Band 
Vierdter Theil
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wel

sen ; (c) Mdericmn ErnEmn, dessen söhn Adam, si> , an. r6g;gebohren, in demSpanische succeßions.kriege nach ansang des 18venseculi in einer belagerung einen arm verlohrcn, an. 1717 Kayserli««Her rrencKeen-Major vor Belgrad gewesen, und jabres daraufO»bnst.Lieutenant und Commendant zu Comorra worden. 2) HiobHartman hat einen söhn, Ferdinand Carolum, erzielet, der an. 170;Kayserl. Scatthaller in Nieder - Oesterreich worden. Johannes,vorgedachten Wulffingers bruder, ward ein älter« vater Ruperli,der an. 1499 das schloß Spiegelfeld erkauffet, davon nachgehcnbsdiele gantze lulle den «amen angenommen. Dessen söhn, Johan»nes lV, Freyherr von Weltz, starb an. ,499 als Oder > Landes«Hauotmann in dem Hertzogthum Crain, unter andern söhnen M«pertum hinterlassend, der anfangs Ertz-Hertzogs Carolk Rath, undhernach Oesterreichischer Ober.Jägermeister gewesen. Dessen en»ekel, Gotthard, Freyherr von Weltz, muste wegen der Prvtestiren«den rellgion alle seine güter in den Kaustrlichen erb«landen verkauf«fen, woraufer sich nach Chemnitz in Meissen begeben, allwo er an.-6; r verstorben. Von seinem altern söhne, Justiniano Ernsten,dem Apostel der Heyden, folget ein absonderlicher artickul; dessenjüngerer söhn aber, Johannes Felix, wurde ein vater GotthardHellfrieds, der anfangs Fürstlicher Oßnabrüggischcr Ober» Hof«marschall gewesen, darauf Kayserlicher Reichs-Hofrath und Cam«mer-Herr, an. 1699 Abgesandter bey der Bischoffs-wahi zu Würtz«bürg, in dem folgenden jähre ^MbsllLäeur in Schweben, hernachKayserlicher geheimder Rath und LIeniporenlisriux in dem StiffteLüttich , an. 171; Obrister Hofmeister des Bayerischen Chur»Printzen, und an. 1718 der Ertz'Hertzogin Elisabeth, Louvernaa-»m in den Kayserl. Oesterreichischen erb-landen , obrister Hofmei«ster worden.

Die Eberftemische linie, welche Balthasar in dem i; seculoaufgerichtet, hat von dem schlösse Ebcrstein, so zu des Kaysers Ot»tonis lV zeiten an diese familie gelanger- den namen bekommen.Von dessen enckeln find absonderlich hier anzuführen : i) Veit,Kayserlicher Rath und Ober« Landes. Haupkmann in Kärndccn,welcher dieses Hertzogthum ivider die Venelianer ungemein wohlbeschützet, und in dem Kosten jähre seines alters unvermählt gestor-ben; ») George, von weichem Sigismundus abgestammet, derzuerst den Gräflichen charactec erhallen, und mir einer Gräfinvon Grota, mit der er sich an. 1^64 vermählet, unterschiedenesöhne gezeuget; ob aber dieselbe diese linie fortgesetzet, findet mannicht ausgezeichnet. nor. proc. Imp. p. 67;. ll. intziciiegiK.itterslms. 1'. j-oik. p. i s. llik. inüZn. P. säS.

Weltz/ (Justittianus Ernst, Freyherr von) war aus der vorher«gehende» fainille, und zwar aus der Spiegelfelbischen linie entspros-sen- Er hatte sich in seiner jugcnd ziemlich in dir well verliesset; al-lein nachdem er nebst der bibel die geschichle der Märtyrer fleißiggelesen, entzog er fich gäntzlich der welk, und beflisse sich der einsam«keit. Er gab hierauf an. 1S6; zu Ulm einen tractat heraus vondem Einsiedler-leben, wie es nach Gottes wvrt und der H. einfied«jer mrl anzustellen. Seine meiste sorge gieng dahin, wie die Lu«Iberische rellgion auch unter den Heyden möchte ausgebreitet wer-ben , und weil er unverehlicht zu leben beschlossen, so depulirte ervon seinem eignen vermögen ircwo lhaler zu solchem vorhaben, da«mit serrunsiiL und schulen vor Ällcliok» rneolog«, und darin»fremde sprachen zu lernen, tönten anaerichtet werden. Er suchtedieses wcrck unter dem namen einer Jesus ' liebenden gesell«schafft zu bewerckstelligen, und pliblicirle an. 1664 unter dem na»men Justiniam zu unterschiedenen malen erinnernngen, vermah«vungen , vorschläge rc. zu vieler geselischaffl. Wie er nun so wolvon vornehmen meoloZis «is auch poikicl^ dazu war animirt wor»den ; also übergab er seine Vorschläge den protestirenden Ständenaufdcm Reichstage zu Regenspurg , und ermähnn dieselbe , andieses werck mit Hand anzulegen. Nachdem aber der damalige Re-genspucqische Superintendent , v. Joh. Henricus UrsinuS , soi«ches vorhaben verdammte , und in der wider biessn Justinianumgeschriebenen gegen.erinuerung es eine leut-betrügerey, quäckerey,rc. und den Baron einen rräumer, Phantasten rc. nennte, io warddessen vorschlug wenig regardirt , und er vielmehr deswegen ver-folgt. Es hatte aber gemelbtcn Superintendenten zu solcher bit«Urteil am meisten verleitet, weil der Baron über die verberbnißdes Lnlhcrthums gcklagct , und nach Verbesserung des Christen«thnms geseufftzel : denn da hatte er qemeynet , es stecke ein fana«lischer lried dahinter, und wölke man die orthodvxie über den Haus«ftn werffen , da doch der Baron nicht eine Verbesserung der lehre,sondern des lebens der Lutheraner verlangte. Er begab sich hieraufin Holland , und invilirte an. r66s die 8mcüc>lc>s elleoloZi« ausTeulschland nach Amsterdam zu seinem vorhaben ; er wurde aberauch darin von den Holländern gehindert. Er faßte also den ent«lchiuß , sich seibst unrer ble Heyden zu begeben , und an deren be.kehrung zu arbeiten. Er ließ demnach vor seiner abrege sich von demdamalige» Prediger zu Zwoll in der provintz Ober-Mel, namenSFriedrich Breckiing, zum Apostel der Heyden ordmiren, und alser eine rede (darum er der welk mit nachdrücklichen expreßwnenabgesaget, und sein vorhaben vorgestellet) an etliche anwesende per.svnen gehalten , bat er seine reise angetreten, und darauf unter denBacbarn sein leben beschlossen, kickse, genes!» Lrml. llluttr.

weltzeck/ oder wilczeck/ eine Gräfliche und Freyherrlichefamilie, welche von vielen seculis her in Polen , Bobinen undSchlesien floriret; wie denn bereits an. ir;9 einer von WeitzeckWoywode von Sendomir, ein andrer aber um selbige zeit Ertz«Bischofs zu Lemberg gewesen. In Schlesien aber hat ge längstzuvor die herrschasst ^oßlau samt Wlcklkcdk und Hultlchin besessen,und zuerst in selbigem Hertzog! hum die Pannerherren-wurde gefuh«cet. George, Freyherr von Weltzeck aufDubensko und Peters«dyrff, war.anfangs AMllakions» Rath m Böhmen , hernach

wem wen

Oher»Amts»Rath in Schlesien , und endlich an. ?67f ssanhler indmt Furstcnlhum Oppeln und Ratibor . Au. ,72, lebte HeinrichWilhelm, GrafWeltzcck, Frcy«und Pannerherr von GutteulanbundHoltzschen, Kayserlicher würcklicher Cammer-Herr, Gene«ral'Feld.Zeugmeister, gebohren an. ivö?. Der Kuyser schickteihn an. 1709 als Lxkrsorclinsir Abgesandter nach Moskau , undernennte ihn hernach zum Commendanten auf dem Spielbcrq beyBrun, und zum Genera! in Mähren . Von bannen gieng er an.1711 und rr abermals als Gesandter zu dem Czaar ins CarlS-dad,sodann zu dem Könige in Polen , Könige in Dännemarck, Königem Preussen, und an verschiedene Teutsche Fürstliche Höfe, am171; aber alsKayserilcher krincipAl-Ooinmiijanuz und angesetzterGeneral Kriegs.LommMrms zu den Ungarischen Ständen nachTirnau, und an. 1714 als Kayserlicher Abgesandter und Generalan den König von «Ochweben an die Türckische gräntze, dessenHofstadt und trouppen er durch Ungarn und Oesterreich biß inBayer« gefuhret. An. 1717 wurde er General. Feldzcugmeistexund Commendant zu Groß<Gloqcur, und commandirender Gesneral in Schlesien . l-ürttenss. Scllles. cllron,

l?» »07. är»s/>»8ckles. curiok.

welwary / eine Muigiiche statt in dem Slaner-ereiß in Böh­ men / z liieiien vvn Umg gelegen / gehört zu dem amt eines oberstenBurggrafen dieses Königreichs. wpogr.Lollew. p. z;.

w'icell.ciec.i.l.;.c.7.§.;.p.7^.^ Mrl.Lükm. p.140.

wem/ einemarckkstadtinder nördlichen gegenb.der Enaelländi-scheu provintz Shropsh-re. Sie liegt an dem stuß Robben / welchervon hier in die Sevemclauffr. Dieser ork / welcher r-r meilen vonMdcn liegt / gab unter Jacobe H den- Cantzler Jessreys den Baron

wembdingen , cinr stadt nebst einem schloß in dem B-ßthuniAicbstcl / welche zu kein renr-amt München gehört / undmWmenrgenind-bade lind land gcrichle versehen ist. Anfanalich gehörte sie denGrafen von Oeltingn / nnd wurde in der ersten lhcilung zwischenWilhelm / Ulrichen mh Johannsen / dem erstem zugeschlagen! wel-cher aber!ewige an. >4" an seinen bruder Ulrichen verkaufflc. Nachdiejem wurde sie an GiafGeorgen von Werdcnberg theils wegen desehegeiö-zinses / so Wthrims gemahlin / eine Gräfin von Werden-berg / daran zu fordem / und welche Graf Ulrich im kauff.comracrabzutragen veriprochei / theils auch wegen anderer schuldforderungenzmn unierpfand gegebln / welcher aber bey dem Hof-gericht zu Rokh-weil um die schuld abzirragm ein urtheit ausbrachte i wodurch er anfalle Octtmglsche tanre ein recht erhielte. Dadurch sahen sich dieGrafen von Oettingei gezwungen, die sisbt an Hertzog Ludwigenm Bayern an. 1467 gigen 20000 fl. zu verkauffen. An. 1502 ver«kauffle Hertzog Albrecht die stabt wiederum an die Grafen Wolff»gang und Joachim zu Oektingen. Es hatten auch die Grafen schonemm ansang zur zahlurg gemacht, auch sonst wegen einiger anBayern badenden fordwungen bereirs cvmpensirt; allein die stadtselbsien setzte sich darwder, aus verwand, daß Hertzog Albrechtsie nicht wiebcr zu vcracsern versprochen. Überhaupt aber hattenHertzog Wilhelm und Ludwig von Bayern in den damals obschwe«benden sireitigkciten mit dem Schwäbischen dunde den kauff zu hal-ten nichtiust; daher die Grafen sie vor den Richtern des Hundesbelangten, welche den Grasen die fache zusprachen. Doch mustensich die Grafen mit ihnen dahin vergleichen, daß sie ihr kauffgeldund forverunge» auf solche art wieder nehmen wollen, baß Bayern an Oettingen »000 fl. haar, und hernach alle jähr auf ewig 600 fl.abtragen solle. Es mag aber solches letztere nach einigen jährenins stecken gerathen seyn, und erhellet aus dem vergleich der sämt«llcheu Fürsten und Grafen von Oeltingenttean. 1Ü96, daß sie mndiese zeit noch viel derauf zu fordern gehabt. Daher sie nach er»gangener Reichs.achtdes Churfürsten Maximilian EmanuelsvonBayern, auf dem Reichstage an. 17,0 um diesen ort anhielten ;dagegen das Stifft Regenspurg seine lchns-herrschaffl vorschützte»/.»»«F im Keicllr-srcllivepgrr, ss>ec. conk. r abtk. 4 am. 27 n. 1 !ss./<. l?. r. wen. is ?. 7?e ^ P. 8Zv.

rellencler einging p. 777.

wenceslaus / Römischer Kayser und König in Böhmen ,war des Kaysers Carvli I V söhn von dessen dritten gemahlm,Anna,des Hertzvgs Henri« vm Schweidnitz und Jauer wchter,an. i;üizu Nürnberg gebohren. Es wird insgemem von lhm vorgegeben-daß als man das tauffwasscr warm machen wollen , sey daö haußdarüber weggebrandt ; als er getaufft worden, habe er das tauff»waffer mit stmem urin besudelt, und als er im andern jähr seinesalters zum Könige von Böhmen gekrönt und auf den altar gesetztworden , selbigen unrein gemacht ; wiewol diß alles nur widerihn erdichtet zu seyn scheinet, und wenigstens ihm , als einem rin«bc, nicht vor einen fehler zugerechnet werden kan. Sem vater hat-te der Churfürsten stimmen mit grossen geld. summen erkaufst, baßsie ihn an. ir/6 zum Römischen König machten. Beyder damali-gen crdnung entstund zwischen den Hertzogen zu Sachsen und Lu»xenburg ein streit wegen des schwerdt vortragens, welcher derge-stalt vermittelt wurde, daß Wenceslai jüngerer bruder Sigmuno,Marggrafzu Brandenburg , solches amt inzwischen verrichtete»Nach dem lobe seines vaters an. i;?« kam er zu völliger regterungdes Teutschen und Böhmischen Reichs , welche er aber in veMnnicht mit vergnügen der Unterthanen führte. Den» weil er beuan«dig in Böhmen verblieb , ohne einmal in Deutschland herum zureisen, auch sich der Reichs.sachen nicht mit gehöriger sorgfalt an«nahm , so vermehrten sich die damals zwischen den Fürsten undstädten obschwebende Uneinigkeiten dergestalt, daß es zu öffentlichen

ftldschlachken kam , vergleichen sonderlich bey Weil vvrgmig, ba-rmn die städle den kürtzern zogen, und dadurch gefahr liesse», vonden Fürstm verschlungen zu werden , wenn nicht ihnen Wences-Ppppp? E