Band 
Vierdter Theil
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wal

tzen Reich herum/ damit er auf dem damals gehaltenen Reichs»>age zu Aachen von dem zustand desselben relalion ablegen solle,welches er auch mit solcher frcyheit that, daß er den Kayser offem»sich einer nachläßigkeit beschuldigte. Nichts destowenjger war erbey dem Kayssr wohl angesehen. AIs aber dieser Bernhardum,Hertzog von Languedoc , ihm in dem minltterio vorzog, warb er soerbittert, daß er sich von den malconlenten söhnen Ludvvici zumvornehmsten wcrckzeug und anfnhrer der revolce gebrauchen ließ.Er wurde zwar deswegen hernach von Ludovics ?>o ansein bcrg«schloß an den, Gensser>see relegiret; aber von seinen söhnen beyihrem zweyten aufstande wieder hervorgezogen, von demKayscrstlbst carcssirct, und von bcvden zum unrerhändler bey den ftiebens»tractate» gebraucht, starb aber bald darauf an. 8;6 in Italien .

l^«/L scilpra Lp. in lec.

Lenesi. I V psrr. i conss /^r,. Ke-

iValbeck/ ein Lutherisches Canonicat»Stifft in dem Fürsten«thum Halbcrstadt, unweit Weferlingen und Helmstädt. Es istbaS stammhauß der ehemaligen Grafen von Walbeck, von weichenLotharius einer von den vornehmsten rädeissührern gewesen, dieden Kayssr Ottoneni I ermorden wollen, dahero er zur straffe diesesschloß zu einem Canouicat-Sliffl verordnen, und den zehencen theilalter »einer guter darzu iviedmen müsse». Solisten liegt im Alans»feldischen ein schloß und ehemaliges Stiffl LLnomcörum regula-num »o heut zu tage den Herren von Eitz unter Cbuc. SächsischerHoheit gehöret. Kllsnrselsi. csirori. snü^u. üal-

b«tt. I'. i. l?reuck. ttsscr-^eogr.

lVsilbronn/ (von), siehe walbrunn/ (von).

Ulttlcheren oder walchria / eine Niederländische insul i»Seeiand. Sie wird durch die Hont oder Weiter» Scheide vonFlandern abgesondert. Die vornehmsten städte auf berftlbigensind Middeldurg, Vließinge», Vere, Armutven. Dieser iniui wirdschon zu ansang des achten seculi unter dem namcn, V/Mcrs miu-i». von Alcuinv gedacht i» dem leben St.Wilibrordi, welcher all»da die Christliche lehre soll geprediget haben. Der grosse canal,welchen Kayser Otto III m der gegend zwischen roeelanv undWalchere» zu besörderung des auöfluffeS der Scheid gemacht,scheinet erne ursach geivescn zu »iyn, daß das meer hierum mehrgewalt bekommen, und ein grösseres stucke landes überschwemmetbat. Die inml ist sonst m ulken zciten von den Fcielen besessenworden, hat im neunten seculo von den Normänneren viel ausste»hcn müssen. Als Robert der Friese im 12 seculo seidige den Gca»fen von Flandern vermacht, ward diesen von denen Grase» in Hol»land, so kamahl noch gemeiniglich Marggrafen von Viaarvinghiessen, deswegen streit er weckt, bis FlorenttuS Gras vo» Hollandtmis »ahr nLz durch Philipvum, zugcnamml von Elsaß , undGrasen in Flandern überwunden und gefangen worden z dann damuste er sonderlich Walchcren an Flanderen überlassen, so auchbis zu ende beö i; iecnii und der regieeuiig Gräfin Margarclhädabey verdiieben, nachmahi aber vo» den Holländischen Grafenwieder behauptet worden ist. Doch befanden sich auch bamahleinige kleinere Herren in dieser inlül, so aber unter den «meldtenGrafen stunden, aus welchen vornemlich die Herren von Bvrselenlm 12 seculo Walcheren besessen, und um an. n;r darin» oie stadcMiddeldurg erbauet haben. Ein wehrers flehe unter Seeland.//,)!. sieicr. Lel^a. ^

U)alchern oder Newwalcheren/ siehe Tabago.

U)alckenried / ein flecken in der Thüringischen GrafschafftHohnstem, bey vengräntzen deSBraunlchweigilchenFürstenthumsGrubenhagen , an dem siusse Zorge, ungefehr; yieilen von Nort»Hausen, westwärts,gelegen. ES befindet sich dabey ein kloster, wel»chcs »ihr ansehnliche emkünffte hat, und ehemals dem Reich un»mittelbarer weise unterworffcn war, hernach aber in dem Westphä»lischeu sriedens.schluß dem Hertzoge zu Braunschiveig uiio Lüne»bürg, Cdristiano Ludovico, welcher zuvor ^simlnittrsror davongewesen, als ein Reicps.lehu erblich übergeben ward. Solcher»gestall ist es der Lutherischen religwn zugethan, und seit ungefehran. 1671 hat es die Fürstliche Wolffendülkeüsche linie durch einenabsonderlichen vertrag bekommen. Waicsienn-

«ienle;.

Walckowar/ Walpowar/ eine Grafschafft in Slavonien,zwischen der Sau und der Drau , gelegen. Die Hauptstadt gleichesnamens hak ein festes schloß, und gieng an. i;4? an dieTürckenüber, nachdem sie z nionak davor gelegen; an. r 687 aber mach.tm sich die Christen wiederum davon meist«. Bey diesem ortetheilet sich der fiuß Walcko oder Walpo in-arme, davon der einebald hernach in die Donau , der andere aber bey Esseck in die Draufallt.' In Siebenbürgen siegt auch einschloß, namens Walcko,welches die Turcken an. iüü; eroberten und ruinirten. ^i/.kor,.

Hang. /ercEOtiom. pk. I?. r.

walcourt / ein klein städtgen in den Niederlanden , zwischenPhisippeviUe und Charleroy, an dem fluß Heuce, allwo sich seit an.977 eine Benebictiner. Adtey befindet. Es ist sonderlich dadurchbekannt worden, daß daselbst an. iü8y den 2; aug. der Frantzösi»sche Marschall von HumiereS, mit ziemlichem vertust der seinigen,einen kheilzderlHolländischen krouppen unter dem Fürsten von Wal.Leck angegriffen, und zurück geschlagen worden. bssl-.

Wald/ 8svr keneäiÄs, ist ein in Schwaben eine stund weitvon der Reichsstadt Pfuliendorff, zwischen den wälderen gelegenesFrauen.kloster Cistercienser.ordenS , welches an. 1200 von Burck»hardr von Weckenstem, Ritter und Kaysers Fetdertcr n hof.pevten«

wal

ten erbauet und begäbet worden. LL,--«-r-»,»

Litt. 8. tternk. p. II. * ^

Maldan / (Durandus) ein setz«, s.Dmandm.

Waldau/ Waldow- Walde / eines der ältesten Adelichm

Häuser in der Marck Brandenburg, Pommern , rc. von weichemeiner an dem Hofe Kaysers Ollonis H sich aufgehalten, und au. s?4Mit Gerone Grafen von Alßleben vor Magdeburg sich n, em duelleingelassen, darin beyde auf dem platze geblieben. Er-ynius vmWaldau wird an.; unter die khurmers.genösse» zu Zürich ge.reblet. Emmichen von Waldau, Hertzogs Henric, pcms zuSachsen Kriegs.Obrister, hat sich an. «8r unter ander» mderbesatzung Lübeck und sonsten tapffcr verhallen. Hanß von Bald«,tst an. i;S2 Vogt zu Slrausberg, ein anderer dieses namens aberan. 1410 Probst zu Berlin gewesen. Noch ein andrer busiö»a.mens ist an. 141; B'schoss zu Brandenburg worden, mib hat jchrridrauf dem Loncilio zu Cvslnitz deygewohner. A». 14°8 Hai M>.vurgis von Waldau, Aebttßm zu Bodrghcim mdemPaderd«.sehen, ihre würde niedergelegt, und die Abiey, weil sie in Mehl«aerathe,, war, an Wilhelmum von Berg übergeben. Buichassr,Heröoql. Pommcrücher Rath, wird unter dre gelehrle von Adel,und Raymar von Walde unter die kriegs Helden um die mitte deS seculi gezehlet. Wvlff hat an. ^77 du stelle MkLFmMmAndältischen Hof.Marschalls dekiechet. Christoph Bernhard «s»ritte an 168s als Comlur zu Werden, Chuc. BrandenducgiMCammecberr und Odrist-Lieuienant über die garde. Adolph M«brich hat an. 169; als Hertzoglicher Mecklenvurgycher gchennderRath, und Baltbasar Friedrich an- 170a als Lhur-Bralidendurg»scher Odttst»Lieutenant gekdet.

Diese ansehnliche fannlie hat sich auch verlangst in SE»ausgebreitei. Denn man findet Heinrichen von Waldau in demfundalions brieffe des klvsters Neu-ZeU sie sv. ,rü8 als einen D.gen angeführet. Frilsche von Waldau stund an. 1,94 bry demHertzoge zu Breßlau , ConradoLrallo, und beydem HectzdgeM»r,co du- zu Giogau in besonderer gnade. Johannes von Waldm,beygenannr der ältere, ist an. 1421 und »ach seinem lvde an.--»rzJohannes vo» Waldau der jüngere, Buchestzu Lebuß imben.George auf Schwanvwitz, Hertzoglicher Beleg,scher MhundHauplmann der Weichbilder Creutzderg und Puschen, bal.ao.izü; gelevett Nicolaus ist an. 147° Amis. Verwaller der Mr»sicnlhümer i^chweibintz und Iauer gemessn. Heinrich aiifLchM-nowitz, Hectzvgl. Liegnitzischer Rath und Landes,HMm« derWeichbilder Olau und Brieg, erkauffle an. i;88NkdsiBlkiihardmvon Walbau, das stabilem und schloß Hundsftld. WchMgausWilbichütz und Hundsfeld war an. 1614 Hertzoglicher ReMO»Rath zuOeiß. Nicolaus auf Schalcke besaß än.;r diecwr^eines Königlichen mann-rechtS Beysitzers im BreßlaiiischenZM'stenlhum. Bernhard aufSchwanoivitz, Pramdicn ic. HcWl.Liegnitzischer Rcgiccungs.Rath, uiid HosRichkcr, fiorirle iimdaSjähr 167s. ttommctt. Iw. ü. L,Mi-lL2>.p.li44.

dolanit. ckron. p. l;o. 8ckict, coriol.

lValdboteN / Lomuer 87>vettrer, Vslclbou odcr lvsth'llilhwaldgrafeir, waren vor allers diejenige», welche von denMlern h,u und wieder in die schloff« und wäldcr gesell wurden, mso wohl die firaffen-räud« «m zaum zu hallen, als über dad hGodfichl zu baden, damit die wilddahn keme» schaden litte. Von denRömern, bey denen dieses aml ichon im gebrauch gewesen, sindjilcrniisarii s),Ivettrer genennet worden. sie ^ure ie,r. c,4,v,

i;2. 0/ ssec. 8sx. s. WüldbotkN.

tValdburg/Grafen, v.waldpurg.

Waldeck/ Grafschafft, ist eine alte Reichs.Erasschasst, welchezwt»ch«i Httssn, den stisslern Pabcrboru und Cölln, wie auch denGcatlchassten Marck und Lippe gelegen. Sie gehörte pormolszudem Westphaliichen crayß, worinne» auch die lande ammeislengelegen, ist ab«zu dem Ober.Rhcinuchen geschlagen worden. Siewar anfänglich der Grasen von Waldeck und Ochwalenburg freyesMio gantz »ouveraines eigenthum. Nach diesem aber hal GrosHeinrichs des eisernen söhn, auch Heinrich genannt, mit einivilli»gung »eines drudcrs Adolphi sohnü, biess Grafschafft Landgraf Lud«ivlge» vo» Hessen , an. 14 zu einem rechten erb»man»Iehii dergMausgekragen, daß sie unter der Landgrafen schütz leben, und diesewich abgang ber Waldeckii'chen sime des Heimfalls geniessen sollen.Es sind aber nach der zeit wegen dieser lehnbarkeil viele muiiMentstanden,indem sich die Grafen von Waldeck beschwerten, das dieLandgrafen solche allzuweit cxteiibircn wollen. Waonenhero diefache an. i;4y an das cammcr.genchc gediehe» und von DMder «russpcnch gc»chahe, baß die Grafen allen den übrigen AM»Grafen zukommende rechte gemessen sollen. Es hal auch der M'ser Matthias an. 1612, und dcr Kav»'« Ferdmandus H ail.lSi-bie Grafen mit aller zubehör, auch gleit.strasscn, zoll, saltz-brun»b«gwerck und müntz.gerechtlgkeit, nicht weniger mit dem reg«Freygrafen zu prässnttren, bclichen. An. ,6ri gieng die contw»vers zwischen Landgraf Moritzen,und den beyden Grasen MMund Vollrad von neuem an,und wurde vielfältig darüber gejmM,bis endlich die fache zwilchen Landgraf Wilhelmen, und den M 'meldten zwey brüdcrn an. rszr dergestalt zu einem vergleich Mdaß den Grafen ihre Reicht Gräfliche würbe und der RcichS'W'ftn.stand saint scffivn und voro auf Reichs>und crayß'iagen M-'schadet verbleiben, nicht weniger die Reichs»lehnbarmt Mschmählerung gelassenste Heßische lehns.gerechtigkeit aber w«nicht, als auf einige besondere lehn.stücke in der GrasscdaWW

solle, welches nachmals in dem Wcstphälischen ftiedens-schins sbestätiget worden. Das land ist sehr ergiebig an allerMteil, ivtldprel, eisen/ steinkohlen, unp gesiint'druniien.