l) c r
»ehret sind. Im süd - westlichen theile dieser Grasschafft ist eineberühmte gcgcnd, der goldene thal genannt , nicht zwar,weil man gold darin» findet , sondern weil er entweder imfri'ihlinge mit blumen gleichjam übergöldct , oder aber, weiler daS beste Muster von thalern ist, gleichwie das gold unterden metallen den Verzug hat. Die wunder dieser Grasschafft,Bvnewell und Marcley-Hill anlangend, so ist das erste ein kleinerdrunnen, worinnen man allezeit viel deine von fischen, oder wieandere meyne», von fröschen anttift; das andere aber ist ein Hü-gel, so im jähre 1575. drey tage nach einander fortgewandert,bis er an dem orte, wo man ihn jetzo stehet , stehen blieben.Aus dieser Grasschafft werden, ausser den r. Rittern, <>. Par-lements - glteder erwehlet, nemlich von Hercford, Lemster undWebley, 2. aus jeglichem orte. Camdeni descr. Brit.
Herennianus, Königs Odenati mittlerer söhn, welchersich des Orientalischen Reichs anmassete. Seine muttcr Zcno-dia, eine tapfere und kluge Dame, welche eine zeitlang die re-gierung führte, pflegte ihn nebst seinem jüngernbruderTtmo-lao auf den armen zu tragen, wenn ste eine rede an das volckthat. Einige wollen , er sey von dem Kayser Aureliano hinge-richtet worden. T rebeüius Potlio , de Zenobia c. rü. VopiJ'cus ,in Aureliano.
Herennius, ein schüler des Ammonii Saccä und mit - schü-ler Plotini , dessen Porphyrius gedruckt. Porphyr, vit. Plotin.
-Zerennius, (Dexippus), ein berühmter Redner, Philolb.xkus und Historicus von Athen , welcher in dem in. sicculovon dem Kayser Valeriano an bis auf den Kayser Aurelianum,oder von den zeiten Gallieni bis aus die zeiten Probi, gelebt.Er hat 4. bücher von den Macedonischen geschichten , so sichnach des grossen Alexanders tobe zugetragen, geschrieben, auchdenen einen kurtzen begriff der ältesten Historien desselben Kö-nigreichs vorgesetzet; ferner eine abgekörtzte Römische Historiebls aus Gaudium Gorbieum, unter welchem er gelebt; end-lich auch von den Scythischen kriegen, welche um so viel destomehr lesens - würdig waren, weit Dexippus selbst, der ebensowol den degen, als die feder, führte, den Römischen troup,peu als Officier darin» vorgestanden. Zu den philosophischenwissenschafften gehöret das buch von den Cathegoriis des An«stotelis, worinn er solche wider Plotinum verfechtet, und wel-ches annoch vorhanden ist. Lamprid. Capitolm. Pollio . Su:d.Eunap. in vita Porphyr. Phot. bibl. cod. Zr. Lloyd. *
Decent, ein schloß in Brabant in hem quartier von Löven,davon die familie ds Mol an. -6z8. Justus Philibert Spang-hen von Vytternesse, Graf von Daelhem, aber an. 1S87.de»Baronen - titul erhalten, wie dieses letztere auch bey dem ar-tickul SpaNgheN zu sehen. UireH. de tout. les terres du Brab.
* Hermtalo, (Petr.) gebürtig aus Brabant, war umdas jähr i;84> Prior des Prämonstratenser -ordens im klosterFloresse, in der Grasschafft Namur, und schrieb Lommenta.riurn seu Gacenam in Plalrnoa , Cökn 1480. oder 1487. Reut«Unzen 1488. oder 1498. in fol. Rvucn 1504. in VIL Psalmospotnitendales; in XV. Cantica graduum iib. I. Catalogum acKes gettas Abbatum Floreisenlium. Er hat auch einen Weit-läufttgen Gommentarium über die Evangelien, lind ein Chroni-con von ansang der weit bis an. i;8;. verfertiget, welche bey-de noch im manuscript liegen ; doch hat Baluzius aus dem letz,lern einiges in vitis Pontificum Avenionenlium drucken lassen.Svofert, Athen . Belg. Andrea bibl. Belg.
HERES MARTI k , war bey den Römern die göttin dererben, wurde vor eine gesellin des Martis oder dejsen weibs,Reriä, geachtet, und nach einiger mnthmassung dahero Mar-tia zngenannt, weil die erbschafften öfters krieg und streit ver-ursachen ; darum so bald jemand etwas geerdet hatte , gienger hin, dieser göttin zu opfern und zu danckcn. Fefius. Ac-
* -Zercsbach, (Conradus) gebürtig von Heresbach , ei-nem dorfe in dem Hertzogthum Eleve ; dieser ort gehörte vorzeiten seinen vor - eitern. Er selbsten war Rath bey dem Her«tzvge von Eleve, und Praceptor bey seinem Printzen. Conradverstund die Hebräische spräche trcflich wohl , wie auch dasGriechische, das Lateinische, und unter den lebenden sprachenauch Französisch und Italiänisch neben seiner mutter - spräche.Er war in allerhand wissenschafften wohl bewandert, und ne-ben seiner weitläuftigen erkänntnis war sein Hertz nicht weni-ger mir vielen lugenden ausgezicrct. Erasmus, Stnrmiusund Melanchthon waren seine besten freunde, ob er schon sichzu den Catholischen gehalten ; denn seine Mäßigkeit und un,parteyliches friedsames Wesen in den meynungen machten ihnbey beyderley religions«verwandten gleich beliebet; Conrad Heresbach hatte sonsten noch die ehre, ein weitläufiger abkömm-Ilng von Godofredo von Bouillon zu seyn. Er war über bißnoch Gouverneur bey dem Hertzoge von Iülich, und ob diesesihn schon etwas von dem Clevifchen Hof cntfernele, so blieber doch Clevischer Hof - Räch, und wurde in sehr wichtigenangelegenheiten zu rath gezogen , und verfirhe weit aussehendeGesandlfthafflen. Er hat die Historie der Wiedertäufer beschrie-ben, welche sich an. izzü. der stadl Münster bemächtigt hat-ten ; er affectiret aber darinnen besonderer aus dem Griechi-schen gezogenen wörter sich zu bedienen , welche die meistenjeuthe nicht verstehen. Diese Historie ist in eineni bricf enthal-ten , welchen er an Erasmnm geschrieben hat , und der an.
Hlstsr. Lexkon IV. Theil.
her 99
is;?. zu Leiden gedruckt worden. Heresbach ermähnte auchErasmnm den Munfterischen krieg zu beschreiben , der tod Eraftmi aber, welcher an. i;;6. erfolget, verhinderte ihn Heres«bachs wünsch zu erfüllen. Heresdachs gedruckte wercke sind:Libri duo de erudiensis educandisque Liberis Principum,Psalmorum Explicado ; Chrittianae Jurisprudentiae Epitome ;de Re Rustica ; deVenatione, Aucupio & Piscatione; Pre-ces quotidianas; Diarium cutn Prteparatione ad mortem. AufLatein hat er übersetzet , Herodoti Halicarnaffenlis librum deGenere Vitaque Homeri, und einen theil der Griechischen Gram,matic Theodori Gazä, wie auch etwas von der GeographieStradonis , und der Historie Thmydidis. Er hat über biß dasGriechische und Lateinische Dictionarium vermehret, welchesCurio hat drucken lassen. Diesen seinen wercken kan noch bey-gefüget werden sein tractat, genannt ttiftoria de Factione Mo-naiteriensi, welcher vor allen andern, die über diese Materiegeschrieben haben, den vvrzug verdienet , und an. iSzo. zuAmsterdam wieder aufgelegt worden, cum Notis TheologicisHistoricis & Politicis Theodori Strackii. Johann Sturmillsrecommendirt in seinem buch de Edueatione Pnneipis vbge«meldtes, welches Heresbach über diese Materie gemacht hat.Tkuom. bitt. lib.LXH, Metcbior Adami , in vit. Jurisconfult.Germ. Teiffier , eloges.
-Aeri oder Hera , lat. Area, eine provintz in Persien , wel,che berühmt izt, weil die schönsten rosen in der well darin»wachsen , wie auch wegen der stadt Heri, allwo die feinsten Per,sianischen tapezereyen gemacht werden, dahero sie auch grossenzuspruch von den Indianern hat. Diese stadl liegt 90. TeutscheMeilen westwärts vonCandahar, und iro. süd-ostwärts vondem Caspischen mecre, und hat einen flnß gleiches nahmens.Olearii reise - befthreibung.
St. Heribertus, Ertz - Bifthoff und erster Churfürst zuCöln , war einer vom Adel aus dem geschlecht der Cämmerervon Worms . Sein varcer hieß Conrad , die mutter aber waeeine Gräfin von Rvtenburg an der Tauber. In seiner ju,gend genoß er zugleich mit des Kayftrs Ottonis II. Printzen,der informativ» des berühmten Mathematid, Gilberti oderGoberti, welcher nach diesem unter dem nahmen Svlvestri II.Papst worden. Als hieraufder gedachte Printz den Kayserlichenthron bestiegen, und der Ertz - Bischössliche sitz zu Cöln an. 998.ledig war, schrieb er an Heribertum, der sich damals zu Be«nevenko aufhielt, mit eigener Hand, trug ihm die Ertz-Bi»schöffliche würde auf, und ernennte ihn, wie man davor hält,auch zum ersten Churfürsten zu Cöln . Bey dem folgenden Kay,ser Henrico II. war er gar nicht gelitten, bis derselbe durch einnächtliches qesicht erinnert ward, allen wider ihn gefaßten Wi-derwillen fahren zu lassen. Er ist an. iorr. den 16. mertz ge»storben, und nachgehendS unter die zahl der Heiligen aufgenom,men worden. Man schreibt ihm viel wunderwercke zu ; er sollz. e. einen teufet von einem besessenen ausgetriebcn, einen gicht-drüchigen durch ein über ihn gemachtes creutz curiret, daswasser, womit er seine Hände gewaschen, in ein kräfftiges me-dicament verwandelt haben, rc. Sein leben hat MatthäusAgricius in Lateinischen versen beschrieben , so an. 1*72. zuCöln heraus gekommen. Panta. 1 . de vir. illustr. P. II. p. 97.
Hühner.
* Heribertus, oder Herbrecht, ein gebohrner Graf vonRotenburg an der Tauber , und der fünfzehende Bifthoff zuAichstatt, war mit Heriberto I. Churfürsten zu Cöln , sehr naheverwandt. Die Aichstättische inful wurde ihm durch ordentlichvorhergegangene wähl an. ioaa. aufgesetzt. Er war ein sehrgelehrter, kluger, und verständiger Herr, und verfertigte sechsHymnos, und zwar einen , der sich anfängt: Salve Grux san-cta , &c. Den andern vom Bifthoff Wilibaldo: Mare. Föns,&c. Den dritten von der Aebtißin Walpurga: Ave Flos Vir.ginum, See. Den vierten vom heiligen Stephans: Deus Deo.mm Domine, &c. Den fünften vom heiligen Laurentio: Con-scendat usque Sidera, &c. Den sechsten von allen Heiligen:Omnes kuperni Ordines, See. Anonymus Hasenried. apudGretsemm , p. 4;6. 417 · Wie er zum Bißthum gelangte, wa,rcn 70. Dom - Herren, davon er aber 20. reducirte, und ihnenPfarreyen gab. Die reliquien der heiligen Walpurgä ließ erbey dem hohen altar in der kirche setzen, ließ auch kirchen undkloster, so von Otkario dem sechsten Bifthoff zu Aichstatt waraufgerichtet worden, theils erneuern , theils bauen und erwei-tern. Anon. tiasenried. apud Gretserum , p. 458· Er bMieteauch das ehemals unten im thal gestandene zu seiner zeit gantzbaufällige kloster, welches zugleich die Bifthöffliche residentz war,auf dem berge, nicht weit davon, wo die WilibaldSburg stehet,
Anon. Hasenr. apud Gretser. p. 4Z7> Bruschius , in epit. ma-
gni operis p. 184. wie auch zwey capellen , eine dem heiligenPetrv, die andere dem heiligen Bartholomäo zu ehren. Am».Hasenr. apud Gretser. p. 4? 8 - Ingleichen ließ er die capelle desheiligen Martini, wie auch die Mutter - GOttes - capelle, durchden Dom - Herrn Wolffo, einen Cämmerling, nachgehends Bi-schoffzu Merftburg , Ghron. Episc. Merseb. apud de Luderoig,in reliq. manuscr. diplom. töm. IV. p. 571. neu erbauen underweitern. Er bauete auch die Dom-kirche von gründ auf neu,weit grösser und vortreflicher, als sie zuvor geweftn, Bruschius .in epit. p. 184. und war bey der einweyhung der kirche zu St.Burcard in Würtzburg zugegen, Hofmann. annal. Bamberg.apud de Ludwig , tom. L p. 67. Bey allen diesen anstalten
I % bemü-