urs
Mästn deshaiben nichts abbrach, gestalt er denn an. 1672 seinMerck 6e noris LomLnorum heraus gab. Zuletzt unternahm er ei«pe Historie von Padua , die er erst Lateinisch verfertigte, und hernach-Manisch übersetzte, und also an. 1678 den ersten theil, der bisan-ii?; gebt, heraus gab. Erwarb zwar vor die Überreichungdieses duchs von dem Rathe zu Venedig mit allen fernen nachkam«M in oen Grafewstand erhoben, hingegen war ihm dieselbe tödt«lich. Denn weil er bey der langen rede, die er gegen dem RatheMgle,ben urin zu lange verhielt, zog er sich dadurch einekranck«heil zu, an der er noch in selbigem jähre starb. Ausser den bereitsMMen schrifflcn hat er auch an. iü6o iVIsrmi eruäin aus lichtMellchund an. 171- bat einer seiner enckel Ioh.Anlon. UrsakuS diesslisttzuag davon, die Sertorius selbst verfertigt gehabt, unter demEli!, lAarmi eruttili overo leerere loprs sleune snricke inscririoai,herausgegeben, welchem wercke auch Serlorii leben beygefügt ist.
Ursel/ ei» ansehnliches geschlecht in Brabant, welches an. 16; 8M dem Kayser den Retchs-Gräflichen character erhalten, vorheroaber anfangs den Adelstand und daraufdie Freyherrliche würde ge«führet. Ob Werner von Ursel, welcher an. als des Teut«schen Ordens. Meister in Preussen zu Mariendurg von einem or«hMbruder erstochen worden, hjeher gehöre, kan man nicht sa«gen- Dieses ist gewiß, daß einer dieser familie von dem Kayser Ca»rolo V jum Hof'Psaltz'Grafen gemacht worden; dessen söhn, einBaron von Wesemale, hat ;o jähr in Kayserlichen diensten gestan»hm, und ist bey den damahligen troublen in den Spanischen Nie.rerianden, um selbige beyzulegen, LommMriub gewesen. SeinM Johannes, der 52 jähr dem Könige in Spanien getreue dien»he Mistel, und sich einige zeit als Gesandter in Engelland aufge»hallen, bat einen söhn, namens Conrad, Freyherr» von Hobocke,MM der abgedachter müssen an. is;8 den Reichs«Gräflichencharacter von Ursel und Hobocke auf sein geschlecht gebracht. Vonseinen nachkommen florirke gegen ausqang des 17 seculi ein GrafUrsel als Spanischer General-Feld-Marschall. An. 1715 erhieltm Grafvvn Ursel die charge eines Slaats.RathS zu Brüssel , undjahres draus verlautete von Wien , daß er von dem Kayser zum Für»sie» gemacht worden, vom Litter-or6ell p. 8r.
/s, S-p. 26»
Urselen/ siehe Urseren.
Ursenbeck/ eine Gräfliche familie, deren stamm.schloßUrsen»bea oder Ursenbach in Bayern , in dem Mittelfester land-gericht ge«legen. Von bannen hat sie sich in die Stcyermarck gemacht, undWldst das Erbstädelmeister.amt erhalten. Zu des Kaysers Fcr»Mudi l zeiten ist sie nach Oesterreich gekommen, und bat erstlichdie Freyherrliche, nachhero aber in dem 17 scculo die Gräfliche wür»denn sich gebracht. Frid.Ursenbeck ist an. n6; zu Zürch und Leon«hard an. 1179 zu Cöln aufdem lurnrer gewesen. Petrus lebte umdas jähr i;ü8- Georg» Bernhards 4 söhne haben sich in dem 16seculo in vier linien vertheilet, von denen um das jähr 1699 Chri«stech David, Kayserlicher geheimder Rath, nur allein übrig gewe«
sey. He», bist. mlign. L«ce/. klemm. ?.;. jerrb. Lnrop»
k. j. //->«-/. Ls/r. ktammb. /Mso/'bl. Ü. i ir> maM. ^
Urseliner/ siehe Ursula.
Urseren-oder Urselen»Thal/ vsilir Urfarls. Orkella, ein demKanton Uri zuständiges am Gotthardt gelegenes anmulhiges thal,ssetnmn r wellen lang und eine breit,anbey mit graßreichen wa>«damischen ist. Den Ursprung des namens führen einige sb urtlrm denen bären, welche vormals sich allda hauffig aufgehalten,mdann daS land einen bären im wapen führet; andere aber vomstchReuß, zu lateiu UrLgenannt, welcher da hindurch rauschet.In diesem thal werben die berühmten Urscler käse gemachet. Derhanpt.stecken heisset Urseren. Diese lhal.leule sind abkömmlingemdenenalten Leponiiern, d,e vormals zu der Rhälischen PrvvintzMet haben ; wie sie dann noch 6aro in geistlichen fachen demBstchoffvon Chur u»terworffen,auch unter die Gottshauß-leute desPosters Dssenlis gezehlek werden. Sie waren vormalS gantz freyeleate, ballen auch offt krieg mit den Bündinern und Liviner», wießedanan. in eitzem treffen ;oo Cb»rwalchen erlegt und ihrenLbristen gefangen, such an. 1; ;r mit dem Abt von Dssenlis kriegMret. An. 1410, da sie von den Bellentzern und ElschlhalemHuri bedräng! und angefochten waren, schlugen sie sich zu denen vonllri, als welche sie für ihre väter und oder.herr» erkannten, jedochhaben sie ihren eigenen Land.Amman und Lanb«Ralh, den sie nachihrem belieben sechsten setzen, wie auch ihr eigen Land.Gencht. Soschrensie auch ihr eigenes Land.paiiner; jedoch wann das PannerD Uri vorhanden ist, so müssen sie das ihrige u»ter>chlageli. EinWelliger Land«Ammann ist verbunden so bald nach seiner erweh»iW nach DlsentiS zu dem allöasigen Abt hinzugehen, und daselbstm Amt und Gericht zu empfahen, auch selbigem zween weissemdzchuhe zu geben. Neben deme hat ei» Abt seine Renl und Gul«tm iamt anderen gerechtigkeiten in diesem ihai. Es gehet ein star«m paß creutzweise hindurch; uemlich gegen aufgang eine straßwer den Crispait in Oberen«oder Grauen. Bund. Gegen nieder«Wzeine andere über den Furcken in Wallis , jedoch nur zur >om«Ms'.zeil; dann un Winter sind diese berge nicht wandelbar. Ge«W Mitternacht geht der weg der Neug nach auf Uri und wciler in-Echweitz. Gegen mittag reiset man über den Gottharbl m I«lalien, x.ttser. lib. I^ 0,20; b. ^<m/s,> 6s ll-SPi. Ulelv- tt. 2k- i6z. Ij. ch. rom. z p>. 4;. *
Ursin/ siehe Irsingen. „
Urjma/Gidvnis Tvcello, des ersten Grafen von Guastalla, ge«Wm, ließeine ungemeine hertzhaffligkeit wider die Vcaetianer'A", welche die stabt in ihres gemahls abwesenheit belagerten.
-vtdii sie that mit ihren trouppen einen guöfall, erlegte eine grosse
. urs 80;
menge von ihnen, und tödtete ihrer viel mit ihrer eigenen baub.^-
?,/,«, Iib. r c. 2.
ur,im/ stehe Vrjrm.
2 °' Dapkista ) ein Römer, und ;8 Hochmeister desordens St. Iohannis von Jerusalem , auf der insul RbodiS. Er^anfänglich Groß. Prior zu Rom , wurde aber an. 1467 an stattim der Zacosta Hochmeister. Er kam auch
tm bec. zu Rbodis an, und nachdem er diese insul forttficirtt, hieltein gencral-capitul, aufwelchem er verschiedene nützli«A^k^n""^uwachte. An. 1476 wurde er mit einem starckeneiner so starcken ohnmacht, daß man ihn vorV wurde auch schon zu seiner leich«destatkung anstalt.'^"'acdt, brs er nach - 8 stunden wieder zu sich selbst kam. Er lebteHieraufnoch 66 tage. L^b,koi>'e 6 e?or 6 re 6 e 8 . lesn 6eseruks.
lern. /VsLe^t pnv'iIeZeL llel'orllre. ^
UrssnivvllBlLgck^/ ein Gräfliches geschlecht in Crain, welchesvon Nicolow Orsini seinen Ursprung herführet. Derselbe beaab stch5 "' Ungarn , allwo ex und stlne nachkomen vsn
denKvmgenBelaMundEmerico, unter andern die Herrschaff«erhalten. Nachdem aber Babo Urstn,Graf von Wodicha, an. 1249 das schloß Blagay zwischen Slu«und Carlstadt, nicht weit von dem Ursprünge des flusses Krupa m^eoatien erbauet, hat er sich davon genennet. Gregorius muste esgelchehen lassen, daß die Türcken dieses ietztgedachte schloß an. iz irwegnahmen, woraufdessen lohn oder enckel, Stephanus, an. i?4,sich m Crau , Ntedergelaffen, und sein geschlecht daselbst fortgevflan.M bat- Eberhard Leopold Urstn, Grafvon Blagan, KayserlichevRath, Cammer>Herr und Land«vltzdom in Crain, starb an. 1680.Sein söhn, Frantz Adam, succcdirte ihm in den gedachten würden,und zeugte Wlchardum Lcopoldum. Sigismundus Antonius be!saß an. 170; die charge eines Kayserlichen Cammer.Herrn. ^4-ekre äer Herr. Lrum. ierrk. Luroos?. - p.
ttemm. k.2P 2t2. '
Ursini von Rosenberg/ ein Gräfliches geschlecht in Kärndten,flehe Rosenberg.
Ursins / (Jo. Iuvenal 6») Ertz.Bsschoffvon RbeimS, war i»dem seculo berühmt, und ein bruder Wilhelm, von Urflns, Ba»rvns von Trcnel und Cantzlers von Franckreich. Nachdem er an.fänglich Requetemmeister gewesen, nahm er endlich den geistliche»stand an, und wurde Bischofs von Beauvais und Laon , nach diesemaber Ertz«Bischvffvon Rheims. An. 1461 comecrirte er KönigLudwigen XI, wurde auch von dem Pabst Calirto M. nebst einigenander» Prälaten ernennet, um die sententz, welche die Engellanderwider die Johannam von Orleans gesprochen hatten, zu untersu.chen- Er hielt auch ein Loncllium, und starb den ,41»!. an. 1474.Einige wollen, er sey nach seines brubers tobe Cantzler gewesen,welches aber nicht zu erweisen. Er hat eine Historie von dem Kö.niqe Carola VI geschrieben, von an. ,; 8 o bis 14-r, welche Thcodo.rus Gothofredus und dessen söhn Dionystus cdiret. ge-
neal. sie >a Lsül Orttas. Lc Lall. Lüriff. cls
«^ikc. tt.kemerck.
Ursinus/ (Fulvius) em gelehrter Römer, war eines von Adel ,welcher eine vürgers tochter geschwängert hatte, »«ächter söhn,undwurde deshalben von seinen freunden wenig geachtet; allein esnahm sich einer aus der Delphinischen familie, welcher Laoonicu»zu Rom war, seiner an, und durch dessen Vorschub fand er nicht al»lein gelegenheit, sich in ffuLis fest zu setzen , sondern wurde auchPriester an der Constantinjschen kirchedaselbst, bey welcher gele.gcnbeit er sich insonderheit auf die alten müntzen und andere anti»guttäten legte. Er starb den 18 jun. an. l6oo,'unb setzte den Cardi.nal Odoarbum Farnesium zum erben ein, jedoch hinterließ er derDelphinischen familie, welche ihm so viel gutes gethan, Sooo M.den. Seine schriffien sind: 6e Isrmliiz X-omsnorum; Virgiliu5;JubuzLseksr; 8slluttiu5; l'scims; b'uetoniu; cum notir; sppen-ttix »ci kerrum Liaccaniurn lle mclinic». kill. üb. ir;
L» bibl. VLlicsns. xin. 6s fseixt. rer. t^ornsn.
eloger.
Ursinus / (Johannes Henricus) war an. 1608 zu Speyer ge.bohren, allwo sein vater Johannes Ursinus , Norsnuz publicur undUrocurLtor gewesen. Den ansang seiner studier, machte er i» sei»ner vater.stadt, und ward an. 1626 aufdie academie zu Straßburg geschickt. Als an. >6;r Speyer von den Spaniern eingenommenward, sahe er sich nebst andern ttuckoss« ideologi« inS exllium zuwandern genöthiget, bey welcher gelegenheit er zu Mayntz in demangerichteten Lutherischen g^Eastc» zum ersten Lsätor beruffe»ward. Weil er aber aus allen umständen leicht scheu koute,daß die schule in kurtzem wieder zu gründe gehen möchte, re»sianirte er, mit dem vorsah, seine ffuttia m Straßburg weiter fort»zusetzen. Doch er war kaum daselbst angekommen, so entschloß ersich, aufzurathen guter freunde, nach Speyer zu gehen, und diensteanzunehmen, wie er denn auch an. 16;; nach Weingarten zumPfarrer beruffen ward. An. i6;4 muste er nach der Nordlmge»schlackst mit seinen pfarr«rindern nach Speyer weichen, und beydieser gelegenheit ward er erstlich zum LonreÄor, hernach an. i6;gbey den Augustinern zum Pfarrer, und endlich an. 164; zum orbi.nairen Pfarrer zu St. Georgio vociret. Es dauerte aber nur em»che monal, so bekam er den letzten beruff nach Regenspurg zur du-penmenäur, allwo er an. Iabgestorben. Die furnehinsten sei»nerschrifften stnd: reZuls 66ei cki-ittisn«; Salomonische spruch.vvstille; Psi-sNelL cvanZel. ; guin-zuggens wellitLtionum LMvali,um ; commenrarius in joelem, ßovrm, /pmc>8, LccleÜLffen; kac,»snLleÄ»; ps^sttiemLi» concionum; 6e Lkriffisnu oKcii;; cxer-ci»uoues6e2oro»ttrs. ü-rmece. SMckomsckone; arborerum
Jiiii;