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Mias/ aus dem Kamm Lcvi, der Bathfeba mann, s. Baty»
Er !eate sich mit jblchem fleiß auf die rechte / daß er oen
xrsclum eines vockori-darinnen mit rühm erhielte. Nachdem er
«ine zeitlang Domdechanr zu Mayntz, wie ">^1 AMger DCuüos ,u Wsrms und Lsnomcus zu St. Alban , auch von an. l s 0 lan beysitzer am Cammergericht zu Speyer gewesen, gelangte eran.i;°y zu der Ertz"BischöiIichen würve, und starb a». rt .4, ebder streit, darein er mit Chur.Sachsen wegen der stadt Erfurt gerathen war, konte beygelegt werden. Man erzeblet, er habe e nstseinen Kellermeister des nachts ertappet, daß er wein aus bem rellerzu Aschaffenburg entwenden wollen, welches ihn dergestalt v rdroffcn, daßerthnemit dembuitner.schlagel auf der stelle erschla»gen; dieses aber sey ihm so nahegegangen, daher bald hernachvor betrübniß seinen geist aufgegeben. Einige wollen versichern,daß er sich krauet gestellet, und in aller stille aus dem staube ge»macht, da man denn den entleibten Kellermeister an semer stattprächtig beerdiget, er selbst aber seine übrige lebens-zett m einemCarthcuser-kloster in busse zugebracht hätte. Allein neben deme, daßdiese erzehlung von selbsten gar sehr nach einer fabel riechet, undbey der gantzen Gemmingischen samilie nicht die geringste Nachrichtdavon zu finden,so wird sie auch durch dieses Herrn epicsptlmm.wel»chcs ihme sein Nachfolger, Marggraf Albrecht von Brandenburg ,gesetzt, deutlich widerlegt, darinnen erstlich ihme so viele jähre,monat und tage von antretlung seines Ertz Bißthums biß an seinentobe zugeschrieben werben; daß man nothwendig daraus schließenmuß, er seye als Ertz-Bifchoffverstorben, und bann auch die aus.drückliche worle stehen: Vusrncui» pomincsiu aepoiuir, er habesein leben zugleich mit dem Bißthum abgelegt. Dieses epirspkmmist zwar in der Dom. kirche zu Mayntz, das begrabmß selbst aberin dem creutzgang, auch dabey noch ein anderes grabmahl befind»
lich. H!K. klag. DS» LenesloZis
IA8L. 6emir6ernm'mgiae, cke»/,. /ker.
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v^n.r.iLk.L.siehe?«Li.^?LHVx.
Urint und Thumim / das ist licht und recht. So wurden imalten testamem genennet die zwölff cbel-gesteine, die sich auf dembrust.fchilblein des Hoben Priesters befunden, und wodurch Gott ,wenn er rechtmäßiger weife gefraget wurde, das verborgene oderzukünfftige zu offenbabrcn pflegte. Denn dieses ist das wahrschein»liebste, was man von dieser fache sagen kan, davon sonst andereunterschiedene meynungen haben. Die art aber, wie Gott beydem gebrauch des Urim und Tbumim seinen willen offenbahret, istungewiß. Johannes Spencerus hat behaupten wollen, baßUrimund Tbumim zwey kleine bilder gewesen, wie bey den alten bie Te»raphim waren, wodurch Gott dem Hohenpriester die antwort wis»scn lassen, und will mit dem cxempel Labans beweisen, baß der»gleichen Prophetische bilder bey den alten sehr gewöhnlich gewesen,in welcher meynung er LKrittoxllorum L Lsttro zum Vorgänger ge»habt bat, die aber von andern, als »»gegründet, billich ist ver»worffen worden. in Ilbro äe Olim 2c Ikuinim. 6!rr/>-
sä 8clliksräum cle jure rexio p. ;o Lc äe 8/-
neäiiirlib.;. äs rep. Lbr. 1,2 c. 2. ä'>Fo»»«5 äe k.ep. I. ;
c. 9. äub. vex, cem. i loc, 102» L/erjcr» sä exoä.
c. 28 Lcc.
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waren, wie bekannt, solche töpffe, darein die altenRömer und Teutschen bie gebeine und asche von ihren todten, nach»dem sie dieselben verbrannt hatten, aufhaben, und sie in ihre be»gräbnisse setzten, oder auch in die erde verscharrten. Sie warenvon verschiedener grösse und Materie, wie der augenschein lehret,indem sie noch heutiges tagcs an verschiedenen orten aus der erdegegraben werden, äe tun. R.om,7. il,
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Urnehovet/ ein geringer ort indem amlApenrade in Schieß»wich, wo vor alterS im freyen selbe die Ritterschafft des landes ih»re land»täge zu halten pflegte. Wiewohl andere es einem orteArenshövet zuschreiben. 8cllielv. k. 2 c. 6»
Vroom/ (Henricus Cornelius) ein Niederländischer mahler,war an. i;L6zu Harlem gebohren, und der erste, welcher in ab»Mahlung der schifffahrten cxcellirle. Er wurde anfänglich von fei»uem vatcr angehalten, allerhand irdene gefässe zu bemahlen. Weilihm aber dieses zu geringe bauchte, gieng er in «Spanien , und vondar in Italien , allwo er zu Rom von dem Cardinal kleLc« indienste genommen wurde, auch unter dem Paul Bril in der mäh»lerey gute progressen machte. Von Rom gieng er nach Venedig ,allwo er gelleren mahlte. Weiter reysete er durch Savoyen , Franck»reich und Teutschland, und hielt sich eine zeitlang bey seinem vet»1er Friedrich Vroom zu Dantztg auf, welcher die aufstchl über dasvauwesen selbiger stabt harte/ von dem er die Zeomeme erlernte.Von bar kehrte er wieder zurück nach Harlem. Allein weil er sehrgrosse lust zu reysen hakte, setzte er sich wieder zu schiffe, um in Spa»nien zu gehen, nahm auch eine ziemliche parthie seiner gemähldenntsich, umselbigezu verkauffen, erlitte aber an den Portugiesi.sehen kästen fch-ffbruch, und wurde an den felscn äe ,05 Lsriensorverschlagen. Weil ein theil von den gülern an das land geworffenworden , worunter auch seine verfertigten wercke waren, wurdenbenachbarten klosters zusammen ge.^fbt,uud als sie erfuhren, daß er der auror davon sey , brachtenHe ihm allerhand erfrischt,ngen, und liessen ihn nach Lissabon füh.
reu, von dar er bald hernach nach St. Hubes gieng. Erdaselbst allerhand stücke vor ein kloster, unter andern auch seincn schiffbruch, kehrte aber wieder zurück in Holland , allwruiu der sogenannten unüberwindlichen flotte, welche a>durch den Engelländischen Admiral Tbomas Howard geward, und andre schöne wercke abmahlte.
Urraca / des Königs Alphonsi VI von Leon und Castilmund erdin, wurde mit Raimondo von Burgund < und daan. noo verstorben, an. no6 mit dem Könige Älphonso vgonien und Navarrcn vermählet. Durch diese vermählumdie meisten Spanischen Königreiche unter ein Haupt. DeAlphonsi VI lobe, fielen dessen hinterlassene Königreiche Listillen und Toledo wegen seiner gemahlin an diesen Alphon,Aragonien . Allein weil die Stände von Castilien mit dimählung nicht zufrieden waren, muste er sich zuvor in re«fassung fetzen, damit er den Castilianern mit Nachdruck kkönte. Ob auch gleich die Königin sich ziemlich prostituirter doch darinnen zu simuliren. Er gieng hierauf mit seiCastilien , und fand darinnen keinen widerstand, besetzte digen wohl, und versicherte sich deS gantzen landes. Allein»gemahlin sich gar zu übel aufführte, wurde er genöthiget, sfestung einzusperren, woraus sie aber entkam, sich in Castiritte, und sich von ihrem gemahl scheiden zu lassen suchtErtz.Bifchoffvon Toledo , nebst andern Prälaten, stundediesem vorhaben bey, wurden aber von dem Könige hart 1Die Stände und vornehme Herren widersetzten sich dieser ldüng, und brachten die Urracam wieder zu ihrem gemahl,sie zwar zu gnaden annahm, jedoch weil sie nichts destowlihren sitten fortfuhr, sie bald darauf qantz von sich ließ.bewog der Königin parthey, daß sie sich bemüheten, eine gehescheidung zuwege zu dringen, zu welchem ende angefuhde, daß man sie zu dieser heyrath genöthigt hätte, ingleichsie ihrem gemahl allzunahe verwandt wäre. Man ließ Ian den Pabst gelangen, welcher solche dem Diego Gelmüschoffvon Compostel, überließ, der den aussprüch that,ehescheidung solle vorgenommen werden. Alpbonsus stieldas Königreich Castilien zu behalten; allein die Castilianerlen an. i;22Alphonfum Raimondum von Burgund , beisöhn aus erster ehe, zu ihrem Könige, zumal da sie sahenKönigin den Grafen Gomez von Candefpina zu ihrem Ggenommen, auch mit selbigem einen söhn, namens FerdiHurtado, hatte, von welchem das berühmte geschlecht HvSpanien seinen Ursprung haben soll. Mit dem Könige ivon Aragonicn kam es zwar zum kriege: allein der neue Kcsich durch Vermittelung der Reichs-Stände mit ihm in güteigne muttcr aber muste er aufdem schloß Leon belagernendlich genöthigt wurde, ihren landen gegen einer jährlichezu renunciren. Sie starb endlich um das jähr nr;, inwie einige wollen, in der geburt eines bastards, oder wie cgen, ist ihr der bauch geborsten, als sie einige schätze auS LSt. Jsidori nehmen wollen. Ihre schwester war die berußresa, Heinrichs von Lothringen gemahlin. siehe Theresa,zu verwundern, daß man nach der zeit den Jnfaniinnen v,lien den namen Urraca gegeben; wenigstens ist dieser nden Nachbarn zu einem rechten abscheu worden. DennFrantzösischen Gesandten eine von be» töchtern Alphvnfihren Kömg zur gemahlin wehlcn sollen, zogen sie die lder schönen vor, bloß weil jene Bianca, diese aber Urr
äs reb. Üiss>. Iib. io. liittor. ä'Lspg^
Ursacius / Bifchoff von Singidon in Mosten, machdem vierten seculo durch Vertheidigung der Arianischen Ichdurch verfolgung der rechtgläubigen bekannt. Er und V>Mursia in Pannonicn, welcher auch in Arii lehre auferzlden war, schlugen sich zu Euscbio von Nicomedien, welchfalls dem ^risnitmo anhieng. Sie erschienen auf demzu Tyro und aufbeut zu Sarbica, allwo sie abgefetzt wurtdem Meyländischen Lonaiio sagten sie ihren trrlhümeroueuerten aber selbige hernach bald wieder, und wurdenLonciüo zu Nimmt abermals abgesetzt, jedoch nach einentcn wiederruffvon eben demfeldigen Lonciüo restiluiret, bihre Arrianische lehre in Jllyrien noch weiter forlpflantzte
Ursatus/ (Sertorius) oder Orsats/ war aus einer alichen familie zu Padua , gestalt inan sie denn in öfUrkunden vom anfange des r; seculi genannt findet. Dan. 1617 den i febr. gebohren, und bekam in der ersten kine reiche erbschafft von einem seiner vettern, der Sertoiund die bedingung dabey ausmachte, daß allemal der ältefamilie Sertorius heißen solle. Er ward auch von der wses vetkers erzogen, und kam durch feinen fleiß im studiredaß er an. iä;; OoÄor piüioloplüL ward, und dreyjahteine fchrifft unter dem titul 8ermm pkilosopkicum herausdoch wendete er seinen meisten fleiß nebst der Poesie aufditäten , weswegen auch Lsr. I'srmus , OÄLV. kerrsnuz ,Jo. äe Lazara und der Graf Lsr. äe Dotkori, ein berühiltänifcher Poet, als leute von gleicher wissenschafft feine 1sten freunde waren , und auch andre gelehrten von antwenn solche irqenbswo gefunden wurden, ihn bäuffig zugen, und brieffe darüber mit ihm wechselten. Der Ratsbig, dem er an. 1S52 seine monuments Vsrsv'ins zuschrittihn davor zum Ritter von St. Marcus, und trug ihm ethernach die VroLKonern mereororuin zu Padua auf, diungeachtet er nicht mehr der jüngste war, annahm , ade>