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waldersingen/ s. Vaudrevange.
walderode/ s.Nlallenrodt.
TValdheim / ein städtlein/schloß und amt indemamtREitz/vnd dein Leipziger crayß des Marggrafkhums Meisten / an der Zscho-pe/eine meile von Döbeln gelegen. Der Cburfurlk Chrüiianus l zuSachsen hat das schloß wieder in guten stand gesetzet und gebauct. Diegcgend daherum soll ehemals den Herren von Schönburg zn Pemg zu-gehöre! baden / von denen es wiederum durch Wechsel an tue Marggra«fe» von Meiste,,/ und Hertzoge von Sachjen gediehen ivionLckusDlrnenü; nennt das alte Augustiner-elülier / so >etzv das schloß Ist / INIpecie Walderswalda- Es ist nutimehro solches gkbäude zu einemgrossen armen waysewund zuchthause gemacht worden- xro-Är.Msn. p.28;.
waldkirch/ «stein städtlein anst dem Schwartzwald bey demEltzstuß /; stund under Freyburq. 2. Ein stecken und hcrrschaffk indes Abts von St- Gallen landschafft / nicht weit von der stadl Bischoff-jell gelegen- *
waldkirch / (von) ein altes Adcliches geschirmt zu Schashauscn/hiesse anfänglich Waldkilch / und hat sich sonderlich in 2 äste gekheilet/auch nach und nach vor vielen andern in rcichkhum und ansehen ge-bracht. Schönem i;86 ward einer inHertzvgsLcopoldidienstenbeyEempach erschlagen/ mid Ulrich an. r;88 zu Nasels im lande GlaruS .An-1471 lebte Hans Waldkilch des Raths und hernach Bürgermei-ster. Dessen söhn Cvnrad wurde gleichfals Bürgermeister / und er-langte an. -487 von Kayser Friberico den namen von Waldkirch . samt einem Wapenbrieff. An-is;; wäre Hans von Waldkirch Bür-germeister/ und ohngefehr >56; Christoph von Waldkirch / Vogt desReichs/ Seckrlmeistcr und des Raths- Hans Conrad wäre Gerichts.Herr zu Marthalen / (welche Gerichtsherrlichkeik noch von Waldkirchi.scher familic besessen wird) undObherr oder des Raths an-i^s.Oavidvon Waldkirch wäre obcrvogt zu Neukirch/ des grossen Raths und Gc.sandtcr überS Gebürg ; zsgmit 4 söhnen von der kauffieuth auffdieherreiustuden. Hans Caspar wäre an-1618 landvogt zu Dlumcck/ unddessen cinker söhn Johann Philip/Abt zu Murv im Ergöw / an. >6^7.der andere Blast Uriorzu Weingarten. An-1670 wäre Geora Sig.mund Ritter von Et.Lazaro und Hauptmaun unter der Französischen Guarde; Franciscus aber Fahndrich- Haus Caspar wäre Amtmann im Algöw / auch Fürstlicher Kemptischcr Rath und Pfleger zu Thin-gau/ und der Reichs Vogtcy Aitranq/ und St. Bläsischer Hoffrichteran-issr. Hans Ludwig zöge nach Genff/ da er auch das burgcrrechtkauffte und unter andern bindern an- >66» eine tochter Ester Elisabethzeuaete welche odschon sie blind war/ doch durch fleißige informativ!, desberühmten Jac. Bcriwulli und anderer darzu gelangte / daß sie sauberschreibe und mit unter das gelehrte Frauenzimer gezchlt werden konte.*
Waldmünchen / ein feines städtlein in der Ober-Pfaltj undBißlhum Regenspnrg / nicht weit von dem clostcr Schönthal und Was-ser Schwarlzach an den Böhmischen eränkzen gelegen / hat ein eigenesnachAmbcrq gehörigespstcggericht. ckur-L^ern p.
Waldner von Freun dstein / ein altes Adcliches geschlecht in demEliaß. gehe den letzten ark. in l-c. w. *
Waldow/swaldau.
Waldpott von passenheim/eine Freyherrliche familie/welchean dem Rhcine und der Mosel unta schiedlichc Hcrrschafftcn / und aufden Reichslägen sitz und liimnie hat. Sie wird von Lydcrio hergefüh-ret/dcnderFränckische König Oagoberluä an-6,1 zuin ersten Oder-Forstmeister oder Waldbotcn in Flandern bestellet / und ihm nicht al-lem die ansticht über die Wildbahnen / sondern auch vornemlich überdie »lecr kälien anvertrauet / um dieselbe wieder die Normänner zubeschützen. Er soll 16 kinder gehabt haben / welche sich des wapens derGrasen von Flandern / «welches diese familie annoch führet) allbereitbedienet/ und insgemein die Waldpoken sind genennet worden. Deronachkommen hat Carolus Marlellus aus der Grafschafft Harlcbcck/darinnen sie über 100 jähr gewöhnet / vertrieben / worauf sie sich inDeutschland begeben/ das anderthalb mcile von Cobleiirz gelegene schloßPaffenheim erbauet/ und den bcynamen davon angcnommen-AdelhvldWaldpott von Altenhohlfeld« flvrirle um das jähr >100. Seine ciickelwaren >) Heinrich/ erster Deutschmeister / von dem hernach; r) Bal-duin/ welcher sein geschlecht sortgepstamzet. Anton l, Herr zu Paffen-hcim, Ollbrück/ Godenau/ Köniqsseld und Gevcnich / lebte um dasjähr is,4/ und hinterließ; söhne/ Aiitoninm U, Johanne», und Otto.nein / welche eben so viel linicn/ nemlich die passenheimische /Ollbrückische und Godenanische/ gcstifflct.
I Die passenheimische luue sieng Anlvnius l I, Chur-TrierischerRath/ Land-Hofmeister/ und Amtmann zu Coblenrz an. Er ward einVater Anivnii l l I, Chur -Trierischen geheimen Raths / und ein groß,Vater >) Antonii l V, welcher Chor Bischoff zu Trier / Dvmsänger zuMayntz / Cämmerer des weltlichen gerichls / wie auch Probst zu St.Man und Morstadt gewesen; 2 Damiani/ welchem Frantz EmerichCaspar/ der an. rss-das DißthumWorms erhalten/und Johanneskvtharius / Chur-Mayntzischer und Cölnischer Rath / gebohren wor-den. Dieser letzte zeugte (0 Casimirum Ferdinand»», Advlphum/Kayserlichen und Königlichen PolnischenCammerherrn/Chur-Mayn-tzischen gchcimdcn Rath/ Stadthallcr und Canuner-Präsidcntcn/ wieauch Chor Bischoff zu St- Moritz in Trier rc. welcher noch an. -7,2gelebet. (2) Franciscum Emericum Wilhelmum/ Chur -Mayntzischengeheimden Rath / welcher die würde einesErbschcncken in den, Ertz.stisste Mayntz erhalten/ und s söhne gezeuget/die sind 1, Carl Lotbari-Us/2) Hugo Frantz/Domherr zu Mayntz und Worms / ;) CasimirAntön/ 4> Riidolpch Johann/ s)Johann Erwin/ 6) Frantz Carl.
II Die OUbruckische linie/ so von dem in dem Ertzstiffl Eöln ,Meilen von-Audernach gelegeiieii schlösse Ollbrück den namen führet/hat Johannes/ Eh ur-Cölnischer Rath/ angeleget. Er starb zu ansangdes-7 stcnli und hinterließ z söhne Jvhannem Reichardum/ Antoni-
wal
UM/ und Plfflippum / davon ein jeder einen besondern äff .(.) Johann Re.chard, Herr zu K°nigsseld/Ke, enich unfA Lfleug den Königsfeldischen äst an, so von dem schlösse ÄniaMÄ^Ertjstipl ES!» de» namen hat. Dessen sehn / HrinrstbttÄ^^
Messenich / Pfaltz-Neuburgischer Qber-änmemMimV.k
11,!"!," ) ( geveimokrRath/
, . u / Chur.Pfältzischen Camnikvi,»,
gehe-mdeu Rath/ General-Major und 6 ouvernmrzuMn 2168° mit lvde abgegangen. Dieses letzkern söhn/ Carl Wlwn 01Chur-Pfalkzischer Cammcrherr/hatke 2 n,Sm,liche er c! L
neu, und Casimirum Advlphum. (2) AttkonsiMdwO-ID'hauplimie fort / und ward ein groß,vater Johann Philim, VMayntzischen Cammerherrn/Raths/ Ober-Amtmanns,>>Oder-Forstmeisters im Speffard; dessen jüngster schn/ CarlLFrantz Anion/ hat die charge emcs Chur -Pfältzischen ReginuÄ ZHofgeuchtsMaths an. 17-18 erlanget, z) Philipp stiffM dcnR^^mischen äst/ so von dem schlöffe Borrhcim in bemErftMhM,^wen Bonn gelegen/den „amen hat. Seine enckel warenJacodus / Domherr zu Mayntz, Cbm-.Manutzischer geheoiw EÄund Stadthallcr zu Erffurt; bsj Johannes Adolphus/CM »des Ablichtn gottcshauses Siegberg / und Probst zu EtBan!,;,Qber.Gieiß; csj Maximilianus Franciscus/Dvmherr zu Lilde^Äcsj Ferdinands /ein vakcr Johannis Jacvbi ^
ill Die Godenauische iime/ so von dem schlösse Godenau in d-mJulichijchcn den namen führet/ hak Otto angefangen. Desselben 2Otto Heinrich / Erbbvrggraf dcs Ertzstiffls CSlu / Chur -SLCammcrhcrr / gehemider Rath und Ober-Stallmeister / waHgroß.vakerOtto Werners/ Erbburggrafen zu Drachenfels/Lerw ü.Erosscnmcrl/ Odenhausen , Cuchcm/wie auch dcr ReichkbeMM „Vilip / Ordlngcn/ Nicrrndorff/ Rutzheim/ Bistich/ und des Mn 2 «Wvlckcnburg und Konigswimer. Desselben söhne waren !) ^Heinrich Herman/ Chur-Cölnischer Cammerherr/der an. 1700 ^vermählt gestorben; 2)Alcrander Johann Frantz JgnakinALM-rözu Worms/Spcyer und Münster; Maximilian Hatard,§Cölnischer Cammei Herr und Rath / gebohren an. 1678. pt.y.c.ir, //«.-rs^.v.rk./iclelrrb.z.s^. //»ck/.üeiriiri.k.i^^oz. '
wüldpot/ (Heinrich) von Paffenheim / der erste HeerniGrdesTeutschen Ritter-ordeus / war aus deni vorhergehenden geschlecht enl.sprossen. Zu der vbgedachtcn würde crwehlle man ihn n> dc«M1190 / weil er bey dem damahligen creutzzuge der Christen wsterwungläubigen / und insonderheit bey der belagerung von PlckmMvor andern tapffcr erwiesen. Er verwaltete dieses amt mit Mn,eyfer / und ließ so wol den krieg wider die Saracenen / als auch dieVerpflegung der armen / und die gute einrichlung seines ordms, Wsehr angelegen seyn. Die gcsgtze l so er seinen Rittern MMb/Armsehr scharst/e, daß sie auf blossen strohsacken schlaffe» / täglich-°ol'seer notier und /ive lVlLNL beten/ und andre dergleichen dinge mchrIhun svltcii. Er starb den- 4 vck. an i-so zu Ptolemais / und Mbdaselbst begraben. Loruüia anriqua 8 c Nova. //. Lffm.
MlioricL. Fc/m/tL cbron. Lorust. /rMcsr.
vvm leurscben Witter Orclen. äs//. Kitt. Demon.
IValdpurg / Grafschafft / ist eine alte Rcichs-Erafsthaß lnSchwaben, welaze aus verschiedenen lande» bcstchek.Das schieß MS»purg/ wovon die gautze Grafschafft Lennamen hat/ liegt hinter R»-vcnsburg gegen dem Algöw zu/aus einer hshe. Die darzu gehörigeHcrrschafft Wolffcg und Zcil / liegt zwischen dem Stifft KcniMMOcstcrrcichischkn lauden in Schwaben / der Grafschafft Aechkrg undKönigscck. Die Hcrrschafft Wolffegg und Wnrtzach hak Ich»Lruchsts von Waidpurg mit sciuer gemahliii Clären von NciM indem >4 scculo erworben. Eben selbiger hat Trauchburg von GrafHeinrichen von Beringen / und GräfEbc,harken zu NcllenbnM,kauffct. Die städke Waids«/Riedlingcn/Sulgau/ Mengen und Man«dcrkingen hat/ Catharina Gräfin von Cillcy/ ihrem gcmahl, JchansrnI I, als ein hcyrakh.gut zugebracht. Graf Eberhard bekam zur W-stcucr mit seiner gcmahiin Knnigunden / Gräfin von Mvntfort / dieVogley über Bachhaupkcn und Dachbrctsweiler. Die EraffchalilFriebbcrg aber und die Hcrrschafft Schccr haben sie von dkm HauseOesterreich kaufwcise erlanget. Den Gräflichen kilnl hat zwar ErafGebbard/Werner, söhn / bereits gebraucht; seine nachkommen«haben sich dessen enthalten / und dahcro sich solchen den 7 scpt. a,i.Mvon dem Kayser Ferdinands II rcnoviren lassen- Daneben f, hren Pdas Rcichs-Truchscsscn amt / welches zur zeit der güldenen bulle dieedlen Herren von Nortenburg / und nachgehends die von Seldenervon dem Chur-Fürsten von Pfaltz zu lehn getragen- Als aber solcherstamm aufdem fall stund / hat der Churfürst Ludwig von Pfaltzdenenvon Waidpurg an. ,5,8 die anwarkschafft darauf verliehen / wemauch bey erfolgtcm fall darinnen sucecdirct haben; da dannChrm»von Waidpurg Schccr an. «94 aufdem Reichstage zu MeM»die erste fnnclion verrichtet. Ob wol die von Waidpurg schon M lan-ger zeit das prädicat der Trnchsesse gesühnt / so war solches dochM rnicht / alsaufdas Hertzogthmi, Schwabenz» erstrecken. Csmroaber dieses Reichs-erb-amt jedesmal durch den ältesten des gcWWvon der Wolffeggischcn und Zcilischen linie vermöge CMr-BannMgusspttichs geführt / welcher die gciiicinschasitliche lehn dargMM«götzlichkcit zu gcniessen hat. 8ckveurer ckronic.ci«/'- >
§uev. c!s mi§rar. ßenc. ckron. Luev. LM0P.N -
rolä p.i.p.716.
lVükdpurg/ (Trnchsesse von) ein altes Schwäbisches RM'Gräfliches geschlecht in Schwaben . Ihr Ursprung wird von (Mhardo, welcher im 4 scculo des Hertzogs Rumelii von SchM>"getreuer dicner gewesen/ und von ihm zum Truchfeffen von Mpurq gemacht worden , hergeführet. NaÄ der zeit M» r nmcentstanden styn / deren die eine sich Grafen von Waidpurg,andere aber Hsrren von Thann geschrieben/ davon d>e M».^