Band 
Vierdter Theil
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nachgebends mit zu Leu 10 Reichsstädten der Land-Vogtcy Hage«nau geschlagen worden. So trifft man sie auch in allen RelchS»abschieden seit i.;oo nnterichrieben an. Doch bat der Probn nochimmer viele rechte geübet, siebe den folgenden Mittel. Das regt»zmni der stadt wird von den l'mriclis oder baüßgenosse» benetzt, de«ren Ursprung man von an. 1240 von dem gclchlechte derer Bauchen,welchen das recht zu mnutzen von dem Kavser anvertrauet gewesen,und von denen es hernach an die stadt gekommen, herführet. Ausdielen Hausgenossen werden 8 Burgemeister erwehlt, wovon 4 emjähr regieren. Hierzu kamen noch 14 von den Missten, von wel»chen jährlich 7 in den Räch gehen, deren einer jedem Burgemeisterin der regierung zugeordnet und der Marschall genennet wird.Wenn nun unter den sieden ein jeder Marschall gewesen, so werdendie andern 7 in den Rath gezogen. Aus den ersten aber wird dasstaffel.gericht besetzet,welches über erb eigen und kleine frevel rich.tet. An. 1409 hat Pfaltz. Graf Friedrich die stadt belagert. An.iza; wurde sie wegen des dauern.krieqes durch den Körperlichenk,sM angeklagt, worauf dem Churfürsten Ludewig zu Pfaltz dieerecutw» aufgetragen wurde, welcher sie zu einem vergleich nöthig»te. Was sie sonst im z» jährigen kriege, und nachdem sie anFranckceich durch den Westphälischen frieden gediehen, vor gemei»lie schichäl mit andern iiadlen der Land.Vogtey gehabt, ist unterHagenau zu suchen. Die mauren und andere vestungs.werckerehallen dieFrantzvsen schon an 167; niedergerissen, ehe sie sich desrechtes über die stakt selbst an. rützo anmaßten. Sonst hat derTeutsche orden eine Cvmmeulhurey allda, welches hauß eines der4 caiiimec. Häuser des vrdenS ist, so der Teulschmeistcr zu seinerWohnung erwehlcn kan. A»ch hat der Iohanniter.orden ehedessenvor der stadt em kloster und Ritter, hauß, zu den Aichen genannt,gehabt, welches aber m abgang gerathen. Dafür hat derselbe nocheinen bof ui der stahl. Die gegend ist überaus fruchtbar und zcu»get castaiücn in grosser menge. colrnoxe. s; c.i;7.

in ckwn. ni libr. äe veiuk. ?olonor. velcker auL äee ttsclr

xebüeeig, unel 8ecrerair bev clem tvöruZ von Noblen war.ete c>vk, >rnz> p. 88a- *

IDe'sscnburg eine gesürstete Probstey im Elsaß im Wasgaugelegcii. Anfänglich war es ein closter Bcnedictmcr.ordens , wel»cheü an. 624 gebauct, m,d von dem König Dagobert dem Grossenan. 6ü4dolirl wirken. In dem fundalivns driefstehct, daß dascloster an dem orte, dcrfchon vordem Weissenbcrg geheissen, ge«stifflel worden, und daß demselben alle dem Königlichen Klco da-selbst zugehörigen dörffer und güier geschenckt seyn ivllen; wieden» die Aebie ihre herrschaffl darüber biß in das imerreZnum de»bauptet. Nach derselben zeit hat die stadt, sonderlich nachdemesie von Abt Fritench an. irSr mit mauren umgeben worden, un-ter t^veue der Rheinischen städle bündniß, sich von der ober-her»schafft der Aedte loßqewickclt, welchem aber die Aedte beständigwiedcrsvrochen, bis endlich der Kayser Friedrich ltl an. 1442 diesiadt von dem Prodste, so damahl Philippus von Erpach war,frey erkläret, welches Kayser MMmiltanus 1518 vermittelst ei»lies Vergleichs zwischen der stadt und dem Prodste noch mehr be»kräffllgel. Dem ohnerachtet wurde bey dem Westphälischen frie»den der stadt ihre freyheit von dem Bstchoff zu Speyer , alS Probstvon Welffendurq, aufs neue angesprochen. Es ist aber solcherstreu dabin gefallen, nachdem die stadt a» Franckceich durch denRyßwlckllchcn frieden mit aller Hoheit überlassen worden. In»zwischen bat die stadt dem Prodste niemals streitig gemacht, daßderselbe nicht zugleich mit Mnnbaks.Herr seyn solle. Es beissetpeinlich derjenige bezirck, welchen König Dagobert demSlisstezugeeignet, und worinnen jederman frey fischen und jagen dürsten,die Mundal, worüber in nachgehende» zelten der Probst und diedürgcr zugleich Herren gewesen. So hat auch der Probst das rechthergebracht, des staffel.gcrichls schultheissen-amt zu besetzen. Vondiesem gehet die appellalion an das Ritter-gerichte, welches derProbst mit seinen Rittern und mannen besetzet, denen von der stadtdie so genannten baußqcnoffe» deygeordnet werben. Sonst ist dasStifft eine von den ansehnlichsten probsteyen in Teulschlanb. DerKayser Carl lV hat den Abt mit der Fürstlichen würde begäbet.Wie den» der Kayser Friedrich IH in einem retcrssr Philippumseinen und des Reichs Fürsten schreibt, welche» titul er auch 1486in einem privilesso dem Abt Heinrichen beygelegt. An. i;r6drachte cs ber Abt Rüdiger, zugenamt Fischer, dabin, daß dieAbley in eine weltliche Probstey verändert wurde. Dieser Rudi»ger hat auch erlanget, daß die Adtcy zu St. Walpurg indemHagenauer»forst, nach absterben Barlbolomäi Holrigels, desletzten Abts daselbst, her Probstey Welssendurg incorporirel wor»den. Sein Nachfolger PhilippuS von Flcrßheim/ war zugleichBischofs von Speyer . Er brachte es dahin, daß die ProbsteyWeiffcnblirg an. i?46 dem Bißtblim Speyer incorporirel wurde,von welcher zeit an die Bsschöffe von Speyer zugleich Pröbsic zuWeiffenbnrg gewesen. Philipp von Lockeren Churfürst zu Trier und Bisthoffvon Speyer thäte im i7ftculo einen neuen versuch,die stadt wieder unter sich z» bringen, aber vergeblich. Ehemalshaben die Pröbste mit den von Becchtolsgade» und bcmGroß.Priorzu Heytersheim um den rang gestritten. Nachgehends aber sindsie zur alternativ,, geschritten. Die restdeny der Aeble ist sonstcn zuLuterderg oder Lauterberg gewesen. ckron.

tte sur. civ. p. yoo. scripr. rer. Lerin. p. 82.

tbeLlr.praececl. k. L p. 142. ?. i p. ,Z8.

Virriar.p. 1184. rvescr. pr^erens. p. 421. Oe./«Are»

^>1 VeitienburA uncl I-anclau ikren immeäisc Kanci berZebrackr.L/chkk/iLi gellst. publ Luroz». c. Z2N 7s. p. iistz *

weissenburg am Nordgau / oder weissenburg amSand/ in alten drieffchasslenWizenburch auch Weizzenvurq,ttkid bey verichiebenen Lateinischen fcribenten VittemburL,

wei

cslkrum. b) UNd KurZur Llbm. c) zweiffcls ohne vongenden weisten-burge over weissen gebürge, benams,stadt, so bereits viele hundert jähr ä) gestanden, und ein, 6Rcichs.stadk e) zum Franckischen crayß gehörig - liegt in ,?fruchtbaren hvltz-wayd.und waffer-reichen gegend,von Nürnberg , gegen Augspurg, und bey nahe eine me l/??.Allmühl. Vor ihre erbauer und alte einwvhner werd na»t) die 8vev, (üesmunäun) dabero auch dar an denstadt gegen Mitternacht abfließende wasser, unfernnoch die Schmähliche Nezät genennet wirb, und verswiÄ-.-'beulen 8) die stadt ueber« Lvevi« benamsen. Es soll?->8us in dem allen Nvrlgoune, oderNorlqöw, ja wob, d, ä ""ctpal-ort darinnen b) gewesen seyn; welches auch die ben2"'von einer Burg (lo die stadt in ihrem Wappen führet d §mag. -) Wann Weissenburg zu ewer formalen stall worden ^nicht zuverlässig zu behaupten. Doch mag Carl der gross,cher in der Weiffenbiirgischen gegend vermittelst derund Rezat oder Rlccbachs, wie auch des Mayn stusszund den Rhein an. 79 ; conjungtren wollen, und zu dem endeverschiedener iccidenteii K) bericht, mit seinem hvfngch M Nbürg sich verfuget, das grosse werck in augenschein zu nehme 5 ,»'des orkcs aufnahm nicht wenig coiirribuirek haben. Um d-n/fang beS 11 seculi stunde es unter der Pvlestätder HeMseili«Schwaben ; wie dann Kaystr Conrad der II es mir ihren'soomchcus Hertzvg Erncsto dem kl abgenommen, und mir dem vu»ru ULvE compensirt, auch nachmahlen vermöa eineskr-ecepn I) gedachten Eenesti kllider auf eine zeitlana-ur verMgung dabin kommen lae». In welchem stände diestudtmdnulle des ir sccult gewe,cn , bezeuget der mit der ighr.M ütcst.!

bezeichnete siarct'e lhurm des Hvipilaltthors. Daßeöaber

im r; seculo nntcr beii mycn Reichs.städtcnp!gtzgchM», be,kb.

rel das vom Kayser Adolphe wider alle exkranea Mc« cl'hMprivUetziuw. m) Und obwohl die stadl nicht allzusang Mhem,nemiich an. 1261 von Ludovico Levero, Hntzog in Ba« -mhartes durch feuer und brand erlitten , so gelangte sie doch iW,d«eS mit KayserS Caroli IV gcnchmhaltunq durch d,e in die rim.mauer um das jähr 1,76 eingeschlossene Vorstadt um die hMem.gcöfferl worden, wiederum in einen florissmicii flanke' crailinch,wie zuvor mit einigen stäblen , also ferner mit dem WnMmKönig Wenceslao in eiii büiibnüsse, bald auch in den Schwäbi-schen dunb; w>c sie dann bey damaligen fatalen zeilen vstlzn M.den hatte. AlS a». >;o; der letzteGrafvonHirschberg,mttO»gicng, und folglich dessen Hereschafft auf dem RupeMrg, ineinigen bvrsschasslcn und Weylern bestehende, durch einsäe ReW.amlleute m der stadt Weissenburg als eine Reichs.pßW, adminj.strirl wurde, jene aber der stadt durch allerhand einMc beschwer,sich fielen, beachte an-leidige gedachte Reichs. Me, gc.gen,e einen 1; lährigen p,and.schilli»g, an sich, und mMelees bis aus die zeiten des ;o,übrige» krieges, binnen welchen eS an.iü2s das Hvch.SUffl Etchstätl an sich gebracht, und Maß »er-mög des Müttsterischeii sriedens, an. 16,-7 resmmm, gleichMh»len ader an. 1680 wieder an sich gebracht; doch daß daimMdorff Wcngen und Wevler Rvhrbach rc. , der stadt zu Wworden. In demjährigen kriege hat Weissenburg vorankmnorten vieles erlitten; Massen es an.;2 den r, wart. Mdl»Schweden , bald darauf von den Kayscrlichen mid BayMen,wlcderum den ; i äiro von den Schwede»; a». iSzg den -7 ang.von den Kayserlichen übermahlen, an. 1L4S den 41100. von denSchweden , und letzlich a». 1647 den r; ja», von den KnysMc»und Bayeriichen, mehrentdeils durch scharffe belagmwgen mdstürme, occuptret, geplündert und sehr verheeret worden. Wdie stadt sich kaum wieder erholet, muste sie sich, bey dem eiiM«-nes Frantzösilchcn chcracbemenu, unter dem Genera! Fruqvimsin allhicsige gegend zu einer starcken cvntribution bequemen; nie!»cher sie aber bey abermaligem Frantzösischcn einfall an. i7v;m!>1704 durch einige angelegte besestigungs»wercke, l wiewohl nichtohne Verheerung vieler schöner gärten) und starcke garuison Mcrayß.lrouppen, glücklich entgangen, immittelst aber doch knrchviele Reichs und Crayß.p,»tiancla, Massen es äsw zu einem sinnplen Römer.monalh ,4fl. und Cammer-Zie! 41 fl. 4-kreierstentrichten hat, (. einiger innerlichen unruden und troubleaMAgedenckcn ) sehr enerviret worden. Die dermablige Regim«-verfassnng beruhet auf einem an. 1)72 entrichteten und mm ka«ltgen Kayser consiriliirtcn vcrclnigiings»bricfe,verwög dessen benMnere Rath in iz, der grössere aber m 26 Personen bestehen,unokiegBürgermeister jeder ein viertel mhr das Regiment fuhren wll.»religivn bclrcfi«nbe, ist die stadt und ducgerschafft der EvE«'scheu lehre durchgehenbs zugclhan, und wird in; kirchen, «SW8. Andrea, welches die baupt-kirche, und i;r7ge!veMwmchin dem sogenannten closter(der Carmcliten) »ndobospllal.kiM-von ; Predigern, als einem stadt-Pfarrer und - Lircorm, mgottes.bienst gepflogen. Die Lateinische schule, oder ^«um.bestehet aus 4 classen, worinnen so wohl einheimische als stemmallerhand djscipliuen geübet werden. Auch öut es ein berWWilddaV hicielbsten, wessen sich ösfters viel dohc Stands« Mdere Personen, in der ferne und nahe, ,n so-stm" - laM ?glcht.kranckheiten, düfflwehen, schwinden < kLrchii, fleistieren.schmertzen, offenen schaden rc. heilsamlich ökkienemsten werben in der gegend Weissenburg ausser mvediiterrolina. die so genannte Tellffels.mauer, oder Rdmsich >raun, und indem nahegelegenen öorffEmmetzbeim verWereliquien und veitigis von dem alten aotzeri-dienstescheu dasigcr gegend remarquirct. s) ^ ^

chesir, urb x. 1L0. s'. Feekii» commeac. rer. »er , ^