rothen ring durch die aasen, ingoldenem seid, und bie Lanbcs.farb ein von schwach und gelb ab»Werts getheilter malltei. Der hoben des landcs bestehet aus bergund that, ist rauch, jedoch graß-relch und alss zur Viehzucht sehebequem, wie denn auf dencil dastgtii alpen den sdminer durch vielelausend kühe weyben, davon die molcken in Italien verkauftet, unddagegen wem, frucht unv saltz, als woran das Land Mangel hat,eingekaufft wird. Die thälec sind sehr warm, und achet dadurchein starcker paß in Italien . Allhicr sind auch merckwürbig die schö-ne und bequemliche mit steinen gepflasterte straffen, sowohl als dievon fclstn zu ftlstn gesprengte brücken, si) zum retten über die höch-ste berge dienen: als über den Crispalk in Bündtcn; über den Gott-yard in Italien ; und über den Fnrckhc» in Waltts. Dissogenannteteusels-drück »st mit einem künstlichen gewölbevon einem felseii cmden andern geführet, und von solcher höhe, das; man den untenburchlauffenve» Rüs-fluß nur an dem geräusch unv nassen dampffvermecckett Sie ist an. n - 8 von Abt Gerold zu Einstedlen erbauet-grM/es'. Lkron. NäLr. pzKm. *
Uriah/ em Jüdischer Priester, welcher, dem Könige Achaxzu gesallen, den Gott gewicdmcten altar aus dein tempe! nahm,um einen andern än dessen statt zu bauen» nach dem model, wet»ches ihm dieser gottloseKönia zuschickte- ls der abriß Les altars vokDamasco war. 2 c. ^
Urias ober Uria / der Prophet, welcher die zerstöhrung desstaol Icruialem und das elend - so die Jüden betreffen »bürde, vor-her verkündigte. Der König Iojakim besah! seinen lenthen, ihn zlltodten. Als Uciaü solches er,,ihr, flöhe er in Egyvren; allem erwurde dennoch gefangen genommen , »nv »!m Könige gebracht,welcher ihn lödten, und seinen leichnam unter den gemeinen po»hel begraben ließ. »6. -F«- -ck, zgrs,
rv.theil. 3 >l U » Urias-