Band 
Vierdter Theil
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denen stadten und Hcrrschafften Kenzingen , Endingen , Kurn»berg rc. noch viele schlösset, dörfer und güter im Breyßgau besti»stn haben. Burckhard, Herr von Ustnberg, lebte um das saheI lüi , und verliesse zwey söhne, Burckharden und Rudolphen,dvn denen Rudolph einen söhn gleiches namens gehabt, der aberohne erben gestorben. Burckhard hingegen vflantzte das geschiewldurch seinen söhn Hesso fort, welcher Hcsso zu söhnen oder groß«söhnen gehabt Burckharden und Gebharden. Unter diesen wäreBurckhard in denen damaligen Breyßgauischen Händeln nicht we«nig berühmt. An. i;o; gab er Marggraf Rudolphen von Hach»berg die dörfere Muchen, Schlienqen und Steinenstatt, die ervon dem Marggrafen zu lehen getragen, in einem Landgericht zuSchliengen wieder auf, kauffle anbey verschiedenes zu seiner Herr«schafft, muste aber um der vielen kriegen willen, die er mit derstadt Breysach und anderen benachbarten gehabt, auch nicht we«nig davon versetzen. Kayser Ludwigen leistete er viele dienste, derihme davor an. i;;o verschiedene orte um 200 marck stlders ver»schrieb. Kurtz hierauf starke er und verliesse einen söhn namensFriedrich, der Susannam von Gerolzeik geheyrathet, und zwi«^en I?sr und l;?4 ohne leldes-erden gestorben. ObgedachterGebhard Herren Bnrckhards bruder hatte einen söhn,, namensHugo , welcher auch um diese zeit verstorben, und zu söhnen ge«habt Johannen und Hessen , Herren zu Ustnberg, so die letzte ih«res geschlechls gewesen; inmassen hicvon, auch wie ihre verlassen«schafft guten theils an die Marggrafen von Hachberg erwachsen,hievor im zweyten theile unter dem woct Hachberg mehrere nach«richt zu finden. Sonsten ist Ustnberg von vausenberg auch Jsen«bürg wohl zu unterscheiden, mit welchen zumalen dein letzteren esöfflers vermenget wird. Lauter ste

red. Uscieok. *

usias/ König in Juda, s. Azarias.

Wngen/ eine kleine stadt mir einem schlösse in dem Fürsten «tbum Nassau, au dem fluß Usa, eine meist von Wetzlar und Fried»berg gelegen. Auf dem daselbst befindlichen schlösse, welches indem 17 seculo erbauet worden/restbirer eine linie von Nassau-Saar«brück. j. Nassau.

Usk/ eine Engclländische stadt in MonmoulhShire, liegt andem fiuß gleiches namenS , über welchen fle eine drücke hat. Sie»st groß und wohl bebauet, und hatte vormahls ein schloß, welchesanietzo gantz ruinirel ist. Man hält davor, daß das alte Durni«cum allbier gestanden habe. Der Hertzog von Beaufort hat einschönes schloß Rayland Castle genannt, ohnfern varbey.

Uslar / eine stadt nebst einem amte,in dem Heryogthum Braun«schweig, in dem SoUinger-ivalke; Meilen von Göllingen,gelegen .EdemalS war allhier ein Fürstlich schloß, Frcudenthal genannt,wel«ches an.iöiLim feuer aufgegangen. ES soll dieserortvon einem desgeschlechts von Uslar noch in demHeydenlhum erbauet worden seyn.

rop. ciuc. Lrunkv.

Uslar / eines der ältesten Adelichen Häuser in Hessen und in demBraunschweigischen. Ihren Ursprung führet LeznernSvon Ostla«rio, einem edien Römer, her, welcher den beunamen cleOorc,Lsmpc, geführet» und die vorherqedacdte stadt Uslar zu des Kay«stl-s Augusti zelten erbauet haben soll, es ist aber alles ohne gründ,und die erdichtete namen selbst sind mehr barbarisch als Römisch.Hermann und Ernst von Uslar werden in einem Gandersheimi»sehen lehn-briesevon an. i-rzr als zeugen angeführet. Hilbedrandvon USlar hat an. 1259 einen zeugen meinem donationS>driefe,dcmstiffle Hildesheim über dem wald Westerholt ertheilet, abgegeben.Johannes und Ernst haben an. 1451 daS schloß Neu.Gleichen, anden Eichsfcldischen gräntzen dem Lanb-Grafcn in Hessen verkaufst.Thilo Albrecht hat sich in dem ;o jährigen kriege als Braunschwei»gischer Lenersl ktsjor berühmt gemacht. Er eroberte an.;;die festungen Pcine und Calenberg, ward vor Hildesheim blcßirct,und blieb an.;4 vor Minden. Johann Albrecht, Hcßischer6everL>-I.iemensm, hat sich in selbigem kriege ebenfalls bervorge«Ihan. An. 171; stund einer von Mac als SenerLl-öckajor in Säch»fischen kriegs. diensten. LNkiq. koclilcns. p. l n.

Kamm-baum Kusus kam. Kckveäisckekrie§s-§e>

Ickickke. von 1'eulkck. kriege.

Usserius/ (Henricus) Ertz-Blschoffvon Armagh und krimasvon Jrrland, lebte zu ansang des 17 seculi. Er war anfänglichkrckickaconus zu Dublin , und wurde in solcher qualität zweymalan die Königin Elisabeth geschickt, da er denn dasjenige, waszhm aufgetragen war, glücklich ausrichtete. Er arbeitete langezeit an einem grossen wcrck wider den Cardinal Bellarmimim; al«lein eS wird erzehlct, daß sein weid alle die papierc zusammen gele.sen, und solche i» daS feuer gemorsten, mit vorgeben, daß es keinegleiche parthey zwischen einem mann, der sein haußwescn und kin«der, und einem, der keine sorge von der weit hätte.

Fiwo» Lrirannomack. minitkrorum.

Usserius / ( Jacobus ) Ertz-Bischoff von Armagh und krlmasVon Jrrland war aus einem ansehnlichen geschlechte der Usher inJrMndzuDublindei>4ian.an.»zZogebohren. Seinvater,Ar«nowus Usserius, war Cantzley Kecrersrius, und feine mutier Mar«g-wetha, eine tochter Jacobi Stanihurst, so Richter zu Dublin war,«nd^o» zxeichem man berichtet, daß er zuerst der Königin Elija «beth gerathen habe, eine Universität zu Dublin aufzurichten. Erhatte m seiner jugend a vortreAiche pr»ceprores, Jacodum Füller«ton und Jacvbum Hamilton, welche von dem damaligen Königem Schottland , Jacobs, heimlich nach Jrrland geschicket waren,vre gemuther der prolestirenden Edelleute an ihn zu ziehen, und seinHeftes, »m fall die Königin Elisabeth sterbe« solle, zu beobachten,

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welche aber, damit sie desto besser möchten verborgen bleibenbedrucken trugen, die lugend zu infvrmircn. Usserius bearickÄmit solcher geschwindigkeit, daß er schon in dem i; jabreters tüchtig befunden wurde, in die anzahl der academisch»ginn,norum des colleM Nnnttmu zu Dublin aufgenommen zuund weil er infonverheil eine grosse lust zu dem ttuölco Killosicobss/tc, soll er schon ,» dem » oder 16 jähre seines alters eine »2ckronologism bikkcam , so weit die bücher der Könige geben .fertiget haben. Sein vater verlangte, daß er sich aus die «M.gelahrtheik legen solle, nachdem aber derselbe an. izyz aelivrb nergriefer das Nuäium kkeo!o§-cum. Damit er ohne alle hinderuMden studien obliegen konte, überließ er die erbschaffi, die aufjbn Mden erstgedohrne gefalle,aber mit vielen weitläufftigkeiten verkniMwar, seinem bruder Ambrofiv, und behielt vor sich so viel, M »seinen studien und unterhalt erfordert wurde. Als um diese zeit n-rJesuit Henricus Fiz-Symvnds, der zu Dublin gefangen war,»gelehrtesten unter den Prolestirenden daselbst zu einer dispulationaussorderte, trug man solches dem Ufferio auf, ohnecachm derselbe nur 18 bis »s jähr alt war. Weil aberMrius hierbeuerkan.

te, daß die Römisch, catholischen sich zum öfflern ausdie kirchen..

terzuberuffenpflegten, nahmerihmvvr, die schrifften der kirchen.väter von wort z» wort durch zu lesen < welche arbeit er in dein,°jahre seines alters ansieng, und bis in das ;8 cvntinuirte, binnenwelcher zeit er alle Griechische und Lateinische kirchen.väter, jaaucbdie meiste» tckol->tticos, VVIN ersten keculo biS anfdgs lz dmchiaLauch zugleich anmerckungcn darüber machte, und seine meyMMwelche schrifften xenum oder nicht eröffnete. Hieraus wolle er chgrosses werckverfertigen, unterbemtitul : dibliorkccrlkeoloeics.weiches er aber, weil er von dem tobe übereilet wurde, nicht vv!>senden kunte. Er wurde im übrigen in dem ri jähre seines altersvon seines vaters bruder, Henrico Ufferio, der auch Ertz-MMzu Armagh war, zum v-scono und Priester zu Dublin verordnet.An. 1607 wurde er ösccLlsureus lKcoloZi«, und bald daraiif?w-kestor auf derselben universtläk- Als auch an. i6i; ein Parlamentund eine Versammlung der Geistlichen wegen gewisser religions.Puncte und der kirchen-disciplin zu Dublin gehalten wurde, mulieUsserius einige articul aufsetzen, die von den Ständen approdiret,und von dem Könige bestätiget wurden. Es wollen ihn zwar einigeübelgesinnele hierüber in verdacht dringen, als wenn er von derEn>gelländischen kicchcn»disciplin abgewichen, und suchten ihn beydemKönige anzugeben, a!s wenn er es mit den Puritaner« Me; erlegre aber seine Unschuld dergestalt an Yen rag, daß ihm der Königan. 1620 von freyen stücken das Bischofflhum Math conserirte.Vier jähr darauf wurde er zum Ertz-Bsschoffvon Armagh ernM,welchem amte er bis in das jähr 1640 vorstand. Als er aber nmdiese zeit eine reise nach Engellanv that, wie er auch svnstalle; jährzu thun pflegte, um in den Enqelländischen bibliothequenjich umzu-sehen , wurde er durch die m Eugeüand entstandene unrube verhin-dert, baß er gar nicht wieder nach Jrrland kam. Hierdurch wur-de er auch aller seiner cinkünffle und seiner güler beraubet, ausserseiner dibliolhec, die man in dem Jrcländischen schloß Drogbedahverwahret hatte, und welche er zu sich nach Engelland bringen ließ.Der König gab ihm zwar das Bischofflhum Carlisle; er wurdeaber auch dessen durch das Parlament, das sich dem König wider-setzte, bald beraubet. Die Holländer trugen ihm hieraufeiiie Pro-fession aufder Universität zu Lcydcn an, und der Cardmal Richelieusiwitirte ihn mit gar ansehnlichen bedicmingen nach Franckreich, erschlug aber beydeS aus, indem es in Engclland an vornehmen lwten nicht fehlte, die ihm gerne seinen unterhalt gaben, damit sie nurseines Umgangs gemessen, und sich seiner predigten bedienen,kuM,Endlich wurde er an. 1647, als er sich zu Londen bey der Grästn mPckerborough aufhielt, von der socictätot Lincolns Innzum Pre,digcr beruffen, und ihm eine anständige pension gemacht, welchemamte er auch in die siebe» jähr fürgesianden, bis er anderthalblabrvor seinem ende wegen blödigkeit des gesichts und Mangel der zahneabdanckte. Endlich starb er in der stadt Reygate in der GraffchHSurrey den 2; martsi an. 1655. Cromwell, der sonstUssmoMwar, ließ ihn dennoch öffentlich begraben, weil er wohl WM, daßibn das volck sehr liebte. Seine dibliolhec wolle der König mDänncmarck miv auch der Cardinal Mazarmi kauffen; alleinCromweü verhinderte es, dahero es geschahe, daß sie um eine» ge-ringen preiß von der Inländischen armee gekauffl, und dennNer,sität zu Dublin gejchenckct wurde. Daß Cromwell eine grosses»'schafft gegen Ulimum gehegt, soll unter andern daher gekommensey», wie einige berichten, weil Usserius zu dem Cromwell, oadieser noch zu Oxford als ein Uulliokus gelebet, soll gesagl HM,er würde zwar ein grosser mann werden, aber der kirche wel Mden zufügen. Man führt auch sonst noch unterschiedenes an, mUsserius vorher verkündiget habe, als, daß des Cromwclls Vmcnt nicht lange währen, sondern daß das Reich wiederum anrechtmäßigen erden kommen, jedoch er selbst es >"ckl «Mu»ve, u. d. m. Unter den schrifften Usserii sind sonderlich beka m.

snnsles vekeris Lc nvvi keUarnenri; snli^uirLces cccleiisrum 0

nicsrum ; s^nkaema cie LXX incerprecum vechone; ae ecc e .

rum LkriUiauaruin tucccüione Le kam; epiltol« lZoaw,

Lc Uol^csroi cum annocationibus; und kiüona Lollelcnaici,lke like ok ssames Llskerr. in vika - m

lirtimorum Lc illukrium virorum, Lec. Letils viea Ulme

Uson Lassan/ einer von den mächtigsten Königen is N'sien, wird beyden scribenten bald Mmbech, baisancs, bald aber Sum Cassianus genenner. Er wa -m D Urailuchs , eines mächtigen Fürsten , ( '°uder jwe,ffrl mTuttv'»nien,) und brachte sich durch seine tapffcre thaten dttmajB im^'daß er Herr über Armenien wurde. Es waren aber