war
ckmberg, war ein söhn Cmirads Kolb von Wartenberg , Ober»Amtmanns zu Kayserslaulern, von Ursula Lanbschatin von Stei-nach/ und ein halb.bruder des vorgedachken Johann Casimirs. Erward gebühren den 21 aug. an. i;yc>, und bis an. 1602, da lein va«ter starb- zu der schule gehalten. An. 1607 trat er seine reise nachFranckreich, Italien und Spanien an / und an. 1610 gieng er inden Jülichjschen krieg. Als nachgehends selbiger gestillek war/ be.gab er sich in den Dänische«/ und folgends in den Braunschweiai«scheu. An. lö r? führte er als Capitain-Lieulenant unter des Gra.fen von Lowenstein regimenl einige trouppen aus Holland zu was»fer nach Venedig / und behielt birst dienste bis an. »619. In demfolgenden jähre/ als der krieg in der Pfaltz angegangen/ kam er wie»der in sein Vaterland, und nahm unter dem Obristen von Wald. mannshausen eine compagnie am welche er so lange gesühret, bis erzum Obristen.Licutenant ernennet/ die Pfaltz verlohrew und das re»giment caßiret worden. Da aber sein Obrister unter dem GrafenErnst von Manßseld neue bestallung angenommen/ continmreie erseine vorige charge, bis sein Obrister starb / und er das rcgimenterhielt. AIs seidiges aber hierauf abgebanckt worden/ begab er sichbey demKömge vonDännemarck in dienste/ und nahm ein regi»menk zu fuß an.NachbemKönig Gustav Adolph in Postiern gekom»men, wartete er demselben eine Zeitlang auf/ trat bey dein Hertzogdvon Mecklenburg in dienste/ u. commandirte dessen trouppeu/bis dererwählte König m Böhmen Friedrich wieder in seine lande gegan»gen / auf dessen erfordern er feinem vaterlanbe zuliebe/ dieie steileaufgab, dem König folgte und biS an sein ende an. 16;2 bey ihmblieb. Nach dessen tobe schickte ihn der Pfaltzgraf Ludwig Philippzu Simmern/ Verweser der Chur . Pfaltz, zum Churfürsten JohannGeorge von Sachsen/ und verordnete ihn bey seiner wiederkunfft zueinem Burggrafen zu Starckenberg. Als die Pfaltz an Chur.Pfaltzrestiluirel worden, ertheilte ihm König Friedrich » wiltwe commis»sion, zu deren Verwahrung ein regimcnt zu fuß zu werben. Kurtz vorder Nördlinger schlacht an. 16^4 bekam er ordre, mit dem Chur .Pfältzifchen fuccurs, iN2;c»omaim zu fuß, und s--o zu pferde, zuder confödcrirten armee zu stossen, welche aber, ehe er gekommen,bereits das feld geraumer hatte; woraufer an. iS;s,als Francken«that übergegangen, den ; tag nach dem auszuge zu Worms gestor»den.
Wartenberg / Bayerische Grafen. Sie haben ihren Ursprungvon des Hertzogs Albertk V in Bayern ander» söhne Ferdinande,weicher sich an. ls88 mit Georg Petenbecks, derbes ältesten undregierenden bruders hofbedlenterwar, tochter, Maria, vermählte,jedoch unter dem bedinge, baß die auS dieser ehe erzielte kinder sichdes Hertzoglichcn tituls, namens und wapens, wie auch alles an.spruchs auf die gesamte Bayrische lande und Grafschafflen enthal»ten sollen, so lange jemand von Hertzog Wilhelms nachkommenübrig wäre. Dargegen sollen sie mitlerweste mit dem Adelichenstände, nebst einer jährlichen pension von 6000 gülden, und 2 schtös«fern und land'gülern, so ihnen der Hertzog zu lehen reichen wolle,zufrieden seyn. So fern aber Hertzog Wilhelms männlicher stammadgienge, fo folte ihnen der anfall Bayrischer lande vorbehaltenseyn, welchen vergleich auch der Kaystr Rudolphus II den iü febr»an. r;8s bestätiget hat. Sie sind nach der zeit m den Graftn.standerhoben worden , und führen den kilul Grafen von Wartenberg.Als in dem Westphälischen frieden die Bayerische Cbur bestätigetworden, wurde selbige bloß auf die Wilhelminische time gerichtet,dergestalt, daß zwar die Grafen von Wartenderg, nach deren ab.gang, die lande, nicht aber die Cbur. würde, erhalten sotten. Ob«gleich der Churfürst Maximilian Emanne! sich bemühet, auch dieslicceßion der Chur aus selbige zu bringe», so hak sich ooch das haußPfaltz allezeit beständig darwtder ge>etzel. Obvemeldter Ferbincm«bus nun hinterließ viel söhne. Francucus Wllhelmus, gebohrenden l 'mart. an. 1x9;, warb samt seinen drübern m den Grafen «stand erhaben, auch Bifchvff zu Oßnadrück, Minden, Verven undRegenspurg, und letztlich Cardinal, (siehe oen iolgendcn articke!;)Mäximilianus, gebohren an. i6or, starb ausser ehe; ErnestuS Ben>uv, gebohren an. 1S04, starb an. 16,7; Feröinandus Laurentms,gebohren an. iüoü, starb an. 1666. Vier andre söhne Sebasiianus,Ernestus, Ferdinandus, Albertus, starben in der kindhett, daneben9 fräulein. Ferdinandus Laurentius hinterließ 2 söhne, Fran»crscum Ferdinandum und Maximilian Ferdmanven, welche deydeausser ehe verstorben. Der älteste aber, Frantz Wilhelm, hatte ;söhne, Frantz Ernsten, Albrecht Ernsten, so Bischoff zu Laodicea ,und Weyh.Bischoffzu Regenspurg wurde, und Johann Ferdinand.Dieser letzte war der älteste, und von ihm stammet her FranciscusMarquarbuS, Graf von Wartenderg, Herr in Wald uuv Diöling,welcher an. 167; gebohren, an. 1696 Ritter des güldenen vtteffes,und an. 170; mit einer Marquistn von Rtsbourg vermahlet worden.
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wartenberg/ (Francsscus Wilhelm, Graf von) Cardinalund Bischoff zu Regenjpurg und Oßnadrügg. Er war, wie ge»dacht, der älteste von den 8 söhnen, die Hertzog Ferdinand zu Ober»und Nieder-Bayern mit Maria von Pellenbeck erzeuget,und wurdean. 159; gebohren. An. 1600 wurde er den Jesuiten zuJngolstadtzur tnformation übergeben, trug so fort in der rügend zuneigung zudem geistlichen stände, und erlangte an. 160; die Probstey der col»legial-kirche St-Maria zu AldOettingeii, auch folgends an. »024die Probstey zu München. Als er sich bis an. rü°8 zu gedachtemJnzolstabt studierens halber aufgehalten hatte, reyele er nachRom , da er in dem Teutschen voliegio y jähr verblieben, endlichaber von dem Hertzoge Maximilian zu Bayern , nachmals Chur «fürsten, an. »617 zurück beruffen, und zum Prästdenlen seinerRaths, collegien gemacht worden. Nachdem er aUbereit Domherrzu Regenspurg gewesen, gab ihm der Padst Paulus V an. 1619«uch die Dom.Prvbstey daselbst. Da aber Graf Eilel.FmttiH
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zu Hohenzollern an.-62 r Cardinal worden, llnddaherö stlnebis»henge bey Churfürst Ferdinanden zu Cölln verwaltete ämter, alseines Oder.Hvfmelstcrs, geheimen Raths, Präsidenten und lMreÄvns in denBißthümern Lültich, Paberdorn, Hstdrsheim undMunster resignirle, wurde ihm selbige von gedachtem Churfürsten,als seines Vatern druder, aufgetragen. An. iörL wurde er aufdem kollegial« lüge zu Regenspurg, da wegen translation der Cbur»und Ober.Pfaltz auf Hertzog Maximilian zu Bayern tractiri wur-de, viel gebraucht, und an. 1624 wohnte er dem Convein zu Aug»spukg wegen bekräfftigung der Calhvlischen lige bey. Nachdemauch an. »62; oberwehnter Cardinal von HohenzvünN verstorben,folgte er selbigem in dem Bißthum Oßnabrück, kmtte aber solcheswegen der bald darauf in Westphalen eingcdrungenen KöniglichenDänischen kriegs.völckek nicht beziehen, bis das gantze Bißthumdurch die Kayserliche Waffen wieder erobert worden, woraufer istsolche stadt seinen solennen einzug hielte, allenthalben die Catboli»scheu einsetzte, den Protestanten hingegen ihre Archen und klöstekwiederum entzog. Bey dem an. ,627 zu Mühlhaustn angestelltenChur «und Fürsten «convenl war er im «amen Chur.Cöllns zugegen,und an. 1629 wurde er vvn dem Kayscr FerdinandpH zu einemLxecuröre des damaligen edicts wegen restikutio» der geistlichengüter in dem Nieder«Sächsischen crayse verordnet; wie er denn insolcher commiffion >46 Ertz-und Bißwümer, collegjat-Archen undklöster ohne die pfarr-kirchcn von den Protestanten an die Catholi»sehen gebracht, vor sich aber an. iü29 das Hertzog Christianen zuBramischweig entzogene Bißthum Minden,und an.iözodasHer-tzog Johann Friedrichen zu Holstein entzogene Bißthum Vervenvon demPabst Urdano VH! aufKayserliche recvmmendation er»halten. Er fetzte die ehemals von dem Kaystr Carola du. errichteteUniversität zu Oßnabrück wieder, in stand, stiffMe unterschiedlicheseminsriaz wie auch das Engellänvische coiiessiuin. n„d ein haußvor arme studenten» Erwehntec Padst erklärte ihn zu seinem Vi-csrio in den nördlichen, sonderlich den Bremischen landen, da erdenn dem Churfürsten zu Cölln bey der reformation in dem Biß-thum HllbeSheim elsfrig bcystunde. Nach einem an. 16;; vonHertzog George» zu Äraunschweig erfochtenen siege bey Oldenborffwider die Kayserltchen verlvhr er alle ; Bißthümer, Oßnabrück,Ntinden und Verven, da er sich mir grosser gefahr nach Cölln , undvon bar nach Brüssel rctiriren müssen. AIs aber bald darauf denProtestanten vor Nördlingen ein sehr empfindlicher streich beyge»bracht wurde, kam er wieder nach Cölln, und begleitete den Spa nischen Infamen, der von solchem siege kam, und in die Niederlan de reifere, von dar bis nach Jüllch. Hierauf legte er im namender Churfürsten zu CöU» und Bayern eine lrgation an dem Kaystr-liehen Hofe ab, und halff des letztem Vermählung mit der ältestenKayserltchen Printzeßm zum schlug bringen. An. 1641 that er einereife nach Rom und Loretto, um ein gelübde zu vollziehen, fo erwegen einer harten kranckhett gethan; bey feiner zurückkunfft aberbesuchte er den Reichs . tag zu Regenspurg, und ward daselbst vondem Bischoff unv DoM'Capllnl zu einem coachmor« postullret.Bey den ft,evenS>lractalenzu Münster und Oßnabrück erschien ervor oen Churfürsten zu Cölln als Haupt Gesandter, wie auch feinereignen Bißthümer wegen; durch den erfolgten friedens-fchluß abermusie er die Bißthümer Minden und Werden fahren lassen, hinge-gen daS zu Oßnabrück wurde ihm restiluiret, wiewohl er dem Gra-sen Gustav Gustavs.,öyn, welchem die Königin Christum solchesinzwischen gegeben halte, vor die abiretung Zoooo rthl. in fahrenerlegen musie. An stall dieser abgegangenen fnffler bekam er an.1649 nach absterben bes BifcboffS zu Regenspurg solches Bißlhum.Von dem Kaystr Leopolds ward er a». -6;, zu seinem k'rmopM-i-ommiu^io oes vvu Fcanckfurt nach Regenspurg verlegten bepu-lations- tages eruemiel. So ward er auch aufKayserliche recom-menvalwn von dem Padst Alerandro VIA zu einem xrechxrerocsrttinLll gemacht,und ihm die Cardinais.mütze durch dessen Cäm-mercr Ferdinand, Freyyerrn von Fürstenderg, nach Regenspurgüberbracht. Weil er aber nach solcher seiner dignität nicht nachRom gekommen, hat er keinen gewissen titul erlanget. Er starban. i66l den 21 nov. zu Regenspurg nach einer kranckhett von etli-chen tagen, und wurde daselbst in dem Dom begraben.
tie reb. üuec. Ickau-büline ster velr.
wartenfelß/ (Vogt von) siehe Vogt.
TVartensleben / eme uralte Adliche und unnmehrs theilsGräfliche faimiie in Nieder.Sachscn und in der Marck Branden»vurg. Ihren Ursprung hat sie aus der Grafschafft Schauenburg,allwo auch ein Ritter.gut Wartensleben gelegen seyn soll. Alseiner von Wartensleben eine von den 4 löchtern Ludewlgs vonEckerstein zur gemahiin hatte, und gemeldter von Eckerstein an.1244 ohne männliche erben verstorben» ist ein grosses theil derEckersteinifchen güter an die vonWattensleben gekommen. HanßJoachim von Wartensleben war an. iü;o Königlicher Dänischergeheimder Rath u»b Abgesandter. Alexander Hermann von War-tenöleven auf Wallendorff hat feistem geschlecht ein grosses Mittezuwege gebracht, nachdem er als Köuigl. Preussischer General-Feld.Marschalt, würcklicher geheimder Kriegs.Rath, Ritter desichivartzen adler. ordens, LouEaeur per Kömgi- restdentzen inBerlin , Amts-HauptmalM zu Potstam und Saarmund rc. in desHeil. Röm. Reichs Grafen, stand erhoben worden.
Aetien p. ;;6.
IlVartisIaus IV. Hertzog zu PommerN'Wolgast , Bogislai IVsöhn, residtrte zu Anklam , und ließ den langen steinern dämm da-selbst bauen. Damit er ein desto wachsamer äuge aufHinter-Pommern, worum die Polen , die Crcutz.Ritter und die Branden-burgische Marggrafen sich herum schlugen, haben könte, räumte erseine hiesige residentz den Angustmianern zum klvster ein, und legreNNnnnr sem