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fche reimen daran zu lesen. Es ist selbiges so v°ch, daß man mit
einem langen spiesse darum stehen kan , und sind - 4 . grolle eiser.ne reifte daran aelcael. An. 1361. war yieluvU em groyer urru»wischen Dlemanno Heßhnsio , und Clebitio wegen der conjub-^nüaNon o^er"rveftnt>l^hen gegenwart des leides und blutsChnsti im brodt und wein des heiligen Nachtmahls,dadannC irsnrst Fridericus III. um den kirchcn - frieden zu erhalten ,Ke'mit Iren fÄaffte. Als er »achgehends eine disputa-tion »wischen den Reformirten und Lutheranern angestellet,fliinmtte er den ersten bey, und verordnete, um die spaltungaufzuheben, daß der Heidelbergische calechismus eingeführetwerden muste. Als sich Tilemannus demselben widersetzte,wurde an. 1564. zu Maulbrunn eine andere conferentz angestel-let, dabey aber nichts ausgerichtet. Von eben dieser matenehielte der berühmte Pareus allhier nachgehends eme solenne di-spntation. Sonst tragen die Churfürsten die bürg von demStift Worms zu lehn, davon einige lehn - durft beym Tolncroin H. P. p. 376· zu sehen ; der Ursprung dessen aber ist un-ter Graichgau zu suchen. Mutn chron. lib. X\II 1 . L ™ d ’ us 'de Heidelbergae antiq. Freberi orig. Palat. P. 1 . c. io. oc r. li.c. 20. Bertii comm. Germ. Zeileri itin. German. t0 '
pogr. Palat. p. 29. Spanb, hift. ccclcP. fec. XIV.reisen.
Heidelsheim , eine kleine stadt in,der Unter-Pfaltz zumAmre Brettheim gehörig. Pfaltzgraf Conrad hat den ort samtdem Graichgau, darin» derselbe gelegen, an die Pfaltz verknu-pfet. (Siehe Graichgau.) Hernach hat Marggraf Her-mann IV. von Baden denselben samt dem grosten theil vonGraichgau , durch Irmentrud , eine tochter Pfaltzgraf Hein-richs , und enckelin gedachten Conrads, an sich gebracht. («Lie-he Henricus der schöne.) Endlich hat Marggraf Carl an.1468. alt seinen anspruch an diesen ort, neben viel mehrern anstatt der ranzion an Churfürst Friedrich den sieghafften wiederabtreten müssen, als dieser ihn in der schlacht bey Seckenheimnebst GrafUlrichen von Würtemberg gefangen bekommen. Toi-
ner. H. P. p. 72. 73.
Heiden, eine alte adeliche familie in Pommern , welche mdem XII. steeulo , als die Hertzoge Casimirus II. und Bogis-ialis ll. dieses land mit Teutschen besetzet, dahin gekommen,und sich nachgehends in der Marck Brandenburg ausgebreitethat. Heinrich Heiden lebte um das jähr 1391. Janicke undWolf, gebrüdcre, stifteten nebst Gerhard Krukowen an. 1330.dem Bischofs zu Bamberq Ottoni zu ehren, in Toylin eine ca-pelle, daß darinn jährlich vier mal messe sollte gehalten werden.Um diese zeit wird auch Niclas Heiden in alten bricfen gedacht.Jürge, Oberst - Lieutenant, war im dreißigjährigen kriege be-kannt. Wvlfgang hat sich an. 1633. als Chur - Brandenburgi-scher Gesandter auf den friedens - tractaten zu Osnabrück befun-den. Micralii Pommerland , lib. VI. Fridebr.ru.
Heiden, (von der) ein altes adeliches geschlecht in Schlesien,welches in den Fürstenthümmern Schweidnitz und Brieg ange-sessen , und auch in der Nieder - Laußnitz die güther Tschacks,dorf, Bogendorf, Rinckendorfund Vchönbrunn besitzet. Ste-phan von der Heide stund an. 1294. bey dem Hertzoge HenricoCrasso zu Breßlau in grosser Hochachtung. An. 1469. war HanSvon der Heide auf Seiffersdorf, Bischoffs Rudolphi Rath unddes Breßlauifchen Fürstcnthums Vice - Hauptmann. Erasmusund Just von der Heide befanden sich an. 1529. in Wien , als die-ser ort von den Turcken belagert war. Wilhelm bekleidete an.1603. bey dem Hertzoge Carolo II. zu Münsterberg und Oels diestelle eines Marfchalls. Melchior von der Heide auf Pangel waran. 1663. HertzogsGeorgii III. zu Licqnitz und BricgBurggraf znStrehlen in dem Briegischen Fürstenthum. Georg Abrahamauf Bogendorf und Schönbrunn war an. 1706. Landes - Aelte-ster in dem Pribusischen kreise. Hans Wolfram von der Heideauf Habendorf und Dirschdorf, des Reichenbachischen Weich,bildes in dem Fürstenthum Schweidnitz Landes - Aeltester, flo-rirte an. 1719. Sinapn Schlesifche curiositälen.
Heiden, (von der } ein adeliches geschlecht in Missen, all,wo es die güther Gröba , Misselreuth und andere im AmtePlauen besitzet. Unter diejenige Meister - sänger, so LandgrafHermann in Thüringen , der an. 1215. verstorben, an seinemHose gehalten, hat sich nebst andern von Adel, Walther vonder Heide befunden. Hans Wolf von der Heide war an. 1614.Marggräflich - Brandenburgischer Cammer-Iuncker. PhilippFerdinand auf Guttenförst florirte an. 1712. als Königlich-Polnischer und Chur -SächfischerOber-Aufseher der Elster-flösse.
In Westphalen ist auch eine adeliche und theils Freyherrlichefamilie von der Heiden bekannt, welche in dem HertzogthumBergen ihr stamm - Haus Heiden hat, worauf Bernhard an.1300. gewöhnet. An. 1713. war aus derselben George Sigis-mund , Freyherr, als Königlich - Preußischer würcklicher qe-heinier Kriegs - Rath, General - Lieutenant, und Gouverneurzu Lippstadt bekannt.
Heiden, Haiden von Dorff, eine ansehnliche adeliche fa-milie in Oesterreich , so von dem im XVI. feculo abgestorbe-nen adelichcn geschlechte Halden von Gundersdorff, so dasUnter - Schencken - amt in Oesterreich besessen, zu unterschei-den ist. Die Heiden von Dorff führen den beynahmen von ih-rem alten stamm - sitze Dorff. Wolfgang Haide» von Dorffist an. 1417. Ertz - Hcrtzogs Alberti zu Oesterreich Cammer-
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Herr gewesen. Hieronymus Haiden von Dorff ist nach anfangedes XVI. soculi in Ober - Oesterreich in grossem ansehen undrcichthum gestanden, und hat an. 1529. als Wien von den Tur-cken belagert worden, der stadt Stcyer 40. mann zu hulffe ge-schickt ; dessen nachkommen floriren annoch. Wunnyr. collect.Kilt. geneal. Austr.
Heidenheim , ist eine besondere Herrschaffl und stadt inSchwaben , dem Hertzoge von Würtemberg gehörig. Graf Ul-rich zu Würtemberg hat dieselbe nebst der Herrschaffl HellensieinvonGrafConraden,undGrafUlrichen vonHelffenstem vor 6000c.gülden erkauft. Es ist aber nachgehends Pfaltzgraf Ludwig beymRhein und Hertzog in Bayern in den besitz der stadt und Herr-schafft Heidenhcim, Hellenstein und der 3. klösier Anhäufen,Herbrechtingen und Konigsbrunn gekommen. GrafUlrich nahmes ihm aber mit gemalt wieder weg, und gab ihm aus gutemwillen zu Stuttgard an. 1480. 60000. gülden dafür. Als aberUlrich von Würtemberg dem Hertzoge Friedrich von Oester-reich wider Kayser Ludwigen aus Bayern hülffe geleistet, hat erdiese lande wieder verlohren. Andere sagen, Ulrich der vielge liebte habe es in den troublen wider Pfaltz,als er gefangen wor-den , eingebüffet. Nach diesem aber hat sich Albrecht Hertzog zuBayern , gegen Ulrichen, Hertzog zu Würtemberg, an. 1303. ver-schrieben , im fall er ihm wider Pfaltzgraf Ruprechten zuziehenwürde, ihm dafür das schloß Hellenstem, Heidcnheim, samt demBrentzthal, Kirchberg, rc. zu liefern, welches er auch vor 60000.gülden auf abschlug einer schuld von 123000. gülden gethan. Her-nach als der schwäbische bund das Hertzogthum Würtembergan. 1520. an Carolum V. übergeben, hat der Kayser Heidenheimden Ulmern an. 1521. den 10. aug. verkauft. Es währetcabersolches nicht länger, als bis Ulrich durch Landgraf Philippi vonHessen beystand seine lande an. 1334. wieder reenperirte. Dennda wurde an.i ^«.Heidenheim montags nach Iudilate laut Ver-trags Hertzog Ulrichen wieder übergeben. In diesem stände bliebes wiederum mit der Herrfchafft Heidcnheim, bis hundert jährdarnach Churfürst Maximilian in Bayern nach der Nördlinger -schlacht, in das Würtembergische einfiel, und an. 1634. die Herr-schafft mit gemalt einnahm, in welche aber Eberhard III. Her-tzog zu Würtemberg samt den 3. klöstern in Brentzthal durch denWestphälischen frieden wiederum eingesetzet worden. ( SieheHelffenstem , Hellenstein und Ulm. ) Historische Epheme.rides des Hauses würtembercz , p. 297. &c. Autbor desStaats von würtemberg. Europäischer Herold , k. I.P-486. Beschreibung des Schwäbischen kreise», p. 120.Crusius , ann. Suer. lib. IX. P. III. c. 13.
Heidenheim , ein ehemaliges kloster, nun ein Brandenburg -Anwachisches Amt in dem sogenannten Schwanenfeld.
Heidenheim , eine alte adeliche und nunmehro Freyherrli-che familie in Schwaben . Friedrich von Heidenheini, der sichum das jähr 1440. an dem Kayserlichen Hofe aufgehalten, heu-rathete eine Payerin von Hagenwyl, und bekam mit derselbendas schloß und Herrschaffl Klmgcnbcrg, davon sich hernach sei-ne nachkommen beygenannt. An. 1713. florirte Alexander Mar-quard, Freyherr von Heidenheim , als Ausschuß bey der Schwä bischen Ritterschafft an der Donau . Burgemcister meldet, daßeiner aus diesem geschlechte Bischoff zu Auqspurg gewesen.Burgemcister, vom Schwäbischm Reichs - Adel. Buceimus .stemm. P. 111 .
* Heidenreich , (Esajas) Doctor Theologie , war zu Lem.berg in Schlesien, allwo sein vatter Laurentius Prediger gewe-sen , an. 1332. den 9. april gebohren. Nachdem er zu Franck-furt an der Oder studiret, wurde er Pastor zu Schweidnitz , her-nach aber zu Breßlau bey St. Elisabeth , Inspector der Luthe-rischen kirchen und schulen, Consistorii Assessor , wie auch Pro-fester Theologiae im G^mnasto daselbst, allwo er an. 1589. den26. april gestorben, und unter andern Oeecmomiam Christia-nam de Parentum & Liberorum Officiis ; Gebäts - Postille 'Zubereituna zum jüngsten Gerichte; Gottseliger Layen Hand-buchlein, Leipzig 1564. in 4. Dreyerley Kirchen - Lectioue« inder marter - woche, und ein werckgen wider das laster der Voll-säufferey ; drey und zwanzig Predigten über den Amos , Leip zig 1384. in 4. sechs und fünfzig Predigten über das V.BuchMosis, ibid. 1386. in 4. Helden - Predigten Josuä, ibid. 1386.in 4. Stettin 1634. in 4. neun und dreißig Predigten über denMicham, Leipzig 1386. in 4. vierzehen Predigten über das VatterUnser, Leipzig 1372. in 4. vierzehen Predigten über den LXXIX.Ps. i«i. m 8. zwolfüder den XCI. Ps. Leipzig 1381. in 8. vier-zehen über den XGIII. Ps. ib. 1381. m 8. hinterlassen. Mem„.ria Heidenreichiana. Manlii Lusat. VII. 29. §. 1. apud Hof·man. script. rer. Lusat. tom. I. p. 433. seq. Ebertus , Leorin.erudit. n. 28. p. 20.
* Heidenreich, (Johann) ein bruder Esajä des ältern,zu Lemberg in Schlesien an. 1342. den 21. april gebohren, stu,dirte zu Franckfurt, und nahm daselbst an. 1362. den gradumeines Magistri an. Hierauf verwaltete er einige schul - ämtcr ,meng er aber wieder nach Franckfurt , und wurde allda DoctorTheologiae , wie auch Professor Philosophiae. Nach diesemwurde er Pastor zu Jglau in Mähren , ferner Superintendentzu Braunschwcig , alsdenn Professor Theologie zu Heimstatt ,und endlich Professor Theologiae zu Franckfurt , allwo er an.1617. den 31. mertz mit tode abgegangen. Er hat geschrieben :Encomium Academiarum ; Systema totius Univerli , Franck-furt 1374. Examinatiopem Capitum Doctrin* Fratrum m Bo.
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