Band 
Vierdter Theil
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Schwedische Feldmarschall, Johann Banier, als er dahin gekom«nie»/ sein grab öffnen, sein Haupt und seine rechte Hand darausüehmen, und in Schweden schicken lassen. Er war ein kriegs-ver«ständiger General wüste gar bald eine mächtige armee auf die bei»tie zu bringen, und selbige zu erhalten, hielt barbey sehr strenge or»dre, war aber zu zeiten grausam, und führte stets die worke in demmunde: last mir die bestie hcncken. Hingegen gab er auch reichebelohnungen, die nicht leicht unier ioo-- gülden waren. Er we.culirte viel, war aber barbey sehr activ und verichwiegen, undhielt überall seine spioncn. Der astrologie war er sehr zugethan,führte auch zu solchem ende einen in dieser wlssenschafft berühmtenJt'aliäner, Iod-Bironi, bey sich, an dessen statt er hernach einenGenueser, namenS Joh. Baptista Seny, nahm, welchem er1000 rthlr. jährlich bcsolbung verordnete. Er führte einen sehr an«sehnlichen Hof, war aber ein seinb von allen ceremonien und delica»reffe», konke auch nicht wol leiden, daß man ihn viel aniahe. SeinHabit war aus verschiedener nativnen trachten mehrcnlheils zusam«men formiret. Mit seiner letzten gcmahlm, der Gräfin von Har«räch, hatte er eine eintzige tocher, Mariam Elisavetham, welchean den Grasen Rudolphum von Kaunitz vermählt worden.conjursrio. viiL V/aUentleimi.

Izrs Uilrernica. lvm. ;.

(lila. scl inlir. psc. p. i. in kloro 6erm.

in Lerm. sacra relisurska. in beicbreibung lle5

8cb vecl. lrrie^r. äe reb. 8uec - scbsuplair.

17a,. p. 241. Icksubükne cler reir.

TValdstein/ (CarolusFcrdinanbus, des H. Rbmis. ReichsGraf von) Erbherr der Herrschafften Dodrowitz , Schwiggau,Münchengrätz , Leutschin, Pensen und groß AuSgesd, Ritter desgüldenen vlüsses, Kapserlicher geheimer Conscrc»tz«Rath und obri«ster Cämmerer, war der 4 söhn Maximiliant Grafen von Wald»stein, Kaysers Ferdinandi iri geheimen Raths, obersten Stallmei«sters, und zuletzt obersten Cämmerers, von seiner ersten gemahlinCatdarina Gräfin von Harrach, des Cardwals und Ertz > Bischoffszu Prag Erncsti Adalberti Grafen von Harrach schwester. AIs ervon jcinen reisen zurück kam, ernennte ihn der Kayser FerbinanbusIlt wie auch der Römische Kömg Ferdinandus I V zu seinem Cäm»nierer und Reichs-Hof.Rath, und zwar zu dieser letzter» charge deniy febr. an. 16^4 an eben dem tage, da sein vater stürbe. Nachge«hends wurde er bey der vcrwittwctcii Kayseri » Eleonora von Man«tua oberster Stallmeister und endlich odristcr Hofmeister, bis sie an.1686 starb. Worauf er oberster Hofmeister bey der damals regte«renden Kayseri » Eleonora Magdalena Theresia wurde, und selbigebey ihrer crönung zu Augspurg an. iLyo bediente. An. 1676 den ja», cmpfieng er von dem Kayser Leopoldo den Ritterorden vomgöldenen vlicß, welcher ihn auch zu seinem Gesandten nach Engel«land und Polen brauchte, in welchen ambassaden er dem Hause Oe»sterreich grosse dienste geleistet, sonderlich in Polen , da er mit demKönige Johanne III die trjple«allianz wider die Türcttn den 18apr. a. »68; geschlvssen.An. >078 ward er Kayserl. geheimer u. her»nach auchConferentz-Rath,bekam auch die durch besFürstenGund«ackers von Dietrichstein den rs ja», an. i6vo erfolgtes absterbenerledigte obnste Cammerherrn. stelle, welche er bis an seinen todverwaltet, da er den 9 apr. an. 1702 an einem schlagflusse zu Wien dieses zeitliche in dein S8 jähre seines alters gesegnet- Von seinergemahlin Maria Elisabeth, Otlvnis Änderte«, Grasens von Har»räch tvchtrr, so ihm be» 22 man an. 1710 in der sterbltchkeit nach«gefolget, bat er einen eintzigen söhn Carolum Erncstum himcrlasscn,von welchem im nachfolgenden arttckel.

walpstein/ (Caroluü Er»estus,des H. Römischen Reichs Grafvon) Herr der Herrschafften Dobrowitz, Treditsch,Swigan, Laut«fchin und Enitzka, Ritter deS güldenen vlicffes, und von St. Jacob,Kayserlicher ivürcklicher geheimer Rath, Cämmerer, und KayscrsJofephi oberster Cämmerer, war gebohren den 1; mal« 1661. Erwar ein söhn des jetzkgebachten Caroli Ferdinandi. Als er von sei»nen ttucilu und reise» wieder nach Hof kommen, ernennle ihn derKayser LevpolduS zu seinem Cammerherrn, und als an. iü8; demdamaligen Ertz-Hertzog Joseph eine eigne Hofstatt aufgerichtet wur»de, war er der dritte von den sechs ihm zugegebenen Cammerher.ren, welchen er hernach zu seiner Ungariicheii cröiiung begleitet.An. iü8s wurde er als würcklicher Reichs-HofiRath inlrobuciret,Hierauf schickte ihn der Kayser als Lxirsor«Im»ir-Lnvc>)enach Spa«liteii, allwo er des damals abwesenden Kaystrlichcn Botbschastlersstelle 10 monat lang vertreten. An. 169; gieng er als Lx^sorgi-«sir-Lnvo)L an den Savoyischen , und an. 169; an den Cbur»Brandenburgjschen Hof. A». 1L97 ward er zum geheimen Rathund an->698 zum Ritter des goldenen vlicffes gemacht, wie auchum leidige zeit zum LxrrLor6in»ir-Abgesaiidien nach Franckreich er.ueimct. Er muste aber davor als Bolhschaffier nach Porlugaügehen, den König daselbst in die grosse alliantz mit dem Kayser, En.geüand und Holland wider Franckreich zu ziehen, welches er glück»lich ausgerichtet, und den 15 maji an. 170; diese alliantz geschlos«sen. Er unterbaute auch die heyrath des damaligen Cron»Prin»tzen und jetzigen Königs von Portugal !, mit einer Kayserliche»Printzeßin, hatte aber das Unglück, baß als er mit einer Hollänbi»schen convoy von Lissabon wieder nach Teutschland segeln wolle, eraufden Porkugiestichen küsten von den Frantzosen gefangen, nachTvulon gefubrek, und von danncn nach Paus gebracht wurde, daibm das schloß zu Loi! c!e Vinccnncs zu seiner qefaiigenschafft an.gewiesen, ihm aber doch die erlaubniß, täglich auf lein gegebeneswart nach Paris zu kommen, gegeben, er auch sonst von dem«nige lebr höjlich trattiret, jedoch erst nach ,0 nwnaten wieder auffreye» «riß gestellek ward. Als er von dar zurück gekommen, mach»te ihn der Kayser zu seinem würcklichen geheimen Rath, barzu erHon an. 2697 war rmmnet Wochen. An. -7»- he» rs jul. warb

Wal

er als obrist Hof.Marschaü bey dem Römischen Königeund den -9 >un. 170; als Kayserlicher obrisi Hof. MaM», ^gestellet, welche charge er biSan. 1728 verwallet, da erd nan des Fürsten von Lvbkowitz stelle zum obristen HofmcjstttKayserm Wühelmma Amalia, und an. 1709 den; ftp "ftrstchen obristen Cämmerer bestelle«, auch u> den geheimesrentz.Rath gezogen wurde. Der Kayser Carolus VI bM L «seine geheime NalhSwurde, und wohnte er der prächtige ,der N-tter des güldenen vüesses dcn nov. au. 17.2 zu M n

beschloß aber baielbst bald baraufsein leben, den'? m» m ,- 'welches er nicht hoher als auf ; 1 jähr gebracht. Seine dmDsene wittwe ist Maria Tderena, Francisci Abami, Grase» vonÄ'senstein lvchlec, und nach ihres bruders, und Vaters brubcrscisct Anlonii, Fürsten von Loscnstein, und Thnm-Probsten >>> 2 'sau tode an. 1092 cintzige crdin des Loftiistenuschen haufts/ema .'lchrle Dame, welche den 21dec.au. 1607 gebohren, und an Evcrinahiet worden. Aus solcher ehe sind gebohren Eleonora Maug. an. 1687, Joftpha an. 1Ü88, und Carolina, davon d,e er»an Jvlephum, Grafen von Waldstein , die andere an Ronied ümGrafen von Thun, vermählet worden. oioaiMin,

Waldstromer/ war eines von den turm'ermDgen gMeck.lern der stadl Nürnberg, welches feinen iirfprunq von einemEiüftn reichen landmaim gehabt, den der Kapftr Otto lll, paar.tiing der forgialt, fo er getragen, seine Hofstatt bey emem zu Mn.berg gehaltenen Reichs«rage mit allerley ledens. Mitteln und md.wendlgkeilcn zu verleben, nicht nur mit der zoll. stechest in demaan.tzen Römischen Reich, sondern auch mit schlld und Helm, wieaM -mit demgefchlechls.namen Slrodmaver (welches so viel als land.mann bedeutet) begäbet hat. Von dessen nachkommen ist SebaidSNvhmayer der vornehmste von den zwölff lurnier.vvgien gewckn,welche a». 1197 den K- Henricnm Vl zu dem damals ausgeschch.'denen grossen rurnier im namen der stadt Nürnberg begleitet Aist aber nachgehenbs der name Strohmayer in Waldsirchimmoder Waldstroiner verivandelt worden, weil OttvniS! i i unmillei.barer Nachfolger, der Kayser Henricus II. dieses geschlecht mit demForst.aml über die Nürnvergifche Reichswälder belieben, uns, >vleaus dem an. 122; den ; oct. von dem Kayser Fridecico II mdeil.ten ftevbeils. brieffe zu ersehen, so bade» sich die von diesem geschlcchldes H. Römischen Reichs Erb «Forstmeister und Waldstromerznschreiben macht bekomme». An. i446ben r 8 ott.lichHaMO.stromer einen alten bedienten, den er wegen einiger mstma'chk.liebsten verlohnten kostdarkcsten diebstais beschuldiget haue, aHcn«cken. Da nun nachgehcnds die fachen, so man vor gestMeii astai-ten, sich auf andre arr wieder fanden, delrüblcii sich beyreeWoleüber bas dem unschuldigen dinier angeibanc unrechtdmnchi,,Saßsie bald daraufstürben; und von derselben zeit au ist dasgeschWder Waldstromer nach und nach in abnehmen gekommen, diseszu.letzt gäntzlich ausgestorben. lab^rlnil, öer reit lol. 100- ex

bloribe.A.

Walenstadk/ s. wallenstadt.

U)aleus/ besser waläus/ (Anlvnius) ein NiederländischerIKevIoZu«, war den ; oct. 1; 7z zu Gent, dahin sti» vater Jacodusste Waie, aus Flandern sich begeben, gebohren, und lheilS dachst,theils zu Mlddciburg in den stubien auferzogcn, bis er auf dic iiiii»versilätLeyden an. 1596,um sich u> der HolvAicund Hebräischeiisprach zu übcmgesaubl worden.Um gleicher ursach reisest er a.durch Franckreich iiachGensida er ein gantzes jähr stchanfgehMii,und von bar durch Laulanne und Bern nach Basel , daftldst er Erd»näuMiPolanum, bey »velchem er auch seinen tisch »ahm, und Brc>torfium, den alleren >v»derlich gehöret, und ziemlich wohl aM»hen worden, wie ihm denn von den Icheologi; daselbst erlaobl >ror«bcn,juwciicn m den xrivar d,spntationcn des (tollegüan ihre stellej»vräfivtren. Als er nach r jähren wieder zurück gekehrt, ward ihmbas Prebig«aml in einem dorss bey Middelburg , und hernach PMidbclburg seldstcn anverlrauct, da er ctivami aiich!cbi!oi!«liono.

in der ttbiioiopbie und Griechischen sprach gehalst!!. Achentstandenen unruhcn wegen der lehren von der gnaöemwahl, warder auch von dem Printz Moritz zu rath gezogen, und dishMi mHaag beruffeiyda er aucy euic zettlang geprcbigel, und hernach dem8)nollo zuDorlrccht als ein miiglied beygeMohnet.Weilcc >ichtapffer gegen die Arminianer erzeigic, ward ernichllalighernW,als die acadenue zu Leydcn wieder solle crgäntzi werden, l» dertheologischen prvfeßion vocirct, welche er an. 1619 augelrclenMch'dem er den Oottor - lttul empfangen- Dieses aml verrichtest ermit grossem stelß, und ließ sich louderlich angelegen seyn, d>eM»lcacciiiichell ftitze gegen die Arminianer «einen ziihoreril MMMl'ftn: doch wolle er gegen dem ende seines lebens dieCajumW ld'"'logte in ausgang bringen: daran er aber durch den a». m-ss'folgten lvd gehindert worden. Er hat viel geschrieben, MMnach seinem lod zusammen in rollo zu Leydeu an. 'Ssiworden. Sonst hatte er auch sei» anlhei! au der neuen ndttW '»der H. bidcl m die Holländische sprach, da er denn in dem »>>testamcnl gearbeitet. Unter seine» kmdern haben >" shaiiues, lloäor naeclicinL U. I'rolellor zu Leydeii, UNd Bald»urheder des tlomrnem. über die 4 Evang- und ^6-, Axo«. eget. ^lken. ÜLlLv. v>r. Lrucl. 8'elecl.

Walhain/ walhe.m/ eine kleine stadt in Br-'baiil,ei»kM->'le von GemdlourS, welche mit einem jchlostc verleben <tu, einer Graf,chaffl führet. An. wurden vstl- M^dazu geschlagen, und pflegte sich vormals e,^

Bergen op Zoom davon zu ichreiben. Eme andre ist!menö liegt an dem flusse Nied , ohmveit Micheln, gege ^

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