Band 
Vierdter Theil
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8i8 wal

waldemarus H. des obigen Waldemari I söhn, CanutiV! bruder und Nachfolger. Er war anfänglich nur Hertzvg vonSchleßwich, wurde aber an. iror König in Danemarck, und !vmächtig; daß er nebst Danemarck auch Esthland , Licstand, Cur«land, Preussen, Pommern , Rügen, Mecklenburg , Holstein,Stormarn , Ditmarsen, Lübeck und Lauenburg unter seiner bot«Mäßigkeit hatte. Allein er verlvhr hernach einen grossen theil da«von- Denn als der GrafHenrich von Schwerin m das gelobteland relstte, überließ er fein land indessen nebst feiner gemahnn demKönige zur Verwahrung. Da aber dieser unterdessen mtt der Grä«fin ehebruch getrieben, suchte der Grafnach seiner zucuckkunffl fol»ches zu rächen, nahm ihn mit list gefangen, hielt ihn ; >adre marrest, und ließ ihn nicht eher loß, bis er ihm 4?°°° marck lothi«geS stlber zur rantzion versprochen. In währender feiner gefangen,schafft fiel Pommern , Mecklenburg , Lübeck und Dantzig von ihmab. Der Graf Adolph von Schaumburg nahm Holstein und Stör«marn, die Creutzherre» aber Estb-und Ließand ein. Als er an.irr? die abgenommenen örter wieder einnehmen wolle, wurde ervon dem Grafen von Schaumburg an. rar?, bev Bornhowed mHolstein in einer schlackt überwunden, und hätte es nicht viel ge«fehlet, er wäre zum andern mal gefangen worden. Jedoch bekamer Esthland und Liefland wieder. Von diesem Könige bat auch derberühmte orden von Danebrog seinen Ursprung. Er starb an. 1241.kick. I)an.

waldemarus/ ( ) ein söhn Erici n Hertzogs zu Schieß«Wich, bestieg an. iz-oden Dänischen thron, als Ckristophorus Ueutffiehen muste; ward aber von diesem an. ,i;;o wieder verjagt.Einige zehlen ihn deßhalbcn nicht unter die Könige. Er folgt her«nach unter den Hcrtzogeuzu Schleßwich, mit dem namen Walde»marus V.

Waldemarus IH. (IV) Königs Cbristophori H söhn, wurde an.1,40 König, und richtete das ziemlich gefallene Königreich wiederauf. An. l;4,ü verkauffte cr Esthland au die Creutzherren für r8000marck stlbers, welche er ineillentheilS auf seiner reite in das gelobteland verzehrre.Hingegen ichwatzte er dem Könige Magno Schmeeckvon Schweben an. r;so Schone» wieder ab, welches land zu desKönigs Christophorl li zelten an die Schweden gekommen war.An. r ; wurden ihm auch von dein Könige Alberto ans Schwe»den Gothlanvnv viele sonst z» Schweden gehörige örter euigerän«met. Er balle mit den hansee.städlen viel zu thun, und that ver«schiedene reisen, muste auch an. i ;?c> von seinen Edelleuten viel er«dnlten. Seins geinahlm war Hedwig aus Echlcßlvich, mit wcl»cher er eine lochter, namens Jngeburgam, gezcugct. Sie kamaber hernach m des Königs unanäde, weil ste fich mit ValguarboLaiigmaniio, einem Königlichen bediente», allzubekannt gemacht,und ward also auf dem schloß Sebnrg gesänglich gehalten. Alsaber Waldemarus au. i;;z auf der jagd war, und zu Seburgübernachtete, wurde seine aeinablin, ohne daß er ste gekannt hätte,zu ihm gebracht, welche sich so fort schwanger befand , und die be.kannte Margaretham zur well brachte. Er starb an. i;^./>. liitl. üolli. Ich, 21. bitt. 8uec. lull.

0an.

waldemarus/ König von Schweden , war Bügen Jerlsältester söhn von Jngebnrga, des KbnigS Erici XI ,chwester. Erwurde an. irz i zmn Könige ccwehlt, und obgleich iem valer lie«der selbst gern König gewesen wäre, muste er sich doch mit dcmHerlwgs.'titnl und der vormundschafft begnügen lassen. So langeder valer lebte, stünde es gar wohl zu denn er unterdrückte daösonst mächtige qeschlcchk der Folckunger, welches sich der Birgeri«scheu familie anfalle weise wider setzte, verbesserte die gesetze, undverordnete unter andern, daß die weibs«ver,o»cn hinfort den dril«1e» theil erben sollen, da sie bishcro von aller erbschastt ivaccn aus«geschlossen gewesen. An. irü; vermählte er selnen,vhn Walde«warum mit der Dänischen Printzeßin Sophia, unv bekam Mal«moe und Treilebcrg m Schonen zum hcyralhs.guk. Er daucleauch und befestigte die stadt Stockholm . Allein nachdem er an.irüü perstorbeu, tonten sich seine 4 lohne, alS Waideinarus»tiig von Schweden , Magnus, Hertzoq inSudermannIand, E«ricuS in Smaland , und Venedictus in Finnland , nicht mit ein«ander vertragen. Hierzu kam auch, daß Waldemarus seiner ge.niahlin leibliche schwester Inlaut geschwängert, und um dieses zubüffen, eine wallfahrt nach dem gelobten lande übernommen. Dadenn Hertzvg Magnus gelegcnheit halte, sich den weg zum thronezu bahnen , und kam es »ach Waidemari rückkunfft zu den waffen,da Waldemarus unten lag, und a». 1277 das Reich zu Morasteen,in gegenwart des gantzen volcks, dcm Hertzvge Magno auftragenmäste. Hernach hielt er sich meistentheils zn Malmoc auf, würdeaber an. 1288 gefangen , und auf NicöpmgS schloß gesetzt, wo«.selbst er in bem 4 jähre daraufgestorbcn. /0. Kitt. Lock.

i. 19. liiss. 8vec. äelcr. Lvecisc.

waldeinarus I. Marggrafzu Branbenburg, war ConradiI söhn, und folgte in der regierung seinem bruder Johaiini II l an.

Er führte kriege mit Friderico /tämorso. Marggrafen zuMeisten, den er an. 1; 17 gefangen bekommen; es wurde aber der«selbe von einigen seiner Vasallen wieder frey gemacht. Hingegenwurde Waldemar von Rndolpho , Hertzvge zu Sachsen , über«wunde», von den bürgern zu Blitzen aber wieder erreltet, daherdie stadt mit dem zimamen Treuen Britzen geneunet worden.Er hatte auch mit den Hertzogen von Pommern und denen von Me«cklenburg viel zu thun , wie er denn den erster» Hinter« Pommern abgenommen, auch so gar Dantzig durch Übergebung des Poln«,scheu Stadthalters Peter Squeiitz rn Händen gehabt, aber beydeshernach, theils wieder verlohren, theils geld davor genommen.Den Marggrafen zu Meisten »ahm er endlich noch die Nieder»

wal

Laußnitz Ä>. Ob er für sich, oder sein Gesandter Molaus Zzock

wieder gehabte oräre Ludovici Lsvsn wähl wieder ssriedrimOesterreich befördert, ist ungewiß. Erstarb an. iziywdrm.rüstung zu emem kriege wider die Dänen. Von seinem aesiblEsiebe in dem artickel der Marggrafen zu Brandenburg WaiMenstammes. An..i?48 gab ein betrüger, Jacob Rehbock Man»sich für diesen Fürsten aus, von dem hernach, KittoeMMkkranäenb. exkonübur, '

Heryoge zu Schleßwich.

Waldemarus!, stehet unter den Königen in Dänemarck,Mit dem namen Waldemarus.

waldemarus ll. ist ebenfalls der König in Danemarck Wal«vemcmiö ii.

waldemarus in. der älteste söhn König Abels in Dänemarck,studtile zu Parts, und ward ausder rückreste nach Schleßwich, soldni der vater, als cm besondersauslhn geerbtes lehn, iwchb nlebzeiten abtreten wolle, wegen eines Verbrechens in dem CvlnMmgelangen genommen. AIS iinmillelst an. -252 sein vater umae.kommen, riß dessen bruder Christophocus l, nicht Klein die croneDanemarck an sich , sondern, da ihn die Grafen m Holstein,seinermutler bruder, befreyet, wolle Chriswphvrus ihm nicht einmalSchleßwich lassen, vorgebend, baß die Dänische lehn nicht erblich,und alio er seinem vater darinnen nicht succediren tönte. DieGrafen von Holstein zwangen aber be» König, ihm solches an.,2s4 zu übergeben , so er auch b,S an seinen tvd an. irz? besessen.Weil er nicht verheyralhet gewesen, succebirke ihm sein bruderEricus I. inckron. an. ,2s0.

Dsn.I. 7 p. ;;9, ; 4 s seq-j.

waldemarus I V , der älteste söhn Hertzogs Eric! l, vonSchleßwich, war erstlich unter des Königs i» Dänemarck Eric»VIl. mit dem zunamen Vlipping, vormundschafft, der sich Mxdiesem verwand des Hertzogthums Schleßwich bemächtigte, je.Loch aber den Grafen von Holstein, die sich Waideman, als sei,nc nahe verwandten,wider den Kömg annahmen, versprechen mii»ste, das land nach qeendigtcr minderiährigkeit ihm wieder adju«treten. Da aber dieses nicht geschahe, machte Waldemarus miteinigen Mißvergnügten Dänen einen bnnd wider Ericum, der da«durch genöthlgct ward , ihm Schleßwich zu überlassen. Nichtsdestoweniger fuhr Waldemarus in der cvnfpiratwn wider Er»fort, ward aber von diesem gefangen, und unter hatten bcdin«guiigen loßgelasseu. Nachdem aber doch Ericus durch Mevomthron gestossen worden und gestorben, ward die vottnundschafftüber dessen söhn Ericum Vtt, Watdemaro übergeben , der hier«auf gar leicht erhielte, daß die bisher streitige insul»Asm, Armund Feniern, aufbeut öffentlichen Reichstage an. ir8?demHkr«tzogthum Schleßwich Pigcfproche» wurden. Doch als EricusV >U nachmals selbst zur regierung kam, zernichtete ernstes, linderhielt auch nach einem schweren kriege, daß Waldemarus an.129; diese insuin wieder zurück geben muste. Dieser starb an. izir,und hinterließ seine» söhn Ericum >> zum Nachfolger.

k-il.vLN. l. 7 P. ;6f . ,70 , , 7 ) , Z 74 , ;8i.

IValdemarus V, ein söhn Erici > l, Hertzogs zu SchlcßE.DerKönig Chriliopdorus U in Dänemarck, u»dderGrafzuH«1«stein-Rendsburg , Gerhardus V, so Waldcmari multer brudermr,sirillen sich um seine vormundschafft, und führten solche zugleichmit einander. Dieser Graf brachte endlich gar WaldemaruniaiiCbrisiovhori stall auf den thron , und erlangte darkurch anJuilaiid und Schleßwich. Doch als Christöphorus durch dk» an«der« Grasen zu Holstein-Kic! Johauuem!> I wieder eingeMM»de, muste Gerhardus Waldemaro Schleßwich wieder abmicu,womit sich dieser bis an leinen wd.au. > ;6; begnügte. Sem »E»solger war sein söhn Henricus.

waldemarus / ei» betrüger, oder wie sein rechter naimwar, Jacob Rchbock, war sonst ein müllec, und des obbeiNMten Churfürsten zu Brandenburg Waldcmari l fchild-knabeM<sc». Weil er nnii demselben im gesteht nicht unähnlich sahe, Wer sich au. r ;48 vor ihn aus, mit dem normenden, daß wal l»gemahlt» Agnes ihm all;» nahe verwandt gewcstn, ccstclM»gewiffens'scrnpcl darüber gemacht, dahero kcanck gest«, Meinen andern todten cörpcr an seine statt begraben lassen. chM»iväre er in der irre herum gcschwebet, bis er von seiner aeMMtode zulängliche uachnchterhalten, auch vernehmen inuM,die Marck Brandenburg mit hindansetzmig des ManiM W.mcs, an vas hauß Bayern gekommen wäre. EsfielenMMallein viel Brandenburgische städte, sondern auch der M i "Hertzvge von Sachse» , Pommern , Mecklenburg , die Mvon Anhalt, und der Ertz-Bischoff Otto von Magdeburg cSelbst der Kayser Carolus IV nahm sich seiner an, MlittmFürstlich, und erkennte ihn vor einen rechtmäßigen MVvon Brandenburg . Ja, es kam so weit, daß der iicne UMi .Ludwig von Brandenburg nur wenige statte behielt, die Mverblieben. Endlich aber setzte Carolus I V und andre von 10dahero sich dieser betrüger nach Dessau retirircn muste, anauch verstorben. Von einigen scribenten wird er auch Utvon Beliz geneimet, und der Churfürst Rudolpbus! zu S ^ 'Ascanischen stammes, beschuldiget, daß er dlesen bekrMstifflethabe. ücripkorcr tlrsnäeriburg.

. Waiden / eine stadt in dcm nord.westlichen tM Eländlichen Provmtz Essest. Sie liegt 1 c weilenncm Hügel zwischen aumukhigen ,affran<feldern,die>er orl Saffran-Walden gencnnet wird,

klar äs Is xrslläe LrersZae.