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tVarnbold von Umstadt- eine der ältesten und ansehnlichstenSietchsjreyen Adlichen familien an Rheine, so etwa den beynamenvon der stadt Umstadt im Odeuwalbe in der Grafschasst Katzenellin«bogen gelegen^ erhalten haben mag, nachdem sie anfangs daselbstgewöhnet. Anna Margarctha Wamboldin von Umstadt hat eindas Mr racro gelebet. Philipp Wamdold von Umstadt, Rittir,siornle um das jähr 1-47. Von seinen nachkommen zeugte Johannder schwartze zu Hexbach, Retter, und Cbur.Pfältzischer Rath,wie auch Amtmann zu Ordcrg, Philippen zu Altenstetn, genanntLen Bradanter, nachdem er dem Hertzoge von Burgund gedienet;Ei, söhn gleiches namens, Chur « Pfältzischer Rath, V-tzbumzu Neustadt, Stadthalter zu Amberg und Ober-Hofmeister, hniier«ließ bey »einem an. e;; ü erfolgten rode Wolffen, welcher bey 4 Chur.fursten zu Pfaltz die charge eines geheimden Raths und Hofmeisters verwaltet. Er hatte 6 söhne, dir waren 1) Philippus, Chur-Pfäl«tzischer Burggraf zu Slarckenburg, gedeimder Rath, Vitzdom zuNeustadt, Stadthalter zu Amberg , und Ober.Hofmeister, dessensöhn Friedrich? Obrister, an. 1649 gestorben, und Heinrich Friedri.chen, ersten Freyherren Wambold von Umstadt, Odristen, Cbur.Mayntzifchen Rath und Oder.Amtman» zu Dieppmg, gezeuget,der an. ,688 fein leben vefchlossen, und 2 söhne hinterlassen. 2) E»berharbus, anfangs Cbur.Pfältzischer, hernach Kayferlicher Rathund Cammer-Gerichts-Ackeckor zu Speyer und endlich Reichs-Hof«Rath, von dessen söhnen Ansbelm Casimtr au. ,647 als Ertz-Bi«schaff und Churfürst zu Mayntz 64 jähr alt verstorben. ;) Wotff
zu Ps«m im Turgow, Fürstlicher Zweybrückischer Groß-Hosmei«ßer und Ctzur.Pfältzischer Rath, von dessen enckein Johann Fried«rich, der an. iü^^iit rode abgegangen, seinen stamm im Turgowmit r söhnen vermehret; Friedr>ch,Wilhelm aber ( den andre Phi«kipp nennen,) hat fernen äst in der Marcr Brandenburg fortgepflan«tzet, und ist an. ,68; als Cbur-Brandenburgifchcr R-"k undLan»bes'Hauptmaun zu Cottbus und Peitz verstorben. Sein söhn, Ctzri«stoph auf Walslebcn, anfangs Königlicher Preußischer Hof. undCammergertchts.Rath, fiorirte an. ,7,9 als gehemwer Rath undCaotzler der Neumärckischen regierung zu Cüstrin . 4) Schwel«ckarv, Cbur > Pfältzifcher Landrichter zu Amberg , FürstlicherWüctzburgischer Rath. ;) Johann und L) Johann Dietrich,Fürstlicher Zweybrückischer Rath und Hofmarfchall, haben ihrenstamm ltichl'fottgepstatltzet. vom Lbein. Nickel, mb.
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N)amestus / ( Johannes ) ein berühmter Rechtsgelehrter vonLüttich , war an. ,524 gebohren, und studirte anfänglich zu Lösen,asiwv er auch an. 1;;; in Ooüorem promovirle. Weil er sich demakademischen leben gantz widmete , ward er bald kroteckor orckna-r-m, auch an. i;?» der oberste t'roksckor über die Canonifchenrechte. Nachdem er nun sehr berühmt wurde, berieffthn Johan«nes von Austria , Gouverneur in den Niederlande », zum geheimenRath, welches er aber mit grosser bescheibcnheit abschlug, jedochwurde er in den wichtigsten dingen zu rathe gezogen. Er war stetskräncklich, und starb endlich im junio an. Seine »chrifflcn
stlib recimkione; scl nt. clecreralium cle appellsrionibur; respoota Ltc.bibl. öel§. Hkken-e Le!§.
VOandsdike/ ein vor alters berühmter gbaben in der Cngellän«difchcn tandfchafft Wiltshire , soll, wie das gemeine volck vorgiebt,durch den teussel gemacht worden seyn. Allein dergleichen grübenwaren zur zeit der heptarchie in Engelland sehr gemem, und dientenzu gräntzen zwischen zwey benachbarten Königreichen. Ein solchergraben ist auch der so genannte Devit's Ditch, oder leuffels'gradenin New-Market Heath. Es ist wahrscheinlich, daß Wandsdikeseinen namen von dem Sächsischen abgolt Wodan bekomme».
lVanfried / eine kleine stadt in Nieder. Hessen , an dem floßWerra , allivo eine jüngere linie der Landgrafen von Hessen-Rhein«frls ihren sitz genommen. Sie soll von dem heiligen Bontsacio, deranfangs Wanftied geheissen, unv daselbst, ehe er nach Mayntz ge»kommen, gewöhnet, den namm bekommen haben.
Reck. pag. 202, 402 s^.
wangelli, / eine Adliche familie in dem Hertzogthum Mecklen«durg, von welcher Heinrich an. ,4,7 die Bischöfliche würde zuSchwerin besessen. Joachim, Hertzoglicher MecklenburgischerLand-Ralh, zeugte Clemencem auf Phillst und Grabvw, k>ov>-lorem des klvsters Malchöw ; dessen söhn Christoph , Hauptmannzu Tönnischhoff, hinterließ Clementem R. der um das jähr rüSoHertzoglicher Braunschweigischer Hofmar»chall gewesen. BerndChristoph, Königlicher Schwedischer LxrrLorcknair-Lnvc^e andem Chur . Brandenburgischen Hofe, florirte um das jähr ,67;.
cks red. zeck. ckricler. Vllkelm. Dieser. Lurop. com. 9.p. 601. ir. 1009 csrsl. epikc. 8verin.
Wange» / ist eine freye Reichsstadt in Schwaben , an dem flußOder-Arg, bey den gräntzen der an dem Bodensee befindlichen Graf.schafft Montforl, gelegen. Sie ist klein und hak ausser der stadt eingebiet, welches ungefehr eine meile in seinem umkreis halt. Dieemwohner, welche der CachoÜschen religion zugethan sind, habe»gute nahrung von dem papier, von der leinwand und von den sen«ftn, so man allda verfertigt. Allhier ist ein Schwäbisches frey.' und land'gerichk. An. ,646 bekamen die Schweben diese stadt,wurden aber an. ,647 wieder daraus vertrieben. Man trifft sie^ von an. izsü bis i;,r fast in allen Schwäbischen bündniffen an.. In den grossen bund an. ,488 wollen sie nicht eher willigen, als bisSt. Gallen und Zürich darzu träten, weil sie in beyden städten dasbürger.recht haben. Das ckiploms hat lllsic. c!e pscs publ. p. 276Lcc. äe civil. imz». I. z c. ; s. 1 opoZrspk. 8vev.
Wangen / eine kleine stadt, mit einem schloß und einer Vog«' ley, in her Schweitz , zu pem Canton Bern gehörig, welche an
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der Aar /Mischen Arwangen und Soisihurn, liegt, und eine druckdarüber hat. Vor zelten rcsidirten vier die Grasen von Wangen »von denen um das jähr i,6c> Friedrich in grossem ansehe«gestanden. Nach deren abgangselbige Grafschasst in verschiedeneHände und endlich an die von Orünenderg gekommen, welche sei«bige an. 1407 dem Canton Bern verkaufst. 8eck>v ckron. ^
Wangen / ein in dem BW )um Straßburg zwischen Westhoffettund Menenheim im Gedürge 2 nieilen von Stcaßburg gelegenesschloß und stävtgen, welches daS stammhauß der Freyherren vonWangen ist < deren genealegie aus den,,, feculo hergeführet wird.ES gehöret nicht zum Bißthum, sondern dem uralten AbelichenStisst St- Stephan in Straßburg . An. haben die Engel«länder diesen orl eingenommen. An. > 444 eroberten ihn die Ar»memacken. Sonst haben vor fahren das städtlein Wangen Burck«hard von Hohenburg und Werlin Stahel, beyde Edet- knechte, innegehabt, und solches in gemeinschafft von ihren weibern besessen.Es hat aber hernach gedachter Werlin seinen halben theil BischofsLamverten von Born zu lehn aufgetragen. Ais dieser ohne leibs»erbenverstarb, verliehe der'Btschoffviesen theil Johanni vonOch»senstein dem Dom-Propst zu lehn. Die von Wangen Härtung Er-hardts Sohn, erbte Burckarden von Hohenburg , der trug sein theilder Aebtißin zu St. Stephan zu Straßburg auf; letzltch sind Fri-derich, Herr zu Ochsenstein, Johannes Dom-Propst zu Straßburg auch Vollmar Domherr daselbst gebrüder mit Hanßen von Wan-gen in rechtsfertigung erwachsen, daß sie den halben theil an sich ge«brache, und von Agneffen von Ratzenhausen, Aebtißin zu St. Ste-phan an. iq.L? zu Maimlehen bekommen. Hernach als die Herrenvon Ochseiistein auögeüarben, ist Las städtlein Wangen wieder andas BUHum und die Aeblltzw zu St. Stephan komme». Viel. 2---7er. lopogk. e^cksk. 8c Lls. LNr. l. z. In Iah. Hubers
beschreibung der Pfarrkirchen zu St. Wilhelm in Straßbmg findetman vielen bericht von diesem Wangen, wie auch von dem StrfftSt. Stephan, desselben Aebkißinnen und Chorftaucn. Übrigensfloriert noch im Untern Elsaß das abgedachte Freyberrliche Ge»schlecht von Wangen , daraus Jacob Christoph von Wange» an«iü;; Nieder Ellaßisch Adel. Ausschuß war, welche charge und zuzelten auch das Oirsickormm noch beut zu tag bekleidet Herr JohannLudwig Albrecht, Freyherr von Wangen zu Geroltzeck am Wafft«chen. Lne/. *
Wangen / ein dorff im Zürichbieth eine meil von der stadt ab»gelegen , welches von dem sogenannten Hungerbach bekannt ist,der alldorten sich bey theuren zecken erzeiget, bey wohlfeilen abeeverbrocknet; also, daß die landleuthe auf seidigen als auf eine weif-sagung sehen und achten. äcLsLoLE L. L. ^
JVangenheim / eines der mältesten und vornehmsten Adliche«Häuser m Thüringen , deren stammhauß Dangcnheim unweit derstadt Gotha gelegen, welches der anhcrr dieses geschiechts Udo, betan. 9;6 mit den Ungern in die Sächsische lande gekommen seyn soll,erbauet, und sich davon genennek. Dessen nachkommen besitzen nochhe»! zu tage in dem Flmtenthum Gocha wichtige guter, und habensich in viel äste vertheilet, welche von den zwey haupt-linien in Wan»genheim und in Winterstein herrühren, die sich von ihren Ritter«sitzen also benamen.
Die wangenhermische linie, so ihren sitz auf dem obbcsagtenstam-schiossc Wangenhem, Hai,ist vonFrtebrtchen oderFritzen,Land.voigten in Thürmgen, angefangen worden; verleibe trieb an. i z-zzwey brüder von Lcesurt, welche dem lande durch ihre räubereycnsehr beichwerlich sielen, zu paaren, und bekayi unterschiedliche vonderen anhange gefangen; dahero ihm LandqrafFriedrich der ernst»hasste die denen von Tresurt zuständige börstet, Grvß.Oester« undWolffsberingen, erblich übergab. Nachgehends hatte er in demkrwge wider Franckreich an. i;;8 die ehre, daß als der Engellän.dlsche König Eduarbus UI den gedachten Landgrafen zu einem Rik»ter schlagen wolle, derselbe diese würde von niemand anders, alsvon ihm annehmen wolle, wobey er zugleich das lob erhielt, daßer niemals sich vor einem feind gefürchtet. Er wurde ein oberälter»valer r)Jodstens auf Wangenheim unv Hayna, der die Hauptliniezu Waligenheim forlgepflantzct, und ein großvater gewesen GeorgeWilhelms, der an. 16; i als Fürstlicher Sachstn-Gothaischer Ober»Steuer Einnehmer verstorben. Vs» dessen enckein florirte noch an.1717 Johann Lndeivig aufWangenheim als Fürstlicher Sachsen»Gotyaischer Ovrlster zu pferd. 2) Reinhards, der benBrückbei»mischen äst angefangen, und a». ,147 gelebet; dessen nachkomenfloriren noch heut zu tage. ;) HartmannS, der die Tüngedaischeneben-linie errichtet, und ein großvater worden Georgcns, Fürst»lichen Stallmeisters zu Gotha , von dessen söhnen Johann GeorgsalsFürstl. Sachstn-Gothaischer geheimder und Land-Rath an.1704 verstorben,nachdem er seinen stamm mit z. männlichen erbenfortgesetzet gehabt, von welchen der jüngste Friedrich FürstlicherReist-Marichall zu Gotha worden.
Der Wintersteinischen Haupk-Iinie Urheber ist Ludewig vonWangenheim, ein bruder Friedrichs oder Fritzens des anfängersder Wangendeimischen linie, geiveft». Er wird insgemein Lutzegenennet, und sind von seinen söhnen Lutze und Friedrich zu mer»cken. Dieser war der Marggrafen zu Missen Obrister in dem krie«ge wider die Grasen von Schwartzburg, und die sogenannte flegler«gestllschafft um das jähr 1412. Spangenberg zeblek sie unter dievornehmste kriegs.hclden selbiger zeit, deren nachkommen flonrenannvch. Lutze der jüngere Hai seine Haupt-linie m Winterstem fsr:«gepflantzct, und ist ein älter-vater worden, i) Friedrichs, Verse«neu stamm zu Mittlerstem fortgesetzet. Sein söhn, Melchior Lu«dewig, Chur-Sächsischer Rath an. 1546, zeugte Hanß Reinhar«den, her seinen stamm mit s/ «nv Friedrich Probst?», der seinen
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