Band 
Vierdter Theil
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titulS gründet, worinnen diese zahl in Römischen figuren ausgr»druckt wird. Xl. tvl. v. welches so viel heissen soll, als unäeciminsryrirsls-virßwes; das ist, eilff zu Märtyrern gemachte jung»frauen. Allein es hat Jacodus Sirmonbus, und nach ihm Hen«ricus Valestus ausgeführet, daß der irrthum daher entstanden,weilman in alten insrryroloAns gesunden 8 8. Urlüts Le OnäecimillsV. !V!. so habe man Unäecirn mülis daraus gemacht, da es dochnur eine eintzigc gewesen, Undecimilia genannt. /ksDe/Ätr--»^/o. ckron. üwülng. /F».

/sd. iVlsio, äe Zsck. 8cor. üb. i csp. 14. säts ksnÄ.rom. s. 8. k^riulsvinäicsls. snri^mr. eccl. ckr>-

lLNN. *

Müllerinnen / eine gewisse geistliche ordens.gesellschafft vonjungen wrws.personrn und wmwen, weiche nach der requl des hei.ligen Augustini unter gewissen Bischöffen leben. Angelus von Bre»stla stifftcte zuerst diese ordenS gesellschafft in Italien . allwo sie an.^72 von dem Pad» Grcgorio XM auf Caroll Borromei, desErtz'Bischoffs von Mcylanb, und Paust Leonis, des Bischoffsvon Ferrara, anhalten, bestätiget wurde. Nachgehends führteMagdalenaLuMer, eine nonne von d. Beuve, an. isn diese or»dens.geftüschafft der Ursulerinnen auch in Franckreich ein, welchestiffkung nebst ihren statuten und satzungen von dem Pabste PauloV bestätiget ward. Das erste kloster würde zu Paris gestifftet; an»jetzo aber sind deren noch viel andre in dem Königreiche. Sie un»terrichten junge weibs.pcrsonen, welches eine von den vornehmstenablichten der stifftung ist.

Ursus/ (Nicolaus Raimarus)ein berühmter äckronomur,war zu Henstedl in Ditmarsen gebohren. In seiner fügend war er«in sauhltt, und fieng erst im 18 jähre seines altcrs an lesen ju lcr»neu, woraus er aber so viel zeit, als ihm bey seinem zustande mög»iich war, wendete, und weil er von gutem verstände war, erlern»te er bald die Lateinische, Griechische und Französische spräche,Nicht weniger die rnslsteün, sttronomie und verschiedene anderetheile der Philosophie, und zwar dieses ineistentheils bloß von sichselbst. Er wandte steh hieraufan-1584 in Dänemarck, hielt sichauch an den grantzen von Pommern und Polen eine zeitlang auf,und erflind ein neues h-ttemsvon der sckranoinie, welches desTychonis äe Brahe seinem ziemlich gleich kam. Er communicir.tc selbiges an. isZü dem Landgrafen von Hessen , allein TvchoäeBrahe gab ihm schuld, er hätte es ihm abgestohlen. Er lehrtehieraufan. 1588 die msrkelin zu Straßdurg, und wurde von barnach Prag deruffen. Daselbst ließ er eine schlifft äe skronomicirk^pochelibus drucken, darinnen er Tychonem äe Brahe heffrig an»griff, und auf das schimpflichste tractirle, welcher ihn beShälbencrimmFirer belangen wölke, allein Ursus machte sich an. i;s 8heimlich von Prag weg, und starb bald darauf. Er wird vonvielen scrlbentcn nur Nicol Reimers genennet, und irret Vayle,wenn er setzet, daß dieser ein anderer scribenl gewesen,wie MsLttuses erweiset. Seine schafften sind kunäsrnemum sckronowicum ;äe Lckronomicis k^porkelibus ieu äs t^tteinLkc muaäi; sckrono-micLNim k^porkesmm vinäicsno Lc äekencko; problemsrs lvtiuzprocestus sckronomic» oblervskionis; lerrsZonirmur c'ircuü; Zeo-äLtisLsnrovisns, unrecht aber wird ihm ein buch äecivirstiburLtLnieLlicir in OitdinsrÜL von Bartholino zugeschrieben. 6 -^-»-in VI1L 1)'ckc>nir. sssAoZe kick. LUerf. Limbr.

«L,/. äe icripr. vso. p. i;4. L^/s.

Urtenen / eine Herrschafft im Berner.qebieth unweit Jägi»störst, wäre vorzeiten ein fitz der Edlen von Urteilen, bürgeren zuBurgdorff, ausweichen Ulrich an. i;s; gelebt bat. Nach derHand ist sie an verschiedene familien und endlich an die von Bon»sietten gekommen, welche sie besessen bis auf Jacob, der sie anFriedrich Wlüading ( welcher »ach der Hand Schultheiß zu Bern worden ) verkauffet hat; von diesem ist sie erbs.weiß an seinen loch»termann Hicronymus von Erlach, dißmalrgen Schultheiß zu Bern gelanget. *

Usa/ ffuß, siehe Adroba.

Usbürger / sind vor alters solche Personen genennet worden ,welche an einem orte das bürgerrecht, und die demselben anhän»gende vrvtection, gegen erlegung einer summe gelbes erlangt, un»geachtet sie an einem andern orte gewohnt. Das wort kömmt hervon aus und bürger, weil nemlich dergleichen leute als auswärtigedürger anzusehen. Man liefet, daß unter andern die stadt Straß»bürg vorzeiten gar viel solcher Usbürger, und unter deoselben auchstandes. Personen, gehabt- inck. I. u. psrr. il. i nr. 6 §.4.

1'. 2 m. 19 §.

äscam/ war ein Armenianischer Bsschoffvon Vuschavanch ,lcher ort unten an dem berge Aracos liegt, allwo ein kloster 8.irqü ist. Er wurde an. isür von seinem Patriarchen, der sei»1 sitz zu Egmiazin hat, rn Europa geschickt, um die bidel, und«ge andre bücher zum gebrauch ihrer Archen drucken zu lassen,kam also nach Rom , und wurde von dem Pabst Alexandra VIIchl empfangen. AIs er sich 15 monat daselbst aufgehalten, giengnach Amsterdam , allwo er an. 1664 die qantze bibel in der Ar«lnianischen spräche, nebst noch unterschiedlichen andern bücher»f seine eigne Unkosten drucken ließ, und hernach mit des KönigSFranckreich crlaiibniß sich zu Marseille aufhielt, allwo er vielcher für seine nation drucken ließ, und endlich starb. Die vonn angerichtete bruckerey ist auch nach seinem tobe continuiretirden. dick. crik.

UscoqUM / ein gewisses volck in dem theil von Croatic», wel»:s dem Hause Oesterreich zngchörct. Die ersten von vielem volck^n aus Dalmatien , um sich aus der Türcksschen tyranney lvß»wovon einige das wort Lcoco. ein flüchümg,herleiten.

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Der vornehmste ort, den sie erwehlten, war die fesiung Clissa,so über Spalatro gebauet ist. Als aber dieser ort an.izz? von denTürcken eingenommen worden, flohen sie nach Segna, so einestadt ist, welche gegen der insul Vegia über liegt, und damalsdem Grafen Frangipam gehörte. Allein der Kayser Ferdinand»;vcreinbahrte diesen ort mit der crone, weil gedachter Herr nichtmächtig genug war, ihn wider die Türcken zu beschützen, und gabihn den Usroquen. Weil diese leute ein sehr kühnes und wildes volcksind, meynle man zwar anfänglrch, daß sie gute dienstewider dieTürckeu thun würden, welches auch eine zeitlang von ihnen ge.Wabe; allein bald hernach legten sie sich aufdas rauben, so, daßsie auch der Christen nicht verschonten, welches sie bey allen verhaftmachte, und ihnen die Venetianer auf den halß zog. Wiewol,m anfange die zahl ihrer streitbaren männer nicht über Loc> sich be»lief, waren sie doch den Türcken auf ihren Marschen sehr beschwer»lich. Bisweilen sireiffkcn sie bis an ihre Häuser, und kamen ge»meiniglich mil gefangenen und guter beute zurück. Dieses verur»sachte, baß die Türcken ihnen eine andre arl volck entgegen setzten,b,e lVUnelocker genannt, welche noch ärger, als sie waren. ESgiebt dreyerley gattungcu von Uscoquen, die ciraäim oder Lslslini»Wpekäisrü und ^vsnturierj. Die Lirsäim sind diejenigen, welchein der stadt »segna gebohren sind, und eine beständige Wohnung,die von dem vaker nnfpen söhn erdet, haben. Die 8üpenäis,nisind, welche um soll» dienen, und in vier compagnien eingetheiltwerden, tseren jegliche aus mann unter vier befehlshabern be»stehet. Hiernächst sind noch andre Officirer, deren jeglicher einklein schiff ausrüstet, um see> caperey zu treiben. Die -tvsnmriensind die flüchtlinge aus der Türckey und Dalmatien , welche sichmit diesen letzter« vereinbaren. Ihre schiffe oder kähne haben ge»meiniglich zo, einige auch 50 mann, und lausten zu verschiedenenreitendes jahrS aus, insonderheit um Ostern und Weynachkcn.Alsdenn stossen die Uscoquen von Vinadol zu denen von Segna,welche zur beschützung der stadt nichts anders hinter sich lassen, alsalte lenke, weider und Ander, Priester und Münche. Bisweilenhaben sie gut glück, und zwar nicht so wohl durch ihre tapffrrkeit,als wegen ver dcquemltchkeit der insuln, festen und wüsten, derender Venetianische meer Hufen sehr viel hat, worinnen man sich gavbequem verberge» kan. Die Waffen biefes vvlcks find feuer röhre,äxie und baionels. Der religion nach sind sie Cathvlisch.dick. äe5 kstcoguer.

Usedoln/ lat. Lsssäomis, eine inful in der osi.see bey Vor.Pom«mern. S»e wird von der see, dem grosse» haf und den beyvenOffen der Schwine und Peene formiret, ist vhngefthr 7 Meilenlang und; breit, und wird vor eine besondere Provintz von Pom»mern gehalten, auch daher» das Mbomerland genennet. Voealten reiten soll sie mit dem festen lande an einander gehangen haben,aber ioo jähr ohngefehr vor Christi geburt durch «rgiessung deSmeers zu einer insul worden seyn. Vor diesem ist ohnweir des auS»-usses der Peene die berühmte handels. stadt Winela gestanden,davon an seinem ort. Was den heutigen zustand dieser insul de»trifft, so ist sie wohl bewohnt, hat .einen gar fruchtbare« boLe»,schöne holtzungen, trefljche fifchcrey, und gutes weybewerck. Deshetze ort darauf ist Ustdom, ein kleines offenes stMgeu. Vor al»ters ist es eine grosse und feste stadt gewesen, nachgebeubS aber s»wohl durch viele kriege als öfftere feuer-schaden dermassen verfalle»,daß sie nicht wieder aufkommen können. Auch hat aühier ein kr«-xoürus seinen sitz, und der gantze lsnoäu-, bestehet aus io anfehnli»chen Pfarherreo. Die übrigen besten örter sind r Pudgla ein al«tesschloß, Bentz, Müentin, Crincke, Morgen,;, Stolpeunl»Cafeburg, ausser welchen auch noch die Penemünder-schantze zumerckcn, welches der eintzige ort isi, darinnen sich mannfchaffthallen kan. Diese insul wurde an-171; vermöge des sequestratlons»tractats vom Könige in Preussen besetzt, an. 171? von den Schwe»den überrumpelt, und in demfelbtgen jähre, von den damahligenNordischen Aüürten den Schweden mit stürmender Hand wieveeabgenommen.

Usedom / Usdom/ eine uhralte Adeliche familie i» Pom»mern, welche von jetztgedachter insul den namen führet, als inwelcher qegend dieses geschlecht seit etlichen ioo jähren gewöhnet.Jarislaus von Ustdom ein Ritter, hat um daS jähr 1410 flokiret.Nicolaus ist an. 1490 Fürstlicher Rath zu Woügast gewesen, undnachgehends UroLssor zu Gryphswalde worden. Johannes Ust»domsj. O.O. krockssorzuGryphswalde, und zugleich Hertzogli»cher Rath, ward an. iszr wegen des Stiffts Camin und in andernVerrichtungen an den Kaystrlichen Hof verschickt. Er hätte auchdas glück, daß er die Pommerischen lande völlig bey dem Kayseyaussöhnte, und ward daher» mit dem Rittergute Hagern i» Rügen ,und mit der cksrZe eines Cavtzlers zu Wvllgast beschcncket. UiNeben diese zeit bekleidete George die stelle eines Hof Raths zu Woll«gast und hatte seine Rittcr.güter bey Ancklam. Eckhard war UMdas jähr 1603 Cbur-Pfaltzischer Hof.und nachgehends geheimevRath; weil sich aber der zustand in der Pfaltz gäntzlich veränderte,ll>ließ er sich zum Assessor des Kaystrlichen Cammer.gerichts bestellen,in welcher dedlenung er an. is io im Elsaß bey Dachstein von de«soldaten angefallen, und mit rz wunden erbärmlich zugerichtet,doch aber glücklich curiretworden. An- 162; ward er Hertzogli»cher Pommerischer geheimder Legations-Rath, hernach Cantzier,an. l6r; aber Präsident des Hof-gerichts zu Wollgast unv zugleichSchloß»Hauptmann daselbst. Endlich aber ist er als Land. Vogtzu Bergen gestorben, und hat das geschlecht fvrtgepflantzet»

Uommerl, I. S.

Usenberg/ eine herrschafft lm Brevßgau, denen Marggrafeftvon Baden Durlachischer Iliiic zuständig. Sie halte in alten zeltenihre eigene Herren, welche gar eonsiderabel gewesen, und nebst