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geben, daß er zuletzt gautz verarmet, weil er ein lästerliches buchgedruckt, welches einige für das buch cle rribua impottoribus ma-Knir halle» , worgegcn aber von andern dargelban worden, daß esyuerelz intsnkiuir, in iimbo c!suloru,n gewesen , die darbey anmer«cken, daß dieses buch au. i;;, gedruckt, Wechelius aber noch langezeit darnach in gutem üor gestanden. So viel ist gewiß, daß weiler viel Protestantische bücher gedruckt, ihm sein duchladcn constsci.rel, und er aus dem Reich verwiesen worden. Sein Sohn An-dreas war gletchfals ein berühmter buchdruckcc, der seine buch-druckerey zu Franckfurt und Hanau stifflele , welche durch leineschwieger,söhne Claudium Marny und Johann Audrv, unter demnamen der Wechelischen buchdruckcrey fortgesetzt wurde. Es warseidige nicht allein wegen der herrlichen, zumal Griechischen bücher,so daraus gedruckt wordcn, sehr berühmt, sondern auch wegen deraccuraten correüion. FridericuS SylburgittS und VincenliusOvsopäus waren correüor« in dieser druckerey. Andreas Wechelist an. i;8l den r nov. gestorben. komme rkeolog v. 9.
pancleüw. vik. Anogrusti. koplomecs
kcü. r 5er. r c. 14. c7oL^,//,e, origin. cle I'imprimerie. 6-ir//e ttik-toir. cle I'imprimerie. (?„/,, epili. A,tt//et jugem. cter keavans.
wechinar / stehe Pein.
wechsellmrg / ist ein feines schloß in Missen, in dem Leivzi.ger creiße, nahe bev der stadk Rochlitz , allws eine absonderlicheiiiiie der Grafen von Schönburg ihren sitz genommen. Es ist da-selbst ehemals ein Comtur.hofdes Teutschen ordens gewesen.
proctr. IVIika. p. 284.
Wecker / ( Job. Jacobus) dAsäicin« Ooü. und.kroteikor 'zuBasel , ist um das jähr i;r8gebohre», kamactleü. publ. an. 154g.Wann er die 6ractu; lchilos. und lViectic. empfangen , sind! sich INHrckivis Lcaci. nicht. An. 1447 succedikle er Pamaleoni in derOialeÄ. krcckellicm. und versähe dieselbe 9 jähr, zugleich treibendedie praxin meäicsrn. An. Is66 zog er nach Collmar , und wardallda stadt-artzt. Sein Ehefrau Anna Kellerin, k)oü. Jsaci koch-rer, hat ein buch von der koch.kunst in qro herausgegeben, und sol-ches der Fürstin von Oranien dediciret. Seine schrifflen aber zuBasel gedruckt, sind: 87Nlax'u> ^lleclicinre, toi. ^nriclorsrium 6e-nerale Lc ipecisle, r 10m. in 4. Lrucikica lstteclic. üsner. 8. cle 8s-crerir 17,«12. ^./,. *
Wedel / eines der ältesten und vornehmsten adlichen Häuser INder Marck Brandenburg und m Pommern, lö sich auch in Polen und Dännemarck ausgebreitet, in welchem letztem Reiche es dieFreyherrliche und Gräsilche würde erlanget. Man will, daß deranherr desselben, ein Ritter, den adgolt Wedel zu den zeitc» Kav-sers Cacoli lVl. etwa um das >ahr 8io zerstöret, und dahero den na-men Wedel erhalten habe. Dieser götze war der sonne zu ebren zuSoltwedel in der alten Marck aufgerichtet, präfenurte eines men-schen gestalt, hielt vor der brüst mit beyden Händen einrad, undhalte einen breiten schein mit strahlen ; es ist diese anliquiläl sowohlin derer von Wedel als auch in veS Holsteinischen städlgcns Wedelwapen zu sehe». Wieweit diese cieciuüion derer von Wedel gegrun-der sey, lässet man dahin gestellet seyn; unterdessen ist gewiß, daßdieses geschlecht eines von den ersten in der Marck-Brandcnbiirg,wie es denn Angelas unter diejenigen von adel zchlek, so an. 926 da-hin gekommen, alü die Wenden daraus vertrieben worden. De-ren stamm-sitz, schloß und stabilem Wedel , ist mder Ncumarck ge-legen , von bar es sich in den ältesten zeilen auch in dem denachbar.te» Pommern aiisäßia gemacht, allwo es unter die fogenannleSchloß-gesessenc qezehlek wird, und unterschiedene affcerlchn - lcute»»irr sich hat. In was vor grossem vermögen diese familie vor al-reis gestanden, ist aus der belebmmg Königs Wenccslai IN Böh men und Marggrafens zu Brandenburg an. i;r8 geschehen , zu er.sehen, a>S in welcher fast die gantze Neumarck, namentlich diesiädie Falckenburg, Scvievelbei», Neuen-Wedel, Calliß, Kertz,Norenberg , Hochzit, Lütlken.Wellen, NeueNtBernow, Cüstrin,mit dem Hofe oder schlösse, stadl und land nebst etlichen dörffern und4000 Hufe» seid und Heiden, benennet werden, so sie dazumal erb-lich besessen, ohne die schlösset und guter, so sie in Pommern undM Polen zu selbiger zeit imic gehabt; weil sie aber zwey Landcs-undLehns. Herren, als die Marggrasen von Brandenburg und die Her-tzoge in Pommern , so vor alicrs immerdar wider einander gekric-get, über sich gehabt, und sie mch! beyden zugleich dienen können,so haben sie an gittern grosse» abbrach leiden müssen. Es meldetauch Micrälius , daß die uralten vertrags-briefe, so zwischen denPreußische» und Pommcrlschen Herren aufgerichlct seyn, der We del für andern faimlien, als mit-uiteresseiiken gedenckcii, und wür-de zu Latein die redens.ark mrt>L Vecielorum, (elwa von ihrermenge oder grossen anhange) von ihnen gebraucht. Aus den älternzelten werden Hasso, Lambert und Ludvlph von Wedel als vorneh-me und angesehene lenke m der Marck und i» Pommern um daöjähr 129s angeführet. In dem folgende» seculo ward Hasse vonWedel von dem Marggrasen Ludovico dem Römer zum oberstenHofmeister über die gantze Marck Brandenburg und Laußnitz ge-setzet, und ihm dabey unumschränckle qewalt gegeben. Matthias,1 U-v. und Hertzogl- Pommecischer Rath, wurde an. 1469 anden Kayser geschickt, daß er die ckonarion des Hertzoglhums Stet.tin a» Chur . Brandenburg aufheben möchte > er starb aber unter.Weges. Otto ist von dem Hertzoge Bogislao X aufber reise in dasgelobte land zu Jerusalem zu einem Ritter geschlagen, und hernachOber-Hos.Marschall des Hectzogs Philipp» l. wie auch Hanplmanzu Loytz, dessen söhn Martin aber Comlur zu Wildcndruch wor-den. Caspar von Wedel ist Hertzogs Barnimi, Wcdigo von We.del Bogislai Xlll.Jürge von Wedel aber Hectzogs BvgisiaiXkVOder. Hofinarschall gewesen. Joachim, Hertzoglicher Land.
Rath, ein gelehrter mann, hatem Pvmmcrischcnronicon hmter»
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benvem damahligenkriegü-welen hervorgethan. Rudi««Wstian von Wedel aus dem Haus-N-Eedei, fiard.au. >704den l2 dec.in dem ?z jähre seines aüers ohne linder alsAomM«wreukischer geh-imber Rath, Hof. und Camwer«GerichtS. vire.üor . Landes. Hauplmann zu Beßkvw und Stvrkvw und JG«.
ruter! Ritter.
Von der Dännemärckischen brsncbedieses vornehmen geschlMfindet man zuerst Gustav Wilhelmen, Grafen zu Jarlsberg uOFreyherren von W-del, aufgezeichnet. Derselbe war an. ,64,zuKönigsberg m Preussen gcdohrenmnd von dem damaligen Nur.surften von Brandenburg , Frrderico Wilhelms dem Grossen, selbstaus ber lauste gehoben worden. Nachgebends ist er zu der clmPeines Königlichen Dänischen Feld.Marschalls, Gouverneurs!«Grakichaffk Oldenburg und Präsidentens des coniNmii castUgelanget, auch hat er den clephanten-orden erhalten. M Mraemahlm, einer Freyin von Ehrenretter, hat er folgende; söh«eaezcuqet-. r) George Ernsten, Grafen von Wedel , NniMmDänischen Cammer-Herren und chmahligen Lr>vo;e LxurviL.l^ire an dem Kayserl'ichen Hofe zu Wien , wie auch DamdrogS.Rilter; 2) Eberharden, Freyherrn von Wedel , Kvnigl. Däni.scben General Lieutenant und an. General>Feld.MarsLa!l;rd Anton Wilhelmen, Baron von Wedel, der nm das jähr 170;me cbsrse eines Obrrsten der Königlichen grenadier>gardebellcj.der An 1Ü74 erhielt aus dieser linie Friedrich Wilhelm Wedel,Gras von Wedelsdurg, den Königlichen DanebrogSwrden, undscheinet er ein druder des vorgedachten Gustav Wilhelms zu styu.
Aus der Neumarck baden sich die von Wedel >chon >n allen M»in Groß. Polen in der Woywodschafft Po,m ansäßig gemacht, wo.sewst Sulißius unb Janußius von Wedel aufZivpe» an.wobnet Der letztere fiel an. i z8c>mtt einer Pvlnychen arme, soaber meistens aus gemeinem laiw.volcke bestünde, in Poniimi! hegdamaliger innerlichen ünrabe ein, nachdem er aber mit einer gu.ten beule zurück kehren wolle, ward er von den Pommern angegrss.sm und geschlagen. Ob aber die von Wedel noch heul zu tage mPolen fioriren, findet man kerne Nachricht, ckwn.
v. ry. ?ommerl l. ; c. ;z. »E l.ü. mck.
Aurop. rom. ;. l- ^ b'kk- k'ol. p. 47.
Wedel / (Georg Wolffqang) war den irnov. isttMols.ftn in der Nieder-Laußnitz gcbohrcii. Er studirce auf der Schul.Pforte, und ihm sich schon daselbst mit seiner poenc hervor, gieng1662 nach Jena , und legte sich erstlich aufdie xhysicundinalbema.tic, und nacogehenks au, die Medicin, da er solchen fleißanwendeie,daß der berühmte Roifmck nöthig befand , ihn vom üdermchgenstudiren abzuhalten. AIS er 5 jähr auf der academie zugebrachthatte, gieng er nach Landsberg und ßeng daEanjv praciicirkn,kam aber, nachdem er sich in Schlesien , zu WMenbcrg und LeiWumgesehen halte, an. 1667 wieder nach Jena und wardvoüa,.da er noch selbiges jähr zum Land. Ll^lico zu Golha desiellel«.de. Als er an. ,67; von seiner Holländische» reise zurück kam, er.hielt er dir damals erledigte stelle eines LMseiionLmesticwLzu Je.na, und ward an. 168z Fürstlicher Sächsischer gemeinschaWch«Rath und Leib-Kckeckicur. An. 1694 machte ihn der KaMLeoM.dus zum Lowire Lslanix, und an. 1716 Carolus VI zum Kaosttli.chcu und 1721 der Churfürst von MaiMtz zum Churfürst!. ÄO.An. 17,8 wurde er Fürstlicher Sächsischer Hof-Ralh und an.ein mttglied der Königlichen Preußischen Gesellscdaffc der M«.schaffleii. Er war ein mann von grosser bescheidenheu, ausnchtlg«keil und sreygebigkeil gegen die arinen. In seinem Lz jähre vmh.Iigte er sich zum driilenmahl, aus welcher ehe er noch verschleimAnder gezeugt. Er ist beständig bey guter gesundheil gewesen, >odaß er fein aml stets ungehindert verrichten können, auch den letz.ten tag seines lebeus als Lro- Kcüor tvl^iiiticur »och conctiumgehalten. Weil er sich aber sehr ereifferl hatte, empfand er gleicheine» fchmertz im hcrtzcn , und starb die nacht darauf ben ü sepl.1721 in einer ohnmacht. Er befaß eine grosse gelchrsawkeit Wolin mcäicir als pbiiologicG und verstand nicht allein die GriechWisondern auch die Morgenlanduche, und sonderlich die Arabischespräche. Seine fchriffren sind: l'rogretsus acastemisc i^lur-r cu-
rioictt um; opioloßia j specimen experimenri Ue ssle volsiiliplWa-
rum; experimenrum cle kaie volsrili ex p.'smir iine iZve psrsma i
spttorirmi »pkorünvorum s. vplion-wi ttippocrarä in ponE»
rekoluci; rkeorernLla weclics k. mrrociuüio sei mcäicinsm, tsou->»: cle compollr,c>ne metticamenrorum exrcmporanes; üe meai-csmemorum compoliiione ; pliurmscia in kormam arrir reoam,pkgrmLcis scrosm^ricu, rabuls: cli)'micse; incrolluüio in alcks-wisrn, As meclicameniorum ssculkaribur; awccnilLier malen»rneclic« ; kzl»z8ur msrerise mectica: keleüioris; lbeoria saporum;pG'tioloc-iL rneclics; ptt^lioloZiu rekorMsra ; parkolsgia nogmau-ca ; rabula: pstkolo^ico - lkergpemic«:; exercirslion« pamoloei-cc> - ctierspeuricre; exercicscionea scnüorico - pLlboloZicse; cvn >lium cle peile , compencliurn praxeos clinic« ; exercllanovll»rriecüco - pttiloloßicsrurn cenrur. V; epiromes praxeos elinie» e-üio I cle morbis capiris; scttecÜLsrns äs Hie volanli olcoio, °e uiLkionia bumsnL in iscrir g compenüium cö,vm>-e mellloco sm>'
rica propottrse; cle morbia intänlum - experimenrum ae co c ,
veneno Lc LlexipttarmLco.
wecde/ ein schloß, nebst einer darzn gehörigen herrjchassl m tttProvnitz Groningen, unweit Westerwclt gelegen.