Band 
Vierdter Theil
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zu Amsterdam 1671 in 12 gedruckt worden. Man findet darinnenviele Partikularitäten, die den falschen Meßiam der Jüden in O»rient, den Sabbath « Zev«, angehen. Unser von Weile ist nach«gehends Prediger zu Svyk bey Gvrcum m Holland worden / undhat an. iLZS den isfebr. einen Portugiesischen Jüden gemusst, derdurch das gedachte rke-nrum gleichfals üderjeuget Ivorden. -»cle I'seucio IVIr:rIiiz. F^/e.

Weiler / eine adliche familie a» dem Rhein in Svessirt, derenstamm.reihe Humbracht mir einem anonymo um die mitte des 14seculi ansänget; dessen ältester söhn, Friedrich, ist an. 1,97 alsAbt zu Amorbach verstorben. In dem ;o jährigen kriege »m dasjähr 16,7 ist Johann Philipp, Dvm.Herr zu Mayntz, von denFraulzosen ertchossen worden. Ein andrer dieses namens, Fürst«licker Heßischer Obrist-Lieucenank, muste an. 1647, weil er demGener-al Lamboy eine schantze ohne orstre übergeben, den kopsshergeben. vc>m kkk. /kllel rab. 22,.

Weiler / eine alte adeliche familie in Schwaben , welche vonder vorhergehenden in dem Wappen unterschieden. Nupertus lebteum das jähr 1290. Von seinen nachkommen hat sich Burcard an.1,92 in der St.iGeorgen«schilbs«Geseüschafft befunden; und wäreer vielleicht eine Person mit dem Burcarden, welcher sich nebenConrav und Eberhard auch von Weileren in dem Gesellschaffts«brief und Verain mit der stadl Costnitz von an. 1409 befindet.Auch werden Burcard und Eberhard in einem anderen Gesell»schassts'drief von an. 141; wiederum genennet. Dietrich war an.1488 Rath der Ritterschaffr am Kocher und im Verain des St.Gevrgen'schilds, neben Burcarden. Dicther ward neben seinemsöhn an. 152; in der bauren empörung erschlagen. Ein anderergleiches namens war noch zuvor an. 1498 Fürstl. Würkembergi»scher Hofmeister. Dietrich war an. 1,62 in dem Comitat Kay«fers Maximilian! kl auf dem rvahltage zu Franckfurt am Mayn.Ludewtg siorirre an. 1622 als Fürstlicher Würtemdergischer Haupt«mann. Hieher gehöret auch allem ansehen nach Ernst von Wei­ ler , der sich als Chur-Branbenburgischer Artillerie. Obrister her-vorgethan. «sein söhn Christian hat eben diese cksrgs erhalten,und sich,an. 1676 bey bvMbardirung der vcstung Stettin in Pom«mcrn ungemein fignaliret; er ist endlich in Kayserliche dienste ge«treten, zum General-Major der artillerie gemacht, und in denFreyherren«stand erhoben ivorden. I.eb. U. i p. 276.

cls rsbur bnäerici Mlkelrni. ^«ce/. ttemm.Lerm. Ivl8Lr. *

weilheim/ ist eine feine stadt mir einem schloß, in dem Bay»rischen rent-amt München, zwischen Murau und dem Amber.see,an bem stuß Amber, gelegen. Vorzeiten haben die Grafen vonWeilheim , so um das jähr i;;i abgestorben, an diesem orte resi»djret.. /irla;.

wsiltmgen / ein marckffecken in Schwaben , an der Wernitz,eine weile von Düncke lspiei gelegen, und dem Hertzoge von Wür»tewberg gehörig. Es ist daselbst ein schloß, welches einer Wür«tembergstchen stiren.linie zu einer residentz gedienet, die aber a«i.170; abgegangen, s. würtemberg.

Weimar / eine Fürstliche Sächsische resideritz.stadt, liegtzwi»scheu Jena und Erfurt , in einem lustigen thal an der Jlm. Siesoll den namen von wein haben, weil vor diesem ein Weinberg da.selbst gewesen, worauf man den um Jena gewachsenen wein zuverkaüffm pflegen. Andre sagen, daß sie den namen von einembekommen, der allhier gewöhnet, und den wein za pflantzen ange«fangen, den man deswegen den Weimnaycr genannt. Es ist da»selbst das schloß sehenswürdig, welches von dem Hertzoge Wilhel.mo erbauet worden, und dadcro die Wilhelmsbnrg genannt wird,«»gleiche» der darauf befindliche künstliche grosse faal, die fchloß«kirche, die vortrcfliche Fürstliche bibüothec, die kunst.kaminerund das medai!lm>cabinet, welche erst vor wenig jähren angerich«tct worden, nebst dem Fürstlichen lnst. garten. In der stadt kirchesiehet man verschiedene epirapkia, sonderlich Churfürst JohannFriedrichs, nebst seiner gemahlin, welche allda begraben liegen.Es ist diese stadt sehr alt, und soll schon zu OltoniS kok. zeiten be»kannt gewesen seyn. Sie hat vormals ihre eigne Grafen gehabt,deren der letztere GrafHermann gewesen, welcher, als er Land»grafFriedrichen den ernsthafftsn von Thüringen in Erfurt spottlichgehalten, von ihm überzogen , und ihm diese stadl nebst andernabgenommen worden; wiewohl er solche aus lebenslang zu genies»sen gehabt. Nach der zeit hat sie dem älteste» Hause von der Sach»stii'Ernestinischen linie znr residentz gedienet. An. i 6 r; am 29may, ergoß sich der fluß Jlm wegen des grossen regens dermaffen,daß diese stadt 14 ellen hoch unter dem «nasser stund, wobey LsPersonen umkamen, 44 Häuser aber fort schwammen, und einfie»len. Diese grosse wasserflmh wird insgemein die Thüringische sünd.fluch genennet, weil in seidiger an unterschiedenen an dein Jim«fluß gelegenen örtern zusammen 900 Häuser weggeflosset wordenUNd ,20 menschen ertruncke» sind. klorirencle; Tlmrm-

ßen p. 67. //»'S«». /ke«L«e»»5. ^ser/e-'/iein. 6ern>.

snn. 8sxon. t)/vck^r hm, rer. 'Isiu-

ring.

Weimar / (Hertzoge von dem Fürstlichen Ernestimschen HauseSachsen) ist eine besondere linie / weiche von ihrer rcstdentz die Wei-marische genennet / und wie aus dem «Nickel Sachsen zu ersehen / von' dein Hertzoge Wilbelmo / Johannis söhne / gestifftel worden, (siehe. Wiibclmus, Hertzoge zu Sachsen ) Nachdem er aus seinen feldzugennach Hause gekommen / ward ihm das lllrekkormm in der gemeinschaftderLandes-Finstlichen regierung tolennicer unter gewissen verglei,chen übergeben / welches er auch 14 jähr gefuhret. Als aber an./' ja,« durch abgang Hertzog Johan ErnstS / der Cvbnrgische und Ei»I lenachische «»fall geschehen / haben darauf an- >640 >n die zuin theil

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ans solcher erschafft zngekom mrne rrnd in die andere schon vorbersgehabte lande / Hertzog Wilhelm und seine noch übrige drüber/ Her-tzvg Albrecht und Ernst/ sich endlich getheilet / undalso die bisherigelands.gemeinschafftaufgehoben Da denn Hertzog Wilhelmen dasFürstcnrhum Weimar / Hertzog AlbrechkenEiftnach/ und HertzogErnsten das Furstenlbum Gokha zugefallen / anbey auch der 8ewocdieses Hauses jedesmahl zum vireüör über die cvmmun gebliebenendinge constituiret worden. Es ist aber Hertzog Albrecht ohne erbenabgegangen / und sind also seine Eismachische lande an seine brüdcr ge-kommen / welche sie an. 164s dergestalt unter sich getheilet / daß Her»tzvg Wilhelm in der einen helffte Eisenach mit verschiedenen andern stü»cken/ und Hertzog Albrecht Heldburg mbji andern örtern / erhallen.Es sind also diese beyde die stiffrer der - noch übrigen Sachse»,Erne-stimschm Häuser / nemlich Hertzog Wilhelm des Weimarischen undHertzog Ernst des Gothischen Hauses / wovon sich aber jedes wieder inbesondere linien getheilet hak. An. >66o bey zcrkhcilung der bischerMschen der Alberkinischen und Ernestimschen hauvklinie gemeinschaft-lichen gefürsteten Grafschafft Henneberg i kani noch die stadt und dasarm Ilmenau / dasamtKalrcmNordheimruib Zlibachanden Her-tzog Wilhelm / welcher »es, vireüor ward / und an -66-starb.Unter den kindern / die er mik EIeonora Dorothea / Fürst JohannGeorgs von Anhalt-Dessau wchter / gezeugtt / hat Johann Ernstdie Weimarische und Bernhard die Jenaische linie gestifflek. HertzogAdolph Wilhelm hat zwar »och einige zeit nach seines vakers tode gele»bet / die air. 166- vornehmlich der landes-gemeinschaffr / und dochjedem Herrn zeit wählender solcher commumvn zugetheilten einkunffreauch andrer deyfüguiß halber vorgegangene brüderliche vergleichungmit getroffen / sich »ach Eisenach begeben / und mit formirung einergewissen sonderlichen Hofstatt auch beziehung seiner adsigmrken Portiondaselbst zu residiren angefangen / ist aber bald darauf -668 gestorben/und hat mit seiner gemahlin / Maria Elisabetha aus dem Braun-schiveigischen Hause / zwar 5 söhne qezcugct / die aber wegen frühenabstecbcns nicht succcdirel. So gieng auch die von Hertzog Bern-harden/der iss-gebohren/ angefangene Jenaische linie bald wiederaus. Dann ob er zwar mit Maria / Hertzog Heinrichs von Tre-mouille und Thonars rechter / - kinder zeugte / auch in der zu seinenimrmen ihm zugeschlagenen stadt und amk Jena und andern stücke»eme.befondcre Hofstatt anrichtete ; so starb doch er an. >682/ und sein,6 jähriger Printz / Johann Wilhelni / unter der vormundschafftHertzog Johann Ernsts am >«90/ daß also nur-linien in dem HaufeWeiinar übrig blieben. Daß Hertzog Wilhelms ältester söhn / Jo­ hann Ernst / der stamm-vaker von jetziger Weimarischen linie sey / istschon bereget worden. Er war ,627 gebohren / »nv Hielt ,6s6 mitHertzog Johann Christians von Hollstein kochker / Christianen Elisa-bethen / beylagcr. Unter den ianden / die ihm nach seines vakerslode zufielen / war erstlich Weimar mit den dazu geschlagenenstädtcn/amtcrn und schlossern / dabey er als ältester das ss-retto-ium über diegemeine remkamimr und regierung so lauge behielte / biß an- ,6S8durch den wbcsfall Hertzog Adolph Wilhelms / dessen angefallenelandes,Portion / und die son Aitenburgaugediehene gnark eine thei»lung veraniaffetcn. Da denn ihm noch ein besonderer autheil ange-wachsen / und kraffk des brüderlichen recelles die jache so vermitteltworden / daß unter seiner direckion die wichtigsten angelegenhriten/als Reichs-creyß - und übrige zur allgemeinen iandes-crspricßiichkeitdienende sachen erörtert werden sollen. Wiewo! nach dem Jenaische»«»fall und dem deshai'oen errichteten kheiinngs-rec-t! lle an.i6si dieseswieder geändert und nur einige wichtige dinge in Gesamtschafft beha!«leinvsrdcn. Vorhers aber war Johann Ernst an. >L8; gestorbenund seine beyde söhne Hertzog Wilhelm Ernst und Hertzog JohannErnst succedirkenin gemrmschafftlicher poüeKon und regierung seinerlande. Zu ihrer zeinvar das Haupt-chreüorium des ErnestinischeirHauses bey Heryog Johann Georgen zu Eisenach als 8eniore. We-gen ihrer gemeinschaffklichen aäminittrmioa , des landcs Nutzbarkeitund der einkunffre richteten sie an. ,68; einen ; jährigen vertrag auf/und an. ,s8s folgte ein anderweit erörterter sonberungs-receck wegender junLcliötion und nutzbarkeil ihrer guter- Die gcsammten landeaber / so ihnen nach heimfallung der Jenaischrn Portion an. 169, inder erbkheilungzwischen Eisenach und Weimar ausgemacht worden /sind ^ die stadt / amt und residentz Weimar/ -Jdie Vogtes Brem-bach / das städttciii Rastenberg und amt Hardisieben / das amkRoßla undstädriem Suikza/ 4^dascioster nnd amt Heußdorf / sHdas amk und städtlem Ovrnburg / das amt / stifft und städkleinBürge!/ 7^ das amt und schloß Cappclndvrf/ 8^j die Vvgtty undkleine stadt Magdala / 9^ das amt und städtlem Bercka / > das amt

Crumsdvrf/ nsj das städklein Ncumarck / >r 1 das städklein But-srädt/ 1;^ die Vogtey Gebstett / 14^ das städttein Buttelstäkk /das amk Ober-Weimar/ 'S^dasvon Sachsen Golha wi'ederkausiicher handelte amt/ städklein und Schloß Cranichfeld/ > 7^1 das Fürstli-che Hcmicbergische amt und stadt Ilmenau / weswegen auch Sach­ sen-Weimar an den Hennedcrgisch-Schlcußingischen Reichs-undcreyß.voüs psnicipirer und solche slrernsiive mit den andern irner-effenkcn führet. Gleichermaßen hat Sachsen Weimar wegen seinesFürsiemhnms Weiniar ein besonderes Reichs-und creyß-vowm alleinzu führen. Hertzog Johann Ernst ward 1-64 gebohren / starb aberden io jun. >707 / und hinterließ von seiner ersten gemahlin SophiaAugust« / Fürst Johannis zu Zerbst tochker/ so an. >694 gestorben/»kinder / neinlich Ernesrum Augustnm / der >688gebohren/ undZsh. Charlotten / gebohren an- «6sz. Von verändern gemahlin aberCharlotte Sophia / Landgraf Friderici zu Hessen-Homburg tochker/nur einen Printz / Johann Ernst / Vera» 171s zu Franckfurt amMayn verschieden ist. Hertzog Wilhelm Ernst ward an. ,66-ge»bohren / und trat an- i sz, init der eintzigen Jenffchen Prmkzeßin/Charlotte Maria / in eine unfruchtbare und unglückliche ehe / dienach der ehescheidung der toddieserPrinkzcßin an. >70; völlig qekren«net hat. Er führet also die regierung noch ohne hofnung zu leibes-nben. Seines brubers söhn - der obgedachte Ernestus Angustus/istOpvvv r Mk-