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gestalt/ daß er dem Könige Ottocaro von Böbmen im i; seculo 24svbne zuführte, durch welche nachmals dieses Waldsteinische ge»schlechte sattsam ausgebreitet worden. Einer von denselben, Zden«ko 111 , hinterließ Zdenkonein IV und Hinkonem. Jener wohnte zuTurnow, und hinterließ von Catharina Wartenbergica Henricum,welcher das schloß Waldstein a» Nicolaum Krapko veckauffre, undeinige posterität hinterließ/ welche von dem schloß Smirzicz denen»net wurde. Hjnko hinterließ einen andern dieses namens. DieserHinkonem mir der eisernen rasche und Hasseki. Von dem erstenstammen die Walbsteine von Wranov und Brtnicz in Mähren her.Aus dieser linie war Johannes von Waldstein/ von dem LadislausBurianus, Kayserlichec General-Wachtmeister und Commendantzu Prag , welcher an. 164; verstorben, und nebst verschiedenen fräu-lein 4 söhne hinterlassen / welche waren Maximilian Adam, Grafvon Waldstein , Kavlerlicher Cammer.Herr und ReichS.Hof.Rath:Ferdmandus, welcher an. 16x7 verstorben; Berlholdus und Erne.stus. Hassekus aber- sonst Skalsky von Waldstein zubenamet/ waran. 14-6 bey dem Kahler Sigisimnido General« Feldmarschast.Sein söhn war Henicky Skalsky von Walbstein / Herr in Stiepa»nicz, bey Königs Georgil von Böhmen gemahlin Hofmeister. Erhalle auch des Königs Georgii tochlcr / Agnctem von Lilicz undCunstal, zur gemahlin/ und zeugte mit ihr JohanneM/ welcher an.i;o6 verstorben, und ; söhne hinterlassen, welche so viel linien ge«stifflet: GeorgiuS die von Bradlecz, Zdenko die von Arnor, undWilhelmus die von Lomnitz . Georgii Iin,e starb mit dessen enckel,Johanne, Herrn von Tuczk und Kisverg wieder ab. Zdenko, wel«cher an. ir-r verstorben, hinterließ von seiner gemahlin Ursula vonWarlcnberg verschiedene söhne, darunter Georgius, Herr vonArnon, das geschlcchle fortgesetzt. Dessen ältester söhn war Wil»helmus, Herr von Herzmanicz, ein varer Alberri Wenceslai Eu«ftbii, Hcrtzogs von Friebiand, des berühmten WaUensteiners, wel»chcc nur eine cintzige tochter erzielet. Georgii anderer söhn aber,Varchvlomäus, hat das geschlechl fortgesetzet, und Johannem Chri»stophorum nebst Hannibale hinterlassen. Dieser hinterließ Wil«hclmum, Herrn von Milctin. Johannes Cbristophorus aber setztedas geschlechte fort, und hinterließ Octavianum LadislaumundLeopoldum. Jener, Herr von Meiner genannt, bat keine mann«liche erben nach sich gelassen. Dieser aber, Herr von Rozdjalowicz,hatte Franciscum Carolum ; Ferdinandum Rubolphum;Leopoldum Wilbelmum;' Anlvnium und Wcvceslauw.Die vornehmste und heutige Reichs« Gräfliche linie hat MisstetJobanms dritter söhn, Wilhelmus von Lomnicz, welcher an. 1verstorben; dessen söhne waren Zdenko zu Strepanicz, Henricus zuDobrowicz, Wenceslaus zu Lomnicz, Johannes zu Hradeck, undFribericus zu Aulibicz, unter welchen aber Johannes sich am mei«sien bekannt gemacht. Er war obrister Richter in Böhmen , er«kauffce das schloß Hradeck, und starb den 16 j»n. an. i;7ü. Seinsöhn war Adam von Waldstein , obrister Burggraf in Böhmen ,Kaystrs Ferdinandi U geheimer Rath , welcher ihn zum Grafenmachte; es war ihm auch bas gölbne »ließ zugedacht, er starb aberdarüber an. »6,8. Seine söhne waren RubolphuS, Herr vonTrebricz, welcher an. i6;r ohne erben verstarb; Berlholdus bliebin eben selbigem jähre in der schlachl bey Lützcn; Maximilianus;Johannes Victorinus und Johannes Calvins. Johannes Vicko»rinus hinterließ keine beständige posterität. JohanniS Caroli söhnewaren Johannes Wenceslaus und Franciscus Carolus. Maximi«liamiö aber setzte vornehmlich das geschlechl sock. Dieser stunddcy dem Kayser Ferdinands >U in grossen gnade», war anfänglichOder«Stallmeister , wnrde nach diesem Eammerherr, und geheimerRath, zuletzt auch ReichS-Graf. Er starb den 19 ftdr. an. 1654.Sein ältester söhn, Ferdmandus, folgte ihm. Dieser war des Kö«mgreichs Böhmen obrister Cämmerer, welcher sich mit Eleonoren,«ebohrner Gräfin und eintziger erbin von Rothal, vermählet. Erstarb den is majian. i6c;,unb hinterließ eineneintzigrn söhn,ErnstJoseph, des H. Römischen Reichs Grafen von Waldstein, Erdherrnzu Zwirzeric, Münchengrätz , Skudencka, Walctsshau, Fürsten «brück, Weißwasser , Hirschberg, Pirglitz, Nißburg, Skal und Tur «now,,Kaystrlichen geheiinen Rath, Cammerherr und Stabthallerin Böhmen . Er vermählte stch an. 1679 mit Marien Annen vonKokorzow, verwitweten Gräfin von Fürstenberg. Die mit ihr er«zielten kinder sind Frantz Joseph, gebohren an. rü8o; Maria Er«, vestlna Jostpha, gebohren an. ,68-; Johannes Josephus, geboh«ren an. ,684; Maria Barbara Jostpha, gebohren an.iüZ; ;A»naMargaretha Jostpha, gebohren an. >686. Des Grafen Maximi«liani anderer söhn, Albertus, starb unvermählet. Der dritte, FrankAuqustin, Herr in Dobrawicz, Trcbitz und Neu-Waldstein, waranfangs MaIthestr«Ritter, kam nachmals bey dem Kaystr Lcopol«do in grosse gnade, wurde dessen Cammerherr, geheimer Rath, undzuletzt obrister Hof. Marschall / auch Ritter des goldenen vliesseS.Er starb den r> aug. an. 1684 unvermählet. Der vierdte hießCarl Ferdinand, von welchem sowohl als von seinem soh„e, Caro«io Ernesto, besondere arkickel folgen. Der fünsste, Johann Frie.brich, war Ertz<Bischoff zu Prag , des Königreichs Böhmen kri-mrz.Erbherr zu Dux und Oberleitensdorff, des heil. Creuk.ordenämit dem rothen steril durch Böhmen , Mähren , Schießen und Do.lcn obrister Meister, und der Carl-Ferdinandtschen Universität ruPrag beständiger Cantzler, ein gelehrter und qualificirter Prälat,weicher den 4 jun. an. .694 verschieden, nachdem er stines obbemeldten bruvcrs söhn, Graf Ernst Josephen, des heil. RömischenReichSGrafen von Waldstein, Erbherrn zuZwirzetiz, München,aratz, Sludencka, Walelichau, Fürstenbruck, Weißwasser , Hwstt,.brrg, Pirglitz, Nißburg, Skal und Turnow, Kaystrlschen würckli«chen geheimen Rath, Cämmerern und Stadthalter in BöbmenMn völligen erben erkläret, welcher Franciscum Jostphum des LRomiichki, Reichs Grafen von Waldstein, Kayierlichen geheimer
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Rath, Cämmerern, Königlichen Stadthalter, Ober. fwt n.-..Richter und Erbfurschnciderin des Königreichs Böhmen lassen, so an. -68° gebohren, und an. - 7>9 Lands.^uv m1^:Marggrasthums Mahren worden. Erist milMa^reichen Grafen Hermann, Jacob, von Czeriun iochter. mE^ ^
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stbtt^Mtzög von FrÄa^ümus in dem breMgiahrigen kriege, war den i4stvl anPrag gebohren. Seine Eltern waren Wilhelmus vonHerr von Hermanitz, und Margaretha von SchmirMn «"'
vater ,wolle ihn anfänglich m den studien halten, und schjch, 2»die Fursteu.schule nach Goldberg, von bar aber aufdie aca 2 mAlldorff; doch weil er keine grosse tust zum studiren be eugie,er ihn zu MacggrafCarln von Burgau, des ErtzHerkvasÄ/nanb. zu Juspruck söhn, als vagen. In diesem stände ,aak 8in einem hohen fenster, und weil er sich den stblaffübnmM Äfiel er herumer, welches die Ursache soll ge,vest,>sty,, 7 d ß '1von der Lutherischen religion, darinnen er gebohren und,worden, zu der Calbolischcn gewendet. Nach geendigiei, paaTre>>, besähe er Spanien , Franckreich, Engelland und JtA ,2selbst er stch eine Zeitlang zu Padua aufhielt, und die ssucli»vor die band nahm, darinnen er sich am meisten auf die voM Munter Andreä Argali anführung aufdie astrologie legte, worauf,rhernach die gantze zeit seines ledcns viel gehalten. Er kam wi d»in Böhmen , und begab stch in den Türcken.krieg; da er denn M»in augenscheinliche lebens.gefahr kam, woraus er durchCarlu Gonzaga von Revers errettet wurde. Er heyrakbete bie 2durch Unterhandlung des BischoffS zu Prag eine sehr reiche und Mnehme standes.wiitwe aus dem uralten Böhmischen geschlechl m»Wiczkow, welche Brachelius vor eine Ungarische Dame amMiAIs der Ertz.Hertzog Fcrdinandus, welcher nachgchendsRömWeeKayser wurde, mit den Venelianeren in den Friaulischen krjea ae.rierh, warb Wallenüein ellichc compagnien auf eigne kosten, Mesie demselben zu, und legte hier und dar, sonderlich aber in der be,lagerung von Gradiica, trcffiche proben seiner tavfferkeit ab. wMgeendigtem Friaulischen kriege vermählte er sich zum anbemmalmit Graf Carls zu Harrach tochlcr, Jsabella Cathanna,kMdurch seines schwieger.vaters grosses ansehen, so er bey demKa«Ferdinands Iljhatte, bey selbigem gleichfalls in gnade, ml>n>,Min den Grafen'staud erhoben. AIS die Böhmische »muhe anal«,führte er als Obrister eiuregiment, welches zu der Stände desMarggrafthumS Mähren defensiv« geworben gewesen. W Msolches sich wider die Böhmischen Stände nicht wolle gebrauche»lassen, nahm er 96000 rthl. aus der Mährischen land.caffe, undbrachte dieselbe samt einigen volckern bemKayser Ferdinandsl!an.iSisnachWien, worüber ihm in Mähren seine guter gensme»worden. Bald darauf ward er dem Siedenbürgischen Füße»Bcthlen Gabor entgegen gesetzt; da er denn auf feine eigne koste»ein regiment Walonen warb. Er wohnte an. i Sro der schlachl beyPrag bey, ward General'Majvr, schlug 6voo Ungar», so inM.ren eingefallen waren, zurück, und balffbieKayferlichen lande«berum zu gehorsam dringen, erlangte auch von den Böhmischen und Mährischen confifcirten gütern ansehnliche begnadigungen.Mer eine wenige zeit in ruhe gesessen, offerirle er dem Kayser ra°<x>mann durch sein und feiner freunde assistentz zu stellen, welcher»schlag anfänglich vor ohnmöglich gehalten, doch von ihm an. io-;effectuiret, und er von dem Kayser zum Hertzoge von Friedland pmacht, auch zum Kavscrlichen General.Feidmarschall Metworden. Er wurde hierauf beordert, mit den völckern, welche erin demWesiphälischenund Fränckifchen Craysegeworden, zudemGeneral Lilly zu stossen, weil er stch aber mit diesem General nichtvertragen kunke, wurde ihm mit einer besondern armee zu agire»erlaubet, durch welche er sich der Stiffler Magdeburg und Haidee«stadt versicherte. Er schlug auch Graf Ernsten von MaMeldan.1626 an der Dcssaucr.drücke, und alö selbiger sich darauf mit deinBethlen Gabor in Siebenbürgen conjuiigirte, folgte er demselbendahin, nöthigte diesen letztem zu einem frieden, und jagte den MK»selber gar aus Teutfchland. Damals hat er auch den Bafla MOfen, so mit der Türckifchen armee Novigrad belagerte, abM«den, Waytzen den Türcken abgenommen, und sich folgends M.der zurück gegen Hertzvg Johann Ernsten von Sachsen nach SMsien gewendet. Hierauf nahm er Schlesien wieder ein, schlug «nMarggrafen von Duclach, bemächtigte stch Bremen mid HsljMso, daß der gantze strich zwischen der Ost>ste, Elbe und Wel»,MStäbe, Glückstabk und Crempe ausgenommen, in seiner niMwar. Den König von Dänemarck trieb er aus Pommernsee, bemächtigte sich fast gantz Jütlands , und nöthigte denM/die Teutsche Fürsten im stich zu lassen, und vor sci"UN land t»sorgen. Erwürbe hieraufden 8 >an. an. i6r8 in den Reichs M'stenstand erbeben, und weil er viel gelbes vor die armee vorgeW'sen zu haben vorgab, erhielt er das Fücstenthum Sagan in SMsien zu lehen. Als auch die Hertzoge Adolph Friedrich und JGMAlbrecht von Mecklenburg von dem Kayser in die achterklaiMMihres Fürstenlhums ensttz'etwordcn,wurde er von dem KaylE«falls darmit belieben, und zugleich zum General des Oce»und Balthifchen meeres gemacht. Er wurde hieranfubecM!.^und eigenwillig, suchte den alten Lilly zu unterdrücken, Mm neine vollkommne gemalt zu, vermehrte die armee mii Msictrern, beschwerte bie Teutschen Stande mit EWchernnaund zog aus Teutschland unsägliche conkributionm, wMe a >Millionen gerechnet, und von den «oldaten selbst «'NPiu- Er suchte sich hierauf zum völligen meistcr von der vfl.ste u E'geheimen bemächtigte sich der städte Rostock und Wßmae, "»0
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