Band 
Vierdter Theil
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lohn, Victor Friedrich, an. 170- gleichfals besessen. ;) Lud»wlg , sonst der schivartze genannt, blieb an. i6;8 als DänischerOdrister, in einer activ» bey Breysach. 6) Ernst, DänischerRittmeister und Drost zu Pinneberg , kam an.;8 in dem Hafenvor Glückstadt bey entstandenem stürm um sei» leben.

6. 8. 2. j), 27?. i» 7 *

Weitmch/ oder wettra/ ist eine kleine stadr, mit einemsshl>H und oarzu gehöriger herrschafft, in Oder-Oesterreich, hartan den Böhmischen grantzen, bey dem kleinen stuß Launitz, ge-legen. Sie stehet unter der Grafen von Fürstenberg botmäßigkeir.

Weix/ stehe Weichß.

welarr/ eine alte stadt in dem Königreich Preussen, bey wel'chec die Alle m die Prcgcl fallt. A».;7 wurden hier die beruhm'len tractaren zwischen Brandenburg und Polen angefangen, zuBvdgost aber vollendet, in welchem dem Haufe Brandenburg diesouoeramitat über daLbamalige Hertzogthum, nunmehrige Kimg-reich Preussen , zugestanden worden. Zu anfange des 17 fecultsoll allhler noch eine ungeheure eiche gestanden haben, darunterMan im Heydciitbnm gewisse götze» verehret- Der Welauischcvertrag ist in der freuiss ttasu geoZr. ?. 2 p. 60-82 bestnblich.

fttej/. ropogr.

wcwen/ eine Freyherrliche familie in Schwaben , welchedasErv»Mundschencken-amt m dem Stiffte Angspurg besttzel.Sie bat schon an. s8o den adel -stand geführet, und den ehemali-gen thurmeren beygcwvhnet. Michael uu- Carl, BischöflicheAugspurgische Räthe, haben sich an. 1591 wegen des gutes Eroltz»heim vertragen. Hieronymus Frauchens, Freyherr, floriere au-1706 als Bischöflicher Aichstädtischer Ober-Hof,MarschaU undPfleger deö amls Nassenfelß. vorn Kcsiväh. 8.eicl»

6el p. r8l.

welderit/ ein adliches geschlecht in dem Hertzogthum Gel»dern, von welchen Iahn von Meldern um das jähr 1672 sich alsHolländischer General > Lieutenant hervor gethan. Eni andrerdieses geschlechis darnach ansang des 18 ftculi in eben dieser ckar-Ko sein leben beschlossen.welfo k, ll, in. ss Guetphcir.

wel 0 lV, cln söhn des Italiänischen Margqrafcn Azzonis, undder Gneiphischen Printzeßi» Cnniza, und also einer von den stamm»vätern deS Braunschweig.schen Hauses. AIs seiner mutter bruder,Welfo l il, ohne kinder starb , halte er seine Güter in Schwaben dem closttr Weingarten vermacht; aber die noch lebende mutterWclfoms tll, unsers WelsonisiV groß.Mutter, fetzte sich dawi»der, ließ diesen ihren enckel auü Italien kommen, und verhalfihnrzu gedachtem erbtheil. Als Kamee Heinrich der i v Ottom, Gra»ftn von Jchrlheim, und damaligem Hcrtzvg von Bayern , diesesHertzogthum genommen, gab er es 1071 unserm Welfoni, wel»chec auch anfangs dem Kayser gute dicnsie wlder die Sachsen that,und ihm zu gefallen seine gemahlm, erstgedachien Olloms tochter,dem vatcr wieder heimschickte. Da aber die feinde des Kapserüimmer mächtiger wurden, und Wesso über dieses glaubte, ihmwürde von dem Kayser hinterlistig nachgestellet, trat er wieder aufseines vormaligen schwieger»valccs feite, versperrte dem Kayser denpaß nach Italic» , nahm dessen vertrauteste» jreund Ruperttim,Bsschvffjii Bamberg, gefangen, und half an- 1077 Rudolphmnvon Rbemfelden , der mir des Kayftrs schwcjrer zugleich Schwa­ ben und Burgund bekommen hatte, aus Pabstliche recommenda-lion zniii Gegen-Kayscr erwehle» ; wodurch der baß der Weidlin»ger und Welsen noch mehr entzündet worden. Nach Rudolpht un-glücklichem Ende fuhr Welfo nichts desiowenigcr sott, die Kayser»tiche pacthey zu vcrsolgeu, bekam auch Bischofs Siegfrieden zuAngspurg, der es mit derselben hielte, gefangen, und hielt ihn mketten und banden, biß er sich mit einer ansehnlichen summe gelt^Sranziomrle, worüber ihm der Kayser das vormals gescheuchte Her»tzoglhnm Bayern wieder abnahm. Welfo wehrte sich mit unglei-chem »sticke, luden, er bald gewann, bald einbüste. Doch kam ihmzu stallen, daß sein Vater in Italien , Azzo, an. 109, m» lode ab-gicng, da er seinen brndcrn anderer ehe, Fnlcom und Hngvni, dieldn von der erbschaffl ansschlicffe» wollen, einen guten theil vo»Italien adhraug , und daß sei» söhn , Welso V, durch Vermählungmit der reichen Gräfin Mathildis, mächiig wurde. Wiewol de»der an. 1095 elustanocnen uueiiiigkett zwischen dem inngen Welfoneund dieser semer neuen gcniahli», wovon m beyder leben Nachrichtzu finden, leuchten vater und söhn sich wieder auf die Kayserlichefeite, und erhielten davor ihr Bayern wieder. Unser Welso wardin seinem aller andächtig, Miere nicht allein ohne viele andereschcnckmigen das Augustiner, closter Raitenbnch; fonderii »ahmauch statt einer busse den crcutzzug nach Jerusalem vor, auf wel-chem er fast alle die seinige» verjähren, und an. 1101 bey Paphos auf der imul Cvper» gestorben, von wanncii seine gebeine nachWeingarten zu ienien Voreltern gebracht worden. Von seinem ge.schlecht, Vermählungen und pösicrilät siehe Lrarmschweigischgeschlecht. m 6vr gereLiilog. stili. cles Lraunkcstv. Lür,.

tiLUier-

U)elfo V. des vorhergehenden ältester söhn , hat bey dieses sei-nes vater.s lcbzeiien, um dem Kayser Henrico l V das gegengewichtzu hallen', sich mit der berühmten und mächtigen Gräfin von Tus»cia, Mathilde, von welcher ein besonderer artickcl handelt, per»mahlet, und in den ehe-packen bedungen, daß ihre lande ihm heim»fallen sollen , wenn er sie überlebe» würde. Dieses ist auch die ur»sacke, warum dessen dcnders söhne, Hencicus istpeistm nnvWelfo VI, sich der Mathildischen erbschaffl iiachgehends anqcmas.sec. Das beylager unsers Welfonis mit der Mathilbis, ward an.1090 in der Schweitz gehalten, doch erfolgte nach wenig jähren

tr-mmna, von deren Ursachen die unterschiedene weyM«

dem leben der Mathildis angeführet wvrdew Der alte Weisssich unterdessen die gemüthec wieder zu verewigen, WLt dMen wegen eine reift in die Lombardey Da aber Mhil-

nickt ferner an diese heyrath walte gebunden seyn, nahm »aier« in kobn des Kayftrs varlhey wieder an, und diesem wurde m,'L"s 5 vie McceLon auf Bayern zugesagt, Maihildiö Smd

.- und gab durch die verschenckung ihrer gut^au denZäbflü.

Hi rn mancher nmnde aei^-.,n-.e

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chen studl zu mancher »muhe gelegenheit. Unser Welfo, dem «das vorhaben , der Mathildis lande durch heyrath an sich zu bei«,aen, mißlungen war, ließ sich desto mehr angelegen seyn, seine,«Maurischen Hertzogthum wobt furzustehm, und erlakgte auch s°,.chen rubm, daß viele grosse Herren ihre kinder an ftmen hofsW.ten - baß sie daselbst wohl erzogen werden mochten. In AM»verföchte er sein groß. väterlich erblheil, so gui er kunte, wider «zvacerssties.brüder. FulconemundHugvimnalALnso.«UM.tte -nichts, waS zu llifftung eines friede, >s zwischen dem Isy.«811 co dem V und dem Padst Pascha!, ll dienen kunle. Er stsrh7 . 9 oder-o zu Kai.stingen, und ward zu Mors!m clostttBn».aarien in,einer Voreltern erd-degrabiW gedrachi. Das HerPg.ma n Mavern. und alle seine andere guter bekam Henmch derin 6er genealog. bm. aez llr.iunlchv.

schivartze. Lxlom

t-ün. biiuteL c. 7.

welfo VI. Heinrich des schwachen soh», und Heinrich desstvltzen bruder, erheyrathete in seinen jungen jähren um Ulw Kou.sriebs von Calbe und Pfaltz.Grafcns am Rbeui lochler, alleleben und erd. guter; doch bekam er dessentwegen mit KrasAlb- sdeS verstorbene» Gottfriedsbruders-sohn , zuthun, welchen e-!boch nolhigie, daß er ihm fußfällig werden, und das schloß EOi,Nebst andern orlen, zu lehn von ihm nehmen mufle. Nach scincSdruders Heinrich des stvltzen niiglück, nahm er sich dessen hinter,lassenen sohnes, Heinrich desLöwen, an, und forderteUMMfLeopoldo von Oesterreich das Hertzogthum Bayern, welches dem.selben der Kayser Conrad lil gegeben hatte, in, namen dieses seinesjungen vettern wieder ab, und schlug chn von Valal, so jenl Achain.stein hell.', hinweg. Der Kayser Conrad nahm sich LwpMau,und belagerte das Welfische schloß Wcmsberg, schlug auch Welso,nein, der ihn davon jagen wolle, mdiefluchl. HierbeyM ins-gemein erzcdlel, da es mit den, schloß Weinsberg auf die neige ge-gangen , hätten die weiber, nachdem ihnen der freye abM Mdem, waö sie tragen könleu , zugestanden worden, ihre mänmaufgefaffei, und also bey leben und ftcyheitcn erhalten. Ob schondieftr umstand von den damaligen scribenten ausgelassen, nnd inS»gemein davor gehalten wird, baß TrilhemiuS der erste sey, so des-je» Meldung thue; so er doch auch m einer viel altem Mschengeichriebenen chromck t chndlich: nur ist zu mcrcken, daß wenn diegeschickte wahr, doch Welso selbst nicht dabey gewesen seyn kaihals welcher von aussen den Kayser zwingen wollen, die dslagemiigaufzuheben, st^ch gedachten Hcrtzogü Leopoldi tode, dir imrerfolgte, bekam er mit dessen bruder und nachfolgn in B«Heinrichen , des inngen Heinrich des Löwen siief vater, in ihun,und war desto eher im stände, denjelbcn und den Kayser wann zuhalten, weil er vo» König Rogerio in Sicilien undGeisa in Un­ garn mit geld uiilcrstützt wurde. Doch ließ sich Welso bereden,m.

1147 den ersten crcutzzug in geftllschafft des Kayserszu llMi,che nschein vergleich Zwilchen ihm und seinen gegnern erfolget war. Er ge-noß auch vo» dem Kayser viele liebes bezeugungen. Joch nochdem ihn eine kraiickbcil nöthigte, von Jerusalem über Sicilien »achHause zu gehe», ließ er sich von dem dortigen Köuig Rogerio bere-den , gleich irach seiner hcimkunfft dem Kaystr in das land zu Den,büßte aber an. r r so ein, und ließ sich desto eher durch HertzogFu«der,cum, ( der Kayscrs Conradt bruders, Fndmci des einäugig-teil, und Welfonis schweslcr Iudithä ibhu war, und bald daMKayser ivorden ) zum vergleich vcredeii, wobey er Märdingcn n»deuage andre orte bekomme». Wie es endlich mit Bayern gegangen,ist unter Heinrich dem Löwen nachzuftbcn. Der nachfoler MsMCvnradi, FridencuS l ober Barbarossa, war nicht allein, Werst gedacht, unsers Welfonis schivcsier-soh», sondern halle »uchdessen hülsse m dem Italiänischen kriege vonnölben, derswegcn eribn mit der Marggssafschafft Tufcien oder Toscana, dem HM«lhum Spoleto , dem Fürstenchum Sardiiiieii und der MmWcrb.Iandcii bclehute, aufivelche letztere er ohnedem aus den cjM»cicn der Mathildis mir scmcs vaiern drudcr, WelsoneV-Mw-fon machte. Er gicng also i» Italien , nahm das ihm vmicheneland in posseßion, und überließ dessen administrinuig Mm MWelfoni Vti-wclchcrzwaruSi und nüfich beyderKaylerl.a»aufhielt, aber doch den Kayserliche» comnMssrrr und MM,wenn ste unbillige gewaitthäligkeilen in der Lomdardey vmeWwwolle», sich lapffer wicdersetzle; womit zwar bccKaylenuchl Mbesten zufriebeii >var, doch kam es mit ihm zu keiner rupiur,aber kriegten vatcr und söhn mit Hugoue lH-dingen, zu thun. Dieser war ein vasall Welfonis, und haue«»en andern von des Hertzogs lehn-leuten aufyencke» lassen, amv»schloß Märingcn verheeret. Der alte Welfo war eben na« K"'.gereuet. Unterdessen griff sein söhn an. - > 64 zu den weHn,»hakte die Bsschöffe von Auglvurg, Speyer nnv Worms , m «terschtedcnen Fürsten und Grafen aufsciner seite; hingegen m .dem Pfaltzgraseii Hertzog Friedrich in Francten, KEks E'MIII söhn, die Grase» von Zollern und andere bey. D e MW.parthev wurde bey Tübingen geschlagen, und mufle mn Msima 900 gefangenen und einer grossen deute das seid ramm»,bald der alte Welfo in Italien davon Nachricht bekani , g e g H>

1.6; nach banse, lind brachte durch Vermittelung des KaGSü

bcrici Barbarossa, die fteylaffung der geßwgenen mw lrwcge, der aber gleich im folgende» jähre aus war, da der