Wal
zu Sitten gebalten wird. Der Visthoff zu Sitten, als Graf undOberhaupt der Republic Wallis führet darinnen das Lr-elickum.und der Lands.Hauptmaun hat die umfrag. Vor diesem Land»Rath werden die gemeinen lanb6> angelegenheilen zu frieden undkriegs-zeiten verhandelt, fremde Gesandte verhöret, die Lands»ämter, als Lands.Hauptmaun, Vögte, Cantzler, Stadthalter»General rc. erwehlet, die letzten appellalionen angehört und abge»tdan. In dem gantzen Wallifer»lande fiorirel die Catholischereligion; wie dann an. 1527 das land eine reltgions.vereinigungmit denen Catholijchen Canronen aufgerichtet Hai. Als auch an.2804 etliche Evangelische eimvohner sonderlich im Gomfer.Zenteneinen Dfarrhcrr ausgestellt hatten, Miethen die Römisch,gesinntendarüber in eine hefftige verdilternng, also daß die fachen in eine of»fentlrche austuhr außdrecheii wollen; allermassen zwey fürnchmeomrs'leute aus besagtem Zenten entsetzet, und eine grosse anzahlEvangelischer laud.leuten ihr vatterland zu verlassen gezwungenworden. Es bar aber der Frantzöstsche ^nibsiläclor Herr von Cau»marktn ned>l denen Evangelischen Cantonen einen vergleich bewür»ekel- Aber an. löas hat der Btfchoffzu Sitten die fache dahin ge»bracht, daß alle Evangelische so wohl einheimische als fremde,entweder Römisch. Catdvlilch werden, oder aber das land räumenmüssen. äs Vslleiia, LeiteL.epulil. üelvel. aansl.
cbron. *
UOaUis / ( Johannes) ein sehr berühmter Engelländischevr^rldemaucu5, ist im nov. Iül6 zu Ashford in der Provintz Kent ,daselbst sein vater Prediger gewesen, gebohcen, und zu Cambridge jm collegio Emanuelts m den studien auftrzogen worden. Hieraufwarb er Emitter der Archen 8. Martin, hernach einer anderen inLondon zur zeit der Englischen rebellion. An. 1649 ward er zumt>ioietsore Üeomern-L r>Lv>Vsao aufber universilälOrfml gemacht,und promovirie in voAorem Ikeologi-e. An. Iü;7 erlangte erdie stell eines Luttociir/trckivorum. da er dann die Academychen/wckiv in so guter ordliung hielte, und die Proceß mit solcher klug»heit und bexterität führte, daß dadurch denen, welche ihm birststelle nicht gdnneten, der mund gestopfel wurde. Sonst war er auchvon denen ersten, welche die 8oc,ecslem Lcgism 8cienr. haben helf»sen aufrichten. Er war klein von statur, wohl gestaltet, vonschwachen haaren, die aber vor stimm tobe sich in wetsse verwan»dicken. Seine gesundheir war immer gut, welche er aber mehrdurch Mäßigkeit, als durch leibliche Übungen, die er nicht liebte,erhielte. Sein geist war immer munter, und nahmen seine ge»müthsckräfflen bey herannahendem alter eben so wenig als sem ge«steht ab, welches er bis zuletzt auch ohne drillen erhielte. Er starbin Orfurt den -8 oct. an. 170z seines alkers 87 jähr, nachdem ereinige tag vorher anfieng, doch ohne sonderbare schmertzen, abtu»nehmen. Gleichwie er in seiner Profession nicht viel seines gleichengehabt, und Mich für einen der fürnehmsten lVlLMemsricorunrder letzteren zelten gehalten wird, so bat er auch eine grosse anzahlschriffleu der gelehrten weit mitgetheilt : als da sind ^rickmeucs;oe 8eÄiombus Lonicir Z ^russmecics lnllnirorurn, Über welchehernach Jsm. Bullialdus einen grossen Lomivenrar'mm perftrliget;rsleclismc»; ^!§ebrs, und andre kleine trackällein. So hat erauch viel von den alten lVlsckeinLriciz mit lateinischen Versionen her»außgegeben, als etwas von Lrckimslle, krolom «, tkarmon.;
8smll <le Oilirnc. solis Lc lunse; korpk/rü Lommeac. insirrmoo. Lcc., welches alles hernach wiederum und zwar zusam»mcn in ; tot. ist gedruckt worden, darinnen sich auch seine übrigenwerck befinden, nemlich 1'keologics; äe 8. Inmiais» äeü'LbbsroQarMrno -, Lommem. in epiü. all liwm; cie tlrulis Lialinor , äeI 9 le!ckiselleko; üe^oboLcc.; und kkilcsllsnes, als LrLrnmLricsKuxllc« linguse; cum clilc. Lh^stco; <te l^o^uela; I-ogics; vielwider Hodbes, dessen grobe Unwissenheit in Vollst. und sonderlichA4sMemLt. er ziemlich heiter der weit vorgestellt u. a- m. Sonstwußte er auch aus ei» gantz besondere weiß , die in ziffren oder zah»ien geschriebene driefzu lesen; mit welcher kunst er nicht nur seinemVaterland , sondern auch fremden Fürsten, die mit Engelland wohlstunden, gedienet; deßwegen er auch von dem Churfürsten vonBrandenburg an. 169; mit einer güldenen ketten und kostbabreninüntz für ein dergleichen dienst ist beschencket worden. Lvnlmusc.
«s kck. Q-AefL 8upplein. *
N)allmoden / ein altes Adliches geschlecht in Nieder.Sach'sen, vor dessen stamm,vater Tbeovulus, ein Griechischer Edelmann, gehalten wird. Derselbe soll um das jähr 99; mit demBischoffe 8. Bernwardo zu Hildesheim iu selbige gegend gekom»wen seyn, und mit einer von Riehdurg einen söhn, namens As»win, gezruget haben, welcher anfangs zu Lütter an dem Baren»berge gewöhnet, nachgebends aber das schloß Wallmoden erbauet.Frivericus Le Walmoden hat an. ir8r ein ciipiom, des klosterSPölde als zeuge unterschrieben. Ludolph hat um das jähr i s; ? deniü nov. nebst,einem bruder Heinrich, im «amen aller von Wall»woben, den vergleich wegen der xrinioZemmr zwischen HertzogHeinrich dem jüngern, und Wilhelmen zu Braunschweig unter»zeichnet. Er wurde an. nebst andern aus der Ritterschafftvon dem Churfürsten zu Sachsen und Landgrafen in Hesse» bepu»tirel, nach abweichung Hertzog Heinrichs des jüngern , demFürstenthum Braunschweig ReichS-und crayß, steuern zu setzen.Erstarb an. i-;c8, und war ein groß-vaker TdedelBurchards,der zuerst Bischöflicher Oßnabrüggischer Stallmeister und Rath,nachher» aber Oder-Haupkmann und Schatz,Rath in dem Für»stenkhum Wvlffcnbüklel gewesen. Dessen enckel, ThedelAßwin-aufWallmoden, erbielkan. 169s die cksrxe eines Schatz-Rarhsw dem L>liffte Hüdeshejm. 8,^« ^ 2-0»
in r>s>p. rler belciir, cl« tiLuter von Hemdeex. »nug.
küiäens. z6l»
wal 829
^ MaNsnen/ werden die Niederländer in der GraWM Flaü«dermArtvis und Hennegau gencunet, welche die Frantzöstsche spra«che brauchen. ^
Wallsee / eine ansehnliche familie, welche sich zu des Kav»strS Rudolphi 1 zelten in Oesterreich niedergelassen, und daselbstAcht allein in die zo schlösser und Herrschafflen, sondern auch dasErb'Marschaü.amk au sich gebracht. Sie ist aber zu ausgang desi; ftculi ausgestorden. Heut zu tage führet das Gräfliche geschlechkc>. Julian den Gräflichen titul von Wallsee, aus welchem Johan»nes an. 1712 Kayserlicher oberster Falckenierer gewesen. In M»ter.Oesterretch an der Donau , ; meilen von Lintz, liegen 2 schlös»ftr und städlgen, Oberwnd Unter.Wallsee genannt, welche vonden zuerst gedachten Herren von Wallsee erbauet worden.
oe migr. Zenr. p. 464.
walo / siehe Gualo.
Walpersburg / siehe Aichstätt.
Walpowar / siehe walckowar.
Walpurgts oder walpurga / wird mit unter die heiligeWeibes.perso»en gezehlt, und lebte und das jähr 780. Neben demrühm eines gorMirchttgen Wandels hat sie auch diesen , daß sie diebekehrung der ungläubigen sich eifrigst angelegen seyn lassen, in.gleichen daß sie gelehrt gewesen. Der heilige Winibald oder W>l»iibald war ihr Prüder, dessen reisen sie beschrieben. Ihr eignesleben hat Philippus von Äichstädt aufgesetzt, welches m win. 4snrihu. leöt. Leor. Lsnilu zu finden ist.
walsch/ (Nicokaus) ein Jrr!änder,gebohren in dem i« iahhundert,ward siuvierens wegen nach Cambridge gesandt,da er gantz««gemeine progressen gethan. Htrnach ward er Cantzler von 8 .Patricilkirch zu Dublin , und bald darauf Bischofs Zu Ossory^»L. 1577- Er sieng an das neue testament in die Inländische sprach,zu übersetzen, welche Version aber erst von Gmlh. Daniel, Ertz»Wschvff von Tuam an. 1S2; völlig z» stand gebracht worden ist4Walschs unglücklicher kov war die ursach, warum diese Übersetzungvon ihm nicht hat können außgesertiget werden; dann als er eine»gewissen Jacob Dullard ehcbruchs halben für sein gerichl cikirtc,ließ sich solcher von raach-begierd also einnehmen, daß er nach Mtzkcnny kam, und den Bischoffdalelbst in seinem vallast ermordet^welches geschehen L. izzz> sie icripr. Uxbera^
-Vppevci. ro *
walsingham / eine marcktstadt in der nördlichen gegend deeEngelländüchen Provintz Norfolk, sonst Groß < Walsingham ge»nannt, zum unterscheid eines andern orts, welcher Old-Walsing»ham helft, und ein klein städtgen ist , so zwey meilen nordwärts da»von liegt. Allhier war vormals ein colkgiurn von Lsnonlcis, und»eine stetige zusammenkynsft von pilgramen, weiche bieher käme»der heil. Jungfrau Maria in einer capelle, nahe bey zwey brun»nen, weiche noch bis auf diesen tag rke Virgin vell, gellen»uel werben, ihre ehrerbietigkeik zu erweisen. sseNcer.
walsingham/ (Franciscus) war aus dem berühmten ge»schlechte von Chiieihurst in der Engelländischen Provintz Kent ent»sprossen,und iu dem Königs-coUegio zu Cambridge erzogen. Nach»»gehendö reisele er in fremde länder, allwo er sich sö qualificirt mach»te, daß er bey seiner zmückkunffr in den wichtigste» staats.affairersgebraucht, und erstlich als Abgesandter iu Franckreich geschickt«hernach aber von der Königin Elisabeth zum SkaatS>8ecretsrio er-nennet wurde, worzu er alle nöthige qualikäten hatte, als einemscharfsinnigen kopff, einen durchdringenden klugen verstand, unf-eine solche «rt mit legten umzugehen, wodurch er so wohl ihre gunsZzu gewinnen, als auch seine fachen geheim zu halten, und sich be»scheiden aufzufuhreniwuste. Seine wsxime war, daß die wiffen-fschafft und erkenmiß der dinge nicht theuer genug erkaufft werde»konte. Er überwand die klügsten Personen in ihren eignen staals«streichen, und wüste sie in ihren zweydeutigen reden zu überlisten,da er zwar niemals mit umvarheit umgieng, sondern nur die war»heit gar klüglich heraus zu locken und zu entdecken wüste. Er hielLan allen ausländischen bösen seine Agenten und viele spionen. Eskunie eine zusammen,verschworne rotte einige jähr lang caresflrenF-und ließ die conspiranten so wohl vor sich, als vor die Königin kom»men, auch dieselbe freundlich mit ihnen umgehen, hatte aber stetsein wachsames äuge aufsie. Seine spionen laurten auf einige men-schen drey iahr lang alle stunden, und damit sie nicht etwa zusam»men rath halten könte» , schickte er sie an fremde örter, und nahmneue diener an. Der Königin von Schottland briefe wurden durch»ihren eignen diener ihm alle zugebracht, durch einen, mit namemPhilipp , ihm ausgelegt, und durch einen andern, welcher Gre»gorius hieß, wiederum zugesiegelt. Vill-o Sc mceo, ich sehe unvschweige, war sein sprichworl, ehe seine Königin diese Worte z«ihrem wahlspruch erwehlte. Mir einem wort, er war fleißig«emsig, mäßig, unv ein rechter staats'Mann, hatte aber das un»glück, daß ob er gleich die grösten meriten besessen, von seiner Kö»nigin hochgeschätzt worden, eine rechte stütze ihrer regierung gewe-sen , und alles das seinige zu erhalkung des frievens und gemeine«besten aufgewendet, er dennoch an. i?y-> in solcher armurh starb,daß seine biblwlhec kaum zulangte , daß er davor konte begrabe«werden. Er hat ungemctne bücher von politischen fachen hinter»lassen, worunter vie vornehmsten seine briefe und Verrichtungen,unter dem titul inernoir« Lc mttruÄioM pvur les srnb-Mckürz, ouiienreL.Lc ncAorisriovr, nebst den politischen Martinen und seine«kmmercklMgen über das lebe» der vornehmsten Ki-nitterr von denKönrgiN Elisabeth, aus dem Engelländischen in das Frantzöstschedurch Lnbovicum Bvulrsteis -ie K Ldnns übersetzet, zu Amsterdam Mmmmmr aihi