8Z8
war
sein hof.kager zu Belgardan, bauete auch das schloß und stadtNeu«Stettin an der Cudda» und behauptete das land m Huuer»Pommern von der Swlpe bis an den Gellenberg wider die Brauvenburger. Um dasjabr i;>4 zerfiel Fürst Wttzlauö nRugmit seiner stabk Stralsund . Diese ncffunsern Wartlslaum, ned tMarggraf Waldcmarn von Brandenburg, zu Hulffe , weiche lynauch zum gütlichen vcrrrag, und bezahlung einer imnma gnöthigten. Aber WitzlauS verband stchmil vielen andcm pursten,und kam mit ziemlicher macht vor Stralsund , richtete aber nichtsaus, sondern muste sich vielmehr zu einem südlichen vergleich mitStralsund , und einem erb-vertrag mit Wartislao verstehen, datz,wen» einer unter ihnen ohne erben abgrenze, der andere denen landerben solte. Der fall trug sich auch -, r r zu, indem mit Witzlauensein stamm verloschen. Wartislaus kam auch, >v>ewol nicht ohnecontradiction des Königs in Däncmarck nnb des pursten zu Mea«lenburg, zur noffcssion, wozu ihm sonderlich die ehemals der stadtStralsund geleistete hülffe wohl zu stalten kam, weil in deren anst.bring diese stadt ihn willig aufnahm, und den andern ein gut exem«pel der nachfolge gab. Doch Wartislaus starb gleich daö folgender;Lä jähr zu Stralsund , mit Hinterlassung s unmündiger söhneund einer hochschwangern gemahlm, unter der vormundstvastlOltoms l und dessen sodns Barnim III in Vor>Pommern . Wah«render dieser Minderjährigkeit hat Heinrich der löwe von Weckten»bürg das Rugianische Fürstenlhum guten theils unter sich gebracht,so ihm aber durch hülffe etlicher städle, sonderlich Greyphswalv,wieder abgenommen worden. ^<c,vr/,u, Lommerwna l. z.
^Varwick/ tat. Varvicenl» comikatttz, eine Grafschafft vonEngeUaiid. Sie gräntzt auf der nordsseite an Staffordshire, gegensüdcn zu an Orsord.und Glocesterbire, ostwärts an Leicestcr.undNorlhamptonshire, und westwärts an Woccestcrshire. In derlänge von norden gegen süben zu erstrecket sie sich ohngefehraufund in der breite von osien gegen westen zu auf z; meilcn,und wirb i» fünffHundreds eingetheilt, worinnen iz8 pfarrur«chen, und 18 marcklstädte sind.. Vor alters wohnten asthier die(^Oi-nLvH. Zur per ^eprär-ckie war dirje kandscdajft eine Pro»vintz des Königreichs Mercta; anjetzo aber ist sie ein theil der diversvon Lichsield. Gleichwie diese Grafschafft fast mitte» in EngeUaiidliegt, also ist sie auch mit einer guten lufft und einem vortreflichenboden versehen. Die südliche gegend von dem flusse Avon an, wel.cher mitten hindurch läufft, ist die fruchtbarste an körn und Vieh«weyde, weil sie eben ist. Die nördliche gegend aber, '.welche TheWoodland genennet wird, und vorzeiten Arven hieß, bat sehr vielschöne wällier, worinnen insonderheit vortrefliche eschen, bäumewachsen, die man zu pflügen, zimmer.holtz und hauß-gerathe brau«chen kau. Bev Bedworlb in Knigbtlow.Hundred sind reiche stein,kohlen.gruden. In dieser Grafschafft sind drey grosse feld-schlach«ten gehalten worden. Die erste geschahe an. 749, worinnen Cu»tbred, der West. Sachsen König, Elhelbaldum, den König derMercicr, bey Seckmgton ohnweit Tamworth schlug. Die andregeschahe an. 14L8 bey Edgcote, in welcher der damalige Gras vonWarwick Eduardum IV schlug und gefangen bekam. Die drittegeschahe an. iü4-zu Edgbilstin welcher Carolus 1 die parlamenis»Iroupven unter dem Grafen von Esser schlug. Der vornehmste ortin dieicc Grafschafft ist Covcntry, welcher und Warwick, die Haupt«stabk, die zwey emtzige privilegirle örler in der gantzen Grafschafftsind, so das recht habe», Depulirle ins Parlament zu senden. Dieübrigen sind Stretsord, Alberston, Aulcestcr, Birmingham , Co-leshist, Henley, Kyncivn, Nuneato», Polesworlh, Rugby, Sou.tham, Sutton.Colesield. Unter Wilhelmi deö eroberers regicrungan. 1076 wurde Heinrich von Ncwdury zum Grafen von War.wirk gemacht, welcher titul bey noch füiiffander» seines namensblieb. Von diesen gieng er durch umerschiedliche famillen, welcheentweder durch Vermählungen ober durch blutS. freundschaffl mitLe» vorigen verbunden waren, bis endlich Heinrich Bcauchamp,welcher des Königs Henrici VII favvrit war, zum Hertzog gemachtwurde. Es starb aber mit selbigem der Hertzogl. tilul wieder ab,undweil sich Richard Nevil mildes HeryogS schwester Anna vermählt,wurde er Graf von Warwick. Nachdem Richard ohne männlicheerben verstorben, kam dieser titui aufGeorgium, Hertzog von Cla.rence, welcher seine tochter heyrathete, und nach dessen tödtlichcmhintritt auf Edward Plaiitagenet, seinen söhn. An. 1547 wurdeder Grafen.titul von Warwick John Dudlcy gegeben, welcher vonMargaretha Richard Bcauchamp, des Grafen von Warwick loch.ler, herstammete; er erbte aber nicht weiter, als auf seinen söhnAmbrosium- An. 1619 erneuerte der König Jacobus I diesentitul in der Person des Lords Robert Rich, siehe Rich.
ck/Eä. an. 1700 psZ, 41.
IVcrrwick/ lat. Varvicum, Verovicurn pr-xstäium, die Haupt,stadt in der Englischen Provintz Warwickshirc. Sie ist ctwan 70weilen nord.westwärks von Landen entfernt,und liegt sehr lustig aufeinem Hügel, so sich an dem flusse Avon erhebet, über welchen eineschöne steinerne brücke gehet. Die straffen und Häuser dieses ortssind sehr artig angelegt. Es ist ein marcklhauß darinnen von aus.gehauenen steinen, so von Pfeilern getragen wird. Zu crzichunq dert»geud hat man allhicr eine freye schule für arme Edelleute, einHospital mit reichen einkünfften und zwey pfarr.kirchen, worunterdie St. Maricn.kirche die vornehmste ist. Die beste zierdc dieserstadt ist das schloß, welches sehr wohl erbauet. <7,-»-^-».
AckreF erak cke la la Zranlle Lreragne. 148.
Warwick/(Guido von ) insgemein der Engellandifchecules oder Goliath genannt,wird in den allen Englischen gcfcivuchern als einer von den stärcksten und tapffcrsten Helden,mals gelebt, beschrieben, wobey aber viel fabelpaffte und n
war
einander lanffende umstände beygefügt werben. Er sollin dem 10 lecnlo gelebt, und in den kriege» wider die da ,2 »Enqelland einfallende Danen grosse thaten vemchiel,andern einen ungeheuren rie,cn von derselben nation naweiöC»brand, bey der stadt Winchester, in einem zweykampff erlemIn der stadt Coventri wird a» bem ihor, Goiörbaenmmlerschrecklich grosses gewehr von einem wilde» schweln gewinnwelches, nachdem es unglaublichen schaden schifft«, dmw ^Hand soll gcködtet worden sey». Zuletzt soll er emwed« aus e, mblossen lriede der cmdacht, ober zugleich aus reue, baß er, wie enii^melde», seinen leiblichen vater in einem streit erschlagen, 2weltlichen geschähen sich entzogen und sein leben an einem'. wanmülhigen aber dabey gantz einsamen vrle, heuiiges taaeü Kv«.cliff oder Gibcliff genannt, nahe bey der stadt Warwick, a» dem »usAvon gelegen, beschlossen, auch allda sein begräbwß bekommenhaben. Daselbst hat Richard von Beauchamp, Graf von W°rwick, zu anfange des i; seculi eine capelle der heilige,, Marga-eiimzu ehren gestlfftel, und darinnen die stalue dieses Heide» in lebens.grosse, nemlich 8 fnß hoch, aufrichte» lassen. Nahe bey dieser flam-ist eine hohe viereckigte säule zu sehen, von welcher man voraicchbaß er laglich iein gebet viermal vor derselben verrichtet, und HMSseine arme oben darauf zu legen pflegen. In der stadt Wnwickseihst zeigt man aufdem schloß, welches er bewohnt haben,oll, m»schwerbl, sein rappier, seine zwey volche, seine lange, seinen iiab,welcher einer stange ähnlich ist, und noch mehr andre dinge, diman vor die seinige, oder vor denckmahic von ihm auSgiebl. s»,1509 übergab der König Heoricus VM einem seiner geringemHof. bedienten, namens Wilhelm Hoggcson, durch einordeniiichpalent die Verwahrung der odgemeloelc» antiq„ilälc», nebst einerjährlichen pcnsion von ir Englischen croneu und io psenniiige,,Die Grafen von Warwick, sonderlich die aus dem gcschlechi BcM.'champ, haben vor das andencke» dieses Helden eine sonderbarere,mralion sehen lassen. Wilhelm Bcauchamp gab deswegen seinen!ältesten söhn den namen Guido. Thomas Bcauchamp ließ seinemsöhn und Nachfolger an statt eines ionderbaren pr-chxMschiverdt und panger dieses vorgegebenen Hercules. Ein andrerwidmete ihm mit grossen Unkosten einen stattlichen lhurm, welcher
fuß dicke, und n; fuß hoch war, in ftuiem umfange aber i-sfuß halle. Ein andrer ließ seiner familic, als c,n Kckicommiü.eine kostbare lapezcrcy, worein die lyatcn dieieS Heiden vorgesiellkwaren, u. s. w. Lricanms. irinerai. äogl, cap.7.
U)arwick/ (Richardus Beauchamp, Graf von) ReM vonFrauckcclch. Einer von seinen vorfahren, namens Wilhelm soL-lio c'ampo. ober aufFrantz. cle Bcauchamp, Freyherr von El.mesly, heyralhete Isabellam, eine schwester und erUn WMmlMalbnit äe Hansiup, Grafen von Warwick, und brachie nachdessen love, an. iras diesen Gräflichen ttiul in seine faimlie, ausweicher nachgehends Johannes, Guido, Thomas der aller- MsThomas der iüngcre dieselbe nacheinander m unvcrriickierorhiWgbesessen. Richard Beauchamp succedirle an. ,401 Thowa dMjüngeren, und erwarb flch einen unsterblichen rühm durch die so»,derbare lapsserteu, womtt er die couqueten der Engcllindir inFranckreich zu beschützen und zu vermehre» wüste; wvdurlg 6endlich so weil kam, daß sein blosser name zulänglich ichim, denfemden einen schrecken einzujagen. In Mischung dessen ward er zuauogange des jahrs 142; von demepcrtzoge von Bebsori zum m-tenmr Regenten von Franckmch erklär!, »ndalsa». 14-7, mchdes jetzlgemeldlen Heryogs ziirückknnffl, birst würde aushdrle, er.nennele» ihn die Engissche Magaale» zu ihres junge» KönigiHenrici VI (iouvarnem-, g„ st,,« des turtz zuvor gestorbenen Tbo«ma Beaufort, Hertzogs von Eveler zda er denn imi allgemeinemsx>plrui» diestli! amte vorstund. An. 1417 ward er an statt M.chardi Planlagenet, Hertzogs von Dort, als Regent nach Franst'reich geichickt, allwo er mtt grosse,» Nachdruck die prvgressen desKönigs Carole VII pemmele, bis er daselbst im aprii an. 1440,a»fdem castell zu Rouen in der Normanbic, in arvffem leidweien dergantzen Englilchc» nation mit lobe abgiemss Sem cvrper war»den nächstfolgenden oct. »ach Engelland gebracht, und zu Wanmin dem degräbiiiß semer faimlie beerdigt, Auster den oberwehimnehrciistelic» besaß er auch noch die würde eines Grafen von Aumerleoder Albcmarle, und eines Ritters von dem bojenbanre. Er hin.kerließ einen iöhn, Henricum, von welchem unten, und einelMekAnnam, welche, nachdem ihr druder ohne lcibeS erben gcstvrdcii,den lttul eures Grafen von Warwick auf ihren gemahl, War«duiii Nevil, Grasen von SaliSdury, brachte. W, n,
iZ. vie öe
VII. Lrirannia. 77 ,e -ist. c/H/FÜ ,-oi. r.
lVarwick/ (Henricus Beauchamp/ Hertzog von) ein lsh»deö nächst, vorhergehenden. Gleich nach dessen tobe halte er, ver«möge der Englischen rechte, in den väterlichen gütern sticcemnsollen. Allem der König Henricus VI ( man weiß nicht, ans Mvor Ursachen) ließ ihm diesclblge gantze r jähr vorenthalten,»die daraus gehobene cinkünsste zu den allgeineinen angelegenhenenanwenden. Nach Verlaufs der gedachten zeit ließ besagter KsWnicht nur die väterliche Verdienste und die billigkeit steh bewegen,ihn völlig zu restituiren, sondern warff auch eine so grosse gewogen«heil auf ihn, daß er ihm das gantz ansserordemiicheerlheilte, sich einen ersten oder obersten Grafen von gautz Engen«und einen Grafen von Warwick zu schreiben. Über HUS crmeer ihn an. 1444 oder 144; mil seiner eignen Hand zum KoM,"insuln Wiqhl, Garnsey und Jersey, und bald darauf gabdas prädicak eines Hertzogs von Warwick, mit der ansbrustMVerordnung, baß er m dem Parlament gleich nach dem Mb svon Norfolk, und noch vor dem Hertzoge von BuckuiglM/>w,solte. Er starb nicht lange hernach, nemlich i» auSgalige des i)