Band 
Vierdter Theil
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sten von der Psaltz und den Pfaltzgraftn von Snitzbach gemein«fchafftlichzu. An. i6;y vertrieben die Bayern die Pfältzer daraus,und an. 170, nahm der Churfürst von Bayern solchen vrt vmweg'und sitzte die vestungs.wercke in bessern stand. Die religwn sst Ca«tholisch und Protestantisch. x. 4t 4-

weidnerus/ (Paulus) ein Jüdischer Ne-t,cu5, wurde von Mi-ne aus Italien in Kärndten beruffen, woselbst er s iahr blieb, undeine ziemliche penston erhielt. Er bekam aber einige zweiffel in derreliaion. welche ihn nöthigten, das alle und neue testament ziMn«wen zu halten, und der Radbinen auslegung wohl zu untersuchen.Weil er nun überzeuget wurde, baß Christus der wahre Mcßias sey,beschloßer, die Christlichereligion anzunehmen; wiewohl cremgantzes jähr zubrachte, ehe er sich völlig erklären kunle. Endlichaber überwand er sich, verließ Kärndten, und gieng nach Wien ,allwo er sich den -1 aug. au. 1e nebst seinem weib und 4wmder»in der Stephans-Eikche rauffen ließ. Er wurde I-rotessor der He«braischen spräche in Wien , und schrieb einen tractat äe loci; pr»c--PM8 6äe, cwitti-m-e, UIN die Jüden zu widerlegen. lle

verirate relis. Ltrritt.

weiern / ein Bayerisches kloster und Probstey der regulirtenChor-Herren E)t. Augusiini, in dcni Bißthum Freysing und demMönchischen land«gericht Eiblingen an der Mangvalt gelegen, istvon Oigcbolh, einem Graten von Falckenstein und Neuburg an.n;; gestiffiet worden. Das gotteshauß ist 1681 gantz neu gebauetund daher wohl zu sehen, cbmrb.p. 2;;.

weigelius/ (Erhardus) Kayserlicher und Psaltz« Sultzbachi«scher Rath und erokessor zu Jena , ein berühmter ivlaikemancus,war in der stadt Weida im Nordgau den 16 dec. an- röre gebvd«reu. Seine eitern waren Michael Weigel, welcher über die kirchen«gürer daselbst bestellet war, und Anna Waltherin. Diese wurdenan. 1628 genöthiget, um der religion willen ihr Vaterland zu verlas«scn, und sich nach Woustedel zu wenden, woselbst sie ihren jungensöhn in der schule wohl unterrichten liessen, da er sich denn nebst densiudien auch auf die music legte. Von dar wurde er auf dasHälli«sche ZxrnnLliuin geschickt, woselbst er sich bey Bratholomao Qchim«pftro, der ein berühmter -tttronomu; war, bekannt machte, der ihmnicht allein in mrrlreü gute anleirung gab,sondern auch seine bücher,ialMmiemL u. land-charten frey gebrauchen ließ.Weil ihn aber leineeltcrn nicht länger in der fremde halte» cunren, gieng er zurück nachWonsiedehuno letzte sich daselbst unter des /irclriciisconi. Job- Elro»dens,anführung in machest noch fester.Nach einiger zeit kam er wie«der nach Halle, erhielt auch bey dem obdemeldten Schimpfer einensolchen zutritt, daß er ihm viel fachen, die ihm aufgetragen worden,auszuarbeiten übergab. Er machte sich dadurch so bekannt , daßauch viele stucüost von Lcivzig zu ihm kamen, um sich von ihm inmachest unterrichten zu lassen, ohnerachlet er selbst noch auf keineracademie gewesen. Durch deren Vorschub kam er nach Leipzig , all«wo er insonderheit bey dein damaligen Commendanlen der vestungPleissenburg, dem Obristen Tttul, bekannt wurde, welcher ihm denfreyen gebrauch seiner kostbaren instrumenten und bibliolhec erlaub«te. Er that sich auch daselbst durch lesen so wol als schrifflen der«gestalt hervor, daß er an. 165; zum krokessore machemarum nachJena beruften wurde. Er gewann daselbst nicht allein grossen ap-plaustim, sondern setzte sich auch bey Hertzog Wilhelmen von isach«semWeimar in grosse gnade, welchem er durch eine besondere in«ventivn die alironorme in wenig stunden beybrachte. Erwürbebald darauf Hof«büMemsricri5, und Obcr<Bau<Oireüor. Weilnun sem rühm mehr und mehr wuchs, wurde er auch Kayserlicherund Pfaltz-Sultzbachischer Rath, und kam bey vielen andern hohenPotentaten in grosse gnade, welches denn die Ursache war, daß erjeine letztem jähre mehrenlheils mit reisen zubrachte. Insonderheitwar er bemühet, ein collezffum arrir consulwrum in Teulschland zu«Wege zu bringen, arbeitete auch mit allem fleiß an Verbesserung descalenders, wie denn seine dißfalls gethane vorschlage bey demReichs-convcnl zu Rcgenspurg angenommen wurden, diSerdcarimark. an. ,699 zu Jena verstarb, cine eintzige lochter »ach sich las«send. Er ist wegen verschiedener nützlichen, erfinbungcn berühmt,wie man ihm den» die Verbesserung deS Himmels, globi zu danckenhat, worauf zugleich der momz iecunssus ssx^rum kcprästntirelwerden kam und zwar dieses auf alle auch die vergangenen Zeiten.Jngleichen hat er einen quassrsnrem stirononsicum erfunden, wel»chcr, wenn er m mssio schon nur einen schuh groß, dennoch stngul»rnmum Pri-NL und secuaciL gar deutlich weiset. Ferner hat er eine an«bre machine erfunden, welche die eigentliche moms der sonne undMondes Mit dessen iarirucline vorstellet, woraus man die cochunÄio-ver und oppostüoner füglich erkennen kau. Nicht weniger ist seinpLncolstiu-, «ne prächtige und kostbare machine, bekannt, und sei«l>e machiiien zu unterrtchlung und erzicdung der kmder dienlich,nebst andern, deren er in seiner pkllosopllia mmlremskics Meldungthut. Seine vornehmste schrifften sind: geolcopia selenirarum;snai^siu sritbocelico euclicle» ; »lulokopliia msrhemsrics ; pk^licspLNioftbica; retrsüdis; s^noptis surirpruclemire Hrrnvianse; rkeo-clixi« ?/rksAorlcs; memoris «omporum; iäea MLtkekeos univec-sse ; Ipksrnca euclillea, coLinoloZia; §loborurn co, rcötorum cle.tc npnc- r compenciium logiltica:; pseäsZoZia makkemLuca sci pm-xia piemm; r-eik-sipieZei; ercl-ssiegel; vssser-sicksrr ; exiraüiorkälcis des schlechtenCVristen'staals; kunst zu Unterweisung des wil«leiis; arithmetische beschreibe»^ der moral. weißheil; Himmels,spiegel; himmels.zeiger; Wienerischer lugenb.spicgel, rc. kro-

xrLMMS sunebre. ^,/erFer von ?Lncolmo. tszsrs - can-

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weigelius / (Valentinus) ein Pfarrer zu Tschopau in Meistsen unter vie insipeüion Cbemmtz gehörig. Er wurde an- 1;;;

gedohren, und kam an 1567 m gedachtes amk, weiches er mit ei»

wer

«em unsträflichen leben soll geführt haben. Einige wollen «sonderliches gleich in seiner jugcnb von ihm avmercken,dcrn » daß er die äugen immer niedergeschlagen, in keine kirckgekommen, und was deS dinges mehr ist; allein andre bebau» ,«daß man ihn hierum mit dem Mannsseldischen Valentine Ni 2vermenget. Er starb an. i;88 den 10 sim. und wurde in der L.kirche begraben. Man giebt dieses als etwas besonders an ^man sein grab, ohngeachlct das stadtgen milderkirchein djährigen kriege verbrannt, etliche tage hernach von allem llaukund koch gesäubert gefunden. Bey seinem leben findet mandaß er der ketzerey beschuldigt worden. Nach seinem tobe aber, daman seine ,chrifflen etwas genauer untersucht, bemerke man Mgefährliche Irrthümer darinnen, davon er unterschiedene aus desParacelsi und solcher lenke schrifften genommen. Wie denn viele,als Johann Arnd , Johann Gerhard , Julius Feuerdorn,Hain, Himmel, NicolauS Hunnius , und andre, solche in Wu.der» schrifften widerlegt habe». Jedoch ist nicht zu läuanen, daßman in seinen schrisilen nicht alles vor seine arbeit annehmen«,indem der Lamor zn Tschopau, namens Weickcrt, nach seinen,tote verschiedene heraus gegeben, und darinnen viel aus seinem ei.genen gebirn mit eingesticket. Gleichwie aber Weigelius selbsten inseinen schrifften nicht allezeit den nennen behalten, sondern biswei.len den »amen Udairici Wegweisers OiopienÜ! angenommen, al»so Hai sich auch einer von seinen cdiloren unter dem namen HO,reich Meiersbach von Regenbrunn versteckt. Unter den gedachtenschrifften aber sind folgende: kirchen oder hauß.posnl!; von deraelasicnhcil; von dem vrt der well; chrloZur cle ciirMnismo;der güldene griff; weg und weise alle dinge zu erkennen; llastmmuniversale ; andrer theil nolce reipsurn ; dritter theil liolceieixsuinicle bonc, La m»!o in Nomive; von dem leben Christi, und von denfalsche» Propheten in der kirche; anleitung zur Teutschen ikcoloxie;d'cKolLlteriurn Lkriüianuin; von dem himmlischen Jeinsalem;von betrachlung des lcbcns Christi; auslegung über Paul LoM«sacks offeubahrung Jesu Christi ; likcllur stissuiLionw; Nate»-bernscululn curn suij iribnr pariibuz; rrakraiuz ste opere wiisbili,arcanum ornniurn arcanorurn ; glaubevs. bekänlmß; V00 demgebe!; ile vila beara in surniuo bvno czuserensta; bbellu. lle viias-rerna ; milerricht welcher gestalt man durch ; Mittel den schma«ien weg zu Cbristo stch kan führen lassen. c.aÄer-.Uerw«chiswu.LknUenrir. inernorab. kec. 17!. l c. p. 40.^'«,.ÄkWcr-

trik. Lee.

U)eii/ oder Wiel/ die stadt zum unterscheid eines in deinWürtcmbergische» gelegenen dorffchist eine ReichS.stadlinSchwa«den an dem fluß Wyrms, zwischen Tüdingen »nd Untzbeim.Sie ist nach alter art mit maureu und grüben umgeben, undM»dem Kavser Friedrich U zu einer stark gemacht worden. Die kir«che zu St. Peter ist massiv gebauet, und die religion WHM.ES ist auch ein Ercmiten.clöstcr daselbst, welches 14;° drey brü«der von Stein gest.fftct. An. r ;88 ist nicht weil von dieser stattdiebekannte schlacht zwischen den stäbten und Graf Eberharden mWüctemberg geschehen, darinnen Gral Mich, EberhardsW,und die Grafen von Zollern, Hdivensteui und Werdenberg Meiner grossen menge von adcl geblieben. Zum andenckendiesrs»den stäbten crbalreiien siegs werden die namen derer, so dir Weil«dabey eingebüssel haben, noch alle jähr ven der contzcl vMn.Au. 1648 baden die Frantzösische garuubncn von WliMbmg,Worms und Hcilbrun» schon nach geschlossenem, aber roch richtpublicirtcn frieden, den vrt beschossen, mit stürm ervbrrl, mdsäst alles darinnen niedcrgebauen. Sausten trifft man benortman. 1 ;v7 bis 1422 in allen Schwäbische» bünduissn an. <ls1^. 1^. 5uev. c!e civ. '»

48. annal. 8uev.

IVeil / eine kleine stadt in der Schweiß, innerhalb des Mlsdcö Lliffts St. Gallen, an den gräntzen des Lurgaus und dc»Toggeiiburgcr-landcs, allwo der Abt von Lt- GaUcncmco EM'Halter halte, auch der von den schirm orten dem SM E!> Gel'len gegebene Lanks.Hauplmann rcjidirele. An. hmu tt«Cantoncn Zürich und Bern diese stadt eingenommen.

IDeiiburck/ lat. VilburZum, eine kleine stadt nebst riuel»schönen derg.,chlosse an dcr Ldbn in der Wcttcrau, r meilcnMWctzlar gelegen. Sie war sonst die rcsidcutz einer besondern lMder Grafen von Nassau, welche der GrasErnst C"sinur mMl-Dersclbe war den 1; nov. 160; gcbodrcn, und hmtcrmtz emsöhn, namens Friedrich, welcher an. 167; gestorben. AmM 'jüngster sob», Friedrich Wilhelm, starb an. 1684 nn emer uOfen empfangenen wunde; der älteste aber Johann (.rn -, gbohren an. 1604, ist an. 1719 als Cdur.Pfaltzljchcr GeneralsMarschall zu Heydclberg mit tobe abgegangen, und hat dM»beschlossen, nachdem seine mit Maria Polyxena, GraMMninqen.Hartendurg, gezeugte söhne vor ihm verstorben.

weile / ist eine kleine stadt iu dem südlichen theile vonungefähr ; Teutsche messen von Coldingen , norbivarts, Mg 'Sie gehört unter die diöces von Rypen, und hat ewen stlnw van dem kleine» Veit. An diesem ort versammlete» M a>n>die Reichs.Nälbe, Bilchöffe und JütländilÄe Evclleute.wKbiiige Cbrlstierno il. wegen seiner grausamkcit, de»sm saufzukündigen beschlossen. .

weile / (Friedrich Ragstatvon)ein Teutscher Rabbu ^sich zeitig zu der Cdrtsilichen kirche gewandt bat. ErEleve bey den Reformirke» tauffen, und kriegte den naimChurfürsten von Brandenburg Friedrich. Er stbueb baw>stt

rrum luci clum exlriben; verum dv1ossi,rm clomivum nottru ,Ltirildum, LjusszuL honorem cletenclenz comrz accmsuonssoeoruln in xenere, ss>«ciiwm K-. h>iz>msvlli dsslrscnou» u ^