Band 
Vierdter Theil
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lVensüssek/Burülau/eine kleine stadt auf der halb.inful glei.cheS namens n, Iülland, zu der provintz Alburg gehörig. Allhiernahm der erste Lutherische Bisthoff von Alburg um das jährseinen sitz, und wurde nachgehends das gantze Stifft auch dasBurglauische genennet. Sonsten geboren zu dieser halb-msin nochdie ? städte, Seby, Hiering und Schagen. 2 ««/. ropoZr. Usn.

Wentworth/ (Mylorb) hat sich sonderlich dadurch bekanntgemacht, daß er in der vestung Calais Louverncar gewesen, als zuanfange des ,abrs i;z8 die Frantzose» unter der ausuhrung desHertzogs von Guist, nach einer 7 tägigen belagerung, sich derselbenbemächtiget. Er ward nebst 10 andern gefangen zurück behalten,und indessen citirte man ihn in Engelland, daß er daselbst seine beybeschützung dieses orls geführte constmre rechtfertigen solte. Sobald die Königin Elisabeth den Englischen thron bestiegen, erlangteer seine fteyheit, und da er in sein Vaterland zurück gekommen, setzteman ihm gewisse Lords zu Eommissarien, die ihn von aller anklageloßsprache». Man fand, daß er nicht den vierten theil derjenigentrouppen gehabt, welche zu Vertheidigung eines so wichtige» Platzeswären nöthig gewesen, und also schrieb man dessen Verlust nichtibm, sonder:: venienigen zu, welche ihn besser hätten versorgen svl«le». Er starb in dem sahr 1590. Von seinen nachkommen hatThomas Wentworth an. 162L den? febr. von dem Könige Ca«rolo l die würde eines Grafen von Cleveland bekommen-welchertitnl aber durch seinen lod, weil er keine erben hinterlassen < vondieser familie wieder hinweg gefallen. luttor. Iib. 20.

Kilt. cl'/w§Iek. r. i p. 104leg. t. 2 x>. ;. 6-r»rcke». Lnirno.psx. 766.

Wentworth/ (Thomas) Graf von Strafford , und Vice-K.e, Jrrland, war aus einem adlichen geschlecht in Engellandgebohre». Sein valer war Wilhelm Wentworth,zu Wentworth»woodhouse, ein Baronet. Er wurde anfänglich wegen seiner de«redtfamkeit von dem gemeinen volck sehr geliebt, und als daS par»lament an. iSrg von dem Könige Carolo l beruffen worden, redeteer in selbigem mit grosser ffevheit vor die rechte dcS landcs. AlleinderHertzög von Buckingdam, als ves KönigS damaliger favorit,brachte ihn auf seine seile, worüber er bey dem unterhause in ver»dacht qcrieth, zumahl da er von seinem vorigen eiffer ziemlicherMassen nachließ. Der König Carl machte ihn hierauf durch desbemeldten Hertzogs befördcrung den 22 jul. selbigen jahrS zu einemFreyherrn von Wentworth, und kurtz darauf den 10 bec. selbigenjahrs zum Burggrafen von Wentworth und Präsidenten zu Jork .Nach des Hertzogs von Buckmgbam tobe wurde er des Königs fa»vorit, lind an. iü2y Präsident der Nordischen lande m Engelland,auch an. i6;2V>ce-tte in Jrrland. Er hielt an.;; einenReichs convent zu Dublin , worausdem Könige 400020 Pfund sie»lings verwilliget, dergegen den Jrrländern die eine zeitlang ver»bolene Waffen wieder zu führen erlaubet wurde. An. >640 machteihn der König zum Grafen von Strafford und Freyherrn zu Raby.Weil er aber dem Könige allerhand contills, welche dem Parlamentgar »achlheilig schienen, gegeben, den Calholischen in Engellandund Irrland favorisiret, der Bsschösse parthey gehalten, auch sicheiniger unbedachtsamen reden verlauten lassen, baß der König die»jenigcn, so nicht gehorchen wollen, wohl zwinge» köule, auch vondem Könige in Spanien jährlich 800 pistoleltcn pension bekam, luder des Parlaments und des gemeinen volckS baß auf sich. Als dirUnruhen zwischen dem Könige und dem Parlament angiengen, be.gab er sich anfänglich zu dem ersten in Schottland , gieng aber baldwieder zurück in Jrrland, hielt daselbst einen Reichü-convem, aufwelchem die Stände dem Könige 240000 pfnnd willigten, welcheer nebst einigen Irländischen trouppen dem Könige zuführte.Der König erklärte ihn auch, zumal der Graf von Norlhuniber»land als Königlicher üenerslillstmus eben damals kcanck lag, zumGeneral über die armee, die er wieder seine consöderirte unlerlha.neu führte. Er schickte den Freyherrn von Cormuay mitmann vorweg, um den consöderirte» den paß über den Tyne-stromzu verwehren, der aber von selbigen den i6a»g. an. 1640 geschla«gewiind die stadt Ncwcastle erobert warb. Als bald hernachjein still»stand getroffen worden, kam er mit dem Könige wieder nach Lo».de». Der haß aber des gemeinen inanns gegen ihn nahm inzwi»schen zu, sonderlich als ihm deygemessen wurde, daß er dem Könige,die Engelländer zu bezwingen, eine Jrrländifche armee angebotenhätte. Dieses wurde von dem Parlament sehr übel empfunden,welches ihn deswegen in arrest nehmen ließ, und ob gleich einigejunge Herren sich vemühete», ihn aus dem tower zu Londcn zubringen, wolle es doch nicht gelingen, sonder,, er wurde vielmehrnach diesem viel stärcker verwahret. Von dem 12 wart. bis zuende deü aprils an. 1641, ward er z»m öffcern vor das Parlamentgeführt; da er sich denn mit grosser freymüthigkeit und bcredsamkeitzu entschuldigen wüste, dennoch aber sich nicht allerdings entledigentonte, daher» ihn erstlich das untcrhauß, und hernach das ober.hauß, als einen der verrätherey schuldigcn des Haupts verlustig er.klarte.. Ob sich nun gleich der König vemühete, ihm das leben zuerhalten, und dahero das todes-uctheil nicht unterschreiben wvlte, solagen ihm doch die vornehmsten Herren so lange an, daß er endlich,m auffuhr zu vermeiden, solches des nachts in seinem bette unter,schrieb. Der König schickte zwar seinen ältesten Printzeni daSParlament, um eine mitigation des Urtheils zuwege zu bringe»;allein es war vergebens,und das urtheil wurde den 2 may an. »s 41exequiret, wordcy sich Strafford sehr freudig! bezeugte, und auf demschavot seine Unschuld durch eine lange und bewegliche rede darzu.thun bemühet war. Durch feinen tod wurden die Unruhen in En.gestand nicht gestillet, wie man vermeinet hatte, sondern es wurdedadurch der weg zu dem folgenden kriege und dlutverqiesseii gleich,sam gebahnet. Sein eintziger söhn Wilhelm folgte ihm, welchen

der König Carolus U nach seiner Wiedereinsetzung zu sein»«,men Rath und zum Ritter des hvsenbandes machte. Crsich m.t Anna, des Grafen Jacodi von Derby loch er MKittori-. vn«k neck Laroli ,7 elencbi rnor. 6»5 , 'rkemr. Lrir. rnernoirez. ^' eL. bei,

wentz von Niederlanftcin/ eine adliche familie, welcheter die unmircclbarc Neichs-Ritterschaffl am Rheins aezch , >Johann Cvnrad Wentz, edler Märcker zu Niederlanstein s »55Unter. Graffchafft Katzenellenbogen bey der Löhn sindRbe.11 gegen Coblentz zu gelegen,) hat um das jähr ,n° nmVon dessen nachkommen lebten zu ausgang des i? seculiö n »n»Ernst, der als Lochrmgischer Hanvlmann geblieben UjlwpLphen, Chur . C ollnischc» Hauplmann, nach sich lassend , der 2 »stamm fortgesetzet, und Wilhelm Christoph, ein valer Annäi^Erina, Aeblißin zu Engelpfort, Johann Jacob Emmerichs, Ka,«chen HauptmannS, Johann Gevrgens, der alsPäbsilicher»MHauptman» ,» Candia geblieben, und Johann Friedrichs »»»von Nieder,anstcin , der seinen äst mit zwey söhnen forigepstMa

von ttbem. sstel tsb. l; I. '

wensky/ eine ansehnliche adliche familie in Schlesien , nMevon den uralten Grafen von Bibersiein abstammet. Makky zu Rosenau in dem Fürstenkhum Brieg lebte a». -47s, uiidWeen>e von Franckcnberg zur gemahlin. Johann van Wensky »eraltere zu Pelersheyde im Netßifchcn, starb an. i;S2 als Fürstlich»Lieguitz'Brlegischer Rath und vecrnu; bey der collezizt kirchemSt. Hedwig in Brieg. Hanß Wentzky vvnSeiffersburffimBrmglschcn bekleidete an. bey dem HertzogeGeorgiv zu Brüll die

stelle eines Hof- Junckers. George von Wentzky und PelcrshOeaufPeterswitz, Berleistorfund Plau-Mühle, hat van dem Echle.fischen Ritter rechte geschrieben,nd ist um das jähr MFürstlicher Llgnitz.Briegifcher auch Bil'chösticher BreßlauMRath gestorben. Hanß Friedrich aufRupoersdorff war au. 1SÜ4des Strelischen Weichbildes Landes. Aeltesier und Land - kow-mistsiririr. Noch an. 1719 flvrirten 1) Hanß Adam vouWknhkyund Pelershcyde, welcher die guter Plaumühle,terwitz im Strelischen, und Cummelwitz indem Franckenstm.schen besaß. 2) Christian Friedrich von Wentzky, auf Wasdorffin kein Strelischen, dessen söhn , George Christian, au. 171z aufder Rltteoacadenue zu Lignitz studirte. är»^,,öc>ilescmiüs

lVepfer/ (Joh. Jacob) ein weltberühmter östeLu!, im.degcbohrenbc»2;decembr. 1620 zu Schasshauseu. Emvatervar Georg Michael, anfangs Raihfchrclber daM, welcherhernach den 25 junii 1054 zum Zunfflmcisier erwehliMdM/ Man. :6;9 gestorben; seine muter ist geivesi'ii Calbanua Llrk».Dieser sein foh» zeigle schon in jungen sahren euien fMMugch,end nachdeme er »1 dasigem gz'mnaüo den gründ in bumMMEzelegt, bezeugte er eine ionderiichc lust zu der artzuehstuust, iror.aufhi» ihnc sei» vater »achSiraßburggefaustet, wvi!lb»e»u»dn Bafel er auch 8 gantzer jähr sich unter amührung an kein«m,rl Sebitii, an dem anderen aber Bauhini, Siuyani, Meidund » Brunn, als der berühmteste» lvlesticorum selbiger ze», «-ilicinLmsiudirle, und seine treflichepro^rellurhierinn durch«!stlssur-itionLj, so er von zeit zu zeit unter dem pr«l>cko Leim«»Brunn gehalten , öffentlich a» lag legte. Vv» dar schiemAnn vater nach Italien , allwo er sich 2iabc aufficlle, um lichw4nLtom,L Le e,Lxi umzusehen, besuchte darneben stechlg d>e Wüläle, und machte gute bckandschaffl mit de» gelehrtesten "im-:is Veslingio, Rhodio , Macchelle, wurdcauch Mch MI«-erühmlen M. A. Scvenno durch schreiben nach NearvstSinMl,nid lebte m Padua gantz vertraulich imr Partholino und Zwels«'ero, die damals der siudien halber auch)ichdaselbst ausyieutti,ml welche» alle» er nach feiner zurüstkuuffl i»s Vaterland cM.pondentz gepstoge». An.1647 bernsslcn ihn seine eitern nach PG)a er aber auf der heimreise wiederum nach Basel gm>ge, «mfeldsr den ;ltcn jnlii bcsselöigcn jahrs den Zracium Uono«innahme, hielte auch eine stchulsucmcm cle tts!x,unovec.oma,ind bald darauf eine gelehrte Orsiiovem InLuguraKm äcum ttoru. Kurtz hernach käme er ins vancrland,eine p.Lxli: stbr glücklich und mit allgemeinem vcrg»MNsd>Mm, baß er von der alldasige» Obrigkeit »och i» selbigem>en roten novenidr. zu einem k'bziico orvinano ernenuuZeiiic ttrsxk, welche cr lrcsilch verstimdc, und daher »nie^iestwoz nach Schasshaustn zöge, um selbige von ihme zu er> «nachte ,h»e bald b-kaiml inchl nur m ver gantze» EvWwMM>a alleCaiilonS samt den zligcwandlcn OrtengleichM»oelte vor feme gegeinvarl gestritten, »nd selbige» als ihren aapilim angesehen , sondern er wurde auch in dem bemMSchwabenland durch feine glückliche cucel^bey hohe» une l M«u0 beliebt, daß er wenig bey Hanfe war. Sem rühmar bald a» verfchiedenc Höfe, wie er bann an. E»Lürlembergischen Hcrtzogen, und noch in leidigem iahr vo»Karggrafen Fridcrico l^iLgno von BadenDnclach «,n L"istestico angenommen woebcn- An. rbZs "ss «

M der letzt-verstorbene Reformirie Cdursurst ^er Witz .aS in seiner letzter» kranckheit eilends zu sich m wie.

nachte ihne zu seinem Leib-^awo,. d^w^ W^lererherstellimg des Churfürsten lein moglichstcslhale, eei ^cm schon allzu sehr überhanv genonimeneii "dcl > >chr ' ^en konnle, wie er sichö sonsten wohl sielrauet halte, waldes jähr ehcnder wäre dazu berussen wordcmaard rhmc von der gesamten Ehurssirstlichcn hopslalt wege > ^rossen svrgfalk viele liebe lind Hochachtung "'wiesen. s ^ ^ihrahme ihne die ^castcmia 8. tt. lmp.