wen
2 "^ vermählte sich mit des Könn,s in Polen Primislai H einigerkochter Rixa oderElisadetha, weswegen er nicht allein an statt desumgesetzten UladislaiLoctici an. i;c>c> zum König mjPoltN gewäh»let wurde, sondern auch dadurch gelegenheil gab, daß Schlesien anBöhmen gekommen. Die Ungern wurden durch dieses cxempelmigeftlschet, ihn gleichfals an. i;or zu ihrem Könige zu verlangen.Er nahm es aber vor setne person nicht an, sondern schickte seinensohn Weiiceslaum dahm, welcher auch zum König angenommenwurde Da aber der vater mcrckte, daß etliche Magnaten etwasfeindseliges gegen ihn vorhatten, kam er mit einer arnlee nach Umgärn, und brachte,ihn nebst der Ungarischen kröne, so er hernachdem folgenden Komge, Ottom Hertzoge von Bayern , wieder aus.händigte, nach Bohmen zurück. Zuletzt verfiel er an. i;o; mitdem Kayler Alberto, welcher aufdte neuerfundene bergwercke zuMiltenberg aus Kayserlicher gewalt anspruch machte, in krieg,schlug lh» aber mit dessen grossen vertust aus dem lande zurück. Erstarb an. imit,o grossem rühm eines löblichen Regenten undfrommen Fürsten, daß ihn viele der canonisation würdig halten.
//ck?ec. p. 475. c. Z p. ; 7 ;.L^/z.j». eoir. I. I c. Iü. Miscell.
vsc. 11.7 leör. i c. zr.
wencestaus V . unter den Königen der M. ein söhn Wen»ceslai k V, KönigS in Böhmen und Polen hatte schon bey lebzeitendes vaters in dem 14 jähre feines alters an. izoi das KönigreichUngarn durch wähl erhalten, aber nach drey jähren wieder rer«lassen, wie in dem vorhergehenden articul Wenceslaus lV erzchlet° worden. Er war ein Prmtz von grosser Hoffnung, und gelangtean. i;o; nach seines vaters lode zur regierung. Als er aber an.»;oü auf dem wege war, von der cron Polen gleichfalls besitz zunehmen, ward er zu Olmütz von einem Thüringer, Conrad vonPolsiein, ermordet, da denn mit ihm der stamm Primrölai 1 inmännlichem geschlecht erloschen. Er hinterließ zwey schwesternAnna und Elilabetb, und die mutier Elisabeth war auch noch amleben. Durch dieser dreyen Prmtzeßinnen hermachen kam Böh»wen nach einander an Rudolphum von Oesterreich , Henricumvon Cärndten, und Johannem von Lützelburg. LsFsc. psg. 488.c. 8 p. Z76. epir. lib. ; c. 16. inilcell. äec. I I. 7
1eÄ. 1 c.
WenceslausVl oder IV, siehe unter den RömifchenKav«fern.
Wendelstein / ein schloß in Thüringen , an der Unstrut, zwi»scheu Quersmc und Heldrungen , auf einem hohen berge gelegen.Ehemals war es befestigt; allein der KayserüHe General Pappen»heim hat die fortification ruiniren lassen. Es gehört ein amt dazu,welches zu dem Fürsteutbum Querfnrr gerechnet wird.
Wendelstein / oder Windelstein / ist eine kleine stadt inFransten, an dem siuß Schwartzach, gelegen. Drey theile davongehören der stavt Nürnberg , ,pon welcher sie ohngefehra weilen,südwärts, entfernt ist. Der Überrest stehet unter MarggräflicherAnspachischer bolmaßigkett.
Wenden/ tat. Venecü, sind ein Slavisch volck, welches sich inTemscliland an der osi«see in Pommern , Mecklenburg , Branden»bürg, Meisten, Lausitz und Böhmen niedergelassen, nachdem son«derlich die Vanclsli. Liuevi und andre völcker IN der grollen migra»tion in dem ; seculo ihre sitze verändert. Sie stunden nicht ms»gesamt unter einem Haupt, llbndern waren in verschiedene völckerunterschieben, darunter sonderlich bekannt sind: die LornersMandem ausffuß der Oder, die VVuIÄ oder Vilrss so wiederum vier be-sondere völcker, die lüoienros oder R.eclarior von der Oder bis andie Peene und Demin , ferner zur linsten die Lirclpsnor und kyri-nos, und oben darüber an der Warna die Lin^none« und Ws-msvozunter sich begriffen; dieObomr, in Mecklenburg ; die i'olsbi beyRatzeburg ; die in der landschaffr Wägern i» Holstein; dieli.UA! auf der inful Rügen, die llevuli oder lleveläi an der Havel ,die I.euburi bey Lebus , die krirani und 8roäersni bey Havcibergund Brandenburg ; die Lor-Manden Böhmischen gräntzen; dieva'emikici in Meisten. Unter alten diesen völcker» haben die Obc>-rrin den Wendischen namen am längsten behauptet, daher die Her»tzoge zu Mecklenburg sich noch Fürsten der Wenden schreiben, wiedenn auch noch ein eigenes Fücstenkhum, dieses namens übrig ist,davon in dem folgenden Mistel. Die Könige in Dänemarck füh»ren auch den titul König der Wenden, und zwar von den zeitenWaldemari H.der alle Wenden an der ost-see bis Hintec.Pommcrnunter seiner gewalt gehabt. Nachdem endlich die nation untev dieherrschafft der Teutschen gekommen, ist ihr name so verächtlichworden, daß keiner zu einem amte oder in eine zunffc genommenwerden solle, welcher nicht vorher» eydlich erhärtet, daß er keinWende sey. Doch sind noch in der Lausitz einige reliquien Verse!»den befindlich, welche auch noch in geheim ihren alten goltes»dienstund ihre gewohnheiten pflegen, auch ihre Wendische spräche dehal»
teil. //e/Ms/,/»., cnron. Äsv. /<>,„,'2^, Lancia!. res
tilav.epiik. iiin. 2. cieIs 1.1 c, iü-
wenden/ist ein Mecklenburgisches Fürstentbum, welches vonobiger nation noch heutiges tages den namen führet- Es ist vaSgröste unter den Mecklenburgischen provintzen, und gräntzet zurrechten an Pommern und an die herrschafft Stargard , unten andie Marck Brandenburg, zur linsten an die Elbe und daS Lauenbur»gische, wie auch an die Grafschafft Schwerin, oben an das Für»stenlhum Schwerin, und an die hercichaffl Rostock ; und gehörendarzu die städte Güstrow , Ddmitz, Parchiin, Grabow , Sternberg ,Waren, Malchow,P !awe, Stuvenyagen, Jvenach, Malchin nebstverschiedenen kleinen städten. Es war vor diesem eine eigene lnuein dem Hause Mecklenburg der Fürsten in Wenden, welche sich MitHenrlci Vurewms des jüngem söhn, dem Nicvloto, anhebt (s. den
wen 8z;
Mistel Mecklenburg ) welcher an. 1277 verstorben, und r söbneylnterlajjen, Henricum den jungcrn, und Johannem den friedftr»Jener ist von seinen eigenen söhnen Henrico und Nicoloto,die m die dritte Vermählung nicht willigen wollen, umgebrachtworden, wordurch aber gedachte söhne sich der succession verlustiggemacht. Dieser setzte das geschlecht fort, und seine beyde söhneNicvlolus II und Johannes III siiffteten r linien, deren die erstenmsteiis zu Goldberg, die andere zu Waren residirte. Von beydenueletman, daßsiean. i;;s demKönig in Dänemarck Eric» VIIsich zu Vasallen unterworffcu. Nicololi II söhn, Jobanncs IV,zeugte Nicolauin I V, in dessen söhnen Hennings und Johanne VI!die lime erloschen. Johannes III. der Mer der andern linie,hatte L sühne, Bernhcudum und Nicolaum 111, davon jener Jokan»nein Vl zeugte, dessen foh» Chrisiophorns ohne erben starb. Die»ter (Nicolaus lll) hinterließ Johanncur V, der zu Werla residirteund vhnbeerbet starb, und Lauremium, der ein vater war Baltda»saris, der ebenfalls ohne kinder verschieden, und Wilhelm,, welchererstlich den geistlichen stand ergriff, hernach auf Pädstliche dispen»wtion dewelben wieder verließ, aber aus der ehe mit Sophia,Hertzogs Bogislai VII aus Pommern tochlcr, nur eine einigelochter Catharinam, hinterließ, so an Ulricum II. Hertzog zu Meck lenburg , aus der Stargardischen lnue vermählt wurde. Weilalso nachWilhelmi rode an. igzo kein männlicher erbe vorhandenwar, io entstund zwischen dessen nächsten agnaten Henrico demfetten, Hertzoge zu Mecklenburg , und dein Churfürsten zu Branden »bürg, Fudertco l, dem der letztere Fürst Wilhelm, und sei» bruderBalthasar, an. 1415 die lchnshuwigung geleistet halten, und deralso als Lcbns»Herr erben wolle, ein länger proceß, der endlichzu Wittstock an. 1442 so verglichen wurde, daß das land Henricoverbleiben, der lehens - nexus aufhören, und hingegen dem Chur-fürsten zu Brandenburg die evenmsl-erbhnldigung geleistet, undbey kimfftigen abgcmg der Hertzoge die succession in alle Meckleu»burgische lande vordehasien seyn solle. Vsnäs!.
hllvA. p. 724. liitk. Ösn.!. 7 p. 4,6. /-«//. in äer
iUsstL-canMl. k. 14 p., s^. res öckeclclenb. ^«^/>.//e,s/.is.
V. 1 p. 497.
IVendett/ (das Hertzogthum) ist ein stück von Hinter-Pom»mern, welches zwischen der ostssee, dem Hertzogrhum Eaffuben, derPreussischen laudschafft Pvmcreiien, wie auch den lierrschafftenBulow und Laueuvurg, liegt. Die vornehmsten siüsse darinnensind die «stoipe, die Wipper, die Grabow und ver Billerbcck.Die Haupt - stadt ist Mqenwalde. Von den andern orieu sindsonderiich zu merckcn Slölpe, Crange, Polnow, Rumelsborg undSlage.
Wenden/ war vor alters ein berühmter und fester ort in Lief»land, welchen Vuino oder Vinand von Rborvach, erster Heermet»ster des Schwerdbrüder-ordens, um das jähr 1208 erbauet, auchzu seiner residentz crwehlt. An. i;Lc> nahm ihn ber MoscowitischeCzaar, Ivan Basilowitz, ein; als er aber an. 1577 abermals miteiner grossen macht davor kam, ergab sich zwar die stadt bald, daSschloß aber wehrte sich etliche tage, und warb zuletzt durch die bela-gerten selbst in die luffk gesprengt. Der überwindet hausete sehrübel darinnen, und nach der zeit ist dieser orl gantz in abnehmengekommen. Er liegt nicht weit von der stadt Riga , und ist an. 1708von den Russen geplündert und abgebrannt worden. Xe/cL ckron.
I.IV0N. I?. 4 psg. ; 4;.
Wending/ s. wemdiiig.
Wendover / eine marckl.stadt in der Engelländischen provintzBuckmghamsyrre. Sie liegt zy Meilen von Louden, und erwehlecsparlaincnrö-gliedcr.
, Wener»see/ ist ein grosser see in Schweden , zwischen den pro-vintzen Dalia, Wermland und West > Golhland gelegen. Seinelänge wird auf ;o, und die breite auf i; mcilen geschätzt. Die andessen westlichen ende befindliche stadt Bretten , welche etwas be-festigt ist, wird davon wenerburg genannt.
Wenlock/ oder Great-Wenlock/ das ist, Groß» Wenlock,eine inarckt» stadt in der Engelländischen vrovintz Svropshire.Nahe dabey wurde inner des Königs Richard! n regierung einkupsser» bcrgwerck gesunden. Dieser orl schickt r Depütirle in dasunterhauß, und liegt 14; meilen von Lvnden.
Wense/(von der) eine adlichc familie in dem Lüneburgischen,deren stamm-schloß Wense daselbst in ruinen liegt, und über üoojähr von derselben besessen worden. Heut zu tage floriren die vonder Wense auf den Rtttersitzen Gattorp unweit Zelle und Holden«städt an der Ellmenan nmveit Ultzen. Wallher bekleidete an.16,2 die cyarge eines Cammer' Junckers an dem FürstlichenWürtemdergischen Hofe. Wilhelm siorirte um das jähr 1624 a!SFürstlicher Altenburgischer Ratb, und zu anfang des 18 stculi hatteemer von der Wense bis ehre, Chur -Branvendurgischer Hvf.Mar»schall zn seyn.
Wensin / ein altes adlichcs gesthlecht in dem HertzogthumHolstein, von welchem Detlev an. i;;r pcm kloster zu Seg/berg8 Hufen landeS verehret. Es ist auch das stammsschloß Wensin indem amre Segederg gelegen, so aber schon zu anfange des iü stculidenen von Buchwalt gehöret. Ntcolans von Wensin ist an-1 soo>in dem Dittmarsischen kriege umgekommen.Lorentz, Amts<Haupt«mann zu Gardersleben und Hertzoglicher Holsteinischer Rath,zeugte Göschen,der seinen stamm in dem Holsteinnchen fortgeictzet,und Lauremium, der die Catholische religion angenommen, Cbur-fürstlicher Cöllnischcr.Rath und Cammerherc, und nachgehend«Bayerischer Rath und Stadthalter zu Amberg , wie auch ein vateeErastens worden, der sich in Bayern ansäßig gemacht, und um daszahl lüzo siorirtt. ^e/i° üc-lck. säe!. clir. x. szS.
wensussel/