Band 
Vierdter Theil
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8Z2 Ivan war

äst mit ro söhnen vermehret. 2) Lutzens, von dessen urenckeln sindzu mercke» (2) Bernhard Wilhelm , derselbe wurde em großvalerFriedrich Wilhelms, der an. r684 als Fürstl. Sachsen »Gothal»scher Oder»Steuer>Einnehmer verstorben, Jodn Melchiorn hm»terlaffend, so an. 1717 als Sachsen . Gothaischer General. Lleutc.nant und geheimer Kriegs-Rath fforirte. (b) Krafft Friedrich,von dessen 6 söhnen haben Jobst und Ballhasar ihr geschlccht bw ausden heutigen tag fortgesetzet. Von des letzteren männlichen erbenertranck George Friedrich, Ober,Forstmeister, an. 1708 in einemteiche, als er einst am sontage früh sein pferd darinnen schwemmenwolle, (c) Wolrab Adolph, ein großvaler unter andern ErnstFriedcmanns, der an. 1700 verstorben, Heinrich Adolphs, Obrist«Lieutenants , dessen söhn, Johann Ernst , an. r?,? die charge ei»lies Fürstlichen Cainmer-Junckers und Stallmeisters zu Memun»gen besessen , und Gottlob Salomvns, Fürstlicheii Hofmeisters zu'Corden. ;) Bernhards, dessen nachkommen noch heut zu tage zuScherbcda rc. floriren, 4) Melchiors. Von dessen cnckelu sindunter ander» folgende anzuführen^ Hang Luvewig, Fürstlicher Go»thaischer Jägermeister, von desten sühnen Harkmami Ludewig,Chur , Hannoverischer Ober.Jägermeister worden; George, Fürstl.Braunschweigischer Jägermeister, ei» vater Christoph Adolphs,der an. 1709 als Königlich Preußischer General. Major zu Berlin verstorben, und Friedrich Wilhelm , Königlichen Polnischen undCbur-Sächstschen General.Adjutanten hinterlassen.

wantage / eine marcktstadt in der Engelländischen ProvintzBarkshire, m der westlichen gegenb der Grafschaffl. Sie liegt aueinem kleinen flusse, welcher in die Ock läusst, und ist zc> mcilenvon Londen gelegen. Allhier wurde der gelehrte und überaus klugeKönig Alfred, die geissel der Dänen in EnaeUauv, gebohren.

wantzleben/ eine kleine stadtevst einem ainte an der Sehrodein dein Hcrtzoglvum Magdeburg gelegen. Sie ist vorzeiten öftersbelagert, Mio an. i;;ovon dem Mecklenburgischen Hertzoa Geor»genin dem damaligen Magdeburgischcn kriege, verheeret worden.

iVfiiisk, ckcoü. /^,«/?

waradein / Groß»waradem / von den Ungarn waradgenennel, ist eine ,ehr feste iiadt in Ober-Ungarn , liegt a» dein ssusseSebes Keres, an den gräntzen von Sichenbürgen, und hat euienBischoff, welcher unter den Ertz-Bischoff von Colocza gehört.Bclhlc» Gabor hat die Bischöfliche Arche innerhalb des schlosscs,worinnen der Kayser Slgismlindus und der König Ladislaus vonUngarn begraben liegeli, abbrechen, und bvllwercke daraus ma«chen lassen. Die stabr ist zwar groß, hat aber schlechte Häuser. Essind allda ; gerichke, das stadt-gmcht, das Adels-gericht, und dasHof geriÄte. Vor diesem war auch eine feme schule.und ein geistli»ches conGkonum allhier, und die Reformirten halle» allda ihrenSuperintendenten. Die eiiuvohncr haben ihre meiste »ahrungvon der Handlung, inglcichen von dem acker-und wein-dau, habenaber wenig Viehzucht. Es giebt viel Zigeuner darinnen, welchesich hin und wieder in Ungarn und Siebenbürgen vor scharffrichtergebrauchen lassen. Dieser ort hat zu seiner defension ein schloß,welches aufder östlichen feste stehet, wie auch wälle und; basttoucn,nebst einem liessen graben, welcher, wo eS noth thut, mit Wasserangefüllet werden kau. Inwendig sind noch andre s basteyen undeine hohe inaucr, welche an statt einer ciiadelle dienen kan. Au.rrgr »ahmen die Crmüschen Tartarn die stadt ein. und hausetendarinnen sehr übel. Um an. 1 ;?6 belagerten die Sttbenbürgec denort, und eroberten selbigen mit accorb. Nach der zeit habe» ihndie Kayserlichen wieder erobert, und ob thu gleich die Türcken an.i zy8 belagerten, musten sie doch mit Verlust von r;o--o mau» wie»der abziehen. An. 1660 wurde diese stadt von den Lurche» emge»nommen, aber au. 1692 von denen Kavstrlichen wieder erobert.

Weser. orb. ^ clioroZrsptt.

lesnsslvsn. bitt. slung. D6//c>,.

warasdin/ oder waradein/ auch Kletn-Waradei», lat.Varsräinum, oder VsrsUmum »ttims, eine Königliche freystadt,liegt in Croalien an der Ungrische» und miweil der Stcyermärckl»schen gräntze, in einer weiten unv lustigen ebene. Sie hat zur rech»ten den kleinen arm von der Trau, und zur lincken ein hohes ge»bürge, zwischen welchem iiiib dieser stadt ei» warmes und sehr gc»sundes bad in grosser menge hervor quillet, welches, wie eine schufti» marmvr bezeuget, bey den alle» sgu« gss« , hernach sguss cc>r>.ksnümsnsc gchciffen , ietzo aber unter dem Namen des Waradlner»bades bekannt ist. Auf den Hügeln über solchem wächst u» gurcrwein. Der König Andreas II von Ungarn , und sein söhn BclakV.haben diese stadt erbauet, und mit freyheil begäbet. Als »ach»nigs Ludovici tobe an. -426 Johannes von Zapolia, zuii, Köuigvon Ungarn wider den Ertz-Hertzog Ferbinandum, sich auswarf,hielten es die bürger allhier mit Francisco Frangipani, der von desJohannls parlhey war; des Palatint desatznng aber aufdem schloßwar vor den König Ferbinandum. Als nun Frangipani bey bela«gerunq des schlosscs erschossen wurde, warb selbige aufgehoben, undkam die stadt unter Ferbinandum. An. 16;; im mertz ward durcheine unversehene feuers-brunst mehr alS der Halde theil m die aschegeleget. An. iS/6 im junio hatten ;ooo Türcken einen anschiagaufdresen ort, musten aber vergeblich abziehen. Er ist die Haupt»und gräntz.vestung des Sclavomschen landes , ( darunter auch eintheil von Croatien gezogen wird,) und hat der General von Scla»vonien allhier seine resident;. Das unter sein gouvernement ge»hörige land , wird das Warasdiner Generalat gencnnet, und istan. >7ls aufdem laubtagezu Preßburg verlanget worden, daß sei»biges die besitzende ländereyeu abtreten, und die besatzung aus demschlösse gezogen werden möge. Es ist allhier ein an,ähnlich Iesmccr.collegium. Dieser ort ist die Haupt-stadt in der gespannschafft glei.ches namens, welche zwischen der Trau und Nleder.Ungar» , Srey.

war

ermarck und dem Cmitzer»Comitat lieget. Es ist auch »och s,städlein Rlein»waradein genannt, in Ober-Ungar» , Wische,,Sackmär und Caschau, weiches an. iLZi im nov. von den m«!.ccnlenlen an die Kayserlichen mit accord übergegangen.

IjunZsin. I04ott-g.

; k. l p. 9. >/,--t.r De/c». ,71; sn. n;.

N)arbeck / sPclrns^embelrüger / welcher sichjuendc des,fsecutt m Engellanv vor den ermordeten Hertzog Richardum wi; §erkausgab. Er wurde Pclergen oder Peirkin / und nachgebuids tzeMachemel!. Sein vater war ein getaufftw Jude / Johann OÄeüMrOcbeck? weicher sich unter des Königs Eduürdi kv regirrung, langezeit in tzvndcn aufgehalten / dadtl König auch Warbecieii ausserlauste gehoben- Es haue hierdurch Warbcck einen zutritt bey hosege-funden / daß er sich danneiihcro nachmals in die LngelläMschm A,ten bester schicken können l vhngeachirt sich sein vater von dar achTournay in Flandern gewendet. Er winde von Hertzog Carle deskühnen aus Burgund will we/ Margarerha/ aus IM gegen den da-mahnaen König Henricum VII angestifftet/ daß er »chm ihrer«^ichardo Ilt crmorvelen bluderssvhn/ drnHertzvgMMbum«Borck/ ausgeben svite. Sie unlerrichlete ihn von alicm - was ihn,m wissen vonnörhcn / und schickte ihn in Inland / um sichdaschrei-neu anöaiig zu machen; es waren auch viele daselbst / welche sei»vornehm glauben zustellten. AIs hierauf König Carl Vlll von UM-reicu mit Liigelland in krieg verfiel / brauchte er sich gleichfalls dicseiWarbecks; weit er aber bald wieder mit Lngciland friede imclMUer ihn wieder von sich? da er sich denn wiederum zu der Hertzogm M-namda in die Niederlande wendete. Diese nahm ihn nicht °»lals wäre er der rechte Richardus/ ließ ihn vstenlliw lEm / uOüberall ausstreuen / es halle ihn ein gerr,-«« bedienter noch wunder-

. , ^ , - .. Ianhanget'/welcheemmerM

licde zu dem Haufe York / oder weil fie mit der regierung in EnMOnicht zum besten zu frieden waren / Gesandten an ihn M,m / Mihn in Enscllai'.d zu kommen / einluden. Allein /weil der i'kikUbOan den lag kam / wurden nicht allein diejenigen / fo in EngellNdda-ran theil hallen/ ergriffen / sondern auch alle Mein CnBandMbesetzt/ daß Warbcck/ welcher an >49einE!!gclla,!dzuiani!Mttch-te / und zu solchem ende einige trouMn in der Pre ointz Kein ansichie/bald wieder genörhiget wurde / sich aufdic schiffe zn bcgck'n/ inid sci-neu ruckweg m Fiandern zu nehmen. Er verfugte sich bOl»/fitdem Könige Jacobo in Schottland / fand auch hasellWliM gil-ben , daß ihm die vornehmste Printzeßm aus königliche»!KcmCa-kharina/ aus dem Hanse Gordvi,, verniahlr würde , Maus er dieSchvlliänbcr beredete / daß fie mit grosser macht i» E»M»danfie-len / und dariniie» sehr übel hauseten Allein die Schellen NMdmseiner auch bald satt/ machten niitdcn EngclländerufMMndMlcn den Warbeck wieder fort. Er gieng hierauf in Inland / und fandIctziich ln Comubieii einigen anhang / mit welchem er sich für Lrrßerlegte / und den ort mil hefiligkcil bcstürmlc; allein die heiagericn Nhr-tcn sich lapffcr / tind bey annahung des Königlichen kriegsvvläs zer-stöbe des Perkinszufammengelauffene Canaille / so daß >l»mMSübrigbliebe l alssemc flucht in ein gewisses ssslum gen Bewies i»Ncw-Forefl zu iiennnen. Weil nun bey fclbigen aocrgiaubischen l«!-»und grosser macht des Pablts in Engelland der König Vcdenüen !Mdiesen kcri von danncn mit gcwalr wcgzunemmen / versprach erilMftiflung seines iebcns / wo er sich gutwillig ergeben wurde / welchcsrrauch that / und unter grösser befchmipffung von dem noick »ach Wc»gefnhrct, daraussaber zu Wcstmünfier verwahret ward. Cr Ma-nie zwar nach etwas zeit / und flöhe in eine neue fmihrik / als Mdas nachcylm seiner wacht die gelegciihcit abschnitte über war ilicul-rinncn; da dann der König sich nochmalen vergnügte / ihnenutti»-zufpcclkn / wiewoi für jetzv in dem tvwr und an fessrln. Allem a>« ceauch hier sich zum andern mal mit gewalr ioß zu machen suchle / «»och den gleichfalls allda verschlossenen jungen Erassen vo» Warmwolle miliiemmcn / welcher bey der grossen gnnst /,fv alles,vm i» >»'nein Hause trug / dem König viel gefährlichere Handel halle imWikönnen / wurde er endlich zum tode verdannm / und an. 1409aM-kllllpsst. bilickrL. i.i l-

I.i 9. D»/e >.8. //ckco Kitt. klsnrici VlI. Dm»-

warberg/siehe warsberg.

warbosina/vdcr wobosina / von einigen auch Verboßm

gcnuimt/ ist eine grosse stadt, in Nieder Bostii-n/ >» öcm EaiilßEvon Baiijaluch/bey einem fluß/gelegen / Mvo dcr bouvemcm»Bosnien zu rcstdiren pflegt.

Marburg / warberg/ eine stadt / nebst einem schlöffe / in ds»St -ssle Padcrdom / an dem fluß Dymcl und den Heksschm M"gelegen. Sie wird in die alle und neue stadt eingctheilct / d«Munter / diese aber auf dein berge gebet. Vorzeiten war sie« MIschafft/ und kam an- > or>/ nach abgang des legiern Grafen Mu uan das Sli'fft. Es hak auch vorzeiten in dem DramsichweigMGräfliches Geschlecht von Warberg florirer / von welchem»»dBurckardindem is seculo das Dlßkhnm Halbetsiaet SM4bclelssi.?. l.I. la.c, i s»

ward/ (Lords Dudle» und) in Engelland. Sir William WMein reichergoldschmied zn London und deraus einer allen familie in Norfolk / lies nau) fich e>» » W ^ ss,HumdlcWard- DieserhaissdemKv-uqeEaro!okbeydcrn!MW>»Unruhe öffters mit gcidc aus/ und / nach dem erckclin und erbn, Ednardi/Lords Dudle» / gcbeyral > / v ^^^fangs an. >64; zu Orsord §umR-ttcr Mlagui ba d m