war
besticht, und davon wie auch »sn seinen ins gelobte land gethanenreisen eine beschretdung heraus gegeben. In folgenden Leiten habensie sich im Coburgischen niedergelassen, und sich an dem Hertzogli»chen Hofe daselbst hervorgethan, wie denn Matthäus zu Mulden»furtb, und Hanß George von Wallenrodt an. i;4s, Hanß Chri»sioph aber an. 1564 unter die Hof. und RegierungS. Räthe zuCoburg gezehlet werden. Der erste ist an. i;?4 Hof. Richterworden. Es wird auch einer dieses namens an. i;;2 Chur.Säch«sischer Stadthalter und Hauptmann der festung Coburg genennek.Siegmund von Wallenrodk besaß an. i;Ly die cturrge eines Her«tzogllchen Coburgischen Obcr.Forst.und Jägermeisters zu Mün.nichrode». Johann Ernst , Freyherr von Waüenrobe, war Sach.sen-Lauenburgischer krem,er-a 4 inittre, und halte die ehre, die strei»tigkeiten zwischen seinem krmcipai und dem Cbur.hause Sachsena». 1670 beyzulegen,worauf er am Chur-Sächsischen Hofe geheim»der Rath, Cammerherr und General.Masor worden. Johann Ernst , Obrister > Landmeister in Preussen, starb mir ausgang desr? seculi, da denn seine cksr§e seines druders söhne zu theile ward.Derselbe war Christoph, Graf von Wallenrodt, Land. Vogt vonSchocken, Konigl. Preussischer geheimdcr Slaats-Rath, undRit.kcr des fchwartzen adler«ordens, so an. 1711 zu Königsberg ;daszeitliche gesegnet. Sein bruder, Siegmuob, bekleidete zu ansangdes -8 seculi die stelle eines Hauptmanns zu Fischhauscn. An. 1718that sich einer von Wallenrodt als Kayserlicher General hervor. ESist übrigens diese vornehme familie zu unterscheiden von den Gra»ftn von Walderode in Böhmen , welche allem ansehen nach Johan»nem Walderode von Eckhausen zum anherrn erkennen, der um dasjähr lsüo als Kaylerlicher Reichs. Hof« Rath und geheimder8v-crersriu; floriret. Johann George Graf von Walderode, Kayser»sicher Reichs.Hof.Rath, und Johann Paul Leopold WalderodeGraf von Eckhäuser,, in Recepin, Bistry rc. Vice. Cammer.Prä»sident in Böhmen ( der um das jähr 1702 nach Jglau in Mähren in ein klostcr soll gegangen seyn ) sind dessen söhne. kreuisi
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kom. ro ?. 2 pas. ,86. k. l I. 2 c. Z. Läelfp.
MÄ, Lob. ckroo.
lVallenrodt> ( Conrad Lieber von ) war aus dem vorherge»henden geschlecht entsprossen, und wurde an. i;84 Grvß.Cvmtur,an. i;88 oberster Marschall, und an. i;sc>Hochmeister bes Tcut»scheu ordens in Preussen. So bald er die regierung angetreten,brachte er eine armee von 64000 mann auf die deine, und giengdamit aufdie Litthauer loß; hatte aber das «»glück, daß in kurtzerzeit zoooo mann theils durch die pest, theils durch das schwerbtPavon umkamen, welches ihm dergestalt zu gemüth gieng, daß er ineine raserey verfiel, und in solchem zustande an. izy4 den 2; jul.seinen geist aufgab. Er halte zuerst den Fürstlichen tikul angcnom«men, und sich von Gottes gnaden geschrieben, welches die ordens»brüder veranlasset, sich nicht mehr Creutz.brüdcr, sondern Creutz»Herren zu nennen. Weil er einen Waldenser namens O. Leander,der an. i;8? aus Franckreich in Preussen gekommen war, unter«stützte, jo verfiel er nicht allein mit den Geistlichen in grosse vcr«drießlichkeit, iondern es zog auch der König in Böhmen die in sei»nem Königreich dem orden zuständige guter ein- F-Är.
treust, cbron.
VOaUenstadt/walenftadt/ lat. L-va vliis oder StsüoLbse-rorum. cuie kleine stadt m der Schweitzerischen Grasfchafft Sar«gans, 4 Meilen nord.ostwärts von Giaris, welche wegen des grossenpasses und der Niederlage vieler aus und m Italien gebender kauff»manns.güter bekannt ist, hat vor altem aul Gstad gehcissen: her»»ach als die Römer und Jtaliäner ( welche die Leuttchen, Wal»chen, Wahlen und Welsche nennen ) allda emgemliet, ist der ort-Wallenstadt von denen Teutschen genennel worden. Es »i allhierdie Mahlstadt, allwo die Eydgnvssen und Graubunvtner m krasstderBündlen ihren Rechts.lag ballen,wann einlwedcres theil eureansprach an daS andere hat- Es bat dieses stabilem einen Schul»theiß, (welchen der Land-voigt zu Sargans auf dreyen ihnie vonden bürgeren vorgeschlagenen erwehlec) und einen Rath, weicherhohe und niedere geeichte bat, jedoch führet im malesttz.gerichtnicht der Schultheiß, sonvern her Landvogt den staö. «o
x. ;26. t>. *
wallenstadter.see/ walhen»see/ LacusKivE oder Li-vsnur. ist der nahe bey vorgedachler stadt gelegene fee, welcher sehrliess und mit hohem rauchem gebürg umbgeben. Er erstrecketsich von Wallenstadt bis hinab auf Wesen in die zwey weilen lang,und die breite ist eine gute halbe weil. Die seifen gegen Mitternachtsind so stotzig,baß man alldort nicht anländen mag. Sei» auslauffheisset die Seez, vormals die Mag, welche sich unterhalb Wesen,bey der Ziegelbrück, mit der aus dem Glarner.lanb herunter kom»menden Lmth vereindahret,und also unterm »amen Limmat in denZüricher . see einfliesset. Auf diesem see blasen gewisse winde, nachwelchen sich die schiff» leute der enden richten; dann morgensfrühe bey ausgang der sonnen, erzeiget sich allgemach der ober-obersstwind, und währet bis gegen ro uhren, welcher dann deneniem»gen günstig ist die von Wallenstadt den see hinunter auf Wejmfahren wollen. Zwischen ro und ir uhren ist eine windstille. Nachmittag regieret der Westwind bis aufden abend und begünstiget diereiß von Wesen den see hinauf gen Wallenstadt. Nach der sonnenUntergang stellet sich der ostwinv bey schönem welker wieder ein unddieses geschiehet ordentlich alle tage, ausser daß der über den Blätt»lisderg herein stürmende Nordwind dann und wann diese vrbnungbricht, und so wohl die schiff.leuth an ihrer fahrt und gewinn hin»deret, als auch den reisenden, die er aufdem see ergreifst, gefährlichist. Die von denen seifen herab stürtzende dache geben da einen sehrangenehmen Prospekt. ck. loc. ALESrer, ü.L,, Lom, i
x»L.» 7 . üb. 14 ,1». * '
Wal 827
IVallenstein/ s. lvaldstein.
Wallerstein , eine kleine stadt mit einem schloß und darzu ge.hörigen amt in der Schwäbischen Grafschafft Oettingen , zwischenden statten Oettingen und Nördlingen , gelegen. Ein absvnderlicheeäst der Gräflichen Oettingische» familie jchreibr sich davon, sieheOettingen .
Wallhausen/ ein marckflecken in Thüringen , an dem flusseHelm, r melle von Sangerhausen , bey dem Hartz gelegen, so vor»zelten erne berühmte Käyserliche Sächsische Pfaltz.stavl gewesen.Hierbey ist ein feines schloß, darauf einer von Asseburg wohnet«snUHU.LjancLenb.
wallingford / eine sehr alte und vormals trefiich feste stadt inder Engellänblschen Provintz Barkshire an der Temse . Die altennennetcn ste 6LlIena oder Lalevs ^rrebstum. Sie war die Haupt»stadt der Atrebatier, und nachgehends der Sachsen , welche dieseGrafschafft bewohnten. Bey damaliger zeit degriffdiese stadt übereine Meile im umfange, und war mit einem starcken castell besesti.get, auch mit 12 pfarr.kirchen versehen. Allein an- l?48 wurde siedurch die pest dermaßen verheeret, baß anjetzo nur noch eine kirchedaiinne übrig ist, und kaum so viel einwohner als genug sind, seldi»ge rn erbaulichem wesen zu erhalten. Desgleichen ist wenig obernichts mehr von ihren alten mauern übrig, als die blossen rullei--.Jedoch hak sie noch die ehre, daß sie zwey Deputiere in das Paria»menl absenden darss. l'ersc N ls Zrsnäs
örelLgne p. 44.
VOalljs oder Wallia / vormals ein Königreich, ietzo aber einFurstenihum, ist eine landschafft auf der westlichen feite von Engel,land, welche von allen selten an die see flösset, ausgenommen dieöstliche, da sie an Engclland hänget. Es hat dieses land verschie»dene »amen, und wird von den Lateinern Lsmbris oder Lsrnbro«LnmnmL genennek. DieRomer nenneten es LrikLmUsrn tecunllsin»die Sachsen Wallischie einwohner Zambre, die EngcUäuder Wales ,die Franyvsen L»lle5,und soll dieser name von Jdwallo, einem sodndes Cadwallader, so der letzte König der Britaunier war, bcrcüh»ren. Vorzeiten erstreckte sich dieses land bis an die Severne, bisdaß Offa , der grosse König von Mercia , zur zeit der heptarchie, dieWalltser ober alten Britannier aus den ebenen gegenden jenseit deSbesagten flusscs auf das gedürge trieb , allwo er eine» graben,der OffaS.graben genannt, welcher Engelland von Wailis absvn.berte, machen, und sie also gleichsam eiiischlieffen ließ. Nachge»hends wurde von Harold ein gesetz gcstellet, daß wenn ein Wallssermit einem gewchr bisscit des grabens gefunden würde, ihm die rech»te Hand abgehauen werden solle. Dieser graben erstreckte sich ohn»gefehr auf weilen, nemlich von der gegenb an, da die Wve indie Severne fallet, nicht weit von Chepstow bis an Ehester. Mankan noch bis auf den heutigen tag an vielen orten etwas davonseben.Die allen einwohner zur zeit berNömer waren vornemlich dieMure;, OurittX und Orciovici, welche den gantzen strich landes, soaufber westlichen leite der Severne liegt, inne hatten. In diesesland flohen die alten Britannier, als sie von den einfallenden Sach»sei, aus ihrem eignen lande, so jetzund Engellanb heißt« verjagetwurden. Es giebt darinnen viel flüsse, worunter die vornehmstensind die Dee, Wyc Tivy/ Usk, Convay und Severne, welcher letzte»rc in die,em lande entspringet- WaS die häven betrifft, so findetman nicht leicht einen sicherern und geraumern, als Milford-Havenin Pembrokcshire ist. Dieser begreifst so viel kleine Meerbusen undrheedcn, daß wohl tausend schiffe daselbst sicher liege» können, daherer auch den namcn haben soll. Der König Henricus VU landetehier a», als er aus Bretagne in Franckreich kam, um Richard»!»Ul von dem thron zu stvffen. Die einwohner, weiche ein Überrestvon den alten Britannier» sind, werden für tapffere lenke gehalten,die aber sehr zum zorn geneigt sind. Sie machten vor diesem denEngeüäiidern, nachdem sie ihnen unterwürffig gemacht worden,allezeit grosse unruhe, und hielten sich selten stille, bis baß der KönigHenricus Vll, welcher allhier gebohren war, ihre unruhige gemü»tper besäufftigle, baß sie sich endlich gefallen liessen, Unterthanenvon Engelland zu seyn, weil ein König von ihrer »akion regierte.Nachdem WaüiS dem Königreiche Engeüand einverleibet worden«haben sie sich allezeit sehr aufrichtig gegen den staar erwiesen, undfind bereit gewesen, ihre gesetzt, freyheitcn und religion zu vertheilst»gen. Ihre spräche ist die alte Brittische, welche unter allen Eu»päischen sprachen am wenigsten mit fremden Wörtern vermischetist, aber wegen ihrer vielen cvnsonanten und solcher buchstaden, diedurch die kehle ausgesprochen werden müssen, den obren nicht allzuannehmlich fället, dahero auch von andern nationen nicht viel gr»achtel wird. Das land ist wegen der vielen gebürge sehr unftucht»bar, doch findet man auch einige gute örter, welche daS gantze landversorgen. Die lnfft ist sehr gesund, und sonderlich giebt es vielholtz darinnen. Nicht weniger hat es unterschiedliche berühmtemänner hervor gebracht, als da sind Merlinus, welcher zu ende desfünfflen seculi lebte, und von dem wunderbare dinge erzehlet wer»den; Gildas, der wegen seiner grosse» wissenschafft der weise zuge»namet wurde; Gottfried von Montan uth, welcher in dem i2se»cuio lebte; Giralbus Lsmbrenlis.und in den neuern zelten Johan»»es Pricäus und OvenuS, welcher epigrammara geschrieben hat.Vorzeiten wurde dieses land in drey theile eingetheilet, nemlich inNord-Wales , Powis.lanv und South.Wales , welche alle ihre be»Hadere Fürsten hatten. Das erste, so das unfruchtbarste theil vonWalUs ist, begriff in sich die Grafschaffyn Merioneth und Caernar.van, die insul Anglesey und den grdsten theil von Denbigh undFlintshires. Bowis.lauv, so etwas fruchtbarer ist, hielt in steh dieGrasschafften Monlgomery, Radnvr, gantz Shropshire jenseitder Severne, und das übrige theil von Denbigh und Flintshires.Svuthwales, das grvste und fruchtbarste theil unter allen dreyen,IV theil. Mmmmm» begriff