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den letztem zelten keine weitere Nachricht findet; dergleichen auchvon den ästrn zn Fuchshaun im Menburglschen, jetzo Ehxenhayngenannt und zu Ponitz gejchiehet. Hanß von Weissendach, einervon den urencheln des oorgebachte» Heinrichs, wurde ein Groß«vater Heinrichs II und Conrads anfWelssenbach ; ,ener hat seinenäst mir Johanne ). v. v. und Dom«Probsten zu Zeitz , der umdas jähr 1472 florirel, beschlossen; dieser aber/ Conrad, ist einstamm-vater aller heut zu rage florirenden Herren von Weissenvachworden. Sein urenckel Perer auf Weissenvach, wurde ein groß»vater Ottons, Ritters auf Wetssenbach, dessen söhne waren: 1)Johann, Bischofs zu Meisten, von welchem hernach; und 2) Herr»man», welcher dem Teutschen orden in Preussen wider die Polen gute kriegswienste geleistet, und deswegen zum Ritter geschlagenworden. Um das Jahr 1476 besaß er Schönfels und die cttsrgeeines Chur»Sächstfchen geheimden Raths und Ober-HauptmannS)es Vogtländischen crayses. Seine söhne waren: s) Otto, wel«cher an. i;os odgedachten Reichs. Erd«Ritter, stand auf sein ge»schlecht gebracht, nachdem er inKayseclichen kriegs.diensten durchseine tapfferkeit sich hervorgethan gehabt, in welchen er auch an.r s<,9 in Italien zu Wncenza ohne erben verstorben, d) Wolff aufSchönfels und Tburm, Chur . Sächsischer Rath und Amts»Haupt«wann zu Zwickau , der in vielen wichtigen angelegenheiten des lan«des gebraucht worden. Er ist an. ir;; zu Zeitz verstorben, undfind von seinen söhnen folgende zu mercken: 1) WolffH auf Schön»fels, ein varer George Wilhelms aufSchönfelS, dessen sobn, WolffDietrich auf Audigast, Chur . Sächsischer Odrist. Lieutenant, hatseinen stamm mit Hanß Georgen aus Aubigast fortgepflantzel, undJohann Bastians aufSchossendorff, dessen söhn Johann die guterWolffersdorff und MersterSdorff erheyrathel. 2) Hermann aufSchönfels und Altenberge , ein vater Hanß Wilhelms, dessen söhnLoth, bey dem Kayserlichen cammer-gericht zu Speyer an. iüi;Estor gewesen, und vermuthlich keine erben hinterlassen; undLoths, eines Vaters Dietrich Wilhelms zu Rudelswalde, und HanßErnsts zu Langenhessen , von welchen dulden man nichts weiteraufgezeichnet findet. ;) Hieronymus aufWeißdach, etn grvß.valerGeorge Ernstras, Chur >Sächsischen Oder. Forstmeisters. Vor«gedachter Hermann wurde auch ern vater c) Hansens auf Crim»mitzschau und Thurm,Chur -Sächstschen Raths und Amts. Haupt-manns zu Werda , der an. »556 verstorben, unter andern löhnenHermannen und Hansen ausHeckstädk hinterlassend, welche beydeihren stamm bis auf den heutigen lag fortgesetzet. Hermann ausCnmmitzschau starb an. 1571 und hinterließ unter andern söhnenHansen und Hermannen auf Thurm. Jener, nemlich Hanß,besaß Lauterbach, und wurde ein vater Jultt, Chur-SächstschenOberst. Lieutenants, der das gut Schönfels vor Lauterbach er.handelt, und Julium Hermannen auf Schönfels , Tanhvff undHerrnmühl gezeuget, welcher folgende ; söhne hmlerlassen--r)Christian Ernsten , der das Ritter.gut RetMädt mit seiner ge»mahlin, einer von Schönberg, erhalte», und seinen äst um 4 männ»lichen erden fortgesetzet, welche in dem kriege thre fort»» suchen,und war der älteste an. 1718 Königlicher Pohlmscher und Chur «Sächsischer Obrist-Lieutenank. 2) Otto Haudolden auf Leldnitzbey Werd«, so er erkaufst, und seinen stamm mit 2 söhnen, JulioHenmchen, und Carl Haubolden fortgesetzet. ;) Friedrich Carinauf Schindltz, welcher Julium Friedrich, Hanß Herrmannen undCarl Friedrichen gezeuget. Vorgcdachler Hcrrmann auf Thurm,ein bruder Hansens zu Lauterbach, hinterließ bey stinem «0.15-6erfolgten lode Hanß Herr.nanne» auf Thurm und Niedermähen,Marggräflichen Anjpachischen Ober. Hof- Marichali und Haupt»man» des amts Stein, der ein groß-vater worden Hanß Heumchöauf Thurm und Niedermülsen, Reichs-Gräst. SchöuburgischenRaths und Hofmeisters , welcher an. 1710 mit tode abgegangen;von seinen bwterlassenen söhnen war der mittlere gleiches namensan. ,71z Oder« Lämmer - Juncker bey dem Hertzoge von Yorckund Btschoffe zu Oßnabrüg; der erste aber, Christum Loth, midder jüngste, Julius Herrmann,florirlen zu dieser ze,r auf ihren gu»thern, Thurm, Niedermülsen und Alberoda , und hatten männlicheerben. Vorgedachter Hanß auf Heckstädt, ein bruder des vorher,gebenden Hercmanns aufCriinmitzschciu, wurde en, groß.valer 1)Wolff Georgens aufNethern; dessen söhn, George Heinrich aufAllranstäbl, Oelsch, Treben , Groß-Lehne und KleimMillitz, hatdiese güter auf seinen lohn gleiches namens gebracht, der alsDom «Herr zu Merscdurg an- 1687 verstorben, seine gemahlin,eme vvn Brebow, schwanger hinterlassend, die nach vier Wocheneinen söhn, so den väterlichen »amen bekommen, zur welk ge»bracht, welcher Fürstlicher Zeitzischer ober.aufseher zu Planen,Voglsberg und Pausn worden, und 2) Joachims auf Elster.Treb.uttz, dessen enckel, Hanß, das Ritter.gut Klein«Döltzig an sichgebracht.
Weißbach/ (Johann von) Bischofs zuMeissen, war einsöhn OtlenS von und zu Weißbuch, wie im vorhergehenden erweh«nel worden. In seiner gelebrsamkeit brachte er es so weit, da« erf. O. 0. würbe. Anfangs versähe er die stelle eines Raths undOr»ror» bey den Hertzogen Alberto und Ernesto zu Sachsen , wieauch bey dem Könige George Podiebrad in Böhmen , unv bey demErtz.Bischoff zu Magdeburg . Um das jähr 1474 ward er De«chant zuMeissen und Dom.Provst zu Zeitz , und an. 1476.erhielter die Bischöfliche würde zu Meisten. Er verbesserte die schlösserzu Stolpen undWurtzen, und in Meisten legte er eme Bi,Löslicheresibentz an. Weil er an dem Churfürsten Ernesto zu Sachteneinen grossen ciffer vor seine reiigion spürte, so hielt er sich meistensan dessen Hofe auf, und rettete mit demselben allenthalben hm, da.mit er immer gclegenheit hätte, etwas vor sein Bißlhum bey ihmauszukitten. Ais er mit demselben zu Rom gewesen, fo erhielt dasStiffk Meiffen die dem Churfürsten von dem Pabste Sstto l V ge«
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schenckte güldene rost, als ein nuschatzbar kleinod zu verwahren.Hieraufbewog er den Churfürsten dahin, baß derselbe nebst ftmeindrEr, Hertzog Alberto, so viel Unkosten auf die Cathedral-kuchezu Melssen aufwandte, daß in derselben der gottes dienst nüt singenund beten den gantzen tag und nacht von morgen bis wieder zumorgen ohne unterlaß tonte gehalten werden, zu welchem ende 14T>om»Herren, 14 Capcllane, und 60 Vicarie» ihren unterhalt be»kamen. Nachgehends dsspoiiirte er den Churfürsten dahin, daß eran. 1480 hje pfarr.kirchezu Freyderg m eine eccieltsM colleZiarsinverwandelte, und selbige reichlich dolirle; welche dom-kirchc ein.zuweyhen der Bischofs von dem Pabste Sttto l V durch ein abon»derliches breve macht bekäme, und daraufsolche euiweyhung mitgrossen solennitaten dewerckstelligte, wie die instription 1» selbigerktrcbe nicht weit von dem alkar davon zeuget. Au. >487 rcisete die»str Bischofs abermals »ach Freyberg und constrmirre daselbst dieitLmr» und regeln des neu-aufgerichteten Doin-Capiruls. Kurtznach dieser Verrichtung starb er zu Leipzig . Sein cöcper ward nachMeisten gebracht, und daselbst beerdiget. Mesce. Lrs/b.
r 7- ori§. 8ax. I, 7 tl 787 Le ann. lVlssn. sol. 68.
TVeißbriach/weißpriach/ ein Freyherrljch geschlecht,wel«cheS vormals das odriste Erb>Land.Hosmeister>ai»t in Tyrvl be»feffm, und von dem Kayser Ferdinanbo I die Gräfliche würbe er»Halten. ES stammet aus Kärniheli her, allwo das stamm.haußgleiches namens unweit Villach gelegen, und hat sich in Oesterreich niedergelassen. Udalricus flocirte um das fahr 1,27. BurckarbuSwar von an. 1461 bis 1466 Ertz-Bischoffzu Saltzburg.UdalricuS Vbegab sichum wiese zeit zuerst in Oesterreich , und zeugte einen söhn,namens Johannes, welcher seinen stamm soll beschlossen haben,weiches ader allem ansehen nach nur von seiner linie zu verstehen:
/rttcs/. Üemrn. k.
TVetßenau/ lat. /kugia wba oder rrünor, eine Abtei) und klo»ster, Pr0moiisiraten,er-ordr„S an dem wasser Schuß, nahe bey derstadt Ravenspurg gelegen. Zum unterscheid der Benedictiner»Abtey in dem Nordgau, 4 meiien von Nürnberg in dem Bamber»glschen bezirck, an demfluß Schwabachgelegen, dessenstiffler 10^;VerBlschoffvon Aichstädt uiib nachmalige Pabst Victor it gewesen,wirb das Schwäbische Weissenau auch Minden«» oder Mmderaugenannt. Wie sich denn der Adt in dem Reichs, abschiebe zu Aug»spurg i;io Mmdenau unterschrieben hat. In dem Reichs-av»schiede zu Regenspurg aber clesn. 1500 liefet man Nieder«», wei«ches eben dieser Abr von Weissenau ist,als der ein Stand des Reichsund des Schwäbischen creyses ist. Anfänglich ist diese Adtey einsitz einiger Einsiedler gewesen, welcher an. 990 in eiii kioster ver.wandelt worden. Nachdem es aber an. 1,4; eingefallen, hatGebizo von Weissenburg aus Habspurgischcm geschlechtc,wie Geh«wilerus meyiil, unvstiiie schwester Loccardis, baffelvige iu einePrvdstey, Prämonstratenser -ordenS , verwandelt. Dader hernachdie meyumig eiilstanbe», als wenn Gebizo der erste stiffler gewesen.Hierauf ist an. 1257 Heinrich aus einem Probst zu einem Abt ge»macht worden. Über dieses hat Kayser Rudolph und dessen ge-mahlt» Anna, dem kloster viel zugewandt, so daß diese die andersstifflenn genennel wirb. So dar auch Henricus Superbur vonBayern und Sach>en demselben viel wohlthaten erwiesen, u»vGrafWolff der Vt von Aldorff hat ihm an. nZo das dorff Witis.Hosen geschenckt. In der schönen bidliothec dieses klosters sind diefürireßichen bücher und msnulcrixr» des berühmten AdolphsOcco, ( der ein lVleckcus, kol^kittor Uiid^ummsrmx zu Aliglpurggewesen ) befindlich, welche ein Herr von Werbenstem dahin gege»den bar. Don diesem Weissenau ist noch ein anders gleiches na-mens zu unterscheiden, welches lat. msjor, und teutsch Me«recvne heißet. Es liegt dusseldige auch in Schwaben , oben amBugantzer see, ttnv lst ehemals eine capelle St. Galii daselvsr ge-wesen; wie es denn noch älter seyn soll als die Abley Sl. Gallenselbste». Hernach ist es ein Benedicttiter.kioster beyder geschlechteworden, bis an. 1098 die Nonnen heraus gethan und von UlrichenGrafen in Rhätien und zu Brigaritz, zu einer Abtey errichtet wor»den, dessen gemahlin Berlhä, des Königs Rudvlphs, so bey Merse»bürg geblieben, rochier, vieles hinein gewendet. So haben auch dieGrafen von Montsorl, denen daselbst dieser halben ein mauk-leur»in ber klrche zu unser lieben stauen errichtet, vieles dabey gethan.
acl Vicn. 1.1 r. is p. 1295. ann. 8uev. l. s k, t c. 5,Lurop. Herolll. ?. 1 p. 598. roxogr. 8uev. *
VOeissenberg / ein Wendischer marckt. stecken in der Ober- Lausitz , andenbaibc meile von Bautzen , unfern dem schlösse Grätz,darunter es ehemals auch gehöret, nachmals aber von den beschernsolches schlosses sich lvßgekauffet hat; dahero es unter keinem land»stand mehr, sondern bloß unter dem schütz des lündes-HaNptmannsin Ober-Lausitz stehet. Es liegt hart an der straffe zwischen Gör»litz und Bautzen , auf einer anmüthigen höhe, hak eine feine klrchsund gute märckte. Laust rnerckv. k'.;l>. ;6 Lc 9;.
weissenburg / vor diesem auch Sebusia, ingleichrn Crön«weissenburg/ eine stadt im Elsaß und zwar lm Wasgau an demfluß Luller gelegen. Den letzten nametr soll sie daher haben, daßDagoberliis eine crone in das kloster Weissenbiirg geschencket. Ausdem funvations'.drieffe Dagoberts des Grossen von an. 624 erhellet-daß der ort Weissenburg schön vör der stifftung des berühmtenklosters und »mimehro Fürstlichen Prbbstey gestanden. Es magaber damals nur ein dorff gewesen sehst, bis der Adr Friedrichr 2Ü2 daffeldlge mit mauern Umgebest. Was sie darauf vor strei»ligkeiten mit den Acbte» wegen der immedietät bis äüf den West-phälischen stieben gehabt, solches ist Unter dem folgenden artickulzu lesen. So viel ist gewiß, 'daß sie nach dem mrerregno als eineReichs, stadt in der Rheinischen stäbte dündntß gestandest, und
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