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klöstem sich aufhalln, geben ihrer viel eben s» gut mit der axt.inshvltz, als andre dauern. Ihre todten pflegen die Wallachen jam»merlich zu beweine»/ und bey dem tode eines vornehmen haben sieihre klage-weiber, so nächst dem sarge in der kirche sitzen/ und denverstorbenen beklagen. In der procefsion tragen sie viel lichter undbilder der Heiligen vor; alle freytage gehen sie bey die graber derverstorbenen anverwandten/ und zünden unter dem grabsteine einwachs.ltcht an, wobey sie ihre devolion verrichten; so aus Vielfalt,,gen segnen mit dem creutze bestehet; sie bringen auch allerhandspeise zum grabe, welche die Pfaffen zu sich nehmen. Den verstor.denen pflegen sie nadel, faden, flecken, tuch und leinwand, nebst er«nein zehr.pfennig, welcher dem todten in den mund gesteckt wird,mit in den sarg zu legen, damit sie sich im grabe die zeit vertreibenkönnen. Auch haben die gemeinen leute den gebrauch, daß sie umihre verstorbene ein halbes jähr mit entblößen, Haupte trauren, undweder in rege» noch schnee daS Haupt bedecken. Was ihre kleiberbetrifft, so gehen ihre Boyarcn oder Edelleute fast wie die Tartarnund Pole» einher, nur baß diese nation auch den bart wie die Tür»cken lang wachsen läst. Das gemeine volck trägt grob hären tuch,welches sie Sckeh nennen. Im sommer gehen sie an dein ober-leibenicistenkhells nur im hembde, welches über die hwen biS an die knieherunter hänget, und voller falten und gekraust! ist. Ihre weibertragen hohe runde von leinwand künstlich zusammen gewundenebünbe, welche sie als einen Hut ab.tiud aufsetzen können; die aberetwas vornehmen sind, die bedienen sich eines leichten kopff.zier.raths. Die tungfern gehen in blossen, in zwey zöpffe geflochtenenhaaren, tragen kräuhe unv borten von allerhand dlumen und kräu>lern, behängen über dieses den kepff mit vielem gauckelwerck, alSgläsernen perlen von allerhand färbe,alten silbernen müiitzen, u. d.g. Die obren und finger tragen sie voller ringe, und haben die häßli«che gewohnheit, daß sie die köpffe dermaßen mit butter schmieren,baß das fett offt über die ohcen herunter rinnet. Die vornchmsicntragen Ungarische stiefeln, geringere aber haben a» dem fuffe langesohlen von schwellte.und andern leder, so Überbein fusse mit riemcnzusammen geschnüret, und bey thuen opllitsch genannt werden//u/F, clelcr. Vslscllia:. clekcr. Irgnrsz/Ivsnise Le
vicinsrum reglonum. rerum I^olon. lib. i r. üs
Kollo Vaiack. 6e rebuz Valacllicls. O/itH Oscia.
slr-unll neu-vacia. besclireib. von Siebenbürgen .
MaUbrun/ (von) eines der älteste» und ansehnlichsten Reichs»freyen Adcllchen Häusern am Nhcinstrohm; bepen ordentlicherstamm.reihen von Hanß von Wallbrunn Rittern hergeleitet wird,welcher schon um das jähr ir8y im Rittec.stand gelcbet, und voneinigen aus einem vornehmen Hause aus Ungarn entsprossen zu'seyn geglaubet wird;wiewohlen wahrscheinlicher ist, daß er Teut»scher ankunffl gewesen, weilen schon vor ihm von ei» und anderendieses namens einige spuhr wiewohle» ohne richtige genealogic zufinden : Wohnte zu Nieder > Ranstadt am Rdemstrohm ; dessensöhn Hanß sich in dasiger gcgend weiters etabliret, und vermöge dernoch bey der familie sich befindenden original lehen-brieffen cle an.i;27 den zoll zu Zimmern, und den zehendeu zu Iillhardt zu lebengetragen.Seine beyde enckelHanß der ältere und 0M>ß der längerehaben sich in denen damals üblichen Vehden treflich signalisiret,auch unter anderen mit zuziehung ihres vettern Johann Cammerervon Worms genannt von Dalberg gegen Eberhard von Zechen,dach einen starcken krieg geführct, wormncn dieser gefangen wor.den. Hanß von Wallbrunn, genannt Ga»»ß, wegen seines langenHalses, ist an. i4?y Ehur.Pfältzlscher Ratd und Hauptmann, Bürg.gras zu Alzey , und letztlich Cvur. Cöllnischer Obrist. Hofmeistergewesen. Nebst seiner civil-bedienung warb er auch im krieg sehrmeritirl und erfahren , und hat von seiner tapfferkell^in der an.i4sr von dem Churfürst Friedrichen von Pfaltz bey Seckenhcm,gewoiiiiencii jchlacht, in welcher versthiedene grosse TeutscheReichs. Fürsten gefangen worden, cme ungemellic probe fpührcnlassen, so, daß auch der Churfürst selbste» thme cmen grossen theildeS kcieges zugcschriebe». Es war dieser Hanß von Wallbrunn sostarck bemittelt,daß er nicht allein Igedachtem Churfürsten zu seinenkriege» starcke summe» felbstcn vorgeschossen, sondern auch auf seinegefahr fremden credit procuriret. Aus occasion deS festen schlossesBreyberg, so er mit denen Grafen von Werthen» gcmciiischaffllichbesessen, ist er im labr 147» mit selbigen in einen schweren kriegverfalle», in welchem sein söhn auch Hanß genannt, von Graf Mi«chel von Werthen« gefangen worden, hingegen er WilhelmumGrafen von Werlheim,Michels »altern,gleichergestaltcu gefangen,und auf seinem schloß Enisthoffen so lang gesanglich aufgehalten,bis endlich Churfürst Frieberich mit zuziehung der Bllchöffe zuMetz, WormS und Spcyer, auch der Marggrafeu Carl und Ehrt.stoph vo» Baad en und andere Grafen und Herren sie wieder »er.tragen. 0 ) Seine drey söhne haben die famille in drey verschiedeneästen fortgepflantzet : 1) Hanß von Wallbrunn Ritter, Chur »Pfältzischer Hof. Richter zu Heidelberg und Burggraf zu Star.ckenburg har den district Ernsthoffen bekommen, und ist baselbstenermordet worden, Hanß be» jüngeren zu Ernsthoffen hinterlassend;welcher ein Groß. vaker gewesen Hanß Gottfrieds (der Zräucki«scheu Reichs. Mrerschafft Kriegs-Rathts ) und Anthons, welchesurenckelin Hanß Rubolph, IohannilerOrdens.Nitler und Sach»sen. Hilbburghausischer Ober. Hof. Marschall an. 17a; ohne hin.lerlassung männlicher erben verstorben. Der andere aber HanßMoritz Friedrich a!S Hessen. Darmstädtischer Rath und Ober.Amtmann zu Darmstadt anuoch im leben, von seiner ersten staueneiner Gräfin von Rolhal aber keine kinder hat, und dato als derletzte die,es asts unverheycathet ist. r) Hanß der mittlere wardCbur. Pfältzischer Ober.Amlmaun zu Creutznach, welche cstarZsauch sein söhn Bernhard zu Erbenheim erhallen, welcher an. 19;;verstorben, und ein vater gewesen Philipps Dom'Dechantens zu
wal
Speyer ; Mainraths des Teutschen Rstter.Ordens, >»,>.
Commenlhurs zu Nürnberg , Hanßens aus Erbenheini,über der Städte reulerey in Ungarn , um das ,ahc 1 942, dessen LHanß Bernhard, Obrister in Franckrelch letztlich Genera,.bi m-,nant bey dem Ober.Rheinischen crayß, wie auch Cdur.Mik inOber.Amlmaun zu Simmern, an. iüiL mit seinem lvd-ÄmErbenheimischen äst beschlossen. ;) Cuno der drille söhn, L- wParlenheimunb Neuen- Gloffsheim in Bayern , der an. icrr MHertzoglicher Bayerischer Rakh, Hauplmann zu BurahMn.Vltzlhum zu Steaudlngen und Statthalter zu Luxemburg MChimay verstorben, Hanßen Herren zu Partenhein, Chur.UW.schen Rath hinkerlassenö, von dessen söhnen Cunv KaMa>«Cammer. Gerichts. Eüor zu Spcyer, HanßRheiiihachO.ein vater Hanß Cmwnis der Ober.Rheinischcn RnterschMRmbworden; der Hanß Carln zu Gauersheim Cbur.PfaltzischMam.merhecrn, und Hanß Rheinharden den jüngeren gezeugek, damder erste als Cbur.Pfältzljcher Cammerherr und bellMer bjeM.tze zeit des exil» mit Churfürsten Carl Ludwig in Engelland mdanderswo zugebracht, bis nach inhafftlrung des Königs in EM.land Caroll l. nach welcher er sich mit dem Churfürsten in HMHretiriret, doch hat er sich aufverlangcn des Cdursürstens um genaueNachrichten von dem über denKönig gehaltenen Proceß zu bade,i,n>j.der ,n Engclland begeben, und allda die würckliche execullon mil au.gesehen, wovon noch verschiedene bricffc von seiner Hand vorhanden;er ist aber ohne bescendentz gestorben. Der zweyte Hanß Mm.hard ist als Nassauiicher Ober'Amtmann und endlichen Liieüscder Rheinischen Freyem Reicht Rllterschaffi an. 1702 zu Pam.heinr gestorben, uud hat folgende söhne hinlerlassen, als i)Christoph, Hochfürstl. Baaden.Durlachischen geheimdenRaihmPcalidenlen. ») Wolff Cnno anfangs Fürsil. Baaden.Dnrlchj.schen Stallmeister,hernach Rath und Ober.Vogleu z» Witzheui,,nnninehro Hesse»>Darmstädli,cher Ober.Amlmaun zu Zimgeu»becg. ;) Georg Friederichen, Churfürst!. Bayerischen tzamuier.Herrn und der Groß.Hertzogin von Toscana Obrlfl.Hvuueisttm.4) Hanß Fricderichen Chur. Pfältzijchcn Lämmer. Hmu undObrist.Wachtmeistern unter Lergrenadier.guarde, soan i^runverheyrathel gestorben. Die; erstere aber haben dasgeMGmit männlichen erben fortgepflantzet, und sonderlich der erstm;söhne gczeugct, davon der älteste Hochfürstl. Baaden. JuriMscher geheimder Räch und Crayß.Geiandler, in verschiede,icu i,u.pvrtantcn Gesanbtschafflen am Kayserstchen, KvAgiichcii mbFürstlichen bösen employrr worden; der zweyte aber Hilsen.Iarm.städtischer Cammec.Juncker und Ober. Amtmann , und der orillenoch ausreisen ist. (a) von Oirmüem PL«, rl x»L>
112. vorn Kliemllcken ^üel, ssol. 119.
parr. 4 PLA. ;or Leo. psncleüre eriumplisle; *
lVaUenburg/ ein städilein und schloß i» rem CanlonW!,unten an dem Hanivcnstein in einer ena- gelegen. Es WMMzugehöriger Herrschasil ein vomBsswum Basel abhängiges lehnder Grafen von Vrodurg. AIS eü nun, nach abgangblciesGM.chen liammes, der Hohen stlffc wiederum anheimgefallen, HaisteBischoff Humderl ei» gebohrner Gras von Neuenburg, der stattBasel an. 1401 mit bewillignng des Dom-Lapiluis, zu kaHngegeben; welche selbige seilhero aus ihrem kleinen Mb birMhat. DerLandvogtlvohiret aufdein Überbein Wileniaiiieinemseifen gelegenen schloß, und wird alle 8 jähr abgewechselt. O/st.
paß. zo. *
^vallendorff/ stehe walderndorff.
lVaUenfclß / waldenfelß / eine alte Abstiche familie inFrancken und m dem Voigllanbe, weiche an. 1019 demtMMPTrier beygewohner hat. Ihr stamm.hauß Wallenseiß, cn> schloßund flecken, soll in dein Marggrgschum Eulmdach liegen. Nichtweil davon auf dem Fichtelberge haben die von Wallenseiß lch°»vor langer zeit den Rlltcr. sitz Lichlenburg bewohnet. Job«von Wallenseiß wird an. 1404 unter die Aeble zu Ban; geM.George hat 011.1469 die fundatw» dcs kiosterS zu Slendal n> derMarck Brandenburg als zeuge unterschrieben , und wirb Wr.Brandcnburgischrr Cammermcistcr genennet. Martin von M«lenfelß nahm an. 194; den Bischoff zu Lübeck BaWMN «Ranzau gefangen. Wolff ist um selbige zeit Cvmmendant aufdemschlöffe Mannöfeld und Ernst um das ,ahr 1977 cin berubiMFrantzbsiicher Odristcr gewesen. Hanß Rudvlpb, Christoph, VM»ge, Heinrich, Hauß Ernst, Hanß Philipp und Caipar MMeund vettern von Walbenftlß zu Lichtenburg, haben nach anfMve»
17 seculi florirel,u»d an.iüoy einen holtz.contracl ausro°o°c>r,G»
kern mit dem Churfürsten Chnstiano kk zu Sachsen gstchlM.Der andere, Christoph aufBlanckeiistein und Lichlenburg, >v>ch«"'iür; unter die Hertzogliche gehellnbe Räthe znCvburgM"-TVSstLe» arival. Sax. p. 249. krrmc. reäiv. «
ckron. p. rzr.
lVallenrodt/ eine alteAdeliche familie inFranckeii/wklchesich vor etlichen ioo jähren auch in Preussen Mäßig gemacht, imsie nunmehro den Gräflichen litul führet. Sie bat an. >°^ iHalle dem lhurniere beygewohnt, und auch >» L>estanb anMiaguter besessen. N. von Wallenrodt war an. 1290 Loigt l» ch«gen und Ermeland. Conrpd Lieber ward a». i;s? derrrH^ilmster deS Teutschen ordcns in Preussen, von welchem em am«»berlicher arcickul folget. Um diese zeit besaß Tvbannes baö L SB'ßlhuin Riga ; er ward aber an. 1416 von dem PEMP lnach Lüttichgesetzchallwoer in dem ersten! ab real beygebr«gisste sein leben endigen musie. Friedrich, MaNchail de Te Sorbens, hat a». 142° die armce wieder d,e Po!eli coni nM ^Johannes von Wallenrodt, hat an. - 4 -! das cooeAum zu LM r