8;2 wel
die klofferkirche / um darinnen zu lesen / einräumte- Insonderheitlegte er sich mikernst aufdietheologie / erhielt auch erlaiibniß darin-nen zu lesen / und wurde dergestalt bekannt / das er nach Breßlau /Stettin / Berlin / Gera und Leipzig in Vorschlag kam / auch zumLeÄsrzt der landschule zu Meisten berußen wurde; weil er aber vor-schützte / wie er darüber seine ttusiiarKeoivZicL meistens fahren lagenmäste / erhielt er proketkionem extrLvr äinsriam in der theolvgie/und folgends die prosesion der orientalischen sprachen / woraufer den2S vct.an. iszs in Oc> 0 torem prc>inovirte. An. >640 wurde er vonder stadt Braunschweig zu ihrem Kirchen coschmore > und an-1646nacheMatthiä Hve lvde von dar zu der Ober - Hcfpredigcr - stellenach Dresden beruffen- Er hat mit der Chm fürstlichen Hofstakt vielreisen gethan / als an- ,6s- mit Churfürst Johann George k nachPrag / an-1658 mit Churfürst Johann Georg U aufden Kaystrlsteher wahltag nach Franckfurl / an. ms; mit der Churfürstin und demCbur-PrintzeninDänneniarck / und bald darauf an. -664 aufdenReichstag nach Reqenspurg. Daselbst überstci ihn cin fiedcr / und obes stch gleich / da er zurück nach Dresden gekommen / etwas besseranließ/ starb er doch endlich den sjul-an. WÜ4. Seine erste fran warGibylla / gebohrne Gritzmacherin / Christian Gräfenthais / Lro -tonorsrü und Organisten zu Wittenberg / hinterlassene Wittwe/ nachderen kode er stch den 17 jul- an- i6z8 mit Christinen Doroihren Robe-rili/ O.paul,K.a:beri hinterlassenen tochtcr / verchlichet / und mitbeyden zwey söhne nnd fünff rochier erzeuget. Seine vornehmstenfchrissten stlld fpicilegiurn czuaeüionum Lbrseo 8z-rLrum ; gramma-ric» LrLcs; snaromi«, Okriüopstori ^/lsllonii univerl. rekurario ;explicssio csp. expotüio I'sslmr prirni ; siispmariones
rbeologicos dcksrc. Lecsno opz-oltrce; sie isiololsrriL poneiLcia ; sienominibu! siivinir ; snnoksrione; ssi epick. Lsull ssi kt.owLN0; ;Wegweiser der Gottheit Christi w. /«c»conc. lunebriz.O-r»rs/ //e»,--»cköe/s. siesa/k. ss'/E^„,rc/,t oralio in ok>. VVelleri. aptt
VVelierisn«. Velleru; resiivivus.
lvellmgborougi) / eine marckstadk in der östlichen gcgend vonNorlhamplvnshire. Sie liegt sehr lustig auf einem in die höhe gehen,den orte / an dem westlichen »fer des stusses Nme / ist eine grosse undvolckreiche stadt / treibet gute Handlung / hat eine schöne kirche/mid ist«iiil einer frcyschule versehen. Sie liegt üs nicilcir von Lenden- dE,/e-
Wellington/ eine Marckstadk in der Eiigelländischcn provintzSvliim erselshire/ liegt an dem ffuffeTone/ m Meilen von Loiiden.
Wells / lat- Well«, Lelg-e oder Tkieonosiunurn,cccleÜLbon-tLnentir, einesiadt in der Engeilandischc» provintz Soniiiicrsetshire.Sie giebt nebst Bath dem Bifchoffe von dieser diöccs den titul vonBath und Wells- Sie liegt ohngefehr ,s meilen von Bath / untenan dem fnssc eines berges / zwischen lauter quellen und brunncn/ wo»her sie auch den »amen Wells bekommen hat / welches Wort in der En>gcständischcn spräche so viel heißt als ein brnnnen oder quell. Sie istrinc kleine stadt / aber wol bewohnet!/ und mir schöiicn/beydes öffenk»lichen und privat gebäuden sezieret. Die dom-kirche / welche die vor-nehmste zierdc dieses orts ist / wurde von Ina / einem Könige derWest Sachsen / an-704erbauet / und dem H- Andrea gewidmet.Nachdem sie aber ruinirt worden / hakn,an die ansctzv stehende kir-rste / so ebciifallsciu stattlich gcbände ist / erbauet / und zwar mei-stcntbeils durch bcfördcrung Rvbcrli / des,8dcn Vischoffs von diesergegend / worauf Jvcelus / sie Westes zugenamet / sie vollendete.Gleich daran siöffer der Bischöstlche pallast / welcher auf die weise ci,nes schlosses erbauet ist. Aufder andern feite stud der OsnonicorumHäuser. Das marckkhauß / welches auf starckcn Pfeiler» ruhet / istauch ein schönes gcdäudc. An-yoe wurde sie unter Eduardi des alternregicrmig zu einem Bifchöstichen sitz scmachk. Adelinus / vvrhcro Abtvon Glassenbnry / war der erste Bischofs von We Us. Wie der titulvon Bath hernach darzu gekommen / siehe unter dem Worte Bath.
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Wels/ lat. ksillsim, ist eine kleine stadt in Ober«Oesterreich , 4meilen südwärts von Lintz, andern flnß Traun , gelegen. Sie isteine von den Landes»Fürstlichen städten ob der E»s, und Hai einschloß nebst einer burg-vogtey. Der Hcrtzog von Lothringen , Ea«rolus V, starb an. 1690 an dicfem ort.
Mels/oder welz/ist der name zweyer nahe beysammen gelege-ner vrter in Odcr.L>leycrmarck , von denen der eine, welcher sichauf einem berge befindet, Ober-Wels/ Verändere aber Unter-weis belst. Sie gehören zu dem Bißlhum Frevsinqeil, Das vestcsck)loß, fo dabey liegt, wird Rotenftls genannt. f. wcltz.
IVelsch/ (Georg Hieronymus) ein berühmter ^lesiicu; undI>lüiologus zu Augspurg, war den 28 oct. an. 1624 gebohren. Seinvater war Caspar Welsch, der vornehmste apothecker daselbst; diemulter hieß Euphrosina Sigbarltn. Nachdem er in dem g/mns-üo zu Augfpurq den gründ feiner studicn geleqet , und sich in derGriechischen, Lateinischen , und Arabischen spräche ziemlich vest ge»fitzt, gieng er auf die acadcmie zu Tübingen , und von dar nachSlraßviirg, allwo er bey Daiinhaucrii im Haufe war. Nachdemer die Philosophie wohl gefasset, legte er sich mit fleiß auf die mesillcin, und weil er durch sinnen vater bereits in der pharmacevlic un»rcrrichtek worden , hatte er darinnen einen glücklichen fortganq.Er fieng hierauf an zu reifen, besuchte die vornehmsten örtcr inTeutschland, gieng durch dieSchweitz in Italien , und machte sichüberall mit den gelehrtesten leuten bekannt. Er war auch gefon»nen, eine reise in Aegyvtcn zu thun, worein aber seine eitern nichtstimmen wölken. Er kam endlich wieder zurück, und ob er gleichden Arssturn OoÄoris nicht angenommen,brachte er stch doch durchseine schrifften m fo grosses ansehen, daß, als die sociem; namra- cu-»oiormn in Deutschland aiigieng, er bald als ein mitglied derselben
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angenommen wurde. Er hat sich bey dieser gelegenheir durck sckeviele schrifften hervorgethan, aber sein leben, nicht allrubockss,bracht, weck er von mgend aufmit sehr vielen kranckheiien«len gewesen, zumal mit einer sehr starcken Melancholie, wc cbV dndergestalt eingenommen, daß er bey seiner rückkunfft auch M tllnen nächsten verwandten kaum ein Wort sprechen können, sü, 2vor seinem tode wurde er von dem schlag gerührct, und sim «lich an einem hitzigen sicher den 11 nvv. an. 1678. Er bat Lviel geschrieben, worumer das vornehmste ist: hüoZecmauaMmLc ooiervLtionum mesiicmzliuln; clisterkLno -ie -rg«gropiliz - exercik-crio cle vena lVleäinenü ; exercilLlio sie vermibu5und sehr viel obsirvmione«, welche den misiellaneis nsturL cmiolo'rum einverleibet sind. Daneben bat er auch sehr viel sacken i»L 48 w hiuterlassen. ^c/„öc/-„ memoris Mlsikiavs.diblior^eca promiüa Lc larens.
weiser/ eine ansehnliche Freyherrliche samilie in Sckniaben
welche von Augspurg herstammet, allwo sie theils noch hem iu 2in dem Patricien.stande sich befindet. Julius Weiser, Ritter, 2den zeüen KayjerS Otlvnis I um das jähr 979 floriret, und eine nNamschwag zur ehe gehabt. Octavianus Weiser, Kavse^s ssim.bi II Rath, ,vll sich an. 1078 zuerst zu Augspurg nieberaelM -ben. Seine nachkommen sind daselbst zu grossem reichlhum, nzu den höchsten bedienungeu im stadt. regiment gelanget; auchd tsich eine brauche davon in dem 16 seculo zu Ulm beste gesetzet Är.tholomäus Weiser zu Augspurg hat an. i;r 7 untersch,edeneVckiffeausgerüstet, welche das Americanische Königreich Peru rm iientdecket. Um diese zeit bekam dieses geschlechr ein grosses Killenachdem Philippina Welserin an. iz^desErtz.Hechvgs Mj!nandi i» Oesterreich gemahlin wurde. Ihr älter - vater, LmSWeiser, war RathSherr zu Augspurg gewesen. Ihr groß.aber, AntoniuS hakte gezcuget 1) vorgedachlenBariholomMm, -iChristophorum, Dom.Prodstcn zu Regeusvurg, und Man«,siuin, der sich mit einer Baronesse von Zinnendorff aufzinnen-berg vermählet, welche ihm gebohrcn (i)vorqedachte PhGxj.»am, (r) Carl Weiser«, ersten Freyherr» von Zinnendorff, Land.vogten im Burgau , und Johann Georgen, Freyherr», von derenbeyder nachkommen man wciler mcvls aufgezeichnel findet.
inannL>.8vev.U.; P.6oz.ö«^e,„.vom8chv8b.k.eicl>r-Ll!elx4z;,
welserus / s. velserus.
welsperg/ ein Gräsiichcögeschlecht, welchesiuTWlsMsauch das icylvtz und die Hercschaffl Welsperg gelegen) daS Erb.Städel.undKüchenmeister.amhli.i» dem SliffieBrirendasErb.Marschallmml besitzet. SlumpfiuS meynt, es habe seine MMaus Graubündten , weil daselbst eine alle bürg -stadt, MWrgoder Welffberg zu finden. Brandts hingegen bringt ausden ge.schiechls.documcnlcn bey, daß es an. ii4>o aus Flvmitz inTywlgekommen, als zu welcher zeit Swigcrus und Otto von Welspergder Grafen von Tyrol Hof.Juncker, und der Grafen von Witz Erb.Beamte gewesen, auch etliche lehn,lenke gehabt haben. Friedrichslonrie um das jähr ir;c>. PanluS waran. i;c>9 „cbstandernmAdel Lchicdrichler, als sich die Grasen von Görtz , Heinrich»»»Albrecht, in ihre ländcr theilten. Johannes, Kaysers Ferdimtilgcheimdcr Rath und Cammer-Herr, wurde in den Freybmen.stand erhoben, lind Wilhelm an. 162; zum Bsschoffvon Mirerwählet. Gutdobald, Herr in Rosigg und Lmigensteui, Kayserli.cher würcklichcr gehcimder Rath und Land. vogt der GrasseWNcllenbnrg, bar von dem Kayser Leopolds den Gräfiichcn charamrerhallen. N. KaysirlicherOdristcr , blieb an. iüs° in BclWd,als sich die Türcken davon mcister machten. Johann Frantz. (Mvon Welsperg nnd Primär, war a». 1706 Kaystrl. Vorder-Mr»reichlicher Cammer-Nath. collecirn. gemrl.suill,
p. lLi- Tzrrol. ekrensicrsinrrl. F»ce/i«j ttcmm. L. j.
wcttz/ vor aitcrs die IVeltzer/ eines der ansehnlichsten Mf.lichen hauier in den Kaysirlichen erb,landen, welches das Erb'Ettäbclmeistcr.amt in Kärnbte» besitzet, woselbst es auch wlM.scn, und von den schlossern Ober. und Unlcr-WelS den nainen bt.kommen. Deren stamm»taftl führen die scrivenlen vonSWroher, welcher »1 dem i; seculv gelebet, und wegen seiner treue, so«in beschütznng des HertzogthumS Kärndten wider die MWiiererwiest», -er getreue weltzer soll genennct worden seyn. MvWcltzer leble u>n das iahr ir;c>, und hmlerließFeiedriche», V»i» allen brieffen an. 124; gedacht wird. Hernach Hai nckdMgeschlecht in zwey Haupt»lmie», nemlich in die SpieZklstldMund m die Elwrstcinische/ verthcil.t. ,,.^
Die Sp.iegetfeldrsche/ von welcher »die OesterreichM EFeistritzlsche ueven-iinlen abgestammet, bai a»sangs, eheliem»jchloß Spiegeiseld an sich gebracht , die PayrsdorssiMst». Sie erkennet vor ihren Wer Conradum i> beste» lM ve»radus l t um das jähr a;ry gelebek, und Conradum M> Hm >Fcrstritz und Burggrafen in Serling, nach sich gelaM hat.zeugte 2 söhne, Wulffingern und Johannem. WulffiWden Paysdorffischen äst fort, und ward ein großvaterwelcher bcy dem Kayser Marimiliano l bie stelle eiius Mun ,R'tthüundSlalthallcrSinKäriidmivertreten. De>lcnlM<v.hardus, ließ sich in Oesterreich nieder, und erhielt von cenui rFerdinande I die charge eines Kriegs. Raths. Er war n >
Erasmi, Nieder,Oesterreichischen Regierungs-Ralbs/lMeuig^
vater Gerhardt Wilhelmi, Herrn in Prützcndorff, weMca". -als Kaystrlicher Rcichs.Hostach mir tode abgegangen, Mnach sich lastend, von welchen 1) Ferdinand JacodMUS"Wtlhelmum, einen vater Feancisci Raymundi, KaylerMk c
mer.Herrn und Nieber-Oesterreichischen Regiecungs.^a v, e
Marmlilianlim Ernestum , der rn bem Turcken . krttg M tz-
worden, und zu Cvnffantlttvpel n jähr bis an ftinen tsv l'tz-» ^