Band 
Vierdter Theil
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8Z4

war

zu der Römer zeitLL unter dem »amen Verlucium -bekannt gewe»ftn. Heutiges tages treibt dieser ort ungememen starcken bandetNttt körn. krttann'ia. Fseve»'e/äelic. cie l'LnZI. x». 620.

warmsdorff/ ein dem Fürsten von Cöthen S^onges schloßund aml, an dem fluß Wiper, zwischen Bernburg Ascherslebengelegen. Allhier hat stch George, Fürst von Anhalt , meistens am»gehalten, und in der hiesigen cavelle öfters gepredM. Em an»drer ort dieses namens lieget bey Neumunster m demHolsteinischcn,allwo sich an. 1712 ein gesund-brunn hervor gethan. /»an.

tritt. ?.; PSA. 47;.

warne/ lat. V-rn», ein fluß im Mecklenburgischen, entsprin»gek, nach Lindenberqii bericht, etwa» 4°°° schritte von Parchun,ohnweit dem dorff Hertzberg, in dem Fürstenlhum Wenden, unsfließt durch die Crivitzische und Slerndergische selber zwischen denFürstentbümern Schwerin und Wenden, aufButzvw, woielbst dieMbel sich mit demselben vereinigt, so dann bey Schwan vorbey,durch Rostock , allwo er einen goltc» macht, der bey; Meilen langist, und endlich bey Warnemünde in der osssee sich endigt. Zu fol«ge der neuesten landcharten ist der Ursprung dieses siusses in dem Für»stenthum Schwerin, unweit Gcrnow, bey einer kleinen stadl, War»nvw genannt. cssron. ttott. I.; c. I. lopvgrLpn.üax.

ftik. p iyr.

warnefridus/ (Paulus) sonst Winfried genannt, Diaconusvon Aqusseja, war ein gelehrter Lombacber, Warncfribi söhn vonTbeodclinda, und lebte zu des Kaysers Carolt kl. zeiten. Anfang,lich war er Diaconus zu Aguili ja , und wurde nachmals bey derLongobarder König Desidcrio Cantzler. Als Carolus k-t. diesenKönig überwunden, wurde er auch gefangen weggeführet, und we.gen feines Verstandes und gelehrsamkeit, von selbigem in besonderngnaden gehalten. Er wurde aber nachgehends aus einigem vcr.dacht amdleiiisul Dwmekeam l» dem AdnarMen mecr verwie.sen, so anjetzo Lceimti helfet, von dar er zu dem Fürsten von Bc»nevent, welcher Dcsideru schwiegen lohn war, flöhe. Nachdemaber selbiger verstorben , begab er stch in das Eaßmenstjchc klvjlcr.Man hat von ihm kittoriam LongobLräicam, laittonam milceüam,cke vira 8. LreZorii l'apse , L^pyiani, lleneäitti, l^auri, 8ckola-ttic«, K.^-nulplst Lpilcopi Kflereistis.irem excerpra clc essiscopizl^Ie-teriübus Lec. Er hat auch den sy-mnum verfertiget: Dr gueanrlaxis retonare czuaäris. so noch beut zu tag in der Römischen klrchcnüblich. sse cüv. ott. c. 28. ästFeäe,--«- cie vir. il-

luttr. c. Zo. /.es üb. 2 cbroo. cap. 17.

«le vir. illuttr. K-Ionr Lalttni. />,</,

warnemünde / ist ein bevestiqter ort in dem HertzogthumMecklenburg, >» dem zu Rostock gehörigen gebiete, und zwar ander ost > see, wo der fluß Warnow in dieselbe hinein fällt. DieSchweden haben allda nach dem Westphälischc» frieden einen zollangerichtet, den sie wegen art. -c> tz. 1; gedachten friedens, von dennach Rostock ein. lind auslaufenden waaren, und übcrbaupr in al-len häven der Hcrtzvglbümer Mecklenburg !Md Pomiriern einzu.fordern befugt zu seyn vcrmevnet. Mecklenburgischer seits hat mansich aber darüber sehr bcschwehrl, und, daß dyägter art-10 §. 1;nur von den an Schweden abgetretenen Pronntzcn und orten zuverstehen sey, geantwortet. D«e Rostocker, wel es ihrer Handlungungemcincn abbruch thut, haben auch einmal tie Warncmünder«schantze geschleift; und man hat vorgehabt, zussettvisch einen an>der» haven zu bauen, und dein Englischen schul zu unterwerfen.Doch die Schwede» haben durch wiedererbaumiz der schantze sichWider das erste bald geholfen , und das letzte istcht bewerckstclli.get worden. y'c/ErM-s? res lVleclilenk, §. 21, //e-a/.s. L.

i s>. zoo.

Warner / eine Adeliche familie in dem Hertzogthum Bremen ,welche von Gilberto Warner, einem Schottische» von Adel herge.führet wirb. Derselbe begab sich au. i rrs in Licflaiid, und »ach.dem er eine zeitlang wider die ungläubigen gedienet, vermählte ersich mit einer von Tiesenhausen, welche ihm ; söhne gebahr, Ale«zcandrum, Henriciiin und Engelbertum. Der letztere begab sich inden erbender Schwertträger; Alexander ward BstchoffzuDörpllind von den Liefländcrn erschlagen; Hcnrlcus aber erhielt die char.ge eines Marlchalls bey dem Heermeistcr Dietrich von Gröningen,und vermählte sich mit dessen schwester, worauf er sich in das Ertz«Stift Bremen begeben, und das hanß Warnerhoern erbauet. Vonseinen nachkommen war Augustinus an. «üyo Dänischer Haupt,man», und hatte; söhne, von welchen Frany Julius, KöniglicherSchwedischer Justitz-Rath worden. ltzesrr. nob. ttiem.

Liess. ctiron. ?. ,4.

war

warnsdorss/ ein uraltes Adeliches hanß in Schieb .der Lausitz . Nicol von Warnsdorss, Ritter, befand sich an ^ ^aufdem c.'onc,üo zu Costmtz. Hanß von Warnsdorss, waran .Konigl. Böhmischer Rath und Hanptmann zu Giatz?von Warnsdorss zu Lußmandorff, vertrat aii. i^ü die sielle D.-Stablhalterszu Llegnitz. Caspar zu Güßmansdorff, Kayse, LRath und Landes» Hauptmann der Fürstenthümer Sch Lund Jauer, starb an. 16,4. Adelbert von Warnsdorss MdSmansdorff, war an. 1647 Hofcichter zu Liegnitz . Ernst Goi8bejaß um daS iadr 17-2 bie charge eines Königlichen Bolni 2unv Cbuc.Sächsischen Cammer.Iunckers. ^

^ Zu Lübeck befindet sich in der so genannten Adelichen cima «ftllschasst em alt geschlecht von warendorff/ welches AmStlyte Munster in Wesiphalen herstammm soll.curiol. //^««F/cäel. Luropsp, üi. ^

warnetsn/ oder in Niederländischer sprach,Würsten/ ein ortin Flandern , an dem fluffe Lls, zwischen Meenm und Armculiers,welcher in dem Spanischen succeßionS-kriege etwas bevcstigk wor.den. Er Hai vor altem denen Herren von Cassel zugehöret, vonwelchen er an das hanß Bar, und so ferner an das von Lurembourgkommen ist, weil Johanna von Bar den berühmten Grafen von 8.Paul, Donnersble IN Franckreich, geheyrathct. Als dieser beydersöhn Pierre cle Luremdourg nur mit hnitcrlassung zweyer löchterverstorben, fiele Warnelon an die jüngere tochter Franciscam, diesolches ihrem gemahl Philivpo von Eleven, Herrn zu Ravenstein zubrachte. Doch gelangte es nach etwas zeit an die von Nassau.Im Ulrecht.unb Badischen frieden wurde der ort dem Kayssr zuer.kannc < doch jo, baß er auch zur Holländischen Karriere gehören sol.le, und dieser Staat deswegen würcklich darinnen eine bejiitzunghallet, OA'.,»ce. *

warnov/ fluß u«d städtlein im Diccklenburgischen. s. warne.

warpke/ siehe Luchov.

warrmgton/ lat. ttigoännum, eine schöne und grossestadl, in der äuyersten gcgend von Laucashire. Sie sieutnord.stlte des siusses Mersey, über ivelchcn sie eine schöne siemern!brücke hat, die nach Chcshne zuführet- Zu ausgange LeS ,7 2li ist diese statt mit dem utui einer Grafschaft beehre!, und KeiM-Booth zum ersten Grasen von Wamngwn und Barv» äegemacht worden. Allhier wurde die Schvtlische armer unter demHectzoge von Hamllto» durch die Parlaments, tcouppen an. isMgeschlagen. 6!r-»./e>r«r. "

Warsberch / ein altes Adeliches und jetzv Freyhcrrliches ae.jchlecht an dein Rheine, von welchen, Bvemuud um das jähr irr,»Cbursi'nst zu Trier gewesen. Johann von Wacsberglebten,»dasjähr 1 ;8r. Von dessen nachkommen war Saw.svn, tzhnr. Glni,scher Rath, und Johannes, Burggraf zu Reincck. Dieser letzterestarb an. 1604 und hinterließ Scmssonem il, Herrn zu Renieck MObristen; denen enckel, Lolharms Fridericus, Freyherr vonWues.berg , Chur 'Tcicrischcr Rath und Ober-Amlmann juSmbura,hat sein geschlecht mit r söhnen, Anst Im Frautz Ernsmi, csmolzr.Herrn zuMayntz,Obcr'.CHor.Bischvffzu Trier unb Dom.Herln mSpeyer , und Carl Heinrichen forlgcpflantzet.

vom ttkein. ^ciel. ^

In Nieder. Sachsen bat ehemals ein Freyherrlisses MMvon warbecg florires dessen stanun-hauß WarbergbeyHelmMgelegen. Schon an. >272 hat sich Herimann, edler Hm zu Wm,berg , aufdem land tage der Hertzoge zu Braunschwcig bcsiuiben.Herrmann, Herr zu Warberq, wird an. i uuier die Hermiei.stcr zu Sonneoiirg gezehlel. Gegen die mute des vorigen seculi isidiese familie aus vorbemelttem schloffeWarderg abgestorben.?--«»

im/t.ciel. k.irop».'z, 67;.

Warschau / warsau/ Varso vin, ist anjetzo die vornehmste stobtin Polen , und die Haupt statt in dem Hertzoglhum Masovic». Sieliegt an der Weichsel säst mitten in Polen , und bis anhcro stnd diemeiste Reichstage, ing.'ecchen die Königs-Wchl daselbst vemchletworden. Sie wird IN die alte und neue stadl eingclheilel, derendiese, seil dem sich die Polen mcistcr von Masovicn gemacht, erbauetworden. Sousten sind die vornehmsten Vorstädte die lsracauer, Mdie andre Prag genannt. Daö .«ömqllche schloß in daselbstleW.würdig, welches von dem Könige Sigismundo III erbauet wor.den. Unter den kirchen ist die vornehmste die St. Iohavme.kjche,nebst demSlissc; ausserdem ist das zeughavß, unddcrKöniglichegarten wohl zu sehe». Es ließ auch der König SlgisunmbAugustüber die Weichsel , welche d cstclbst sehr ttefmib drei! ist, eme hM«»e brücke bauen, welche von dessen schwcstcr Anna vollends zu stall,de gebracht wurde. Allem als das eiß an. 160; c>n M davon überden Haussen warf und solches nicht so fort wieder ausgebeßerl >«»de, ist nach und nach die gantze drücke eingegangen. An. ic;?dk'mächllgien sich die Schweden dieses orts, ohne Verlust eines einigenmanneS; cr wurde aber von den Polen in dem folgenden jährewieder besetzet. Den >8, ,y, 20 juiu an. i6;L ward die den'ihinttschlackst zwuchen den Schweben und Polen bcy dieser stadl gehalten,bey welcher der König Carl Gustav von Schweden, und der Wr«fürst Friedrich Wilhelm von Brandenburg selbst zugegen waren.Hierauf wurde die statt von den Schweden wieder eingenommen,und die mauren niedergerissen. In dem Polnischen kriege, uulerdem Könige Fndenco Augusw, habe» bald die Schweden , bald dieSachien die,en ort inne gehabt. e>E,^lntt. I'olcmica. KE-/-l'olonis. icb. Laroli 6u!k,

U)art/ war eine berühmte Freyherrliche saniliie indem Clin-ton Zeuch, davon an. 124; Rudolph des Grafen von KydmgLand-Riauer im Zürchgöw gewesen, und haben selbige die genchie z«Nessenbach, DattUcken, rc. besessen. AIs aber Rudolph an. >i°8dieniorbthal an dem Kayscr Alberto I mit begeben helfen, wardstgefangen, gerädert, und seine güter ihm und seiner familie entjd-gcn.

lVarta/eine kleine stadl in demCch!esischeuFürstei>lbi»Mm'sterberg, an der Meiste. Sie wird von vielen zu der GrastchastlElatz gerechnet. wc,l sie nahe an derselben gelegen. M bieMhalle sie ein vcstes schloß, namens Bardum, weiches man vor mgräntze zwijchen Schlesien und Böhmen geholten, mid sieden menLliploinakibus derer allen Schlesischen Hertzoge die L-MMMI aLsrclo. Von den, allhier befindlichen Marjenbildc, so durch WE-fahrten fleißig besuchet wird, hat Baldinus einen eignen lracloi ge-schrieben, unter dem titul DivL^arlensts. .

as mn)'. //E/« äilet. renov.

wartau / eine Herrschaft in der Schweitz zum AilSMCantou Giarls gehörig , von deine auch solcher o>M ^