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was wat
Engelländern, die der Hertzog von Horck, Pfaltzgraf Robert, undder Gras von Sandwich commandirlen, da er eben aufelnem nuy isitzend eine und andre ordre ertheilte, das ssmr in das pulver ge.rieih.deffen 17000 pfund auf seinem Admirnls.icliiffe.dic Eintrachtsenenne!7sich befand, wodurch solches in die.luff gesprenget ward,und er also sein leben mit aufgebeli muste, wiewohl ^mhoff berichtet, daß nach innhalt seines prachtlgeucpuE^>zuHaag,ei>emschiff selbst angestecket,weil er von den feinden übermannet gewesen,und denselben'nicht gern in die Hände fachen wollen. E ge»Made solches an. i66; den und war er 55 l.abr alt. Äzonseiner aemablin Agnete cke Renesse von der Aa, hinterließ er einelochtet so an Bernhard, Herrn von Pallant vermahlt worden, undeinen söhn Jacob, der noch an. 1699 oberster Richter von Rhein »land, und Präsident der Holländischen Rathe geweien. ^
ck'Iiollancle.
Wasserburg/eine wohl gebauete stadt in Ober-Bayern , unterras Bißcynm Freystng und in das rent.amt München gehörig.Sie ist lustig, nahrbafflig und rings mit bergen umgeben,und wirdvon dem Inn,ström fast gantz umstossen. Es giebt allhier schonekirchen, auch ein sehr reiches Capuciner-kloster. Am ende der stadtstehet ein altes fürtrefliches schloß, samt einem garten, auch einfeines rathhauß. Der Hertzog Ludwig aus Bayern bat die stadt»mauern lassen erhöhen, und die äusserste mauer aufgeführet, DerHertzog Heinrich von Landshitt überzog nach dem Loncwo zuCostmtz diese stadt, schoß viele steinerne kugeln hinein, wurde abervon der bnrgerschasst abgetrieben. An. i6;i istallhier eine baurcnrebellion mit Verlust vieler tausend köpffe gedämvffct worden. Eshat dieser orl vorzeiten seine eigene Grafen gebabl, welche die Gra»fei, von Wasserburg und Küngenbcrg geneniiel wurden. DerGcafConrad aber,als der letzte dieses geschlechts,weil er von seineraemablin, Knnigunda, kein kmd hatte, setzte Hertzog Ottonem vonBayern seiner schwester enckel, zum erden e,n- itemm,
Lavar. tia^er. ^rlas.
Wasserburg / eine stadt in dem Hertzogthnm Jülich , 2 mei»len von Ruremund, an dem flusse Ruhr, gelegen. Das allda bc«finbliche bergschloß wurde an. 1206 von dem Kaystr Philippo ero»bert, und der Cöllnische Ertz'Bischoff, BrunvlV. darauf gefangen.
Wasserburg / eine stadt, nebst einem schlösse, an dem Boden»sce, zwischen Lindau und Laiigenargcn gelegen. Sie ist von denGrafen von Montfort an die von Fugger gelanget, von denen einelinie allhier restdiret. tzckv. ckroo.
Wasserland/ s. waterland.
IVassertrudingen / eine nach Anspach gehörige stadt, nebsteinem amte in Frcincken, an dem glisse Wernitz, 4 meilen von An»spach gelegen. Vorzeiten gehörte sie zu der Grasschaffl Truhedni»igen, hernach kam sie an die Grafen von Oettnigen, unbvondensel.den an die Grafen von Hohenlohe, welche sie an. i;?! vor zzoooPfund Heller an die Burggrafen von Nürnberg verkaufften.
kranc. recliv.
wastme/ ein schloß, nebst einer dazu gehörigen herrschafft inFlandern , davon Jacobus Bruneau,Spanischer Rath und Schatz»nieifter des orvciiö von dem güldenen vliesse, an. rö8r denVicom»tcN'titul erhalten. «e»r. /^«e^L
wasungen / eine stadt nedst einem amte an der Werra un»terhald Meinungen in der gefürstelen Grafschafft Henneberg, stehetunter der bothmäßigkeit des Hertzogs zu Sachsen Meinungen. Dasalte schloß bey Wasungen wird die Meyenburg genennel. Diestadt soll ehemals sehr groß gewesen, und von den Kaysern Albertound Henrico stattlich und gleich der stadt Schweinfurth privilcgirtworden seyn. kork. L. r c. 46.
Watchet/ ein sehr bequemer see»haven in derEngclländischcnprovintz Sommersetshire, der von kohl.schiffen offr besucht wird,womit man daselbst einen ziemlichen Handel lreibet-Diestr orl liegtras meilen von Londen.
waterford/lat. Vmerioräis, lviLpiLNL, eine stadt und Graf»schafft in der provintz Münster, auf der südlichen seile von Jrcland.Die stadt wird von den Inländern Pvrthlairgy genennet, ist dieHauptstadt der Grafschafft, und nächst Dublin der grüste orl in demKönigreiche, hat einen sehr bequemen und sichern haven, weicherdurch ein festes fort beschützet wird, so Diiiicannoil.forr beist, undliegt zur Handlung sehr wohl Sie ist von den Norweger » auf einemschlechten und unfruchtbaren doden, bey dem ausflnsse der Suireerbauet worden. Seil dem diese stadt in der Engellänber Händegekommen, «st sie der cron sehr getreu geblieben, und hat deswegenviel sonderbare Privilegien erhallen. An. 1649 zwangen die ein»wohner dieses orts Oiivier Cromvelln, baß er wieder abziehenmllste, da er schon des grösten theils von Irrland sich demeisterthatte. Jedoch ergaben sie sich endlich, da sie nicht mehr wiederste»hen kunten, den 20 aug. an. 1650, und zwar mit guten dedingun»gen. An. 1690 ergab sich beydes die stadt und das fort dem KönigeWilhelm. Die Grafschafft Waterford gräntzt gegen morgen anWepsord, gegen Mitternacht an Tipperary, gegen abend an dieGrafschafft Cork, und gegen mittag an die sce. Der stuß Suireumgiebt sie auf der nord.und vst.und die Nore auf der westlichenseile. Die nördliche gegend dieser lanbschaffc ist mit einer grossenreibe von bergen besetzt, welche SIcwbloymin genennet werden.Von oste» gegen Westen zu erstreckt sie sich auf 27, und von nordengegen süden zu auf i; meilen. An diesem orte landete den r; aug.an. 1171 Strongdow, der eroberet von Jrcland, an. Bald hernach«ahm er die stadt ein, nachdem er ziveymal tapffer zurück geschia»
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gen worden. Hieraus heyrathcte er Evam Dammd. des .von Leinster tochkcr, und bekam hiedlircb Waterford welches nach der zeit stets Englisch gewesen. An. - p." E/
kam Hcnricus ll mit 400 Rittern und 4000 soldalen aiua.baden» Dermond Mac-Carthy, König von Cork , sich Um, ?"'willig unterwarff, und den cyv der treue schwur; worauf^
Bischöffe unb Bischöffe von Jrrland desgirich-n7L1^Lihm und seinen erben, als ihrem Kvnige, aus immerdar
fen. Nichts desto weniger empörten sich an. 1,7s hjxdie Engelländer, und massacrirten alle, die sie m ihre Nwal k Imen; allein eine gewisse parihev von ihnen salvicte sich mdennannten Rcignaids.ihurm, und rächte die ermorduna ibree Ä,"telen landsleute an den einwohnen,. ^ ^
waterland / oder das Wasserland/ wird dasjenigeNord. Holland genennet, weiches der stadt Amsterdam agen über, jenseit het Ye, zwischen dem Kennemerlaiide 2Becmster und der Suber.see liegt. Man rechnet darin die 2Edam, Monickendam und Purmerent. Den namen bat esden vielen Morästen, womit es ehemahls angefüllet gewesen di»aber nachgehcnds grösten theils ausgetrocknet worden, und inne vorlrestiche Viehweide verwandelt sind.
watford / ist eine grosse und wohlbewohnte marckdffqSk in z»Engellandiichen provintz Hertfordshire, weilen von Londen.
watson / Thomas, ein gelehrter und frommer Pmbolkiani.scher Engelländer des vorigen seculi, hat den gründ seiner stubienauf der Universität Cambridge , daselbst er in das collegium Emanueiis aufgenommen ward, und den Magister titul cmpßena,leget. Zu den zelten der Englischen Unruhen und Cwmwellstt.langte er eine preblg.stelle zu London in St. Stephans kirchM»brock, welcher er mit grossem sieiß und cyfer biß an. iü6r abmar.tece z dann um diese zeit, als er sich eben so wenig als so viel andrePrcsbyterianer mit der Englischen kirchen conformimo n>M,mußte er gleich den anderen sem predigamt niederlegen, dechirieber solches, so offl es geleqeiihcik qab, in heimlichen vcrsammlnnmzu London viel ,ahr, biß er an kräfften abnahm und sichinWxver.fügte, daselbst er im gebet das zeitliche gesegnet. Von ihm wirderzehlct, daß, da einmahl, da er noch in seinem amt stand, ge.prediget, Bischofs Richardsoll sich auch unter seinen zudörcreii ge,funden, und durch sem eyfrige Predigt, insonderheii aber durchsein gebett, so bewegt worden, daß er ihm nach baust gchlgei, ihmfür diese action gebanckcl, und eine abschlifft von seinem gebet zuhaben verlanget; alS ader hierauf Watson geanwotte!: bis seyihm zu thun unmöglich, weil er feine gebet nicht pSegeanffusitzm,sondern cx rewpore rede, wozu ihn sei» Hertz und slkKion vcMe,sey der Bischoffmic Verwunderung weggegangen, MderiM Mfassen tonte, wie man solche kräfflige gebet ex lampvre perrchlenkönne. Seine schriffien, davon auch viel in unsere sprach sind über.setzt worden, sind folgende: Ollcourle on rke KeMucl«, Mscbiet c>t'8in: Lrivilegci ot'suck »5 love 6ocl. /in. ot'lke lllvinsvn-remmem , anci rlle Ssinrr cieligtzr. üesven kLlceu bv Ltonn Da-Ärinc ok'Xepemencs. Loci)' ot Oic-lnin' oder Lourie c>i Lrivo.11,so nach seinein lod heraus komen, und L m. Lr ///tÄ»
LjeÄ. dolinittr, *
Watt / ( von ) ein vormahls Adelich geschlechtzu St. Wen,so zwar vermahlen abgestorben. Conrad wäre Bürgermeister, Mdwurde an. 140; in ber schlachl bey Loch erschlagen. Heaor ist gleich,falls von an. 1460 bis 1470 und Joachim von an- isrü dis l«lBürgermeister gewesen. Der letzte insonderheit wäre ein MMund berühmter mann. Siehe vadianus. *
wattenweil / oder Vadovillano / ein FreyherrlicheS undGräsiicheS geschlechl in der Schweig und in Burgund , dessen im«hauß Walleuweii in dem Canlon Bern gelegen. JmhofMüh.ren Ursprung von den alten Herzogen in Bayern her, M WConradum, einen söhn Henrici Hertzogs »1 Bayern, der durchseine glückliche heyralb in Ober-Rdälieu zu grollen güler» gelangei,zum stammvater. Von bencii nachkommen hat Conrad an. i;°ldaS Dominicaner.kloster zu Bern beschicket, dessen enckel, Erichist an. i;74 zu Eßlingen , der urenckel aber, Eberhard, an. 140Szu Heiibrunn anfdcm turnicr ccichiencn. Dicier letztere binleÄJacobum, der sich als Obrisier über 2800 Schwätzer in den wmaliqcn kriegen berühmt gemacht. Von seinen nachkommenmdJohann Jacob an. r;;; Herr von Colvmbier, und dessen WR'coianü Marquis von Vecsoy genennel. Dieser war ein v>M(r)Johaniilü, Bischoss zu Lausanne , der von einige» Clan»genennet wird; (2) Gerhardt, Marquis von Co!istanS,Wi>jodn, Philipp Frantz, Freyherr von Wattenweil genanni-le l«Graf von Boussolin und Marquis von Cousians, hat seinen astm; söhnen, Thoma Eugenio, Johanne und Ludovico, forigeM'tzet. Des odgedachlen Johannis Jacobi bruder Nicolans hal e«besondere linie fortgesetzet, chron. F«cc/. item«.
wat Tvler/das Haupt einer berühmten rebellion in EngestMlche an. l,8 l, unter des jungen Königs Richard, tt regi»gen einiger neuen imposten, und wegen gewisser von den am »rn derselben verübten insolentien, in der provintz Kch! wie >>Tsscx, entstund. In kurtzer zeit ergriffen aus dieie» ivey p 'tzen 60 bis rvoooo mann die waffen/ welche lnsgeiaim, I
Ziemlich die aus Keilt, diesen Wat Tyler ( welcher e>g .alter hieß, und seiner profeßlvn nach ein strohdach- oder « sker. auf Englisch Tyler, war) vor ihre verbanden sich untereinander durch cmen cyd, datz sie eem^>eRichard», und den gemeinen von Engclianv, Meu °er, durch den Königlichen vetker Johgnuem,