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vsbMen städte , schlösser und örler sind Arolsen, Corbach , Eilhu«E>ie»berg, Freyenhagen, Fürstenberg/ Lmidam Mengershau»stn, kloster Netze, Roden, Sachstnhausen, Walbeck, Wettcrburg,an und neu Wildungen, aüwo gesund.brunnen sind. So gehörtauch dazu die Herrschaffc Didinghausen, woselbst die dorfffchafftenDaseid, Lichtenscheid,Nledemau und Niederschleidmi. An küssenfindet man darinnen die Ahra, Eder , Twista , Urba und Wara.Daneben gehört den Grafen von Waldeck die freye GrafschafftPyrmont, welche sie aus der Glerchischen erdschaffl erhalten. DieGratschafft Cnlenburg in dem Hertzvgthum Geldern, hat der GrafVolirad dnrch seine Vermählung mit Anna,Marggräfin zu Baden,alS welche deS letzten Grafen von Cuienburg Florentstl! Wvestertochter war, an dieses Gräfliche hauß Wildungischer linie gebracht,indem sein söhn Philipp Dietrich von Fwrentio 1 t zum erben ein»gefetzt worden, siehe Cuienburg. ckroa. 8sxon.
Lkron. ilin. (ierm. üb. z c. )9.
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Waldeck/ Grafen / sind uralte Teutsche Herren. Es werdensolche von Kayser Carls des grossen zelten an, unter die Wcstpbäli«scheu Landherren ^gerechnet, welche, nachdem die Sachsen über»wunden, dem Fränckischen Reich unmittelbar unterworfen gewe»sen. Und zwar wird von selbiger zeit Graf Witlekind von Schwa»ienbcrg und Waldeck angeführet, welcher von dem erineldten Kay»ser die Erd. Voigtey und das Burggrafthum des stiffts Paderborn an. 780 empfangen, und vor den allgemeine» stamm-vater diesesgeschlechts gehalten wird. Sei» söhn war Avalberrus, der umerKayser Ludwig dem frommen, und dessen söhn Lvthario zu felvediente, und an. 84i umkam. Wilhelmus welcher unter HertzogConraden von Franckcn, und nachmals unter dem Könige HenricöI von Teukfchland diente, soll dem ersten tburnicr zu MagdeburgbeMwohnci haben. Wilhelm» söhn war Oliv, welcher Witte»kluvnm II hinterließ, der ein vater wurde Ottonis, welcher demKavfer Hearico I V wider den Hertzog Rudolphuin aus Schwabenbeystund. Dessen söhne waren Henricus, Bischofs zu Pavcrborn,und Wsttekindus I > I, welcher Kayser Heinrich dem V getreulichbeystund, und an. m; in der Wacht an dem Wolffsholtze sichtavffer hielt. Seine söhne waren Henricus, Willekindus, Vol»guinus, Rudolphus. Unter diesen hat Volquinus das geschlechtfortgesetzet, der Henricum, Hermannum, WitteklnbumIVundVolquinmn hinterlassen. WittekinduslV überließ an. »»87 diePaderbomisch« Erb- Voigtey vor;oc> marck golöes dem Stifft,bekam aber von Ertz. Blschoff Philivpen von Cölln , weil er ihmWestphalen einnehmen heiffen, das schloß und die Grafschafft Pyr»monl zu lehn, welches er nachmals seinem söhne Werner« zuge»theilet. Er gieug hierauf mit dem Kayser Friedrichen dem I insgelobte land, und starb auf seiner rückreise an. 1,90. Seine söhnewaren Witekinbus ein Lanonicus, Adolphus, Godschalcus, Vo!«guinus, Wernerus, Henricus. Von diesem letzern stammen dieGrafen von Sternberq ab, deren lmie an- i;?y wieder erloschen.Von Werners stammen die Grafen von Pyrmont her. Volqui»uns hinterließ Witlekindum, Bischofs von Osnabrüg, Godfridumund Adolphum, von welche» zwey neue äste,der Schwalenbergtscheund Walbeckische entsprossen. Der letzte Schwalendergischenstammes war Henricus, welcher dem Grafen Otloni von Waldeckan »;;6 alle seine lande zugeschlagen. Allein der Blschoff Bal»duinuS von Paderborn, nebst dem GrafenOttone und Bernhard»Don der Lippe, welche bereits die helffte der Grafschafft Schwa»Heilberg von dein Abt von Cordey zu lehn trugen setzten sich bärge»gen, und kam es dahin, daß die Grafschafft «Lchwalenbcrg in ;theile getheilt wurde, worvon der Blschoff von Paderborn einen,und die Grafen 2 theile erhielten; ver GrafOtto von Waldeck abermuste das nachsehe» haben. Adolphus setzte das geschlecht fort.Er war an des Kavstrs Wilhelmi aus Holland Hofe obcister Hof«Meister, und hinterließ Adolphum Blschoff von Lüllich; Godfti»dum, Blschoff von Minden, und Ottonem 1 l I. welcher das ge»schlecht fortgesetzt und an. »;c>; umgebracht worden. Seine söhnewaren Adolphus, ein Lanoiücu8; Ludvvicus, Blschoff zu Bremen und Otto Eberhardus. Der älteste aber Henricus setzte das ge.schlechte fort. Er stund bey Kayser Ludwigen aus Bayern ingrossen gnaden, und that selbigem getreue dienste. Seine söhnewaren Theodoricus und Henricus, Lsnonici zu Cölln, und OttoLV, welcher bey Kayser Carl« dem IV in grossen gnaden stund.Dessen söhn war Henricus IV, der eiserne genannt, welcher denKayser Wenceslaum, als er an. »;?8von Aacken wieder zurückkam, aufseinem schloß Waldeck lracittte, und daher» von demselbi»gen mit der Grafschafft Waldeck samt ihren Herrschaffien, freyenKühlen, zöllen, aerichten, auch dem recht heimliche und öffentlicheFreygrafen zu^präsentiren belieben wurde, welches hernach vondem Kayser Sigismundo wiederholet wurde. Henrici des eisernensöhne waren Henricus und Adolphus. Dieser erhielt durch seinegemahlt» Agnes, eine Gräsin von Ziegenhaynund Nidda, ein rechtcruf beyde Grafschafften, so er aber an Hessen überließ. Er Metedie Lanbauische linie, welche aber mit dessen enckel Ottone an. 149;wiederum abgegangen. Henrici söhn war VolraLhus L, und Heu»ricus. Dieser letztere hinterließ Philippum!. welcher die Wstblin.gische linie Miete, die aber an. »598 mit Wilhelms Ernesto, wel»cher auf der acabemie zu Tübingen starb, wiederum verloschen.Wiewol Henningius will, daß dieser Phüippus l auch Volrathssöhn gewesen. Volrath hinterließ Friedcricum, der Bstchoff zuMünster war, und Philippum U, welcher daS geschlecht fortgese.tzek. Er diente dem Kayser Maximilians k und Carolo V. und warCrayß.Obrister des Westphälischen crayses, auch Stadthaller inder Grafschafft Ravensberg. Seine söhne waren Franciscus,Bischoff zu Osnabrüg, Münster und Minden , zu dessen zelten dierviedertäuffer so viel unruhe zu Münster »nachten, und Gregvrius,
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welcher an.»;8; zu Paris verstarb. Der mittlere aber Wllppusl l! setzte das geWecht fort, und hatte viel kinder, unter welche»Volratbus U die Isenburgische, und Johannes der fromme, dieWildungliche linie stlfftele, welche letztere aber mit Johannis söhn,Francisco, an. 1597 wiederum abgieng. Volratbus U setzte alsodas geschlecht fort. Dessen söhn Josias ist der allgemeine stamm»vater aller heutigen Grafen von Waldeck worden, indem sein älte»ster söhn Christianus die Isenburgische,der jüngere aber, VolratbusIV. die Wildungische und Arolsische linie stiffleie. Diese gieng amersten ab. Denn Volrath »V hinterließ Philippum Tbeodorum,dessen stamm aber mit seinem svhn Henrrch Volrath an. »664ga»tzabgestorben, und Georg Friedrichen, weicher wegen feiner kricgs»erfayrenhett die General. Feld. Marschalls. stelle in Tcutschlanderhielt, auch an. »682 m den Reichs-Fürstensiand erhoben wurde.Die Holländer machten ihn auch zum General'FeId>Marschall undzum tiouverneur von Mastricht, da er denn die armee in den Nie»verlanden wider Franckreich cvmmandirte, aber den 9 nov. an.
zu Aroljon ohne männliche erben starb, und seine lande seinemvetter Graf Christian Ludwigen hinterließ. Der älteste Chrtstia.nus war des Kaysers Ferdinand» U Cammerherr, und starb an.i6;8- Er hatte 2 söhne Philippum und Johannen», deren dieserzu Landau repdirte, und an. »Lüg ohne erden starb. Jener waeKayserlicher Obrister, und blieb an. 164; in der Wacht bey Taboein Böhmen . Dessen söhne waren Josias, welcher die Braun»schweigische auxiliar-trouppen in Candicn cvmmandirte, aber da»selbst den 8 aug. an. 1669 an einer empfangenen wunde starb, undkeine männliche erben hinterließ. Der älteste Christian Ludwig,Grafzu Waldeck und Pyrmont , ward den 2; jun. a». 16;; gebob»reu, und vermählte sich an. 1658 zum erstenmal mit AnnenElisa»beth, Gräfin vo» Rappolsieln, zum andern mal mit Johannetten,GrafJohannis von Nassau-Jdsiein tochter. Seine kinber ersterehe waren Dorothea Elisabeth, welche an. 1692 an Graf Rubol»phen von der Lippe in Bracke vermahlet worden; Friedrich, gebob»ren den 2 jun. an. »66;, starb den 28 april an. »686; HeinrichVolrath, gebohren an. »66;, starb an. »688 ; Cbarlotta Sophia,gebohren den 28 jan. an. 1667; Eleonora Catharlna, gebohrenden 5 aug. an. 1670; Eberhardina Lvuisa, gebohren den 9 aug.an. 1671; Friedrich Ludwig, gebohren den 9 jul. ««.1672, starban. 1694; Philipp Ernst, gebohren den 26 april an.iü?; starb den27 jun. an. iü9c; Anton Ulrich , gebohren den 27 nov. an. 1676,welcher sich den 22 »ct. an. >702 mit Louisa, deS Psaltz,GrafenChristiani ll von Birckenfeld tochter vermählet. Aus andrer ehesind Ernst August Casimirus, gebohren den r r oct. an. is8r; Hein»rich Georg, gebohren denr; may an. »68; - Christina EleonoraLouisa, gebohren den»» apr. an. »68;; Sophia Wilbelmina, ge»bohren den 6 jun. an. »686; Carl Christian Ludwig, gebohren den24 bec. an. »68?; Henrtetta Albmina, gebohren den 26 jan. an»»69;;Josias, gebohren den 2s aug. an. »696; Cbarlotta Floren»tina, gebohren den 8 ian. an. »697. Der regierende Grafzu Wal»deck, Anlvn Ulrich, ist an. »7 »7 bey seiner anwesenheit in Wien mden Reichs> Fürstenstand erhoben worden. »äLnn.777«
inerrop. l. 9. /«S/. d.unäc»rx. k. 4 p. 40».
INaldecker von Re»npt/ eine unmittelbare Re»chs«fceye Ade»liche fawllte an dem Rheme, deren stamm.reihe von Johann Wal»deckers von Kempt vater, der zu ausgange des »; seculi florirek,und eine von Syberg zur gemahlin gehabt bat, hergeleitet wird»Von dessen nachkommen hat Philipp Carl Friedrich, Kayserl^Obrister und Chur -Mayntzischer Hof-Marschall, um das »ahe»6;c> gelebet. Dessen bruder Michael war anfangs Dom-Herr,rcsigmrte aber an. »6»; und ward ein groß-vatcr») Johannis Hu»gonis, Cbnr-Pfältzjschen Cammerherrn und Obrist.Wachlmeistersvon ber gsräe; 2) Phtlippi Caroli, des Teutschen ordens Com»turs zu Mergeuthal, und Kayscrlichen Hauptmanns.
vorn Übeln, »zäel p. »6;.
LValdegrave / ( Lords) in Engelland. Henricus Waide»grave, von Cdeuton tn Somersetshire, ein Baronct, ward der?s«, jan. an. »686 von dem Könige Jacobo H zum Pair von En»geüaud, mit dem titul eines LordS Walbegravs von Cbeuton, undein jähr hernach zum comrolleur von seiner Hofstadt, gemacht.Als an. »6§8 die revolution mit dem Printzen von Oralsten erfolg-te , rctirirte er sich in Franckreich, und starb das nächstfolgendejähr zu Paris . Von seiner gemahlin Henriette, einer natürlichemtochter des Königs Jacobi H von Arabella Cburchil, war ihm an.,684 ein söhn, namens Jacodus, gebohren worden, welcher ihmnachgehends in der würde eines Lords Waldegrave fnccedirte.p. ;r. ll, p. 124.
tValdemarus I. König von Dänemarck , war Canuti desfrommen, Hertzogs von Sckleßwich und KömgS der Obvirite»oder Wenden söhn, und zanckte sich mit Suenone m und CanutsVI . welche gleichfalls aus Königlichem geblüt waren, um biscrone. Kayfer Friedrich 1 entschied an.»»;-»den streit durch einetheiiung, die aber keinen bestand hatte. Endlich wurden sie an«!»»;; mit einander eins, das Reich in drey parken zu theilen, der.aestalt, das Waldemarus Jütland, Sueno III Schonen undCanulus Vi Seeland erhielt. Canutus aber wurde von Suenonedurch betrug, hingegen Sueno von Waldemaro m öffentlichesftldschlachl umgebracht, baß also diesem das Rclch^bsted. Esconjungirte sich mit Hertzog Henrico dem Löwen vou Yachsen wl»der die Wenden , nahin insonderheit die insuIRugen »ehr mit, zer»störte aflch die grosse stadt Julin- Ant»»64 soll er zucrbaunngdeestabl Dflntzig den ansang gemacht habe». Unter diesem Königefieng der BilchoffAbsalon von Rokschisd an Coppcnhagcn zu bauen.
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