Band 
Vierdter Theil
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neuen angieng, und die Fürsten einander das land sehr verwüsteten.Doch Hugo muste noch an. nss auf dem Reichstage zu Ulm sichmnem Lehus.Herrn, Wel fönt, linlcriverffen , und m das schloßReuvurg m x>br Schweiß stch gefängltch verwahren lasten, worin,nen er biß zu dem lobe des jungen Welfonis blieb, welcher an. 1167erfolget, indem derselbe, als er dem Kayser Friderico BarbacostäRom emnchinen helffen , in Italien an der pest gestorben, und seinegcbcme zu Sleingaden begraben worden. Der alte Welfo war ineben dielemjahre zum andernmal nach Iermalem gerciset, und hat.te seinen ,odn auf der ructreise noch zu Rom gesprochen. Nach des.

tobe trug er zwar erltltch seine guter seines brudcrö Heinrich desitostzen johii, Heinrich dem Löwen, auf, begehrte aber davor einemmvnllche mmme gelbes, und als dieser aus Hoffnung, Welfowurde ohnedem bald sterben, nicht recht damit heraus rücken wolle,gab er bleiben ,einer lchwester sohn, dem Kayser Friderico Bar.-barossa und besten söhn Henrico, brachte seine übrige lebens-zeil inguter ruhe und aller erstnnlichen lustbarkeil zu, und depenstrte einehr iches theils auf das frauenzimmec, theils auf die geistlichen.Zlllctzrwarber vor aller blind, und starb 119, zu Memmingen ,«n >ahr seines alterS. Sein cdrper ward mit ziemlichen solenni»taten un closter Sleingaden neben seinem söhn begraben. Er hatrmt mner gemahlm aus eifersucht nicht zum besten gcledel, sichaber doch vor ieinem ende wieder mit ihr verlohnet» in ster

xenesl. Kilt. cler ürauosckv. lküa. kauiLS c.

Weiss VII, des vorhergehenden söhn, ist vor dem Vater gcstor've», unv also was von demselben merckwürdig war, schon m bestsen leben angebracht worden. Mit diesen dcybcn Fürsten ist zwarder name der Welsen gäntzlich ausgegangen, das geschtecht selbstaber von Welfoms VI bruders, Heinrich des stoltzeo jodn, Heinrichdem Löwen, svrigepstanget worden. Wie aus der Lraunschwet»gischm gcschlechts-erzehlung zu ersthen.

Welicka / ein stuß in Moßcow, welcher die stadt Opolskow ineine Iusul cmschlieffet, und unterhalb Pleskow in den fte fallt.

Welland/ ein stuß in Engelland, welcher an den gräntzen vonRorthainplon und Leicestershwe entspringet, »ltwärls laussi, undDiese r Grafschafflen voneinander scheidet, hernachmals aber Rul»land von Nortbamptonshire absondert. Darauf gehet er nord. oft»warts in Lincolnshwe, und ergeust sich daselbst nebst verschiedenenkleinen strömen in die see. In Leicestershire bewässert er Harbo.rough, i» Lincolnshire aber Stamford , Market Deeping, Crew»land und Svalbing.

Wellchrad / ein Cistercienser.closter in dem MarggrafthumMähren , eine stunde von der gr«ntz.vestung Hungarisch Rhabisch,ist in der gcgcnd, allwo vorhero die berühmte residentz'stavt der«nige der Marcomanner eben dunes namens Wellehrad gestanden,um das jähr iror von Wladislao, Marggrafen in Mähren , gcstiff.tel» und von den nachfolgenden Marggrafen mercklich vermehretworden. Der Böhmische König Oitocar hat es an. 1228 m schützgenommen, und unter die zahl der Königlichen stifflergeletzet. DerAbt daselbst ist der erste Prälat in dem Marggrafthum Mahren,unvhat aufden landlägen den ersten sitz unter den Prälaten.

Wellenberg/ ein schloß und gerichrs.herrlichkeit im Tburgöwgegen Psyn über gelegen, so seil an. 1701 von dem Cankon Zürich ,dersieerkauffc, zu einer obermogtey gemacht, und aus dem grossenRath, je auf 9 jähr abwechslend, bevogtet wird: hatte vor zelteneinen eigne» abei biß namens, der aber längstens abgegangen. Son.sten wäre auch ein andrer Edelsttz dieses namens,im CanconZürich,«ufern Pfungen gelegen, so aber eingegangen; diesen jamt andernnächstgelcgnen Herrlichkeiten , hat auch ein altes gut adellches ge»schlecht besessen, welches hernach zu WNttcrlhur und endlich zuZürich sich gesetzt hat, den vcsten thun« an der brunngaß an sich gc»kaussr, und selbigen mit seinem geschlechls nameu Wellenberg belegt.Es ist allda bey kurtze» jähre ausgestorbe-Von selbigen lebte an. 1277^-Andreas Chorherr zum Grossen-Münster. Desgleichen 1)41 Io»hanncs auch Chorherr allda. An. 1476 Johannes, war ThumherrZu Cbur. An. 1529 Bonaventura Abt zu Rhyuau. An. 145sHanß Gerichts.herrzu Pfungen , ward burgcc zu Zürich . An.,;;«,lebte Hanß, der zum 2 mahl Bürgermeister zu Cvstantz ward.

^uricsi-§esckleckrk. *

wellenstein / ( Schmidt von ) eineFreyherrliche familie inSchwaben , weiche an. 1L46 der lanb.matricul in Tvrol mtt ein»verleidet worden. Johann Schmidt hat an« 1489 zu Augsburg ge«lebet. Von seinen enckeln ist 1) Gallus Obrrster und Commenvantzu Königshöfen in Francken gewesen. 2) Valentinus bussele, alsHauptman», bey der an. 1571 erfolgten eroberung der stadt Utrecht sein leben ein. ;) Henricus halte Ursula»! Reukm von Wellenstein,die letzte ihres gechlechls, zur ehe, und nahm dahero^ zuerst dennamen Wellenstein an. Er blieb als Hauptmann w <LMlieN, undhinterließ unterschiedliche linder, von oene» Valentinus II sich alsKayserlicher Obrister hervorgethan. Arsenius Francijcus, ein en.«kel des vdgedachten Valentini I, war an. 1076 Kayserlicher Truch»

ftß. D^rot. ekren-leränirl. U. 2 124. 2»«^/» »remw.

P.4.

Wellte / s Hieronymus) wurde an. 149s den ; sepk. zu Frey«berg in Meisten gebühren. Er war aus dem «blichen gesthlecht de»rer von Mslsdorff und zwar aus einer besondern iinie, welche vondem wehlen, bey einer erd-lheilungdieWehler, und hernach dieMelier genannt worden. Sein valer, Hanß Weiler von Mols»dorff, Bürgermeister zu Freyderg, welches aml feine vorfahrentauge zeit zuvor geführet haben, war bey 2 Hertzoaen, Georgio undHenrico, weiche ihn offl zu rathe gezogen, in grossem ansehen, undwurde vvn jederman wegen seiner srömmigkeit und aufrichtigkettgeliebet» Hieronymus wurde bald anfangs zur stadt.schule inFrey»

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berg gehalten, nach seines Vaters tode aber von den Vormündern,nebst seinem bruder Petro, nach Naumburg geschickt. Von darkamen sie nach Witlenberg, woselbst er sich sonderlich in der Grie«chijchcn jprache fest setzte, und in dem lyden jähre seines alters lyts-Mer wurde. Weil aber die Vormünder ihr väterliches erbe um ei»geringes verkauftet, und er seine llucks fortzusetzen wenig mittet hat«le, begab er sich an. r §2; nach Zwickau , nahm daselbst einen schul,dienst an, und pcofitirte die Griechische spräche. Nach zwey jah.ren wurde er zum lleüor der schule nach Schnceberg beruffen, wo»selbst er nur em jähr lang gewesen. Denn weil stme anverwandlman ihm spurten, daß er zu höbern dingen zu gebrauchen, griffenihm seiner mutier bruder Johann Bock, Domherr zu Frcybera,unb seines Vaters schwester söhn, Caspar von Mcrgcnthai, Haupt,mann zu Freyderg, unter die arme, und schickten ihn wieder nachWtttenderg, m der meynung, baß er stch aufbie rechte legen, unddarinnen IN DoÄorern promoviren solle. Als er aber einsten O. Lu»thern zu Witlenberg den eatechiunum erklären, auch in einer pre»d,gk den brauch der well-kindcr straffen hörte, wie ste nur ihr clsmmaufdas zeitliche richteten, und wenige darum siubirten, daß sieGort und seiner kirche dienen wollen, mir beysügung verschiedenemexempel, wie Gott zu allen zeile» die Verächter, Lucianische spölteeund ruchloie leute so greulich gestrafft, nahm er solches, zumal cesonsten den Lucianum fleißig zu lesen pflegen, sehr zu herken, ver.ließ das bereits angefangene ttuclium der rechte, ficnq die dibekfleißig anzulesen, wurde auch zwey jähr hernach von Luthers insein hauß und an seinen tisch genommen, welcher ihn allezeit als ei»neu «ohn gesiedet, wie er denn gantze acht jähr bey ihm gewesen, inwelcher zeit er Luchen, Melanchlhoms, Jonä und Pomerani ls-LKone- fleißig besucht, und deren conversatton gepflogen. An. izrxden 14 stpt- promovirle er in Ooüorem tkeologi«, und verbeyra»thele sich das jähr darnach mit einer von Lutberi verwandtinnen,Annen von Steigin < von welcher zeit an er sich theils zu Witlenberg,theils bey den, Fürsten von Anhalt aufgehalten, biß ihn der HertzonHeinrich an. i;;- zum ersten theologischen krokessore nach Frey«berg beruffen, und zum Inss-eöior der schule gemacht bat. Na^Jod. Rivii abznge wurde ihm das K.eÄorat zuFreyderg angetragen,weiches er aber nur ein halb jähr verwaltet, biß er nach dem Ada»mlim Siberum zum llevioi e bestellet. Er hatte zwar viel vocsrio.ner, indem er von dem Kayser Maximilian» n nach Wien , Volkdem Könige Christians von Dännemarck nach Coppenhagen, iwdas Churfürstliche Lonstttorium nach Meiffen, aufdie academie zuLeipzig , unb von dem Rath zu Nürnberg beruffen wurde, welcheser aber alles ausgeschlagen, und lieber sein lebenzu Freyberg in ruhezubringen wollen. Als er daselbst sein amt wegen alters und un»vermogens nicht mehr abwarten können, hat er dasselbe Johan»«Schützen, Pfarrherrn zu St. Petri, überlassen müssen, unv in sei»nem muteo, welches er in seinem garten gehabt, sem leben mit ge»bet, lesung der dtbel und schrifflen zugebracht. Er starb endlichden2o,nartii an. ,572 a» einem schlagfluß, seines alterS 7; jähr»Er hatte zwey söhne, Hieronymum, welcher sich in Oesterreich ge»wendet, und Petrum, welcher in den krieg gegangen, ingleicheuzwey töchler, Margaretham und Annam. Er halle viel geistlicheanfechlurigen» war auch nicht zum predigen zu bringen, wie eedenn nur einmal zu Naumburg geprebiget. Seine vornehmsteschrifflen sind comirienrarii in likros 8sinue!is Lc Legum; cornrneti-ranur in ;6; contdium äe lluäio rkeoloAco rire inkiruenäs rcoinmenrarius in epill. kauli Lpkeüor; ensrrsrio sli^uot ksslm.xcommenkariur in epill. kauli; anlickomw actv. tevcstioaer; postlüa;auslegung des buchs Hiob ; analeüa Vellsrisna und viel kleinereschrifflen, welche zu Leipzig in zwey folianten zusammen gedrucktworden. //eM/>,/»cLrmen äs vsis teilen. sclelkpie-

gei?. i lib. ;. »te-» Kitt. vorn Aetckleckr äerer von kvlolräorll,rkesrr. kre^ber§. Le----»e/»«, in Vellaro reclivivo Lcc.

wellerus/ (Iacobus) von Mvlsdorff/ aufKarsborff/ic.Chur«Eächsischer Ober-Hof,Prediger / war aus dein berührten Welle.i»schen Geschlecht / welches aus Thüringen in Vogtland gkkommen/und sich hernach in Meiffen sehr ausgedreiket hat / darulilcr aber dieWogtlanbische linie gantz in abnehmen gerathen war- Er ward den xdec-an. iSor zu Neukirchmim Dogliande gebohrcn. Sein vaker manGeorg Wrller / weichem sein Vormund / weil ihm sein valer jungverstorben / das becker-hanbwerck erlernen lassen / darbe,) er anst»verblieben / bißerdas meistcr.recht erlanget. Nach dem er abee imrrfahrung gekommen / daß er aus dem obbenieldten allen Wellerischmgeschlechtlich / hat er sich in den Ungarischen krieg begeben / und ichmit guter beute wieder zurück gekehrrk. Sein vaker schickte ihn in den»6lcn jähre seines allers in die fremde / und fvlgends den i«. jul. an.,6«; nach Schlackenwald in Böhmen / allwo er die Lnclsiuen» lia-Zusvum bchörigcr maßen legte. Als aber an- 162s Tilly nach Schla-'ckenwalde kam / hat er sich nebst andern wieder in das Churfürsten«khuiii Sachsen rekiriret / wäre aber unmwegens bald unter die baik-ren gerathen. Hernach wendete er sich nach Nürnberg / woselbst eezu St. Aegidii ein gantzes jähr llequemmt / auch des Porten Mal«khiä Zuberi privse-infvrmalioil genossen hak / Wer ferner von eineinPalrltio selbigen orts / Wilhelm von Borberg/ aufdasMEsnun»nach Schleufingen rervmmendirt worden / woselbst er stch aber we«gen der beschwerlichen kipperzeit nicht über ein jähr aufhaltm können.Nannenhero er wieder nach Nürnberg / und zwar in grosser lebens-gefahr/ zog / indem er von den svldaten bald ermordet worden- Vondar gleng rran.iS2j nach Wlttenberg / brachte aber nicht mehr alseinen groschen dahin / und muste theils mit famuliern / theils mitinformiren sich hinbringen. Er fieng darauf an / andre lluäiotosprivskim zu unterrichten / wovon er so viel sammleke / daß er au.,e>2?in wlagikruin promoviren konte- An l6;i wurde er AchunÄus I?k>-toiopk«, undbekam solchen applaukuM , daß er in der itube keimnkaum hakte / seine suclirorss zufassen / dannenherö ihm der R«b

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