Band 
Vierdter Theil
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begriffin sich die Grafschafften Montmoutb, Glamorgan , Cäer«marthen, Caerdigan und Brecknock. Nachdem aber Mvnmouths«hire und gantz Shropshirc von Wallis genommen , und zu Engel«land gerechnet worden, ist das gantze land nur in zwey theile eilige«theilet worden, iiemlich in Nord-Wallis und Snd-Wallls. Ei«jegliches theil hals Grafschafften in sich. Z» Nord«Wall>s geborenFlinlshire, Denbigshire, Caernarvanshire-Meriottechshire, Mont«gomeryShire, und die jnsul Anglesey. Zu Sud-WalliS gehörenCaerdlganshire, Radnorshire, BrecknockSdirc, Glamorganshirc,CaermarthcnShire und Pembrokeshire. Die länge des gantzeniandes von norden gegen süden zu erstreckt sich aufiro, und die gro«ste breite von vsten gegen westen zu auf 8 c> weilen. Diese ir SttreSoder Grafschafften werben in verwaltung der justitz wiederum in 4so genannte circuits ober Umgänge unterschieden : der erste loge«nannte circuit begreiffl in sich die Grafschafften Montgomery, Flinkund Denbigh ; der andre die Grafschafften Caernarvan, Angleseyund Merionelh; der dritte die Grafschafften Caermartben, Caerdl«gan lind Pcmbroke; und der vierdte die Grafschafften Glamorgan ,Brecknock und Raduor. Was daS kirchen«regiment betrifft, fowird demselben nach die gantze Graffchaffl in die 4 Bißthumer St.Davids, Landaff, St. Asaph und Banger, eingetheilet, welche alleunter Canterbury gehören. In diesen ,2 Grafschafften werben ; 9niarcklslecken, 41 fchlöffer und 8si kirchfpiele gezehlet. Die stattesind klein, arm und unansehnlich, die marcktflecken aber, rnionder«heil die an den gräntzen, und änffern theilen des lanbes, schön undfeste, als welche nicht allein zur Handlung erbauet, sondern auch mitmauern und castellen versehen sind, um die Wallifer im zäum zuhalten, wozu sie fo lange gebraucht wurden , bis daßWalüs bemKönigreiche Engelland einverleibet ward. Was die inländischencasicUe anlangt, so sind ansetze fast auch derselbigen ruäers vermch«tiget, und zwar solches theils durch die zeit, theils auch, und zwarvornemlich durch die poinigue der Könige in Engelland, welchekeine feste örter in diesem lande leiben wollen. Als bey dem cmfallder Sachsen die einwohner von Britannien genölhiget wurden, die»sesland zu ihrer ren^ste zumachen, war Cabwallaber ihr König,welcher eine zeillang hernach durch einen sonderlichen eiffer sich bc«wegen ließ, »ach Roin zu gehen, und daselbst einen geistlichen ordenvon des Pabsts Scrgii Händen zu empfangen- Nach dessen abschiedmaßte sich Jvor unrechtmäßiger weise des regiments an, behielt esaber nur so lange, bis daß Jdivallo, des Cabwallabcrs söhn, an. 690wiederum auf seines Vaters thron gesetzt wurde. Mein damalsfieng der titul, König von Britannien, an abzukommen, und hin«gegen ncnnete sich besagter Jdwailo eine» König von Wallis , wel«ches fast 200 jähr lang wäbrte, bis daß Rodmcus ll es für gutansähe, sein Königreich,so klein es auch immer war, unter seine dreysöhne;»theilen. Amarawd, dem älteste», gab er Nord-Wallis ,Cadel seinem zweyten söhne, Süb-Wallis , lind Mccvin, seinemjüngsten söhne,Pvwis- land, aber mit dieser bevmgung, daß die zweyjüngern söhne und ihre Nachfolger ihre länber von den Königen vonRord'WaUis zu lehe» baden sotten. Dieses erempel Roberici halteeine solche würckung, daß auch einige von dessen Nachfolgern ihrelandschafftcn, vhngeachlei sie schon vorhin klein genug waren, wie«dcrum in »och kleinere stückqen zertheilten. Mit einem worl, dieseFürsten wurde» so schwach, daß sie schon unter dcS Sächsischen Kd«riigü Elhelstan regicrung der crvn Engellanb einen jährlichen lributvon rcr psund golbes, zoo Pfund silber und roo stück Viehes gebenmnsie». Dieser kribut wurde nachgehenbs mit einer gewissen an«zahl von wölffen verwechselt, welches die Wallifer so erfahren in derwolffs.jagd machte, daß sie gantz Engellanö davon säuberten. Siewidersetzten sich zwar in die 400 jähr lang den Königen von Engel«land, dergestalt, daß sie sich mitten in ihr land hinein rctirirten, undden Engelländern nichts als höltzer und berge liessen, mit welchensie sich herum schlagen musten. Sie wurden aber doch endlich gc«nöthiget, sich unter des KönigS Ettiarbil regierungan. 1282z»unlerwerffen. Nachdem nun Eduard dieses grosse wcrck ausgmch«tet hatte, wandte er alle sorge an, wie er Wallis bey der crone erhal«len möchte. Zu solchem ende gab er den Englischen Barons undandern vornehmen von Adel, welche ihm bey diesem scldzuge gebie«vel hatten, viel schöne guter, so wohl um ihre dienste damit zu de«lohnen, als auch,um so viel reiche und vermögende Personen zu einerstetigen beichützung dieses Iandes anzufrischcn. Gleichwie er nun injegliche Grafschasst einen Engelländischen Ei-ucensm setzte,also warer auch sehr begierig, über alle Wallifer eine» allgemeinen Engst«scheu Statthalter zu verordnen. Ais aber den Wallisern solchesnicht anstund, ließ er seine gemahlin in Wallis dringen, welchegleich damals mit einem kinbe schwanger gieng, und zu Cacrnar-van mit einem junge» Printzcn nieder kam. Da solches geschehen,und ihm die zeilnng hiervon gebracht worden, ließ der König dievornehmsten von den Wallisern zu sich holen , und erbot sich, ih«nen einen solchen Couverneur zu ernennen, welcher in Wallis ge»bohren wäre, und nicht ein Wort Englisch reden könte, an dessenleben auch niemand etwas zu tadeln haben würde. Einem solchenversprachen sie alle zu gehorchen, und bekräfftigten es mit einemeydschwur. Hierauf ernennete er ihnen seinen jungen söhn Eduar»bliin, welcher so dann zum Fürsten von Wallis erkläret wurde.Nach der zeit hat allemal der älteste söhn des Königs in Engellanddiesen titul geführt. Ob nun wohl König EduarduS auf alle weisebesorgt war, sich der treue dieses volcks zu versichern, so machte dochdas verlangen nach der freybeit sie noch immer unruhig , so baß sieallcgclcgenheite ergriffen,solche wider zu erlange». Als Henricus I Vregierte, empörten sie sich, unter Omen Glendowers anführung,wel«ehe redcllion zu stillen, dem Könige viel mühe kostete. Solches währ«tc bis zu Henrici VIl zelten, welcher in ihrem lande gebohren war.Unter Henrici VI II regierung ward sie,krafft einer parlaments.acte,«». 1;;; zu einer nativn mit den Eugcllandern gemacht, so, daß sie

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einerley gesehen Merworssen, und einerley ehren, ämter, vrivile».'-»und-fteyheite» fähig seyn svittn.Solcher gestalt ist anjeko kei« 2scheid mehr zwischen den Engelländern und Wallisern, den2und die spräche ausgenommen. Von dem beweibten Köiiiaerico VIII wurde zu Lndlow ein hosigerichke angeleget, welches 2verweise der Königlichen geeichte inWestmünstec gehalten w dVor diesem war'ein eigner 6eners>-6ouvemeur über 'unter dem titul Lvrd.Präsident. Allein der König Wilhelm»/,,,hat nach des Grafen von Macclesfieid tobe zwey unter d-mtitul als Lieutenants dahin gesetzet. 6n,--x/,n«r

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ersr cle la franste Lreragne ?. 1 c. g. '

lVaUrs/ lDalliser-land / lat. V-lleliz, eine mit der ssM.genossen,chaffr verbundene iandschaffl,welche sich von dem ursmml,der Rhone bis zu derselben ausfluß in den Genffer.see in die 14^,.sche wellen lang, zwischen hohen gebürgen, erstrecket. Sikarän.tzet gegen aufgang an den Canton Url, gegen mittag an das L,r.tzoglhum Mcyiand und Savoyen, gegen abend und Mitternachtaber an den Canton Bern . Auf denen zu bevden selten deß»Wchen bergen gehet viel Vieh, in dem thai aber findet man allerhandobst, wandeln, feigen und granatäpffel, wie auch gnuqicm, körnund köstlichen wein. Vorzeiten wohnte» hier die Viberi, Sedu.ni und Vcragri. Jul. Cäsar hat seinen General Serums Galba Mit der i2tcn legion und etwas reutherey dahin abgeschicket, Wdiese bcrgleute unter sich zu dringen , und zugleich den paß aus undm Italien der enden sicher zi, stellen; allein ste wehrten sich fade.hertzt, daß er aus dem land weichen musie. Kayser Augustusaberspräche ihnen besser zu, und bezwänge sie unter sein jvch. Als nachder Hand im ; scculo die Burgunder über Rbein in Gallien ein.fiele», die Sequanischen, Helvetischen und Hedauischen lsnttceinnahmen, und zu Genfein neues Königreich ausrichtclen, ka,me Wallis mir darunter, und hernach, anfangs des esMandie cron Franckreich, bey welcher es verblieben biS gegen dem endebcs9ftculi, da das zweyte Burgnndische Königreich entstanden,und nach dem an. io;r erfolgtenwdes.fahi des letzten Königs Rn »bolffS IN gelangte es an Kayser Conrad U und hiermit an das Lenk«sche Reich. Dieser Kayser nun hat das Untere Wallis vom Me«ren abgetrennet, indem er jenes an. lo;; dem GrafH,MerlinSavoyen übergebe» zu einer Vergeltung seiner treu und hülff mderden GrafOlto aus Champagne, welcher mit diesem Kayser umdas Burgnndische Königreich krieg gesührek Hai. Das MeM«Iis käme unter die vogtcy des Biichoffs zu Silken, dabm, als siesich der Stlffr Kastvogl Hcrtzog Berchtolben l V vonZäringenun,gehoriam erwiesen,sind sie von ihme an.n8°mit Heers,machlnber«zogen worden, allein sie empsiengen ihn also ernstlich, daßerkün»merlich seine eigne Person nur der flucht retten können. Endlichnach dem tobe Kayser FriedrichsU an. 12^0, als daS Räch langezeit hauplloß stuhnde, haben sie angefangen ßch in die srevhmjuschwingen, wie sie dann an. irso nnt der stadi Bern einen Mjährigen frieden gemacht. An. i;8; kamen sie in streit mit demVÜchvff zu Sitten Eduard, der ein gcbohrncr Graf aus SamenWare, und jagten ihn aus dem lande. Allein GrasAmadäns V»nähme sich seiner an, und setzte ihn mit hülff der Verlieren miede«rum ein, wvrdey die statt Sitten erobert und mit jener angesteckt,auch die Häupter des iand-volcks, Pelermann und Henitzinannvon Rarvn enthauptet worden. An. i;87 erführe sem nachfahrund Vetter Humberl eine gleichförmige wiederstrebung, undalsdie Eavvycc sei» ansehen wlcdcnnablen Uiiicrsti'itzcn wollen, mr«den ihrer dev Visp 4002 von den Wallisern nicdergemachl, W»lichtstem verglich erfolget. An. i^hadendiegemciudenBMNatcrs und Visp ein bünknus mit denen Cantonen Lucern , Ulyund Unterwaiden errichtet, welche ihnen in dem damahligen«'der ihren BlschoffWilhelm und seinen vettern Gustcard von Man,angesangene» streit und krieg wohl erschossen. An. 147t, alsN'schaff Johann Ludwig von Gen» des Hertzvgcn von Savoyen dn»der, mit einer grossen macht Nieder-Wall,sm, imdSavomn,»Ober-Wallis einfiele und Sitten belägerte, diese aber ;o°° Bmerzu hülff bekamen , wurden jene mit grossem verlorst geschlagen undaus dem land gejagt, zugleich auch das untere Wallis eroderl, d,rmaurcn der stättllnen zur erden gelegt, und alle wchrhaffketchlos«ser (deren 18 gewesen) verbrannt und niedergerissen,mllhnidleUnter'Walliscr zu der Oberen Unterthanen gemacht, und »meinser zeit a» durch Lanttvögle regieret. Sie haben darauf auch Wselbiges jähr mit dem Canton Bern , und an. r;n mit den M»Catholischen Canlvnen der Evdgettvsseiischafftaufewigrttcu«.Der fluß Morsa , welcher unterhalb der stakt Sitten in denM>ban sich ergicssct, machet die scheid,gräntzen zwischen Odw«Unler.Wallis. Daö obere WalliS bestehet aus 7 so genau« st'hendcn, Zcnten oder land - gerichien, nemlich Gomos, BWVisp, Raron , Leuck, Svders und Sitten. ^u iede auS diWzehcnden oder Zcnten hat ihr eigen Hochgericht und ZttiteN'Me,dessen Haupt bey etlichen Meyer, und bey etlichen Custian gemw >wird. Sie begreiffc» ;o kirchspicl oder kilchhörmen, und gevrau'chen die Teutsche sprach. Eine jede Zeuten ist in ihrem vcMarsolut und meisier. Das untere aber wird in 6 Panmrodtt L >gteyen unterschieden, nemlich Gunbis, Ardvn, Scheuon.' -N'

tinach, Jntremont ulid 8. Moritzen, weiches auch die MMsten örter in dem lande, obgleich allein Sitten und 8.mit mauern umgeben; sie enthalten ;4kirchsviel, und >mo«scherzungen. DasreqimentbicstrRepublicbestehetlNdemloRath, auf welchem alle fachen, so das greine land anmllabgehandelt werben, welcher alle >abr zweymal im maycemder vom Lands-Hauptmann hnnffe», und imMv ^ ^