Band 
Vierdter Theil
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8zo

an. 1700 in 4to zusammen gedruckt worden,ist auch sein leben mit befinbiich.

Walsingham/ (Thomas) ein Engellänver, gebürtig vonNorfolk . Er nahm ven Benevickiner.orden m der Abtey 8. Awanum dasjahr 1440an, legte sich mitsieiß aufdie hmorle , unb dc»mudclc sich die Engelländische bistorie in eine rechte Verfassung zubringe». Man hat von ihm suAusriumpol^ctirolucl, und act»Hennci V. äs kiü. I-sr.

Walsleben/ vor alcecs walMff/ eine von den ältestenAdlichen familien in Pommern , welche in demWo gastlschen ihreguter besitzet. Ais an. r-44 der Hertzog von Mecklenburg / Pri»bislav, eine Pommerische Printzeßin geheyralher, hat sich Wedigovon Walsleben aus Pommern in das Mecklenburgische begeben/und daselbst seinen stamm fortgepflantzet. Johann war an. i;;8klei,-mu5ju Germen / eben zu der zeit/ als die kirche daselbst demkrior zu 8. Jacob in Stetin abgetreten ward. Caspar siorirle an.i;c»r. Ernst Christian ist zu ausgange desjiS seculi WolgastischerLand-Rath, Heinrich aber an. iü6o Schwedischer Obrister gewe«le». /VL^/. I'omrner!. I. 6.

Walstadt / ein kleiner vrk in dem Schlesischen FürstentbumLignitz, zwischen den städken Lignitz und Iauer, gelegen. Erist berühmt wegen der grossen Niederlage / so die Christe» unter desHertzogs Henrici anführung, an. 1241, in dieser gegend vonden Tartarn erlitten, wobey diese letzter» mit den abgeschnittene»obren von den erschlagenen cörpern, s säcke angefüllet. L»-/»Lüetiogr.

waltenbuch / eine kleine stadt zwischen Stutgard und Tübin»gen, welche erstlich den Grafen von Tübingen mag zugehöret ha»den, von denen sie an die Hertzoge von Urßliogen gekommen, diesie hernach an. 1,6z an Eberharden und Ulrichen Grafen von Wur»tembcrg verkaufst. Dabey liegt ein holtz, Schönbuch genannt,welches an. izgs Conrad der Scherer von Herrenbcrg gedachtenGrafen von Würtemberg verkaufft. An. r;Sr hat Hertzog Chri»stoph von Würtemberg daselbst ein schloß angebauet, wo sich nochjetzo die Hertzoge von Würtemberg aufzuhalten pflegen, wenn siedieser orten jagen. -mn. 8uev. 1.12 k.; c. 8.

Waltershausen / ein siädtlein am Hörsel-fluß, beydemThü»ringer.waldc2 weilen von Gotha , zu welchem Fürstenthnm esauch gehöret. Der ort bat wegen der webereyen gute Nahrung.

Tbürln^. p.57. //./-'///-, liocka U. 2 c. 2s.

Waltersweil/ ist ein dem closter Wettingen zuständiger Hofim Canton Zug gelegen, allwo ein berühmtes bad ist, welchesvon denen dortherum gelegenen benachbarten starck und nützlich ge»braucht wird. Die quelle ist aufdem berg Barburg ungefehr einenbüchsen-fchuß weil ob dem bad-hanß, von wannen das wasser ingeschlossene» canälen bis in den kessel geleitet wird. Es ist vor un»gefähr 200 jähren wiederum aufgesucht und geöffnet worden; mas«stn es nach etlicher bericht schon vor 1400 jähren bekannt gewesenseyn solle, wiewohlen deren erzeblung einem mährlein gantz ähn»sich ist. bckchreib.äSL^'sIle^v. back.

liiktor. dksr. Uelv. curios. ps^. m. äLg-Eäre-v L. K.< rom.».pazt. l. *

WalthanvAbbey / ein marckt-fiecken in dem hintersten theileder Engelländische» Provintz Essep. Er liegt 12 Engluche weilenvon Londen , aufdersst-seite deS stusses Lea, welcher diese Graf»schafft von Hertfordsbire absondert, und war vormals wegen derdaleldst befindlichen reichen Adtey in grossem ansehen. Qrm.

walther / ( Lopez Zappata ) Graf zu Daralcalde, Königl.Spanischer Rath, Stallmeister und Abgesandter zu den pr«llliu-nar lraclaten nach Münster. Das Adeliche geschlecht Walther,von Wallherswei! ist aus der Schweitz entsprossen, hernach aberaus solchem lande vertrieben, da es sich in Böhmen , Sachsen undandern Teutschen landen niedergelassen. Aus solchem gcschiechkbegab sich Iobst Walther m Spanien , heyrathete daselbstMariamManuela,« Zappata, Roderici Zappata, Herrn zu Daralcaldeund Biveros, tochter, und richtete von seinen in Teurschland vcr»kaufftcn gütern ein majorsc auf; dessen söhn Hieronymus, Kay»fers Rudolphi tl Cänimerer, den mütterlichen zunamen Zappataund den Ritterlichen orden 8. Iacobi angeiiomincn. Dieser Hie»ronymus erbte durch seiner murter bruders, Pctri Zappalä,Herrnzu Daralcalde und Bivcros, todrs-fall diese beyde Herrschafften,ward Königl. Spanischer Rath, und Ertz-Hertzogs Albcrti zuOesterreich Ober» Hofmeister, und starb den 10 aüg. an. 1610.Er verließ von seiner zweyten gemabIinFranciscaVelazquez,Petri«e Villalobvs, Präsidenten zu Guattmala in America, nebst nocheinem söhn Andrea und einigen tdchtern diesen Lopez Zappata,welcher an. i;yi gebühren, und an des gedachten Ertz.HertzogSAldertt gcmahlin, der Infantil! Jsabellä, Hof zu Brüssel erzogenworden. Er succedirte seinem vater in den Herrschafften Daral»calbe, Biveros und Bollero, erlangte den Ritter-orden von 8.Jacob, und vermählte sich zu Calatayud mit Alphonsa Zappata,stauen der Herrjchasst Trasmoz, Emanuelis Zappatä, Herrn zu4vorrehermo!a tochter, mit welcher er einen söhn Emanuelem, derso fort wieder verschieden, gezeugel hat- Weil diese feine gemahlinin ihrem ersten kind.dette gestorben, muste er die Herr ich äfft Traü.moz dero nechsten erben zukommen lassen, woraufer sich auch nichtwieder verheyrathet. Der Kayfer Ferdinandus erhub ihn in denGraftn.stand, und der König Philippus lL brauchte ihn zu unter»schtedenen Verschickungen, bis er ihn an. i6;8 zu den fricdens.stactaten zu Coln am Rhein gesendet, woselbst er auch einige jähreverblieben, uod folgends gn. 164; nach Münster zu den ftievcns»

wal

aeMM, dahin ihm von Diego äs Ssvedra MW.^ BtYvemstlbenMrck diese tractaten angeben sollen , ward er den ,2 MM.

^i-idten 1641 iahres mit einem schlagfluß befallen, daran erdienende nacht gestorben. Erfuhrteem ziemlich strenges Irbeu,äs des tages offt nur einmal, und ließ über; speisen nicht austra.aen, tranSblvsseswaffer, ließ^ sich zu keiner aaste«« erbitten, Mauch selbst keine, näherte fich m winterS-ze t fast niemals zum oft»camin, lag stets über den buchern, schlieff nur auf harte«tratze»7ünd lebte fast wie ein ordens-mann.

m».

Walther/ ( v. Michael) wurde zu Nürnberg , allwo sei«ter ein kauffmann war, an. i??6 gedohren. Seine ttucki»zu Wittenderg, Giessen und Jena , an welchem letzter» orte manihn bald zum /läjunÄo Philosoph,« ernennte. Hierauf berieft k»die verwitwete Hertzogin zu Braunfchwcig »nd Lünebura, 8beth, zu ihrem Hof-Prediger, bey welcher bebienmig er malmstelle eines krokeckorir in Helmsiadt versehen muke. Nach demtobe der jetzt-gedachten Hertzogin wurde er bey dem Grafen »mOst'Frießland Ober-Hof. Prediger und Venersl-Superimmtzemwelchem amte er bis an. 1642 vorstund, da ihn der Hertzogbrich zum LenersI kupermrcnäemen über das gantze HertzsgIdMLünedurg fetzte. Er starb an. 1662. Seine vornehmste sHM«sind ksrmonis biblica; oKcins biblics; Mossics poüi!Ia;Eel.Isnes tkeologica und cornmenc. in epik. Üebr«v;. Seinsok»gleiches namens ist an. IÜY2 als LcosellorrksoloZisezuM^,berg gestorben, und hat nebst unterschiedlichen äiipumiooibm einj,ge M8rs hinterlassen. rnernor. rhevl.

walther/ (Georg Christoph) war IN der Reichs stadt Rolln,bürg an. iüoi gedohren. An. rüri gieng er aufdieUniversität mStraßburg , an. 1624 aber nach Allorff, allwo er an. isig den e».äum eines Ooüor» juriz annahm. Hierauf wurde er an. m

seiner gedurts-stadt^ävocslu-, und an. «6;; Cantzelley.Oircüo,welchem amk er bis an feinen an. ,ü§S erfolgten tod miiMemrühm vorgestanden. Seine fchrifften sind mewolluz jum üuckml,-tkLÄLMS äe MS Lc privl!ex»8 äoÄorslibur; äe m«sm Lckvsi>i,i!lionibur miliksiibur; ksrrnonis evsngelics, welches Iktztte ttsl »achseinem tobe heraus gekommen.

Waltherus/ s. Gualtherus.

Waltonus / (Brianus) ein gelehrter E«geüäoMrklieo-

logur und Bnchcffvon Ehester. Er hat sich am meiste» durchdiein Engeltand gedruckte bWl>L po^Zlous bekannt gemachllwiMer selbige nicht allein prvcuriret. Doch ist sei» mim vorgesetzet,nebst seinem »xparsru bwlico, welches gleichsam MMleiMg

über die gantzebibel ist, und an. 167; zu Zürich besonders gedruckt

worden, hllb. crir. äu vieux rellswenr.

Walwitz / eine Adeliche familie in dem FürsteulbumAM,

davon Nicvlaus von Waiwltz eine stamm-lafel vonamiz^biz1024 soll heraus gegeben baden. Jn dcm i g scculo bat sie MPi»trr von Walwitz söhnen, Georgen uud Moritze», sich in unterMd»liche lmien ausgebreitet. Denn George hinterließValMMinmdGeorgmm lt> davon jener die Dessauische, dieser aber die MGsche linie angefangen.

Die Dessauische Unie setzte Valentin! enitziger söhn, namiEsche, fort. Derselbe starb an. -;84- und war ein glchiMi)Efche»s, dessen cnckcl, Johann Esche , anfangs Fürstl. Mbaltischer Willhums Rath und Hofmeister zu Bcrnbmg, bermchaber Sächsischer gehcimder Ralh zu Gvlha gewesen, und milsei-ner gemahlm, einer von Millitz, ü ünder gezcuget bat. r) W-stophs, weicher; söhne nach sich gelassen, nemlich sWrijlochHeinrichen, Braunschweigischen Odcisien, dessen söhn, Gv!«Christian, an. 1708 unter der Königlichen Preußischen garde zastßLieutenant war. b) Eichen Wilhelm, Ober.Fvrstmcister zaMsän, von dessen beyden söhnen, Dionysio und HenricvWilhelme,der erstere an. ,708 gleichfalls dem Könige in Preussen, als Lieu-tenant diente. c) George Christophen, Fürstlichen AnlMW»Hauplmann zu fuß. ^

Die Dobritzische linre fetzte Ecorgii v mittler söhn, SM-stian, forc, nachbeln seine beyde brüdcr, Christoph und Jacob, ihrleben in dem kriege einqebüffek. Er warb Cbur-SäciMerSm-ster, Ober-Hauptmann iil dem Chur -cralif-, und an. ,546 Com-mcnbant zu Leipzig , da er denn bey der an. i?47 erschien belWrung ungcmelne ehre einlegte. Sein jüngster lob» gleuhesiiM»Cbur-Sächsifcher Appellalions. Rath, hielt sich zu Freches achund starb daselbst an. ,590. Von feinen söhnen hat George, L«-gerichtS. ätkssor unvobec.Steuer.einnehmer in der ss'cdec-LEan. i6iä dieHeccschafft L-tcaupitz in der Nieder. LaM««Lüdden in dem sogenannten Spccewalde/rkaussi, welch, alsttan. 1626 ohne erben verstorben, seine bruder Anton »nd ^l Verbet; sie ist aber an. ,s>o an den General von Houwald gela«.Sein bruder Sebastian M dar 2 söhne, Hansen und iLebastmIV,gezcuget, von welchen man aber keine Nachricht Met.

Moritz des vbgedachlen Petri jüngerer söhn, stifftete die Grim-mische linie / und ward ein valcr Johannis, der an. r ;;4 a^Dom-Probst zu Havelberg und Dommhcrr zu Magdeburg verD-den, und Moritzens H, vcr feinen ffanun fortgesetzet. JOllMsöhne waren i) Claus, Anballifcher Rach und Hariptma»n,soa».! ;6o ohne erben abgegangen. 2) Adam, ein groß-valer AMAdrians, Cbur-Sächstschen Hauptmanns; dessen söhn, GeorgeAndreas, Cbur-Sächsischer Jägermeister, und hernach Ober-Forstmeister der ämter Wittenderg, Beltzigrc. hat WoWbainMgczeugct, der seinem vater in der Ober-Lorstineister-charge M-dirke. tiiti. Iib. 7.

wamd«si-h-,»-mda.